Ausstellung mit Bildern von Frank Lothar Lange im Herner Wartesaal

Seit über vier Jahrzehnten porträtiert der Essener Fotograf Frank Lothar Lange Musiker für Magazine, Live-Porträts oder inszenierte Shootings. Rammstein hat er in Amerika auf Tour begleitet, Rihanna für ein Einzelshooting abgebildet und den Essener Rapper Veysel mit nachdenklicher Miene  und barocker Umgebung abgelichtet. Manchmal intim, manchmal die coole Pose, manchmal mit einem Augenzwinkern – aber der Fotograf aus dem Ruhrgebiet probiert immer im richtigen Moment die große Geste zu erwischen, die für die Ewigkeit bleibt. Mit seinem präzisen Blick für ungewöhnliche Details fängt er echte und ausdrucksstarke Momente ein. Ausgewählte Werke von ihm sind gerade im Alten Wartesaal in Herne zu sehen.

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Korsakow im youtube-Roulette

Korsakow bringen jeden Korridor zum Kochen | Foto: PR

Highspeed-Rock’n’Roll-Punkrock haben sich die Düsseldorfer Jungs von Korsakow auf ihre Fahne geschrieben – und hier und da tauchen schwer-metallische Riff-Spitzen auf. Ihre Songs laufen schon mal gerne bei Fortuna Düsseldorf im Stadion und von Flingern bis Oberbilk sind die Boys mit dem frechem Mundwerk sowas wie Superstars. Bald erscheint ihr neues Album „Anleitung zum Freudentanz“ und Dirk, Manuel, Mille, Andy und Börje haben mit dem Song „Herrenklo“ ihrem Kneipen-Lieblingsort ein Denkmal gesetzt. Ein Hoch auf die Keramik! Auch wichtig: Zusammen mit der Band Planlos spielen Korsakow am 26. November im Henkel-Saal in Düsseldorf. Über ihre musikalischen Einflüsse referieren Gitarrist Manuel und Schlagzeuger Börje bei uns im youtube-Roulette.

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Syrien. Ein Land ohne Krieg.

In Marcel Prousts Romanzyklus „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ berichtet ein Ich-Erzähler von seinem Leben und thematisiert dabei den gedanklichen Vorgang des „Sich-Erinnerns“. „Verlorene Zeit“ meint hier die Zeit, die unwiederbringlich vergangen ist, wenn sie nicht in der Erinnerung oder in einem Kunstwerk konserviert wird.

2017 erschien im Malik Verlag der Bildband „Syrien. Ein Land ohne Krieg“ der deutsch-syrischen Autorin Lamya Kaddor mit 200 Fotos des renommierten Fotojournalisten Lutz Jäkel. Die Nürnberger Zeitung schrieb dazu in ihrer Rezension: „In dem schönen Bildband zeigen Fotograf Lutz Jäkel, Lamya Kaddor und andere Autoren, wie dieses aussehen könnte – eben wie vor 2011.“

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Bekämpfung der Wirkung statt der Ursache? Mehr Security gegen zunehmenden Vandalismus

Wo wenig los ist, steigt häufig der Frust. Da bildet Waltrop keine Ausnahme. Archiv-Foto(s): Robin Patzwaldt

Es gibt Fehlentwicklungen vor der eigenen Haustür, die lassen einen als Beobachter, auch wenn man sich grundsätzlich schon seit längerer Zeit mehr Distanz dazu fest vorgenommen hat, einfach nicht kalt. Eine ebensolche Geschichte, musste ich heute der örtlichen Lokalzeitung entnehmen.

Auch wenn es sich bei den Geschehnissen im vergleichsweise kleinen Waltrop, sicherlich nicht im Detail um Dinge handelt, die hier im Blog die Maßen bewegen, möchte ich doch an dieser stelle wieder einmal davon berichten, auch weil ich dahinter im konkreten Fall schon eine gewisse Allgemeingültigkeit sehe, die vielleicht auch einige unserer Leser nachempfinden können, weil sie auch schon einmal in ihrer Stadt ähnliches miterleben mussten.

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Jubiläum: 250 Minuten für die Ewigkeit

Cover des Podcast von Matthias Hecht Die Gute Minute
(c) Matthias Hecht

Matthias Hecht gibt sich täglich die Minute. Morgen, am 26. November 2020, veröffentlicht er die 250. Minute. Am 15.04.2020 stellten die Ruhrbarone den Podcast des Bochumer Schauspielers und Regisseurs vor. In der erzwungenen Corona-Pause erdacht und geboren, sendet Hecht seine Gedankenschnipsel täglich in die Welt. Wo andere einen vollquatschen und die Gehörgänge fluten, würzt Hecht seinen Cast mit Kürze. Dieses Format hebt sich ab und erreicht so die Gehörgänge seiner Zuhörer.  Matthias Hecht heute im Interview bei den Ruhrbaronen:

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Parkfest in Waltrop: „Ich gehe davon aus, dass wir im nächsten Jahr ein tolles Fest feiern werden!“

Auf dem Parkfest in Waltrop. Archiv-Foto: Dieter Wirdeier

Dass durch das Corona-Virus verursachte grundsätzliche Verbot von Großveranstaltungen bis mindestens Ende August 2020 hat kürzlich für viele enttäuschte Gesichter in diesem Lande gesorgt. Nicht nur bei den Schaustellern und Künstlern schmerzt der ungewohnt veranstaltungsfreie Sommer 2020, auch bei den Organisatoren hinterlässt die aktuelle Situation viele sorgenvolle Gesichter.

Waltrops Bürgermeisterin Nicole Moenikes (CDU) Foto: CDU-Waltrop

Neben den vielen überregional bekannten Events sind dabei auch etliche Großveranstaltungen betroffen, die seit Jahren fest mit zum Kulturprogramm einer kleineren Stadt oder einer Region gehören, diese teilweise sogar prägten.

Mit zuletzt rund 60.000 Besuchern am letzten August-Wochenende gehörte auch das Waltroper Parkfest stets mit zu diesen fixen Terminen, an denen sich seit gefühlten Ewigkeiten die Jahres-Planung ganzer Generationen von Bürgern im Kreis Recklinghausen und darüber hinaus ausgerichtet hatte.

Seit den 1970er-Jahren gehörten Kunst, Musik und kulinarischer Genuss im örtlichen Stadtpark in Waltrop stets zu Highlights des Jahres. In diesem Jahr muss jetzt erstmals darauf verzichtet werden. Ruhrbarone-Autor Robin Patzwaldt, selber seit 1973 in Waltrop wohnend und mit dem Parkfest quasi aufgewachsen, fragte Waltrops Bürgermeisterin Nicole Moenikes (CDU) einmal exklusiv nach den konkreten Auswirkungen dieser für eine Stadt wie Waltrop extrem bitteren Absage und den daraus resultierenden Zukunftsperspektiven der Veranstaltung.

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Der Preis der Freiheit

Eugène Delacroix – Die Freiheit führt das Volk


In der aktuellen Krise müssen wir nicht nur beweisen, wer wir sind, sondern vielmehr definieren, wer wir zukünftig sein wollen. In welchem Maße sind wir als Gesellschaft bereit, gefühlte Sicherheit mit einem sicheren Verlust an Freiheit zu erkaufen?

Margaret Atwood formulierte in „The Handmaid’s Tale“, dass Freiheit nicht nur als Freiheit zu, sondern auch Freiheit von verstanden werden kann. In den ersten Tagen der Pandemie haben sich weltweit Stimmen überschlagen und in nahezu ekstatischen Exzessen den Verzicht auf Freiheit gefordert. Ausgangssperren, Lockdowns, Verbote, die Rhetorik konnte gar nicht scharf genug sein. Nach der französischen Revolution haben sich die Jakobiner gegenseitig darin überboten, ihr pro-revolutionäres Verhalten zur Schau zu stellen. „Jakobinertum“, als Synonym für willkürlichen Zerstörungsdrang, fand nachfolgend Eingang in den sprachlichen Kanon.

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Krause @ Dschungelcamp #1: I can’t no good speak of English. I come from East-Germany.

Watching Günther Krause: Endlich wieder Gesetzgebung! Krause verkündet die Campregeln; Foto: Peter Ansmann
Watching Günther Krause: Endlich wieder Gesetzgebung! Der Ex-Staatssekretär-der-deutschen-Einheit Günther Krause verkündet die Campregeln; Foto: Peter Ansmann

Gott sei Dank: Die Serie „Dschungelbarone @ watching Krause“ ist mit diesem Beitrag beendet. Günther Krause hat im Dschungelcamp – mal wieder – seinen Hut genommen.

Puh! Die erste Folge der 14. Staffel von Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! ist vorbei.

Wir haben die erste (und für uns: letzte!) Folge und Highlights von Günther Krause (Ex-DDR-Staatssekretär der deutschen Einheit!) für Dich zusammengefasst. Der absolute Supersatz von Günther Krause kommt überraschenderweise nicht aus dem Bereich Politik – und ist eine wirkliche Bereicherung für den nächsten Urlaub außerhalb des deutschsprachigen Sprachraums.

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