Bayern 7:0 – und Sky feiert die Langeweile

Am Stadion in München. Foto: Robin Patzwaldt

Sie haben es schon wieder getan. Nach dem 5:1 gegen den VfB Stuttgart zum Saisonauftakt hat der FC Bayern München auch sein zweites Heimspiel der Saison 2026/27 zur öffentlichen Machtdemonstration gemacht. Union Berlin durfte am Freitagabend mit 0:7 aus der Allianz Arena nach Hause fahren.

Und natürlich war bei Sky wieder beste Laune angesagt. „Flutlichtfreitag“! Großes Fußballfest! Frank Buschmann und Florian Schmidt-Sommerfeld überschlagen sich förmlich vor Begeisterung, während die Bayern den völlig überforderten Gegner nach Belieben auseinandernehmen.

Ich weiß nicht, wie es anderen Fußballfans geht. Mich packt das nicht.

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Schalke liefert gegen Bayern das vielleicht geilste 0:0 seit Jahren

Unerwarteter Punktgewinn der Schalker gegen die Bayern am Samstag. Foto(s): Michael Kamps

Es gibt Fußballspiele, bei denen ein 0:0 eigentlich eine Zumutung ist. 90 Minuten lang quält man sich durch gepflegtes Ballgeschiebe, schaut irgendwann häufiger auf die Uhr als auf den Rasen und ist nach dem Abpfiff vor allem froh, dass es endlich vorbei ist. Das torlose Unentschieden zwischen Schalke und Bayern am Samstagabend war das komplette Gegenteil.

Ich muss zugeben: Ich habe selten ein 0:0 erlebt, das sich so sehr nach einem echten Top-Spiel angefühlt hat. Und das lag nicht nur daran, dass mehr als 60.000 Menschen in der Arena nach dem Schlusspfiff völlig aus dem Häuschen waren. Es lag vor allem daran, dass Schalke genau das getan hat, was man von einem Aufsteiger gegen den übermächtigen Rekordmeister eben tun muss: Die Mannschaft hat sich gewehrt. Mit allem, was sie hatte.

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Vom „Weltklassespieler“ in die Schweineliga: Das Mahnmal Max Meyer

Max Meyer im Jahre 2015 im Schalke-Trikot. Quelle: Wikipedia, Lizenz: CC BY 2.0 , Foto: Daniel Kraski

Man kann den Wechsel von Max Meyer zu Rot-Weiß Oberhausen natürlich als Fußball-Romantik verkaufen, wie es gerade einige Medien versuchen. Als die rührende Geschichte des verlorenen Sohnes, der nach einer Odyssee durch Europa heimkehrt, um verletzungsbedingt etwas kürzerzutreten, die Familie zu priorisieren und nebenbei den Trainerschein zu machen.

Man kann die Lupe aber auch umdrehen. Dann blickt man nicht auf ein Fußball-Märchen, sondern auf eine knallharte sportliche Tragödie und ein bitteres Mahnmal für eine völlig fehlgeleitete Karriereplanung.

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Erstklassige Fußballparty auf Schalke!

Schalke erhält am Saisonende 2025/26 die ‚Radkappe‘. Foto(s): Michael Kamps

Eine gigantische Fußballparty war heute auch in Gelsenkirchen angesagt. Doch im Gegensatz zum MSV Duisburg, der sein Saisonfinale am Samstag in Liga 3 höchstdramatisch in den Sand setzte, weil er schlicht mit dem immensen Druck nicht klar kam, hatte der FC Schalke 04 sich seines Drucks in Liga 2 praktischer Weise schon vor einem denkbaren großen Showdown am letzten Spieltag der Saison 2025/26 entledigt. Dementsprechend endete die Veranstaltung im Gegensatz zu der am Vortag auch nicht in Schockstarre.

So war das Geschehen auf dem Rasen in der Arena in Gelsenkirchen am Sonntagnachmittag aus Sicht der Schalker über den kompletten Tag hinweg beinahe nebensächlich. Hier stand die riesige Party auf den Rängen im Mittelpunkt, die auch nach Spielende anhielt. Und die war sprichwörtlich erstklassig.

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Warum sich die Fußball-Bundesliga auf Rückkehrer Schalke 04 freuen darf

Eindrücke vom Spiel der Schalker am Samstagabend in Nürnberg. Foto(s): Kilian Marx

Der FC Schalke 04 ist endlich zurück in der 1. Fußball-Bundesliga – und auch wenn sportlich noch viele Fragen offenbleiben, ist eines bereits jetzt sicher: Die Rückkehr der Königsblauen ist ein echter Gewinn für den deutschen Fußball.

Nach dem Wiederaufstieg als Zweitliga-Meister 2025/26 kehrt einer der emotionalsten, traditionsreichsten und fanstärksten Vereine des Landes zurück auf die große Bühne. Dass Schalke in der abgelaufenen Zweitligasaison nicht durchgehend glanzvollen Fußball spielte, rückte angesichts des Saisonausgangs letztlich in den Hintergrund. Entscheidend war der von Millionen herbeigesehnte Wiederaufstieg – und vor allem die Art und Weise, wie Verein und Anhängerschaft diesen begleiteten.

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Muslic „passt wie die Faust aufs Auge zum S04“

Michael Kamps feiert den Aufstieg seiner Schalker im Stadion. Foto: privat

Der FC Schalke 04 ist zurück in der Bundesliga – und für Millionen Anhänger im Ruhrgebiet dürfte dieser Moment weit mehr bedeuten als nur einen sportlichen Erfolg. Nach Jahren voller Abstürze, Führungschaos, wirtschaftlicher Sorgen und sportlicher Enttäuschungen schafft einer der traditionsreichsten Vereine Deutschlands die Rückkehr ins Oberhaus. Entsprechend groß ist die Erleichterung rund um Gelsenkirchen.

Einer, der all das hautnah erlebt hat, ist Michael Kamps aus Waltrop, der uns bei den Ruhrbaronen seit Jahren dankenswerterweise mit seinen aktuellen Fotos rund um den Verein versorgt. Als Dauerkarteninhaber, Fanclub-Mitglied bei „Blau Weißes GEsocks Waltrop“ und regelmäßiger Beobachter der königsblauen Achterbahnfahrt blickt er auf eine Saison 2025/26 zurück, die selbst treue Optimisten überraschte.

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Schulter-Schock auf Schalke: Platzt jetzt der Aufstiegstraum?

Edin Dzeko auf Schalke. Foto: Ruhrbarone

Der FC Schalke 04 hat in der Hinrunde der Saison 2025/26 genau das gemacht, was auf Schalke eigentlich niemand so richtig sehen will – und trotzdem alle unterschrieben hätten: unattraktiven Fußball gespielt und dabei überraschend erfolgreich gepunktet. Kein Glanz, kein Glamour, aber Tabellenplatz eins. Fußball-Romantik? Fehlanzeige. Ergebnis-Fußball? Volltreffer.

Plötzlich stand Königsblau ganz oben, der Aufstieg in die Bundesliga schien keine ferne Vision mehr, sondern ein realistisches Szenario. Während andere Teams sich verzockten oder im eigenen Chaos versanken, schlich sich Schalke still und heimlich an die Spitze. Und dann kam

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Schalke, der VAR und das große Schneckenrennen in der 2. Liga

Auf Schalke ging es am Sonntag einmal wieder turbulent zu. Foto: Michael Kamps

Wer in den vergangenen Wochen einen Beweis dafür gesucht hat, dass die 2. Bundesliga in dieser Saison ein einziges großes Schneckenrennen ist, der wurde am 26. Spieltag an diesem Wochenende bestens bedient. Keiner aus den Top sechs gewann sein Spiel. Niemand nutzt die Chance, sich entscheidend abzusetzen. Stattdessen stolpern sie alle gleichzeitig – mal elegant, mal spektakulär.

Und mittendrin natürlich der FC Schalke 04. Ein Verein, der es seit Jahren schafft, sportliche Dramen mit einer gewissen theatralischen Wucht zu inszenieren. Beim 2:2 gegen Hannover 96 lieferte Schalke die perfekte Zusammenfassung dieser absurden Liga: dominant, führend, dann dezimiert, schließlich in letzter Sekunde bestraft.

Oder anders gesagt: Zweite Liga in Reinform.

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Schalke 04: Tabellenführer auf Zeit – warum der Absturz nur vertagt ist

Aktuell herrscht gute Stimmung auf Schalke. Foto: Michael Kamps

Die Momentaufnahme wirkt beeindruckend: Der FC Schalke 04 steht an der Spitze der 2. Fußball-Bundesliga. In Gelsenkirchen keimt Hoffnung auf die schnelle Rückkehr ins Oberhaus. Doch wer genauer hinschaut, erkennt ein bekanntes Muster: Schalke gewinnt Spiele – aber die strukturellen Probleme gewinnen langfristig fast immer.

Der unbequeme Befund lautet: Selbst wenn Schalke aufsteigt, fehlt dem Klub aktuell alles, was einen stabilen Bundesligisten ausmacht.

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Schöner spielen, schlechter punkten – kostet mehr Attraktivität Schalke den Aufstieg?

Auch gegen den Abstiegskandidaten aus Dresden konnte Schalke nicht gewinnen. Foto(s): Michael Kamps

Der Erfolg kam leise. Und er kam anders, als man es in Gelsenkirchen über Jahre gelernt hatte zu erwarten. Als der FC Schalke 04 in der zweiten Jahreshälfte 2025 Woche für Woche Punkte sammelte, geschah das selten mit Glanz, kaum mit Spektakel, dafür mit einer fast schon stoischen Konsequenz.

Spiele wurden zugemacht, Räume verengt, Risiken minimiert. Der Ball lief nicht filigran durch die gegnerischen Reihen, sondern landete oft genug im Seitenaus oder hoch und weit im Nirgendwo. Es war ein Fußball, der Puristen die Zornesröte ins Gesicht trieb und Romantiker zuverlässig in die Verzweiflung stürzte.

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