„Atomkraft – Nein danke“ – Volksabstimmung gegen die Berliner Merkelpackung

Verraten und verkauft sind all die, die an den Atomausstieg geglaubt haben: Angela Merkel hat zugunsten der Atomlobby einen Deal durchgemogelt, der die jahrzehntelangen Bestrebungen, Atomenergie aus Deutschland zu verbannen, hintergangen hat und sich auch in zukünftigen Regierungen nicht mehr anullieren läßt. Doch es formiert sich Widerstand.

BildLange haben wir ihn nicht mehr gesehen, den netten „Nein Danke“-Aufkleber. Aus der Anti-Atom-Bewegung und der Anti-Atomraketen-Bewegung wurden die „Grünen“, die heute schon zum verschnarchten Establishment gezählt werden, über das man nicht mehr berichten darf.

Es wurden dann auch irgendwann in Deutschland keine neuen Atomkraftwerke mehr gebaut. Aber die alten laufen nicht nur bei den Russen und Tschechen weiter, sondern auch bei uns. Sie sind sicherlich ein kleines bißchen sicherer. Aber reicht das?

Aber immerhin: Sie sollten bald abgeschaltet werden. Das hatte Rot-Grün durchgesetzt.

Schwarz-Gelb ist auch dieser Meinung – mit Ausnahme des „bald“. Außer, wenn man ein paar Jahrzehnte, Jahrhunderte, Jahrtausende – auf jeden Fall länger als eine Kanzlerschaft – als „bald“ betrachtet.

Daß eine ehemalige Kernphysikerin und eine wie das Radioaktivitäts-Symbol schwarz-atomgelbe Regierung („Atomstrom ist Yello“…) eine in diesem Punkt gefährliche Mischung sind, das ahnte man. Daß diese Regierung so frech sein könnte, den mühsam erkämpften Atomausstieg einfach wieder zu kippen, hielt doch nicht jeder für möglich.

Doch besteht kein Grund, die Fline in den Kernreaktor zu werfen: Protest ist machbar, auch noch Jahrzehnte nach Atomprotest und Friedenskette. Plutonium hat eine Halbwertszeit von über 24.000 Jahren, Widerstand gegen eine strahlende Zukunft auch! Und die bayrische kleine Schwester der CDU durfte ja bereits feststellen, wozu „Umfallen“ führt und daß sich die Bürger das vielleicht doch nicht bieten lassen.

.ausgestrahlt koordiniert alle Aktionen gegen Atomenergie und bei Campact kann man einen Appell gegen Merkels Atompläne unterzeichnen – über 107.000 haben dies bereits getan.

Hier finden sich dagegen einige todsichere Argumente für Atomstrom!

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4 Kommentare

  1. #1 | SailorMoon sagt am 17. September 2010 um 21:07 Uhr

    Wo genau siehst du ein „umfallen“? Union und FDP haben die Verlängerung der Restlaufzeiten ganz klar im Wahlkampf angekündigt und sind (auch) dafür gewählt worden.
    Es wäre schön, wenn die Politik auch bei anderen Themen so berechenbar wäre.

  2. #2 | Jo Frank sagt am 17. September 2010 um 22:06 Uhr

    Umfallen ist hier übertragen gemeint. Daß man eine einmal (wenn auch von anderen) getroffene Entscheidung wieder umwirft. Und dann aber selbst diese fixieren will.

    Damit macht man sich nicht beliebt, auch wenn man selbst das immer wollte.

    Ich denke nicht, daß die jetzige Regierung wirklich *für* diese Restlaufzeitverlängerungen gewählt wuren, höchstens *trotz*. Die meisten dürften es aber gar nicht mitbekommen haben. Rot-Grün wurde dagegen sicherlich dafür gewählt, daß es ein Ende hat mit der Atomenergie. Wir reden hier ja von teils bald 40 Jahre alten Meilern.

    Natürlich gibt es auch Leute, die für Atomkraft sind. Die Mehrheit ist aber dagegen, wenn man sie wirklich fragt. Deshalb wurde ja z.B. Zwentendorf nicht gebaut. In D fragt man aber lieber nicht…

  3. #3 | Hajo Vogel sagt am 27. Oktober 2010 um 13:41 Uhr

    Sofort aufhören mit Atomkraft !

    Das ist das letzte. Es gibt andere Möglichkeiten, machen sie endlich die Augen auf.

  4. #4 | Angela Merkel fast tödlich verunglückt – wer war’s? » Beitrag » xtranews - das Placeblog aus Duisburg sagt am 20. März 2011 um 10:04 Uhr

    […] nicht selbst geflogen wie manch anderer. Extrem unbeliebt ist sie auch nicht, abgesehen von der Laufzeitverlängerung für die Atomkraftwerke hat sie bisher zwar nicht alles richtig gemacht. Aber auch nicht extrem viel falsch, und sogar ihre […]

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