Wagner Restspiele in Dortmund


Mehr als ursprünglich erwartet, weniger als befürchtet: Um die 500 Neonazis nahmen in Dortmund mit einem Trauermarsch Abschied vom dem am Sonntag verstorbenen bekannten Rechtsradikalen Siegfried „SS-Siggi“ Borchardt.

Rund 500 Nazis und Hooligans kamen heute zu einem Schweigemarsch zum Gedenken an den am 3. Oktober an den Folgen einen Thrombose verstorbenen Nazi und Fußballschläger Siegfried „SS-Siggi“ Borchardt zusammen. Eine eher überschaubare Zahl. Die bundesweiten Mobilisierungsversuche waren erfolglos. Noch vor wenigen Jahren hätte die dortmunder Naziszene über tausend Rechtsradikale auf die Straße gekommen. Mit Christian Worch, Thomas Wulff waren einige Szenegrößen angereist, die allerdings ihre besten Jahre schon hinter sich haben.

Musikalisch geriert der Marsch zu seinem Beginn, auf dessen gesamter Strecke es immer wieder zu Protesten von Nazi-Gegnern kam, zu Wagner Restspielen: Auf den ersten Metern tönte aus den Lautsprechern „Siegfrieds Trauermarsch“ aus der Götterdämmerung. Als sich der Schweigemarsch den ersten Gegendemonstranten näherte wurde der deutlich flottere „Ritt der Walküren“ gespielt.

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4 Kommentare

  1. #1 | Ruhrpottexilant sagt am 9. Oktober 2021 um 21:42 Uhr

    Hoffentlich schmort er in der Hölle, wenn es denn eine gibt.

  2. #2 | Stefan Dondrup sagt am 9. Oktober 2021 um 22:45 Uhr

    Hölle, wäre ja auch so ein Ewigkeitsdings in dem man seine Opferrolle genießen könnte. aber wer weiß schon was darüber.
    Ich hoffe, er ist angekommen im Nichts.

  3. #3 | Stefan Dondrup sagt am 9. Oktober 2021 um 22:51 Uhr

    @1 Wie wir alle wird Siggi im Nichts enden. Aber halt ein bisschen früher als die jungen Antifaschisten. Das finde ich tröstlich.

  4. #4 | Wolf sagt am 26. Oktober 2021 um 15:09 Uhr

    ? ? ? ?

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