Ausfälle von Reus und Wolf machen die Derbyniederlage des BVB gegen Schalke doppelt bitter

Marco Reus. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Marco Reus und Marius Wolf hatten ihrem BVB am Wochenende im Derby einen Bärendienst erwiesen, indem sie beim emotionalen Revierschlager gegen den FC Schalke 04 nach überharten Foulspielen in der zweiten Halbzeit innerhalb weniger Minuten, jeweils gegen den Gelsenkirchener Stuat Serdar, beide durch eine ‚Rote Karte‘ vorzeitig des Feldes verwiesen wurden. Damit schwächten sie ihren Klub nicht nur im Spiel gegen den Revier-Rivalen, sondern auch im weiteren Saisonverlauf, wie jetzt offiziell bestätigt ist.

Seit heute Mittag stehen die Urteile des DFB-Sportgerichtes nämlich fest: Reus wurde für zwei, Wolf sogar für drei Spiele gesperrt. Der BVB hat das Strafmass akzeptiert. Für Wolf ist die Saison damit schon jetzt vorzeitig zu Ende, Reus darf zumindest im letzten Saisonspiel bei Borussia Mönchengladbach wieder mitwirken, wenn seine Gesundheit mitspielt und der Trainer ihn aufstellt. Eine eklatante Schwächung der Dortmunder im Endspurt, die wohl am Ende noch deutlich schwerer wiegen dürfte als das für sich genommen schon bittere 2:4 gegen den Nachbarn vom Samstag.

Durch das gestrige 1:1 gegen den 1. FC Nürnberg ließ bekanntlich auch der der Titelrivale, der Rekordmeister FC Bayern München, überraschend zwei wichtige Punkte im Meisterschaftsrennen liegen.

Das von BVB-Coach Lucien Favre am Samstag unmittelbar nach der bitteren Pleite gegen Schalke wohl etwas frühzeitig verloren gegebene Titelrennen um die begehrte Schale ist spätestens damit wieder ziemlich offen. Lediglich zwei Zähler Rückstand auf den Ligaprimus bei noch neun zu vergebenen Punkten, das erscheint auf dem Papier grundsätzlich aufholbar.

Ohne die Unterstützung von Reus und Wolf ist dieses Unterfangen jedoch noch einmal deutlich schwerer, als es das auch schon mit ihnen gewesen wäre. Zumal die Dortmunder im Gegensatz zu den Münchenern zwei der drei verbleibenden Spiele auswärts bestreiten müssen.

Die Nachwirkungen der Derby-Pleite werden die Borussia also noch eine ganze Weile verfolgen. Der Spielausgang des Derbys erscheint den Schwazgelben inzwischen doppelt und dreifach bitter!

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2 Kommentare

  1. #1 | thomas weigle sagt am 29. April 2019 um 18:35 Uhr

    Ich fand den Aufstand der Enterbten und Entrechteten, die im Tabellenkeller seit Monaten ein kärgliches Dasein fristen müssen, durchaus bemerkenswert.

  2. #2 | Alf sagt am 30. April 2019 um 01:29 Uhr

    In Duisburg sind es mehr als zwei Zähler Rückstand auf das Rettende Ufer.

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