Recklinghausen leuchtet – ein Besuch wider besseres Wissen

‚Recklinghausen leuchtet‘ im Oktober 2026. Foto(s): Robin Patzwaldt

Eigentlich hatte ich mir fest vorgenommen, mir den Trip nach Recklinghausen in diesem Herbst zu sparen. Zu enttäuschend waren meine letzten Besuche in unserer Kreisstadt gewesen. Doch auf Wunsch meiner Begleitung machte ich mich am Mittwoch dann doch noch einmal auf den Weg. Schließlich heißt es ja nicht umsonst „Recklinghausen leuchtet“. Vielleicht gab es ja doch noch etwas zu entdecken.

Die Hoffnung war allerdings größer als die spätere Begeisterung. Nach unserem Rundgang stand fest: Auch dieser Besuch hat meine Meinung über die einst so reizvolle Stadt nicht verbessert. „Nächstes Jahr brauchen wir hier aber dann nicht mehr hin“, lautete das ernüchterte Fazit meiner Begleiterin. Widersprechen konnte und wollte ich ihr nicht. Ein paar hübsche Bilder habe ich trotzdem mitgebracht. Genießt sie ruhig. Es könnten meine letzten aus Recklinghausen sein, wenn nicht noch ein kleines Wunder geschieht.

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Phoenix des Lumières färbt Dortmund bunt wie nie

Zu Besuch bei Phoenix des Lumiere in Dortmund im September 2026. Foto(s): Robin Patzwaldt

Ich gebe es zu: Bei meinen vergangenen Besuchen im Phoenix des Lumières in Dortmund-Hörde hatte sich bei mir ein gewisser Abnutzungseffekt eingestellt. Acht verschiedene Ausstellungen habe ich seit der Eröffnung inzwischen gesehen. Mal ging es um große Namen der Kunstgeschichte, mal um Naturwissenschaften oder andere Themen. Und so beeindruckend die Technik in der alten Gebläsehalle des ehemaligen Stahlwerks Phoenix auch ist – irgendwann schlich sich bei mir der Gedanke ein: Das hast du doch irgendwie schon einmal gesehen.

Die Wände werden riesig, die Bilder bewegen sich, Musik läuft, Licht und Projektionen verschmelzen miteinander. Ein faszinierendes Konzept, ohne Frage. Aber auch ein Konzept, bei dem sich nach mehreren Besuchen gewisse Wiederholungseffekte kaum vermeiden lassen.

Am Freitag bin ich trotzdem wieder hingegangen. Schließlich wollte ich mir „Matisse: Symphonie der Farben“ anschauen. Und ich kann den Spoiler gleich vorwegnehmen

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21 Euro Tageseintritt für ein Stadtfest? Das Waltroper Parkfest spielt mit dem Feuer!

Schon der Vorverkauf für das Waltroper Parkfest 2024 verlief überwiegend schleppend. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Das Waltroper Parkfest war einmal das, was ein Stadtfest sein sollte: unkompliziert, bezahlbar und ein Treffpunkt für die ganze Stadt. Man ging hin, weil man Bekannte traf, ein Bier trank, über das Gelände schlenderte und nebenbei noch ein paar Livebands mitnahm. Heute scheint dagegen immer häufiger der Eindruck zu entstehen, dass die Besucher vor allem eines sein sollen: zahlungskräftige Kunden.

Die jetzt veröffentlichten Preise für die Ausgabe 2026 sprechen jedenfalls eine deutliche Sprache. 21 Euro für eine Tageskarte, 35,50 Euro für das Wochenendticket. Dazu Getränkepreise, die sich inzwischen mit denen in manchem Bundesligastadion messen können. Für ein Stadtfest in einer 30.000-Einwohner-Stadt ist das schon eine bemerkenswerte Ansage – und ein ziemlich riskantes Spiel.

Denn ausgerechnet jetzt, nachdem erstmals auch offiziell von wirtschaftlichen Problemen die Rede ist, drehen die Verantwortlichen erneut kräftig an der Preisschraube. Das wirkt ungefähr so, als wolle man ein leckgeschlagenes Boot retten, indem man noch mehr Ballast hineinlädt.

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Die Toten Hosen haben den Absprung verpasst

Hosen-Sänger Campino hat früher mehr riskiert. Quelle: Wikipedia, Foto: Libertinus Yomango, Lizenz: CC BY-SA 2.0

In diesen Tagen kommt man den Toten Hosen kaum noch aus dem Weg. Parallel zur Veröffentlichung ihres offiziell letzten Studioalbums (und dem Abstieg ihrer geliebten Fortuna in die 3. Liga) startet die große Abschiedstournee der Düsseldorfer Punkrock-Institution. Die Marketingmaschinerie läuft auf Hochtouren, die Medien überschlagen sich mit Würdigungen, Rückblicken und Lobeshymnen. Kaum ein Radiosender, kaum eine Talkshow, kaum eine Kulturseite verzichtet derzeit auf einen Beitrag über Campino und seine Mitstreiter.

Das überrascht wenig. Wenn jemand seinen Abschied ankündigt, dominieren meist die positiven Stimmen. Kritik gilt schnell als unangebracht. Doch gerade deshalb lohnt es sich aus meiner Sicht, einen etwas anderen Blick auf die Toten Hosen zu werfen. Einen Blick, der nicht von Nostalgie verklärt ist.

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‚Mythos Wald‘ im Gasometer Oberhausen: Zwischen beeindruckender Kulisse und Déjà-vu

In der Ausstellung ‚Mythos Wald‘ im Gasometer Oberhausen im März 2026. Foto(s): Robin Patzwaldt

Der März 2026 zeigt sich gerade von seiner besten Seite für Kulturinteressierte im Ruhrgebiet. Während in Dortmund mit der neuen Show im Phoenix des Lumières frische visuelle Reize locken, zieht auch der Gasometer in Oberhausen mit seiner neuen Ausstellung „Mythos Wald“ die Aufmerksamkeit auf sich.

Die Erwartungen sind hoch – schließlich hat sich das Industriedenkmal in den letzten Jahren zu einer der spektakulärsten Ausstellungslocations der Region entwickelt, und erst mit der Vorgängerausstellung ‚Planet Ozean‘ neue Rekorde aufgestellt. Doch wer die aktuelle Schau kurz nach ihrer Eröffnung besucht

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Phoenix des Lumières in Dortmund: Ein vertrautes Staunen im neuen Gewand

Zu Besuch bei Phoenix des Lumières in Dortmund im März 2026. Foto(s): Robin Patzwaldt

Seit vergangener Woche läuft im Phoenix des Lumières in Dortmund-Hörde das neueste Programm – und für die Ruhrbarone war ein Besuch natürlich Pflicht. Die Erwartungshaltung war dabei durchaus hoch, auch wenn sich bei mir, wie vermutlich bei vielen regelmäßigen Besuchern, längst ein gewisser Gewöhnungseffekt eingestellt hat. Wer bereits frühere Produktionen wie die naturwissenschaftlichen Themenwelten rund um Ozeane oder das Weltall erlebt hat, weiß schließlich, was dort technisch möglich ist – und wird entsprechend schwerer zu überraschen sein.

Das neue Programm „Dinosaurier: Das immersive Erlebnis“ liefert

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2025 – Ein Jahr zwischen Dankbarkeit, Zweifel und leiser Hoffnung

Feuerwerk in der Provinz. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Kurz vor seinem Ende bleibt das Jahr 2025 für mich noch immer schwer greifbar. Es war kein Jahr der klaren Extreme, sondern eines der eher leisen, manchmal unbequemen Erkenntnisse. Besonders meine eigene Gesundheit hat mich länger beschäftigt, als ich es von mir kannte. Probleme, die zuvor kein Thema waren, traten plötzlich in den Vordergrund und haben mich seit dem Sommer zeitweise deutlich ausgebremst.

„Man wird eben älter“ – dieser Satz bekam in den vergangenen Monaten eine neue, sehr reale Bedeutung. So unangenehm diese Erfahrung auch war, sie hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, den eigenen Körper ernst zu nehmen und Gewohnheiten zu hinterfragen.

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Zum Tode von Chris Rea: Ein leiser Abschied

Chris Rea im Jahre 2012. Quelle: Wikipedia, Foto: Andrzej Barabasz (Chepry), Lizenz: CC BY-SA 3.0

Mit Chris Rea ist gestern einer jener Musiker gestorben, die nie den Anspruch hatten, die Welt anzuschreien – und sie gerade deshalb erreicht haben. Sein Tod im Alter von 74 Jahren markiert für mich nicht nur das Ende eines beeindruckenden Künstlerlebens, sondern auch einen sehr persönlichen Einschnitt.

Reas Arbeiten gehörten für mich zu jener Musik, die mich in einer prägenden Phase meines Lebens begleitet hat.

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Ein Film, der bleibt – Aljoscha Pauses Dokumentation ‚Fritz Litzmann, mein Vater und ich‘ jetzt fürs heimische Regal

Im Juni lud der Bonner Filmemacher Aljoscha Pause einige Leserinnen und Leser der Ruhrbarone ins Kino nach Dortmund ein, um gemeinsam die Premiere seines neuen Films „Fritz Litzmann, mein Vater und ich“ zu erleben. Es wurde ein besonderer Abend – intensiv, nachdenklich und berührend. In seinem neuen Werk widmet sich Pause der eigenen Familiengeschichte und stellt Fragen nach Schuld, Erinnerung und Verantwortung, ohne dabei den Humor und die Menschlichkeit aus den Augen zu verlieren.

Nun haben endlich alle, die damals nicht im Kino dabei sein konnten, die Gelegenheit, den Film zu entdecken

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Phoenix des Lumières in Dortmund: Mit Monet und Rousseau zurück zu den Wurzeln

Phoenix des Lumières in Dortmund im Oktober 2025. Foto(s): Robin Patzwaldt

Ich erinnere mich noch gut an den Moment, als Phoenix des Lumières Anfang 2023 in Dortmund seine erste immersive Ausstellung eröffnete. Damals standen die Werke von Gustav Klimt und Friedensreich Hundertwasser im Mittelpunkt – und die Kulturszene des Ruhrgebiets hatte plötzlich eine neue Attraktion.

Inmitten der rauen Industriearchitektur des ehemaligen Stahlwerks entstand ein Ort, an dem klassische Kunst mit modernster Projektionstechnik verschmolz. Farben, Formen und Klänge hüllten die riesigen Hallen in eine fast magische Atmosphäre. Ich war damals begeistert – und nicht die Einzige.

Von Pharaonen zu Impressionisten: ein Konzept entwickelt sich weiter

In den Jahren danach haben die Macher einiges ausprobiert: von „Im Reich der Pharaonen“, einer Reise ins Alte Ägypten, bis hin zu „Asterix & Obelix“, einem immersiven Abenteuer für die ganze Familie. Unterhaltsam waren diese Ausstellungen durchaus, doch der künstlerische Tiefgang, der bei Klimt und Hundertwasser spürbar war, rückte dabei etwas in den Hintergrund. Umso gespannter war ich, als ich hörte, dass das neue Programm zurück zu den klassischen Wurzeln führt.

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