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Abläufe beim BVB rund um die Tuchel-Entmachtung lassen Schlimmes erahnen

BVB-Boss ‘Aki’ Watzke. Foto: Robin Patzwaldt

Borussia Dortmund gibt aktuell wahrlich viele Rätsel auf. Trotz des Erreichens aller ausgegebenen sportlichen Saisonziele, sogar dem ersten Titelgewinn seit fünf Jahren, darf der punktbeste Trainer der Clubhistorie das Team nicht länger betreuen, wird dieser nur drei Tage nach dem Sieg im DFB-Pokal unfreiwillig aus seinem Amt entfernt.

Einer relativ nichtssagenden Pressemeldung folgt kurze Zeit später dann noch ein offener Brief des Geschäftsführers Aki Watzke auf der Homepage des Clubs, der dem Erfolgstrainer indirekt alle menschlichen, für diesen Job auch unzweifelhaft extrem wichtigen Fähigkeiten abspricht.

Wörtlich heisst es dort nämlich recht uncharmant:

„Es geht immer auch um grundlegende Werte wie Vertrauen, Respekt, Team- und Kommunikationsfähigkeit, um Authentizität und Identifikation. Es geht um Verlässlichkeit und Loyalität.

Wir haben in der gegenwärtigen personellen Konstellation leider keine Grundlage mehr für eine auf Vertrauen ausgelegte und perspektivisch erfolgreiche Zusammenarbeit gesehen.“

Eine Steilvorlage für eine Schlammschlacht. Und ein wahres Trauerspiel für einen Verein, der sich ja bekanntlich als zweiter ‚Leuchtturm‘ in Sachen Fußball im Lande hinter dem FC Bayern München etablieren möchte.

Bedenklich ja auch, dass vermeintliche Führungsspieler den Trainer in den letzten Tagen offen heftig kritisieren durften, ohne dass sie dafür von den Verantwortlichen des Clubs in irgendeiner Form öffentlich zur Ordnung gerufen worden wären.

So durfte Marcel Schmelzer die Nichtnominierung seines Teamkollegen Nuri Sahin, und nach eigener Aussage auch seinem ‚Freund fürs Leben‘ (auf der Pokalfeier im Autokoso so ins Mikrofon diktiert), öffentlich in heftigster Form kritisieren.

Nun, ganz abgesehen von der inhaltlich fragwürdigen Forderung, denn schließlich fand Sahin in den vergangenen Jahren aus unterschiedlichsten Gründen kaum noch Platz in der ersten Elf er Schwarzgelben, ist so etwas natürlich pures Gift für guten Stil und die Kultur in Sachen Miteinander im Verein. Da kann der gute Nuri noch so ein feiner Kerl sein. Das darf für einen Trainer natürlich nicht entscheidend sein. Da muss es um andere Faktoren gehen, wenn er den Kader nominiert.

Solche Forschheiten einiger Spieler sind ein ‘No-Go’. Schließlich sind die Spieler im konkreten Fall ‘nur’ die untergebenen Angestellten. Entscheidungen des Vorgesetzten, in diesem Fall des Chef-Trainers, sollten niemals öffentlich in dieser Heftigkeit kritisiert werden dürfen. Dass Schmelzer und Co. dies in der ARD und gegenüber dem SID trotzdem ungestraft durften, das könnte sich noch als folgenschwerer Kardinalfehler der Clubführung erweisen.

Denn egal, ob inhaltlich nun letztendlich gerechtfertigt oder auch nicht, das ist nicht nur ganz schlechter Stil, solches Vorgehen gefährdet schon jetzt im Vorfeld massiv die Arbeit des zukünftigen Tuchel-Nachfolgers, noch bevor er überhaupt im Amt ist. So etwas darf sich ein Trainer doch niemals gefallen lassen.

Was stimmt also beim BVB aktuell nicht, dass man so etwas unkommentiert in der Öffentlichkeit durchgehen lässt? Haben sich die ‘Machtverhältnisse’ hier auf eine ungünstige Art und Weise verschoben?

Das kann ja so nicht nur mit den Problemen rund um Thomas Tuchel erklärt werden. Egal wie die Details rund um dessen Person da inhaltlich auch aussehen mögen. Das sind grundlegende Tugenden, welche auch in jedem x-beliebigen Wirtschaftsunternehmen stets zu beachten sind. Warum also scheinbar aktuell beim BVB nicht?

Da kann man aus Sicht der Schwarzgelben wirklich nur hoffen, dass nicht die Spieler wie Nuri Sahin und Marcel Schmelzer im Club inzwischen das sprichwörtliche Sagen zu haben glauben. Denn das wäre fatal!

Nach diesen Tagen besteht wohl zumindest ernsthaft diesbezüglich eine Gefahr. Eine andere Interpretation lässt das Wochenende ja gar nicht mehr zu.

Entweder haben Watzke, Zorc und Rauball sie offenbar einfach gewähren lassen, oder sie haben es sogar irgendwie gutiert. Beides wäre mehr als schlecht. Oder habe ich die harsche, öffentliche Zurechtweisung der Spieler in der Öffentlichkeit nur übersehen? Ich glaube nicht!

Irritierend ist dies auch in Anbetracht der Tatsache, dass beide Spieler ja nicht nur bei Trainer Thomas Tuchel, sondern durchaus auch bei vielen eigenen Fans zuletzt längst nicht nur uneingeschränkter Anerkennung für ihre sportlich großartigen Leistungen sicher sein durften. Erinnert sei hier z.B. nur an die Debatten, dass Schmelzer grundsätzlich wohl der falsche Teamkapitän sei, dass auch Sahin einer der Topkandidaten für eine vorzeitige Trennung vom BVB im Sommer war. Und das eben auch nach der Meinung vieler BVB-Fans.

Lucien Favre, Paulo Sousa & Co sollten sich also vor einer möglichen Vertragsunterschrift in Dortmund mal genauer über die genauen Hintergründe und die Hierarchien im Kader der Schwarzgelben informieren, sofern ihnen dies möglich ist. Alles aktuell sehr bedenklich! Zumindest aus meiner Sicht.

 

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34 Kommentare zu “Abläufe beim BVB rund um die Tuchel-Entmachtung lassen Schlimmes erahnen

  • #1
    DaveDo

    Ohne Frage der BVB vor allem in Person von Aki Watzke hat sich nicht besonders clever angestellt, das Tuchel aber mit vielen Personen innerhalb des Vereins so seine Probleme hatte und es auch auf Grund seines eher streitbaren Charakters zu Verwerfungen kam ist auch nicht neu und wurde von der Presse auch oft genug kommuniziert.
    Jetzt ist er everybody’s Darling und der BVB der böse?
    Ernsthaft? Ein gewisser Herr Heidel wird sich wohl auch Einiges dazu denken. Und ja TT hat das letze Saison furios gemacht. Diese Saison war trotz Pokalsieg mit etwas Glück im Soll, nicht mehr nicht weniger. Ich will Tuchel nicht seine Kompetenz absprechen oder ihn zum Buhmann machen aber wenn es persönlich auf allen Ebenen knirscht wird es in Zukunft sportlich auch nicht rosig aussehen.

  • #2
    Texterry

    Ich bin seit Jahr und Tag Fan. Des BVB’s. Die mag zunächst gesagt werden.

    Heute habe ich viele, vermutlich hunderte, ganz gewiss auch wenig fundierte Kommentare zu dieser Personalie gelesen. Die Reaktionen waren mal so, dann wieder so. Aber im Tenor recht einig: Watzke ist schuld. Watzke liegt falsch.

    Natürlich ist diese Reaktion auch verständlich, sind doch noch die Massen an Fans berauscht vom Pokalsieg des vergangenen Wochenendes. Nur drei Tage später DEN erfolgreichsten Trainer der Vereinshistorie zu entlassen, das wirft alle mal Fragen auf. Vor allem, weil man (meiner Meinung nach) nicht wirklich transparent kommuniziert – wieso eigentlich?!
    Vermutlich muss man das auch nicht, oder sollte es besser auch nicht. Aber die Form, die hier an den Tag gelegt wird ist in der Tat mehr als sonderbar.

    Sicher ist: Hätte ein Phillip Lahm seinen (noch) Trainer in dieser Form kritisiert, er wäre sofort von Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenige zurück gepfiffen worden. Keine Frage.
    Mag es auch Unstimmigkeiten auf vielen Ebenen, bis hin ins Team hinein gegeben haben, so sollte man immer einen Weg der Klärung finden können. Zumal schon 2015 bekannt war, wie Tuchel tickt und arbeitet. Dennoch wurde er als großer Strahlemann beim BVB herzlich willkommen geheißen. Dies gilt nun nicht mehr. Leider.

    Es hat ein Geschmäckle bekommen, das so nicht nötig war. Ganz klar hätte man dies auch anders lösen können, als über die Medien. Letztendlich hat man vielleicht versucht, Tuchel selbst zum Rücktritt zu bewegen, um vielleicht auch Kosten zu senken. Keine Ahnung. Am Ende wirds wohl sehr teuer für den BVB.

    Und dann ist da noch ein Punkt: Das Sportliche Erbe: Was wenn der Nachfolger nicht liefern kann?
    Die ersten Heimspiele verloren gehen? Oder man zur nächsten Saisonhalbzeit nicht im oberen drittel steht? Werden dann auch an der Spitze Entscheidungen zum Wohle der Vereins getroffen?
    Oder geht das Trainer-Wechsel-Dich-Spielchen, welches man beim Konkurrenten Schalke 04 häufig belächelt hat auch bei dem Verein mit #echterliebe los?

    Am Ende könnte Tuchel, bleibt er in der Bundesliga, vielleicht auch der lachende Gewinner sein.
    Sollte er bei einem anderen Verein dort anknüpfen, so erfolgreich wie beim BVB.

    Ich wünsche allen Beteiligten Glück Auf!

  • #3
    Lukas N.

    @Robin Patzwaldt
    Man fragt sich wirklich, was mit den Bossen des BVB los ist, die doch den BVB seit vielen Jahren gut, professionell und erfolgreich führen. Was sie aber im Konflikt mit Trainer Tuchel seit Wochen und Monaten abliefern und jetzt angesichts der Trennung ist einfach nicht nachvollziehbar, ist amateurhaft, unprofessionelles Krisenmanagement. Wie konnte das passieren und wie konnte es überhaupt soweit kommen. Muss man sich jetzt Sorgen um den BVB machen?

    Boss Watzke hat jegliche Souveränität und Professionalität im Umgang mit der Trainerfrage vermissen lassen. Er hat sich ganz offensichtlich von persönlichen Befindlichkeiten und von Emotionen leiten lassen, hat sich zu Dingen hinreißen lassen, die er als Boss nicht machen darf, die nur schädlich sind.
    Und natürlich @Robin kann es nicht sein, dass der Kapitän der Mannschaft nach dem gewonnenen Pokalfinale und sicherlich im Wissen, dass Tuchel entlassen wird, öffentlich eine Personalentscheidung heftig kritisiert, die bei näherem Hinsehen sportlich durchaus begründbar ist. Und kein Trainer schwächt sich ja durch Personalentscheidungen absichtlich selbst.
    Schmelzer hat sich durch diese Aktion als Kapitän disqualifiziert, sollte kommende Saison nicht mehr Kapitän sein. Viele Fans sehen das ohnehin so, dass Schmelzer nicht der geeignete Kapitän ist. Und selbstverständlich hätten das die Bosse nicht so stehen lassen dürfen. So senden sie auch damit ein fatales Signal aus.

    Viel schlechter hätte man den Konflikt rund um die Trainerfrage nicht managen können. Und so gibt es am Ende nur Verlierer und selbst Boss Watzke geht beschädigt und mit angekratzter Glaubwürdigkeit aus der Sache raus. Man fragt sich auch, warum man das überhaupt so auseinanderdriften hat lassen, das nicht mit Hilfe der persönlichen Kommunikation im Griff halten konnte.

    Warum verkündet man wochenlang, bis in die letzten Tage hinein, dass es mit Tuchel ein ergebnisoffenes Gespräch ohne Vorfestlegung geben werde? Warum sagt Watzke sogar im TV, es sei nicht seine Art mit einer vorgefassten Meinung in eine solches Gespärch zu gehen?
    Denn am Ende waren es laut stets gut informierter Blödzeitung nur 21 Min. in denen Tuchel ohne Analyse sofgort seine Freistellung erklärt wurde.
    Also nichts mit ergebnisoffenem Gespärch ohne Vorfestlegung.
    Einige Journalisten mehrerer Medien verkünden schon seit Wochen, dass das Aus Tuchels längst beschlossen sei. Sie waren also durch die Bosse vorinformiert, wussten mehr als der Trainer selbst. Ganz schlechter Stil!
    Warum gefährdet Boss Watzke so seine Glaubwürdigkeit?

    Und wieso lebt Boss Watzke seine ablehnende Haltung durch Worte und Gesten gegenüber Tuchel öffentlich über Wochen aus, sorgt sogar sehenden Auges (Interview mit der Funke Mediengruppe hat er Tage später fereigeben) für einen wochenlangen medialen Tsunami, der sogar die sportlichen Ziele hätte gefährden können?

    Das darf einem Boss eines europäischen Topklubs und vor allem dem Boss des BVB nicht passieren, da muss er sich im Griff haben, da muss er alles professionell handhaben.

    Wie hätte man das ganze vermeiden können? Ganz einfach:
    Es kann ja vorkommen, dass sich Bosse und ein Trainer entfremden, dass sie nicht miteinander klarkommen, dass sie keine gemeinsame Basis finden, das nicht mal eine Vertraunensbasis hergestellt werden kann.
    Und wenn dann die Bosse zum Ergebnis kommen, von diesem Trainer müssen wir uns vorzeitig trennen, dann macht man das möglichst geräuschlos, nicht über die Öffentlichkeit und die Medien, sondern löst das professionell und intern.
    Watzke hatte doch bereits seit Monaten angekündigt, dass nach Ende dieser Saison mit Tuchel über dessen Zukunft gesprochen werde, schränkte dabei stets ein, dass man dabei auch über Fragen wie Kommunikation, Strategie und Vertrauen reden müsse. Es war also klar, dass es Klärungsbedarf gibt.

    Damit war und ist doch alles gesagt. Dann bringt man die Saison ohne Störgeräusche und ohne medialen Tsunami zu Ende, setzt sich zusammen und klärt alles. Und wenn die Bosse meinen, es gehe nicht mehr mit diesem Trainer, veröffentlicht man anschließnd eine gemeinsame Erklärung und teilt mit, dass man sich in den Fragen zur strategischen Ausrichtung des Klubs usw. nicht einig geworden sei, dass die Vorstellungen zu weit auseinderliegen, folglich trenne man sich vorzeitig, weil das dann keinen Sinn mache.

    Hätte man das so professionell über die Bühne gebracht, dann hätte es keinen öffentlichen Wirbel in der Schlussphase der Saison gegeben, die Beteiligten hätten ihr Gesicht wahren können und wären auch weitgehend unbeschädigt aus der Sache rausgekommen.

    Ich bin wirklich nur noch am Kopfschütteln, was da seit Wochen geboten wird, auch jetzt wieder bei der Trennung, erkenne "meinen" BVB kaum wieder.
    Hoffentlich bekommen die Bosse jetzt endlich wieder die Kurve und fangen schon bei der Nachfolgelösung an, die richtige Wahl zu treffen. Schwer vermittelbar wäre, wenn man ausgerechnet Favre und dann noch für eine Ablöse verpflichten würde. Denn auch Favre gilt als fachlich guter Trainer, aber als schwierige und komplizierte Persönlichkeit, als sensibel, grüblerisch. Favre hat sowohl in Berlin als auch in Gladbach seine Bosse öffentlich brüskiert. Es fehlt jetzt wirklich nur noch, dass die Bosse ausgerechnet ihn als Nachfolger Tuchels präsentieren.

  • #4
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    @Lukas: Sehe ich genauso. Nur halte ich Favre persönlich aktuell noch am ehesten für einen guten Nachfolger. Zumindest nachdem Nagelsmann ja wohl aktuell nicht verfügbar ist. Aber ob ein Trainer Favre im Vergleich zu Tuchel wirklich ein ‘Fortschritt’ im Sinne des BVB wäre? Da wäre auch ich zunächst sehr skeptisch.

  • #5
    Lukas N.

    @Robin Patzwaldt zu #4
    Das mit Nagelsmann halte ich, wie auch einige andere Namen, für eine Nebelkerze. Denn Nagelsmann hat ja schon vor Wochen erklärt, dass er kommende Saison definitv Trainer bei Hoffenheim sein werde und sich auf die Herausforderung des internationalen Geschäftes freue. Hopp erklärte, er wisse, dass man Nagelsmann nicht ewig wird in Hoffenheim halten können, aber jetzt werde man ihn auf keinen Fall ziehen lassen. Und Nagelsmann muss sich auch erstmal beweisen, wenn er eine Mannschaft trianiert, die eine Dreifachbelastung hat. Mir geht das zu schnell mit Nagelsmann in den Himmel heben. Er trainiert doch erst eine Saison einen Bundelsigisten und hat bisher hat er noch nie im internationalen Geschäft trainiert! Außerdem ist Nagelsmann seit seiner Kindheit Bayern-Fan.

    Was Favre angeht, wie will man denn ausgerechnet ihn als geeigneten Nachfolger Tuchels darstellen. Denn über Tuchel wird gesagt, er sei ein fachlich ausgezeichneter Trainer, aber ein schwieriger Mensch. Genau das wird aber auch über Favre gesagt, der sogar als noch kompliziertere Persönlichkeit als Tuchel gilt, der sensibel ist, ein ständiger Zweifler und der schon mehrfach Probleme mit Bossen hatte und die öffentlich brüskierte.
    In Nizza hat er keinen Druck, kann in Ruhe arbeiten, das ist nicht annähernd mit dem BVB verlgeichbar.

    Die Bosse könnten sich zumindest teilweise aus ihrem misslungenen Krisenmanagement lösen, wenn sie jetzt eine absolut überzeugende Nachfolgelösung zu bieten hätten. Aber wo soll die herkommen? Lassen wir uns mal überraschen.

  • #6
    Peter Paul

    Die BVB Aktionäre sollten den Rücktritt Watzkes fordern. Er hat dem Verein geschadet. Der Anspruch an die Watzke Position in Punkto Kommunikation ist viel höher als die der anderen Positionen. Er hat den Trainer vor einem wichtigen Spiel per Interview angegriffen. Er hat Spieler wie freiwild gegen ihn hetzen lassen. Er hat das Spiel einen Tag nach dem Anschlag genehemigt. Zu sagen, wer nicht kann soll nicht spielen reicht nicht aus. Dieses Opt out Verfahren ist unzureichend wegen dem Gruppenzwang. Weitere Verfehlungen: Watzke hat gesagt Mikitarian, Hummels und Gündogan gehen nicht gleichzeitg sind sie aber. Rückkauf von Götze war ein großer Fehler, zu lange an Klopp festgehalten.
    Es kann sein, dass BVB in Zukunft im Mittelfeld zu finden ist und BM und RB alles unter sich ausmachen.

  • #7
    Tilleulenspiegel

    @ PAtzwald

    Zustimmung zu Ihrem Beitrag. Die Gegner von Tuchel im Team sind neben Schmeltzer (Weltklasseverteidiger hm) noch Reus (dauerverletzt(.der eigentlich eloquente und sympathische Dahin ( wenn nicht verletzt,, dann Bank) und Weidenfeller ( ausgebildeter Torwart). Das scheinen die Opinionleader und hierarchisch bedeutsamen Spieler.

    Tuchel hst unter sehr schwierigen Bedingungen das Optimum aus der Mannschaft rausgeholt, dazu noch Problemdälle wie Schürrle und Götze aufs Auge gedrückt bekommen,

    Er hat Aubameyang, Dembele und Bürki -um nur einige zu nennen- enorm weiterentwickelt, und mit Pulisic, Passlack und Burnic Nschwuchskräfte eingebaut,

    Im Prinzip hat er all das, was von einem Toptrainer zu erwarten ist, sportlich herausragend erfüllt. Die Mannschaft ist in der Lage, einen richtig guten, berauschend schnellen Kpmbinstionsfussbsll auf den Platz zu zaubern. Das ist alleine Tuchel Vetdienst, da hat Schwatzke nichts beigetragen,

    Pech für den BVB, durchaus möglich, dass manch Spieler Tuchel folgen wird. Sei es drum, mag den BVB sowieso nicht…..

  • #8
    Gerhard Otto

    Aki Watzke befindet sich seit einiger Zeit auf dem Weg in Richtung "Sonnenkönig"-Attitüde.
    („Der Verein bin ich!“)
    Diversen "kickenden Hofschranzen" scheint diese Entwicklung rückblickend durchaus zu gefallen.

    Okay: TT ist Schnee von gestern … – aber wird (vermutlich) Favre für Neuschnee sorgen können ?

    Der ist immer dann abgetau(c)t, wenn’s warm wurde.

  • #9
    Werner R. Niedermeier

    Die nächste Saison wird spannend. Bayern im Umbruch, die Leistungsträger dort werden älter. Lahm, Alonso, auch Starke sind weg. Leipzig muss erst beweisen, ob sie die Dreifach-Belastung schaffen. Schalke, Leverkusen, Hoffenheim, Köln, Hertha, Freiburg – das sind eigentlich keine Kandidaten für die ganz oberen Plätze. Selten waren die Chancen für den BvB so gut, ganz oben mit zu mischen. Das haben die BvB-Bosse leichtsinnig aufs Spiel gesetzt, denn ein neuer Trainer braucht immer Zeit, bis die Spieler seine Philosophie verinnerlicht haben.

    Eigentlich kann mir das als Münchner ja egal sein, aber so rein von Außen gesehen verstehe ich nicht, was Watzke da geritten hat. Denn dass der BvB so schnell wieder so eine gute Chance auf Titel bekommt wie das nächste Saison der Fall sein wird, wird Hoeneß auf Dauer schon zu verhindern wissen.

  • #10
    ke

    Ich verstehe das Ziel des Briefes nicht?
    Will man unbedingt weiter in den Schlagzeilen jenseits des Sports bleiben? Was sollten die Aussagen sonst bezwecken? Mir fällt kein positiver Effekt ein.

    Die letzten Spiele waren erfolgreich aber doch sehr verkrampft. Der BvB hat einen hohen Etat und Spieler mit enormen Marktwerten. Da ist eigentlich Platz 2 Pflicht.
    Wir werden sehen, wie die neue Mannschaft aussieht und was der Trainer aus den Spielern macht.
    Wichtiger ist aber, was die Spieler selber aus ihrem Potenzial umsetzen.

  • #11
    thomasweigle

    Die ostwestfälische Oberzentrumspostille Neue Westfälische weist erfreut darauf hin, dass der BVB heuer für das Füllen des sportlichen Sommerloches zuständig sein wird. In dieser wohl nicht ganz unberechtigten Vorfreude hat die NW allerdings die rechnerische Bodenhaftung, die sonst den Ostwestfalen, siehe bspw Bruchhagen, auszeichnet, verloren, denn sie stellt folgende Wahrscheinlichkeitsrechnung in Sachen künftiger Trainer vor:: Favre 80%, Wagner 20%, Sousa 40% und Bosz 20%.

  • #12
    Thorsten Stumm

    Hat Watzke gelogen ?
    Wenn man sich den Artikel in der Zeit mal durchliest, dann muss man ernsthafte Zweifel an der Darstellung von Watzke zu den Ereignissen um den Anschlag haben…..dann ist Watzke nicht mehr zu halten …..http://www.zeit.de/sport/2017-05/borussia-dortmund-hans-joachim-watzke-anschlag-spielverschiebung

  • #13
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    @Thorsten: Man versucht aktuell wohl mit viel Wortakrobatik aus der Diskussion zu kommen: Es geht inzwischen offiziell wohl um Spieler die gegen Monaco im Kader des Spiels waren. Also sind Reus und Castro da raus, da gesperrt bzw. verletzt…. Bleibt spoannend.

  • #14
    Thorsten Stumm

    @Robin
    Das ist aber Akrobatik auf höchsten Niveau… mit einer gewissen Brisanz…Watzke führt ein börsennotiertes Unternehmen…wenn er öffentlich die Unwahrheit gesagt haben sollte…..dann wird es eng….

  • #15
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    @Thorsten: Das Ganze bekommt ja gerade noch eine neue Dimension: Wenn Favre ernsthaft nicht kommen könnte, weil der BVB zu spät angefragt hat (und das Ganze nicht nur zum Poker um eine Ablöse gehört), dann wäre es von der BVB-Führung wohl unprofessionell ohne Ende. Denn offenbar war die Trennung von Tuchel ja schon vorab längst fix. Trotz der Erfolge in Liga und Pokal zuletzt. Und dann eine Abfuhr vom abgebenden Club des vermeintlichen Wunschtrainers? Kann ich so eigentlich nicht glauben.

  • #16
    Lukas N.

    @Robin und @Thorsten
    "Wortakrobatik" trifft es, aber es ist leider so, dass Boss Watzke nicht die so ganz die Wahrheit erzählte, um es mal vorsichtig auszudrücken. Nach seinem glänzenden Auftritt im "Doppelpass" vor einiger Zeit war Watzke eigentlich wieder voll in der Spur, schien nicht mal ansatzweise antastbar zu sein. Alles sah ganz gut aus.

    Wie es dann ein so erfahrener Manager und Profi innerhalb von Wochen schaffen kann, sich selbst zu beschädigen und sogar seine Glaubwürdigkeit aufs Spiel zu setzen, ist mir ein Rätsel. Und das ganze nimmt ja kein Ende mehr, ständig kommen neue Themen und Konflikte auf.
    Jetzt geht es also um die Entscheidung darüber, dass die Mannschaft nur einen Tag nach dem Anschlag schon wieder gegen Monaco CL spielen sollte. Watzke sagte bisher, es sei von keinem Spieler oder Trainer der Wunsch geäußert worden, das auf den Tag nach dem Anschlag neu angesetzte Spiel noch abzusagen.
    Jetzt aber hat Reus zwar einen Streit darüber mit Watzke dementiert, aber bestätigt, dass es diese Debatte gegeben hat. Das heißt, Reus und Castro, aber auch weitere Spieler, sagten wohl, dass es besser wäre, nicht einen Tag nachdem Anschlag schon wieder zu spielen. Diesem Wunsch folgte Watzke aber nicht. Es wurde lediglich jedem Profi freigestellt, aufzulaufen, aber dann will natürlich keiner siene Kameraden im Stich lassen.
    Jetzt kommt die Wortakrobatik ins Spiel. Denn Watzke soll gesagt haben, kein Profi aus dem Monaco-Kader habe den Wunsch geäußert, das Spiel abzusagen. Das ist natürlich Haarspalterei, denn Reus und Castro standen wegen Verletzung oder Sperre nicht im Kader. Aber Reus ist stellvertretender Kapitän und im Mannschaftsrat. Er hat für die Mannschaft gesprochen. Man kann ja dann nicht sagen, weil der verletzt war, habe er nicht für die sprechen können, die im Kader standen. Ein Witz!
    Watzke hat nicht so ganz die Wahrheit gesagt und jetzt schon wieder ein Problem.

    In den letzten Wochen hat Watzke stets versichert, dass das geplante Gespräch mit Tuchel ergebnisoffen sei, dass es keinerlei Vorfestlegungen gebe. Sonst bräute man das Gespräch ja nicht zu führen, so Watze, es sei nicht seine Art, mit einer Vorfestlegung in ein solcher Gespräch zu gehen.
    Und wie war es dann: Tuchel kam zum Gespräch und ihm wurde seine Freistellung verkündet.
    Genau das hatten mehrere offenbar bestens informierte Journalisten die letzten Wochen geschrieben, nämlich dass das Aus schon beschlossen sei. Die Blödzeitung war immer besonders gut informiert und hat gleich nach dem Poklasieg verkündet, dass das Tuchel auch nicht helfen werde, seine Entlassung stehe fest. Das ist ein Stil, den man vom BVB nicht gewohnt ist.
    Auch hier flunkerte Watzke die Öffentlichkeit und die Fans also an.

    Meine Meinung zur Lösung Favre habe ich ja bereits dargelegt. Würde der BVB ausgerechnet ihn verpflichten, wäre das doch ein Eigentor.
    Denn man ersetzt einen fachlich unumstrittenen Trainer, der als menschlich schwierig gilt durch einen Trainer, der fachlich unumstritten ist, aber menschlich als noch schwieriger eingeschätzt wird. Toll! Man zahlt dem Tuchel Team 4 Millionen Abfindung und müsste, um Favre aus seinem Vertrag kaufen zu können, nochmals Millionen aufwenden. Man fasst es nicht!
    Favre gilt als sensibel, schwierig, selbstzweifelnd und wenig kommunikativ. Er hatte in Berlin und Gladbach Schwierigkeiten mit den Bossen und hat seine Bosse beim Abschied auf eine Art und Weise öffentlich brüskiert, die unglaublich ist. Mehrere Medien meinten sogar, das sei so indiskutabel gewesen, dass Favre in Deutschland nur noch schwer vermittlebar sei.
    Und das ist der Favorit ausgerechnet auf die Nachfolge Tuchels. Damit würden die Bosse ein Teil ihrer Kritik gegenüber Tuchel ad absurdum führen.
    Sollte sich jetzt noch bestätigen, dass der BVB zu spät dran ist, Favre keine Freigabe erhält, wäre die Blamage perfekt. Oder will Nizza einfach noch mehr Geld rausholen?
    Hat man dann eine Alternativlösung, hat man überhaupt eine überzeugende Nachfolgelösung? Denn die bräuchte man jetzt unbedingt, wenn man sich nicht völlig blamieren will. Es bleibt spannend.

  • #17
    b

    Bzgl. Favre, ihm wünsche ich viel Erfolg. Und zwar woanders. So einen Quatsch wird er sich hoffentlich nicht antun.

  • #18
    thomasweigle

    Irgendwo las ich vorhin, dass Herr Favre auch in der nächsten Saison die Mittelmeersonne genießen wird. Damit wäre der nächste Akt im BVB Sommertheater eröffnet und der Supergau für die BVB-Vereinsführung, medial wenigstens.

  • #19
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    @Thomas: Bezüglich Favre gehen die Gerüchte aktuell querbeet. Die einen sagen er müsse in Nizza bleiben, die Anderen gehen nur von einem Poker um die Höhe der Ablösesumme aus. Mal abwarten….

  • #20
    Lukas N.

    @Robin Patzwaldt
    Man fasst es nicht, der Konflikt zwischen der BVB-Führung und Tuchel, besonders zwischen Boss Watzke und Tuchel, erreicht jetzt eine neue Dimension. Denn laut "Spiegel" habe Herr Watzke vor dem Pokalfinale sogar über einen Rücktritt für den Fall nachgedacht, dass dieses Finale verloren gehe.
    Zudem wirft Watzke Tuchel jetzt offen einen Vertrauensbruch vor, wirft ihm vor, nach außen völlig anders geredet und gehandelt zu haben als das intern der Fall war.
    Laut Watzke habe er mit Tuchel vor dem nur einen Tag nach dem neu angesetzten CL-Heimspiel gegen Monaco vier Mal gesprochen und nie habe Tuchel Bedenken gegen die Neuansetzung geäußert, habe sogar immer betont, dass man einen Tag später spielen solle.
    Das sei eine Zäsur gewesen, so Watzke, bis zu diesem Zeitpunkt sei eine Vertragsverlängerung mit Tuchel angedacht gewesen, danach nicht mehr.
    Schließlich beklagt sich Watzke darüber, dass manche Fans mehr zum Trainer als zu ihm hielten und stellt fest, dass er keine gravierenden Fehler gemacht habe.

    Also man hat immer mehr den Eindruck, dass Herrn Watzke die zahlreichen Probleme und Schwierigkeiten diese Saison (Vorfälle bei Spiel gegen Leipzig, Anschlag, Konflikte mit dem Trainer usw.) doch sehr zusetzten und dass er so ein bischen neben der Spur läuft und seine Fehlerkette nicht beenden kann.

    Ich hatte ja schon in einem früheren Beitrag geschrieben, dass man Herrn Watzkes Aussagen Richtung Tuchel im Interview mit der Funke Mediengruppe Anfang Mai eigentlich nur so interpretieren könne, dass er Tuchel im Zusammenhang mit den Abläufen nach dem schrecklichen Anschlag einen Vertrauensbruch vorwirft.
    Und so bestätigt sich das jetzt auch. Wenn es stimmt, dass Watzke vor dem Nacholtermin gegen Monaco vier Mal mit Tuchel gesprochen hat, ihn auch über den schwierigen Entscheidungsprozess zur Festlegung eines Nachholtermines gegen Monaco und die Alternativen dazu informierte und Tuchel nie Einwendungen erhoben hat, sogar ausdrücklich einverstanden war, zu spielen, dann ist das natürlich eine sehr gravierende Geschichte.
    Denn dann hätte Tuchel tatsächlich nach außen anders geredet als nach innen. Denn er kritisierte den Nachholtermin massiv, meinte, man fühle sich ohnmächtig, solle einfach funktionieren, so als sei nur eine Bierdose an die Scheibe geflogen. Er sei am Abend des Anschlages per SMS über die Neuansetzung nur einen Tag später informiert worden, so Tuchel, die UEFA in der Schweiz hätte das einfach so entschieden.

    Laut Watzke ist die Darstellung Tuchels nicht nur falsch, sondern Tuchel habe ausdrücklich keine Einwendungen gegen den neuen Termin erhoben, sei damit einverstanden gewesen.
    Sollte das so stimmen und Tuchel das nicht widerlegen können, dann ist klar, dass das Fass damit übergelaufen ist und Tuchel keine Zukunft mehr beim BVB hatte.

    Klar ist dann aber auch, dass Watzke entgegen seiner Aussagen nicht gerade glücklich mit diesem Konflikt umgegangen ist, meherere unverständliche Fehler machte.
    Denn Watzkes erkennbar zunehmende Ablehnung und kritische Haltung gegenüber Tuchel war für die Öffentlichkeit und auch die Fans gar nicht verständlich, zumal Tuchel die sportlichen Vorgaben übererfüllt, die sportlichen Ziele erreichte und in den Augen der Öffentlichkeit nach dem Anschlag diese schwierige Krisensituation gut meisterte, auch die Mannschaft gut durch diese Extremsituation führte.
    Dann macht Watzke auch noch den Fehler, unmittelbar vor der heißen und entscheidenden Schlussphase der Saison mit seinen Aussagen im Interview mit der Funke Medienegruppe ohne Not und zur Unzeit eine mediale Lawine lsozutreten, die gar nicht mehr enden wollte.
    Wenn er jetzt sagt, für den Fall einer Niederlage im Pokalfinale hatte er an Rücktritt gedacht, hat das mit dieser von ihm ausgelösten medialen Lawine zu tun, denn Watzke wäre dann – ob berechtigt oder nicht – für die Niderlage mitverantwortlich gemacht worden, weil er diese extreme Unruhe auslöste.
    Und warum behauptete Herr Watzke dann über Wochen, dass nach der Saison geplante Gespräch mit Tuchel sei "ergebnisoffen" und man werde ohne jegliche "Vorfestlegung" in dieses Gespräch gehen? Denn das stimmt ja nicht und mehrere Journalsiten unterschiedlicher Medien berichteten längst, dass das Aus Tuchels beschlossen sei.
    Watzke bestätigt jetzt, dass man nicht im Tarum mehr daran dachte, mit Tuchel weiterzumachen. Aber warum macht Watzke dann der Öffentlichkeit wochelang was vor und sind gleichzeitig Journalisten über das Gegenteil informiert.
    Des Weiteren ist jetzt auch bekannt, dass mindestens die wichtigen Spieler Reus und Castro Bedenken gegen den Nachholtermin nur 1 Tag nach dem Anschlag äußerten. Watzke aber hatte behauptet, niemand sei mit solch einem Wunsch an ihn herangetreten.

    Aus den genannten Gründen darf sich Watzke doch nicht darüber wundern, dass auch er nicht unbeschädigt aus diesem Konflikt rauskommt und dass sogar aufgrund eigener Fehler und Aussagen seine Glaubwürdigkeit gelitten hat.
    Jetzt noch zu sagen, er habe keine gravierenden Fehler gemacht, ist doch ein Unding oder – beser gesagt – ein erneuter Fehler. Besser wäre gewesen, wenn Watzke nochmals um Verständnis für die Entscheidung geworben hätte mit Hinweis auf den aus seiner Sicht von Tuchel begangenen Vertrauensbruch, aber auch eingeräumt hätte, dass im Umgang mit dem Konflikt auch Fehler gemeacht worden seien. Diese Größe hätte er jetzt besitzen müssen.

    Das hätten ihm die Fans dann nachgesehen, denn jeder weiß, welche Verdienste sich Watzkle rund um den BVB erworben hat und dass er über viele Jahre gute Arbveit leistet, den BVB in jeder Hinsicht nach vorne gebracht hat.
    Viel besser aber wäre gewesen, man hätte diesen Konflikt anders und besser angepackt und gelöst. Dann hätte man sich das ganze Theater erspart. Auch eine Entlassung Tuchels hätte die Klubführung dann unbeschadet überstanden, hätten die meisten Fans dann nachvollziehen können.

    Man darf gespannt sein, ob das Ping-Pong-Spiel jetzt weitergeht und Tuchel erneut Watzke widerspricht, die Abläufe anders darstellt. Wichtig wäre auf jeden Fall, dass endlich mal für alle nachvollziehbare Klarheit über die Abläufe nach dem Anschlag geschaffen wird.

    Nach dem von Watzke geschilderten Vorfall mit Tuchel, in dem Watzke einen Vertrauensbruch sieht, war doch offenbar das Aus Tuchels klar. Warum hat man dann nicht gleich Nägel mit Köpfen gemacht, sich zusammengesetzt, Klartext gesprochen und Tuchel auch klar gemacht, dass Ende der Saison Schluss ist? Das natürlich verbunden mit dem Ziel, die Saison noch ohne öffentlichen Streit und ohne öffentliches Austragen des Konfliktes erfolgreich zu Ende zu bringen. Dann hätte evtl. auch die Chance einer gemeinsamen Erklärung bestanden, die eigentlich auch im Interesse Tuchels gewesen wäre, z. B. dergestalt, dass man in den Vorstellugnen zu weit auseinderliege. Und hätte Tuchel eine gemeisname Eklärung nicht akzeptiert, hätte Watzke den Vorfall mit Tuchel öffentlich machen können.

    Das Krisenmanangement und die Kommunikation nach außen des BVB waren fehlerhaft und unprofessionell, es wurden zuviele unnötige Fehler gemacht. Insbesondere Watzke muss jetzt kämpfen und einiges dafür tun, um Vertrauen und Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen. Dazu muss er aber endlich wieder in die richtige Erfolgsspur zurückkehren, in der er lange Zeit war, aber von der er irgendwie abgekommen zu sein scheint.

    In der Trainerfrage gibt es ja auch wieder eine neue Wendung, denn Favre erhält tatsächlich die Freigabe nicht, aus meiner Sicht zum Glück, Denn wie schon oben erläutert, hätte der sensible, schwierige Favre, der schon bei mehreren Klubs mit den Bossen aneinandergeraten ist und sich jeweils öffentlich auf indiskutable Weise in Berlin und Gladbach verabschiedete, nicht gepasst, hätte die Bosse nach den Abläufen rund um Tuchel eher wieder in Erklärungsnot gebracht.
    Jetzt ist wohl der Coach von Ajax Amsterdamm, Bosz, der Favorit. Das ist zwar keine große und namhafte Lösung, aber er hat es mit der sehr jungen Ajax-Truppe ins EL-Finale geschafft, kann junge Spieler weiterentwickeln und pflegt einen offensiv ausgerichteten Spielstil. Wenn er verpflichtet werden sollte, hat er eine faire Chance verdient. Peinlich wäre, wenn auch das noch platzen würde und man händeringend weitersuchen müsste. Eigentlich sind alle davon ausgegangen, dass der Nachfolger längst fessteht, nach dem das Tuchel-Aus intern beim BVB ja schon lange festgestanden hat.

  • #21
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    @Lukas: Der Imageschaden für Watzke & Co. wird derzeit von Tag zu Tag immer größer. Ich staune, dass soetwas beim BVB im Jahre 2017 möglich ist. Ende noch offen…. Wir können nur weiter beobachten wie die ‘Schlammschlacht’ nun verlaufen wird. Denn Tuchel wird die Spiegel Geschichte ja vermutlich nun auch nicht unkommentiert lassen…..

  • #22
    Lukas N.

    @Robin zu #21
    Da stimmen wir überein. Man staunt nur noch, wie wenig professionell und teilweise dilettantisch das abläuft und wie sich Herr Watzke, den ich bisher für einen der größten Profis unter den Fußballmanagern gehalten habe, sich immer weiter selbst reinreitet.
    Dieser Konflikt mit Tuchel hätte niemals derart öffentlich eskalieren dürfen. Das hätte man alles viel besser meistern und lösen können, ja müssen, vor allem intern und nicht über die Öffentlichkeit. So hat man sehenden Auges und ohne Not ein kleines Feuer zu einem großen Brand werden lassen und gießt auch noch selbst immer wieder Öl ins Feuer.
    Watzke hat einiges dazu beigetragen, dass er auch noch selbst beschädigt aus der Sache rausgeht und sogar seine Glaubwürdigkeit angeschlagen ist. In dieser Sache gibt es am Ende wirklich nur Verlierer und da ist man als Fan schon ein Stück weit sprachlos, wie es soweit hat kommen können und wie unprofessionell und fehlerhaft man das angepackt hat.
    Ich frage mich auch, ob sich Herr Watzke in der Öffentlichkeitsarbeit und Außendarstellung, auch was seine Statements und Interviews angeht, beraten lässt, z. B. durch den Pressesprecher des BVB. Wenn ja, dann sollte der sich bald einen neuen Job suchen. Aber auch Watzke selbst hätte das alles mit seiner langjährigen Erfahrung als Manager und Medienprofi niemals passieren dürfen.
    Wenn er jetzt gegenüber dem Spiegel erklärt "Ich sehe keinen gravierenden Fehler. Ich bin da in etwas reingeraten und wusste irgendwann nicht mehr, wie ich da rauskomme.", ist das ja fast ein Armutszeugnis, ein Ausdruck kaum zu glaubender Hilflosigkeit.
    Selbst wenn die Bosse schon längst intern einig waren, Tuchel entlassen zu müssen, hätte man das, richtig gemanagt und kommuniziert, ohne Schaden überstanden und richtig gemacht, hätten das auch die meisten Fans trotz der guten sportlichen Bilanz des Trainers akzeptiert. Es ist auch nicht gerade er erste Fall, bei dem ein Trainer gehen muss trotz sportlichen Erfolges.
    Wie man aber so was total vergeigen kann, haben die BVB-Bosse bewiesen.
    Noch hat Boss Watzke die Chance, zwar mit Schrammen, aber nicht total beschädigt dazustehen. Viele Fehler dürfen aber jetzt nicht mehr dazukommen. Und er müsste schnellstens wieder auf seinen früheren Erfolgskurs zurückkehren und endlich wieder vieles richtig machen.
    Es bleibt leider spannend und ob Tuchel das unsägliche Ping-Pong-Spiel einstellt, weiß man auch nicht. Oh Mann!

  • #23
    thomasweigle

    Es wäre also durchaus zum Besten des BVB gewesen, hätte die Eintracht gewonnen. Doppelt schade. Aber immerhin bleibt mir der kleine Trost, weiterhin Artikel über das vereinsinterne Sommertheater des BVB zu konsumieren.

  • #24
    Lukas N.

    @Robin
    Noch eine Ergänzung, ein Nachtrag zu meinem voherigen Kommentaren. Ich weiß nicht, ob Du das gelesen hast, aber in einem interessanten Kommentar im "Stern" werden Watzkes Aussagen im "Spiegel" als "peinliches Nachtreten" und als ausleben seiner "persönlichen Eitelkeit" gewertet. Watzke habe auch gegen den Hinweis in der offiziellen Erklärung des BVB zur Trennung von Tuchel verstoßen, auf die Gründe der Trennung nicht näher eingehen zu wollen. Vielmehr seien Watzkes Aussagen geradezu "gespickt mit kleinen Spitzen gegen Tuchel".

    Hier die Fundstelle:
    http://www.stern.de/sport/fussball/bundesliga/bvb–watzkes-peinliches-nachtreten-gegen-tuchel-7480482.html

    Watzke schafft es wirklich, in einer kaum noch erklärbaren Art und Weise, sich selbst zu beschädigen und sogar seine Glaubwürdigkeit zu gefährden. Vom souveränen und über allem stehenden Handeln des Geschäftsführers eines großen Klubs ist leider nicht mehr viel zu sehen. Bedauerlich und nicht zu verstehen!

  • #25
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    @Lukas: Auch ich empfinde den Spiegel-Artikel als unnötiges Nachtreten von Watzke. Generell erschreckend wie Watzke sich seit ein paar Wochen präsentiert. Auch ich finde dafür, bei allen Verdiensten und Symapthien für ihn, inzwischen echt keinerlei Veständnis mehr. Er demontiert sich gerade selber. Die völlig undurchsichtige Trainersuche passt da ja auch ins Bild. Der BVB war offenbar nur unzureichend vorbereitet darauf. Und das, obwohl er ja gezielt die Entlassung herbeigeführt hat. Ich dachte eigentlich, dass der BVB diese Zeiten überwunden gehabt hätte. So kann man sich offenbar täuschen. 🙁

  • #26
    Lukas N.

    @thomasweigle zu #23
    Nein, das war schon gut und richtig so, dass der BVB den Pokal – verdient – gewonnen hat 🙂
    Ich glaube auch nicht, dass Herr Watzke seine Überlegung wahrgemacht hätte, im Falle einer Niederlage zurückzutreten, glaube ihm aber, dass er sich mit diesem Gedanken auseinandergesetzt hatte. Jedenfalls wäre er dann noch mehr beschädigt worden als jetzt schon, denn eine Niederlage wäre auch auf den durch ihn verursachten medialen Tsunami und die entstandene erhebliche Unruhe zurückgeführt worden.
    Du wolltest ja nicht mal meiner Einschätzung zustimmen, dass der BVB gegen "Deine" Eintracht nur leichter Favorit sei, dass die Eintracht ein unangenehm zu spielender Gegner sei und es für den BVB schwer werde, den Pokal zu gewinnen.
    Beeidruckend übrigens, wie viele Eintracht-Fans zum Römer gekommen sind, um ihr Team trotz Niederlage zu feiern, habe im TV einen kurzen Bericht darüber gesehen.
    Ich hätte der Eintracht gewünscht, über einen Liga-Platz in die EL zu kommen, denn die Fans haben das Team in der Vergangenheit selbst bei EL-Auswärtsspielen großartig unterstützt.

    Wenn es zu Deiner Unterhaltung beiträgt, Artikel und Kommentare über das Theater beim BVB zu lesen, tun wir ja sogar noch ein gutes Werk 🙂

  • #27
    Thorsten Stumm

    Schöner Artikel dazu

    http://www.manager-magazin.de/finanzen/boerse/thomas-tuchel-vs-hans-joachim-watzke-beim-bvb-musste-der-falsche-gehen-a-1150301.html

  • #28
    Lukas N.

    @Thorsten Stumm zu #27
    Ich habe diese Veröffentlichung des Manager Magazines auch gelesen. Sie stammt ja von Christoph Rottwilm (studierte Wirtschaftswissenschaften, ist Diplom Ökonom) , Redakteur für den Bereich "Finanzen" und bereits seit 10 Jahren beim Manager Magazin tätig.

    Rottwilm schreibt, eigentlich sollten Aktionäre der BVB-Aktie Watzkes Rücktritt fordern und zieht abschließendes folgendes Fazit:
    "Kurzum, aus Anlegersicht bleibt in Sachen BVB-Aktie ein nüchternes Fazit: Hans-Joachim Watzke hat sich zweifellos vor allem in der existenziellen Krise des Vereins vor einigen Jahren um die Rettung von Schwarz-Gelb sehr verdient gemacht. Stand heute sieht es aber so aus, als hätte im Kleinkrieg an der Spitze des BVB der falsche Mann den Kürzeren gezogen."

    Dass ausgerechnet ein Redakteur des Manager Maganzines zu dieser am Ende doch etwas überzogenen und was die Einschätzung bezüglich des sportlichen Bereiches angeht nicht vollständig richtigen, aber im Kern bezeichnenden Einschätzung kommt, wird Herrn Watzke besonders schmerzen. Denn in der Finanz- und Wirtschaftswelt genießt er ein hohes Ansehen, hat sich einen guten Ruf als erfolgreicher Geschäftsführer des BVB erworben, wurde sogar als "Unternehmer des Jahres" ausgezeichnet.
    Dieser gute Ruf in der Wirtschafts- und Finanzwelt wird jetzt auch noch nicht nachhaltig beschädigt sein, zumal es in der Wirtschfts- und Finanzpresse auch gegenteilige Stimmen gibt, z. B. in Kommentaren des "Handelsblatt".
    Aber Watzke muss aufpassen, darf sich keine weiteren gravierenden Fehler leisten, die fast einer Selbstdemontage gleichkommen. Er muss schnellstens wieder die Kurve bekommen und selbst dann wird es dauern, bis er Beulen, die er jetzt davonträgt, überwunden hat.

    Dass es Watzke im Konflikt mit Tuchel nicht schaffte, als erfolgreicher und souveräner Geschäftsfüherer über den Dingen zu stehen und sich nicht in diese Niederungen des Nachtretens, der Haarspalterei und der Eitelkeiten zu begeben, ist nicht zu verstehen und lässt ihn leider aktuell in keinem so guten Licht erscheinen.

  • #29
    Walter Stach

    Watzke/Tuchel….

    Wer von dem Theater um diese Beiden und mit diesen Beiden noch nicht genug hat:

    1.
    "Ende der Romantik"
    -Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke erlebt die schwerste Phase seiner zwölfjährigen Amtszeit. Er wird kritisiert wie nie zuvor -und wünscht sich doch nur etwas Dankbarkeit

    Markus Feldenkirchen in DER SPIEGEL 23/2o17 S.90 ff.

    Lesenswert!
    Der Beitrag von M.Feldenkirchen hat mich dazu angeregt, intensiver über die Person Watzke nachzudenken als mir das bis dahin möglich war und er zeigt mir , wie angeschlagen Watzke und damit der BVB derzeit sind.

    2.
    "Thomas Tuchel, komm zu uns".
    Auf S. 2 (!!) der TAZ – TAZ,Am Wochende -3./.4./5. Juni 2o17, Pfingsten -Kompass- ein so überschriebenen Kommentar (?) von Peter Unfried.
    Wenn ich über die von ihm angeführten Gründe für den "Rausschmiss" von Tuchel nachdenke, dann bin ich relativ schnell dabei mich zu fragen, ob diese Gründe nicht über den Fußball hinaus für die "gesellschaftliche Verfaßtheit" des Ruhrgebietes relevant sein könnte.

    Ansonsten, wie angekündigt, zur Causa Watzke/Tuchel ,zum neuen Trainer pp bis auf Weiteres keine weiteren persönlichen Meinungsbekundungen meinerseits.
    ,
    n

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