302 Der TrinkhallenTalk

Die Talkrunde aus der Trinkhalle am Flöz. Es geht um autofreie Innenstädte, lokale Politik mit der GroKo und das Desaster um Schalke 04. Dazu Musik, Kabarett, kühle Getränke und intelligente Gedanken. Unsere Gäste sind Bernd Matzkowski, Kornelia Toporzysek, HG Butzko und Noah Reis Ramma. Der Gastgeber ist wie immer Tom Gawlig.

Der ehemalige Lokalpolitiker Bernd Matzkowski hat einen Antrag an die Stadt gestellt, die Innenstadt für den privaten Autoverkehr zu sperren. Zur politischen Situation mit der großen Koalition und der neuen Oberbürgermeisterin Karin Welge hat er eine eindeutige Meinung. Schalke ist mittlerweile ständig in den Medien und die Nachrichten sind schlechte Nachrichten. Das gilt für alle Bereiche. Egal ob es um den Sport, die Finanzen oder das Personal geht. Die Schulden sind hoch und der Gang in die zweite Liga kaum noch zu verhindern. Es stehen also in diesem Jahr wichtige Ereignisse an und es wird im Sommer eine JHV auf Schalke geben. Wir haben mit Kornelia Toporzysek über die blau-weiße Zukunft gesprochen. Die Richterin ist nach dem Rassismus-Skandal um den Aufsichtsratsvorsitzenden Clemens Tönnies aus dem Schalker Ehrenrat zurückgetreten. Sie war schon mal in der Trinkhalle zu Gast und hat geschildert, wie das „System Tönnies“ funktionierte. Der Kabarettist HG Butzko wäre gerne in der Trinkhalle aufgetreten, aber das geht aktuell nicht. Er hat uns einen kleinen Videoclip geschickt und er erklärt in sechs Minuten was alles falsch läuft auf Schalke.

302 Der TrinkhallenTalk wird fortgesetzt und soll regelmäßig stattfinden. Dabei wird es nicht nur um Fußball gehen, sondern es werden Themen aus Politik, Kultur und Sport beachtet, die für die Region und das Ruhrgebiet interessant sind.

Wenn selbst ein hoher Derbysieg des BVB gegen Schalke keinen wirklichen Spaß mehr macht

War das am Samstag das vorerst letzte Revierderby auf Schalke? Foto: Michael Kamps

‚Mein‘ BVB hat das Revierderby gegen die Schalker am gestrigen Samstag also mit 4:0 gewonnen. Ich muss zugeben, damit hätte ich nicht gerechnet. Trotzdem bin ich jetzt etwas wehmütig am Morgen danach. Eigentlich müsste ich mich jetzt riesig freuen. Zumindest war das früher immer so, wenn Dortmund sich gegen Gelsenkirchen durchgesetzt hat.

Heute ist das irgendwie völlig anders. Es ist schade, dass die Entwicklung im Fußball aktuell so ist, wie sie ist. Das hat sogar Einfluss auf die Seite der ansonsten immer extrem strahlenden Derbysieger, wie ich in diesen Stunden etwas betrübt feststellen muss.

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Schalke-Fans geben ihr ‚letztes Hemd‘ zum Derby gegen den BVB

Revierderby auf Schalke. Foto: Michael Kamps

Für Fußballfans ist das gerade eine sehr harte Zeit. Wegen der seit vielen Monaten schon grassierenden Corona-Pandemie sind derzeit keine Stadionbesuche möglich. Für viele Anhänger ist das ein harter Schlag.

Besonders schwierig ist die Situation für die als besonders leidenschaftlich geltenden Fans des FC Schalke 04. In einer sportlich historisch schlechten Saison ist ihr Lieblingsverein, begleitet von großen wirtschaftlichen Problemen, bis an das Tabellenende der Bundesliga gerutscht. Lob und Tadel zu äußern, Anfeuerung und Diskussion mit den Protagonisten, all dies ist derzeit jedoch fast nicht möglich. Viel Fans müssen sich in Sachen Fußballkultur in Verzicht üben.

Da gilt es sich etwas ganz Besonderes einfallen zu lassen, wie man das Team trotzdem noch erreichen, wie man als Fan vielleicht auch nur ein klein wenig direkter Unterstützung für die eigenen Lieblinge leisten kann. Und genau dies hat der Fanclub „Blau-Weißes GEsocks Waltrop“, bei dem übrigens auch unser langjähriger Ruhrbarone-‚Schalke-Fotograf‘ Michael Kamps Mitglied ist, jetzt getan.

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Sensation zeichnet sich ab: BVB plant offenbar die Rückkehr von ‚Fußballgott‘ Jürgen Kohler!

Jürgen Kohler freut sich über jedes Zu-Null-Spiel. Quelle Wikipedia, Foto: Christophe95, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Es ist ein Gerücht, dass aktuell bei Insidern für sehr viel Aufsehen sorgt. Gewöhnlich gut informierten Quellen zufolge arbeiten die Verantwortlichen von Borussia Dortmund in diesen Stunden gerade an einer spektakulären Rückholaktion.

Wenn alles glatt läuft, dann dürfte der BVB noch in dieser Woche die Rückkehr von ‚Fußballgott‘ Jürgen Kohler auch offiziell perfekt machen.

Offenbar angelehnt an die derzeit beim FC Schalke 04 für viel Furore sorgende und dem Vernehmen nach bereits kurz bevorstehende Rückkehr von Klaas Jan Huntelaar, verfolgt auch der Rivale aus Dortmund in diesen Stunden ähnliche Pläne.

Im Lager der Schwarzgelben gibt man sich von dem vom großen Revierrivalen aufgezeigten Weg alte, verdiente  Fanlieblinge in die im bisherigen Saisonverlauf zu häufig enttäuschend auftretende Mannschaft zurückzuholen regelrecht begeistert. So begeistert, dass man diesen Weg heraus aus der Krise jetzt ungeniert in ähnlicher Form kopieren will.

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Große Erleichterung auf Schalke, aber es besteht keinerlei Grund für Zufriedenheit!

Wohin geht die Reise des FC Schalke 04? Foto: Michael Kamps

Das wöchentliche Starren auf die Schalker Negativserie hat endlich ein Ende gefunden. Durch einen deutlichen 4:0-Erfolg gegen eine extrem ersatzgeschwächte Vertretung der TSG Hoffenheim in der Gelsenkirchener Arena vermieden es die Königsblauen mit einem Sieg nach zuvor 30 sieglosen Bundesligaauftritten seit Januar 2020 gerade noch mit dem historischen Negativrekord von Tasmania Berlin (31 sieglose Ligaspiele in Serie) gleichzuziehen und sich dadurch endgültig zum Gespött der Fußballfreunde im Lande zu machen.

Doch wer nach dem Schusspfiff am Samstag aus den Reihen der Knappen-Anhänger nun gleich schon wieder in lautes Jubelgeschrei ausbrach, von einer großen Trendwende träumt(e), der dürfte sich bald schon wieder eines Besseren belehrt fühlen.

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„Schalke zeigt, wie schnell man vom Vizemeister zum scheinbar hoffnungslosen Fall werden kann“

Bedrohliche Stimmung auf Schalke. Archiv-Foto: Franz-Christian Müller

Auch im Jahr 2021 gehen diesem Land die Fußballthemen nicht aus. Unsere Autoren Peter Hesse und Robin Patzwaldt haben sich nach dem ersten Bundesligawochenende nach der kurzen Weihnachtspause über die aktuellsten Entwicklungen unterhalten.

Natürlich ging es dabei wieder um die aktuellen Situationen in Gelsenkirchen und Dortmund, aber der Blick der beiden richtete sich in dieser Ausgabe auch nach Bochum, München und Liverpool.

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War der Fan-Aufstand gegen Clemens Tönnies auf Schalke am Ende doch völlig umsonst?

Archiv-Foto: Michael Kamps

Es war ein langes vereinsinternes Ringen beim FC Schalke 04 bis Aufsichtsratsboss Clemens Tönnies im vergangenen Sommer zurücktrat. Hauptverantwortlich dafür waren seinerzeit auch die organisierten Fans auf Schalke, die sich über Monate hinweg dafür einsetzten, dass Tönnies den Verein nicht in führender Funktion länger repräsentieren sollte.  

Am Ende setzte sich die Meinung durch, dass es in Gelsenkirchen ohne den umstrittenen Fleischfabrikanten eine bessere Zukunft geben würde.

Jetzt, rund sechs Monate später, ist der Verein finanziell und sportlich am Ende. Am Wochenende verloren die Knappen in Berlin bei der Hertha mit 0:3, blieben damit zum 30. (!!!) Mal in Folge in der Bundesliga sieglos.

Zudem schränken finanzielle Nöte den Handlungsspielraum der Verantwortlichen in Sachen möglicher Neuverpflichtungen ein, gefährden am Ende womöglich sogar die Existenz des gesamten Vereins.

Genau in dieser Situation bringt sich jetzt abermals Tönnies als möglicher Retter in Stellung. In immer mehr Medien wird darüber diskutiert, dass nur der einst ‚vom Hof‘ gejagte Unternehmer mit seinem Geld die Schalker vor dem Absturz bewahren könne.

Und die Fans? Die sind in Zeiten von Corona im Stadion nicht länger präsent, durch ihre Distanz zum Geschehen, weitestgehend zum Schweigen verurteilt. Waren am Ende all ihre Mühen in Sachen Neuausrichtung des Klubs völlig umsonst?

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Absteiger des Jahres? Clemens Tönnies scheint noch immer nicht begriffen zu haben

Clemens Tönnies. Quelle: Wikipedia, Foto: Susanne Freitag (susi@fotodesignfreitag.de), Lizenz: CC BY-SA 3.0

Für Clemens Tönnies verlief das Jahr 2020, nun, nennen wir es einfach mal suboptimal. Sowohl in seiner Eigenschaft als Schalke-Boss als auch im Umfeld seines Schlachthofes in Ostwestfalen hagelte es monatelang massive Kritik an dem 64-Jährigen.

Seinen Job als Aufsichtsratsvorsitzender des FC Schalke 04 verlor er nach langem Ringen Mitte 2020. Als Eigentümer der Tönnies-Gruppe mit Sitz in Rheda-Wiedenbrück sah sich der Unternehmer über Monate hinweg ebenfalls mit massiver Kritik an seinem Verhalten als Geschäftsmann konfrontiert, tauchte in der Folge dessen über Wochen regelrecht aus der Öffentlichkeit ab. Das öffentliche Getöse zwang ihn in die Deckung, was für eine sich traditionell gerne und häufig darstellende Persönlichkeit wie Tönnies völlig ungewöhnlich war.

Nach monatelangem Schweigen äußerte sich Tönnies jetzt gegenüber RTL/n-tv-Reporterlegende Ulrich Klose erstmals wieder öffentlich, in einem in der heimischen Firmenzentrale geführten Interview. Wer hier nun einen verunsicherten, selbstkritischen und etwas kleinlauten Mann erwartet hatte, der sah sich getäuscht.

Tönnies scheint noch immer nicht in nennenswertem Umfang begriffen zu haben, dass er zuletzt zahlreiche, gravierende Fehler gemacht hat, die ihn in diese unerfreuliche Lage gebracht haben.

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„Ich befürchte, dass der Turn-Around auf Schalke auch mit Trainer Gross nicht gelingen wird“

Viel Schatten aktuell auf Schalke. Archiv-Foto: Michael Kamps

Weihnachtspause? Mitnichten! Zwar ruht der Spielbetrieb in der Fußball-Bundesliga aktuell für ein paar Tage, doch an Themen mangelt es rund um den Profifußball auch in diesen Stunden wahrlich nicht. Ein weiterer Trainerwechsel auf Schalke, Paris trennt sich von Ex-BVB-Coach Thomas Tuchel, der Pyro-Irrsinn in Essen, etliche Überraschungen im DFB-Pokal.

Die Ruhrbarone-Autoren Peter Hesse und Robin Patzwaldt haben sich über all diese Themen auch über die Feiertage hinweg kurz ausgetauscht. Herausgekommen ist einmal mehr ein launiger, kurzangebundener Ritt durch die aktuellen Fußballthemen

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Auch Jahrhunderttrainer Huub Stevens scheitert – Der FC Schalke 04 ist wohl nicht mehr zu retten!

Saisonende 2019 auf Schalke – ‚Notnagel‘ Huub Stevens konnte den Abstieg der Gelsenkirchener noch verhindern. Archiv-Foto: Michael Kamps

Wer die 1. Fußball-Bundesliga in diesen Tagen dazu nutzen will, um sich in vom Corona-Virus belasteten Tagen etwas von den Sorgen des Alltags abzulenken, und aus dem Ruhrgebiet kommt, der hat es schwer. Sowohl der amtierende Vizemeister Borussia Dortmund als auch der ruhmreiche FC Schalke 04 präsentieren sich kurz vor Weihnachten 2020 erschreckend schwach.

Die Dortmunder verloren am Freitagabend unter ihrem Neu-Trainer Edin Terzic bei Union Berlin mit 1:2 (0:0) und kassierten bereits im zweiten Spiel nach der Trennung von Coach Lucien Favre eine weitere Niederlage. Es war bereits die insgesamt fünfte. Und das am erst 13. Spieltag der Saison 2020/21.

Und die Schalker, nun, für die müssen wir inzwischen wohl eine ganz neue Kategorie von Krise aufmachen. Auch im 29. Ligaspiel in Serie blieben die Gelsenkirchener am Samstagnachmittag sieglos. Die Königsblauen unterlagen in der heimischen Arena gegen den DSC Arminia Bielefeld im zuvor ausgerufenen Endspiel mit 0:1 (0:0). Und das mit ihrem Jahrhunderttrainer Huub Stevens auf der Bank, der am Freitag den glücklosen Manuel Baum als Übungsleiter ablöste und dessenn bisherigen Job nun bis zum Jahresende innehat. Auch der legendäre ‚Knurrer von Kerkrade‘ vermochte es nicht den Schalkern zu einem ersten Bundesligaerfolg der Saison zu verhelfen. Was für ein Trauerspiel!

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