NRW: Rauchverbote, Volkserzieher und Verdun – Ein Interview mit Grünen-Chef Sven Lehmann

Sven Lehmann

Im Februar interviewten Chantal Stauder und Stefan Laurin Seven Lehmann, Vorsitzenden der Grünen in NRW. Das Thema: Die geplanten radikalen Rauchverbote. Für die sind übrigens nach einer Studie des Meinungsforschungsinstituts  YouGov nur 27 Prozent der Menschen in NRW. 70 Prozent sind dagegen. Wir haben für das Interview eine etwas ausgefallenen Form gewählt. Viel Spaß und vielen Dank an Sven Lehmann, dass er sich darauf eingelassen hat.

Stefan Laurin: Das Angebot kam via Twitter. Sven Lehmann, der Vorsitzende der NRW-Grünen stehe zu einem Interview bereit, hieß es. Und was macht man dann? Zusagen. Thema: Verbote, Volkserzieher, seine Zustimmung zu den Grünen Rauchverbotsplänen, seine Absage an das CDU-Vorhaben, Alkohol in der Öffentlichkeit zu verbieten, Liberalität versus Restriktionen. Der ganze Themenkomplex also, der hier seit Monaten für zahlreiche Artikel und wahre Kommentarschlachten verantwortlich ist. Nach mehreren Nachfragen, die sich fast so gestalteten wie die Vorbereitung von Verhandlungen zwischen verfeindeten Parteien, einigten wir uns auf einen Termin und die Umstände des Interviews. Bei den Grünen in Düsseldorf. Chantal Stauder und ich sollten mit dem Grünen-Chef Sven Lehmann und der Landespressesprecherin Andrea Rupprath reden. Das klingt einfach, war aber kompliziert. Denn als ich Chantal abholen wollte, konnte ich die angegebene Straße nicht finden, obwohl ich mir eine Google-Wegbeschreibung ausgedruckt hatte. Und mein iPhone lag zu Hause. Ich irrte also durch den Bochumer Westen, bis mir Pubertierende den Weg wiesen. Da war ich schon eine halbe Stunde zu spät, aber Chantal somit auch.

Chantal Stauder: Seit knapp zwanzig Minuten stehe ich nun schon vor meiner Haustür. An mir fahren zwanzig Autos vorbei, die nicht halten. Blauer Himmel und Sonne, aber Minusgrade. Immerhin hatten wir eine Wegbeschreibung für Düsseldorf und waren zu zweit. Doch nicht nur die erste, sondern auch die zweite Route führte ins Nichts. Ich finde: Wer bei einer Wegbeschreibung aus einem Links-Abbiegen ein Rechts-Abbiegen macht, handelt durchaus vorsätzlich.

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Anmerkungen zu Tigern und „Wir in NRW“

Ein einseitiger Text im aktuellen Stern legt den Verdacht nahe, dass ein ehemaliger Autor des Blogs „Wir in NRW“ nach dem Regierungswechsel in NRW mit Aufträgen der rot-grünen Landesregierung belohnt wurde. 
Die Koaltionsfähigkeit unter einander zu bewahren, schien bislang das wichtigste Ziel der Parteien im nordrhein-westfälischen „Gähn“-Wahlkampf zu sein. Ein großes Thema gab es nicht, obwohl es Themen im Land genug gäbe, über die es sich zu diskutieren lohnen würde. Industriepolitik, fehlende Kita-Plätze, fehlende Kulturpolitik, Verschuldung, Kosten der Energiewende – aber kaum eine Partei hatte daran wirklich ein Interesse und so schleppte sich der Wahlkampf von Woche zu Woche. Zwischendurch sorgte die Kölner Gothaer-Versicherung mit einem Spendenaufruf gegen ein Gesetzesvorhaben von Rot-Grün zwar für kleine Wallungen. Doch die große Welle bliebt aus – bis zum gestrigen Mittwoch. Das änderte sich erst mit einer Vorabmeldung des „Stern„.
Das Hamburger Magazin beschrieb eine schöne Geschichte, eine, mit einem Happy End: Kurz vor der Landtagswahl war Karl-Heinz Steinkühler, bis dahin Büroleiter des Focus in Düsseldorf, bei den Münchner Magazin-Macher in Ungnade gefallen. Es hieß, er hätte auf Druck der Landesregierung unter Jürgen Rüttgers gehen müssen. Eine miese Geschichte: Politik versucht die Existenz eines Journalisten zu ruinieren – und kommt damit sogar durch. Und nun die Wendung: Steinkühler heuerte nach Ansicht des „Stern“ bei „Wir in NRW“ an, einen Blog, der sich wenige Monate vor der
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Lesung im Rottstr5-Theater: Vielen Dank :-)

 

Vielen Dank an alle, die gestern erst bei der Lesung im Rottstr5-Theater und später bei der Release-Party des vierten Ruhrbarone-Magazins im Zacher dabei waren. Wir hoffen, ihr hatten soviel Spaß wie wir. Bis zum nächsten Mal.

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Die Mai-bodo ist erschienen

Das soziale Straßenmagazin für Bochum, Dortmund und Umgebung porträtiert in diesem Monat Sir Hannes, einen der ersten Dortmunder Punks, Gründer der Deutschpunk-Pioniere „The Idiots“, von Phantoms of Future und Honigdieb und ein ausgesprochen netter Mensch.

Die Redaktion berichtet von Streetart zwischen Straße und Galerie und stellt die Ideen hinter dem diesjährigen n.a.t.u.r.-Festival in Bochum vor.
bodo bedankt sich bei Singer / Songwriter Tommy Finke und bei den Geierabend-Akteuren Martin Kaysh und Sandra Schmitz für die Überraschungsbesuche bei der Eröffnung des neuen bodo-Vereinssitzes und stellt Frank vor, der in Bochum das Straßenmagazin verkauft. Wolfgang Kienast lässt sich erklären, wo es in Dortmund den besten Kaffee gibt und besucht die Bochumer „butterbrotbar“ zum Einjährigen.

Titelgeschichte ist ein Besuch bei Düsseldorfer Roma-Familien, die mit Hilfe der Straßenzeitung fiftyfifty eine Perspektive für sich und ihre Kinder gefunden haben.
Weitere Themen: Hartz IV und die Bild, die GEZ und die Obdachlosigkeit, das Bildungs- und Teilhabepaket und Nahrungsspekulation.

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Ticker: Demos und Aktionen gegen Nazis in Dortmund

Heute finden in Dortmund den ganzen Tag über Demos gegen Nazist statt. Wir halten Euch auf dem Laufenden. Weitere Infos gibt es via Twitter auf dem Ticker des Antifa-Medienzentrums (ANZDO) und ab 14.00 Uhr bei den Ruhr Nachrichten.

21.00 Uhr: ANZDO meldet: „Naziveranstaltung nun beendet!“

20.30 Uhr: Mal ein kurzes Fazit, morgen dann ausführlicher: Heute konnte in Dortmund nach langer Zeit wieder gegen Nazis so protestiert werden, dass sie das auch mitbekamen. Die Gegendemonstranten wurden von der Polizei nicht wie Feinde behandelt, Dortmund war keine besetzte Stadt. Dortmunds neuer Polizeipräsident Norbert Wesseler hat einen anderen Kurs eingeschlagen als sein Vorgänger – und Wesselers Konzept ging auf: Lauter und friedlicher Protest gegen die Nazis war fast überall möglich. Sein Vorgänger Hans Schulze gefiel sich darin, Nazigegner zu verteufeln und zu drangsalieren. Unter ihm wuchs die Naziszene heran, er bekam sie nicht in den Griff – und unterdrückte stattdessen den Protest. Die letzten Monate, der heutige Tag haben gezeigt, was Schulze war: Ein unfähiger Polizeichef ohne tragbares Konzept und ohne Erfolg.

20.25 Uhr: ANZDO meldet, dass die Nazi-Kundgebung noch weiter läuft und bemerkt lakonisch: „So langsam müsste dann auch ende sein.“

20.24 Uhr: DAB Bericht der Demo heute Mittag: „500 Menschen nahmen heute Vormittag an einer Demonstration gegen rechte Gewalt teil. Die Demonstranten zogen lautstark durch den Stadtteil Dorstfeld, um gegen die fünf Morde und unzähligen Übergriffe von Neonazis in Dortmund zu protestieren und ihre Solidarität mit den Betroffenen zu bekunden.“

20.12 Uhr:  Dortmund Nazifrei bedauert, dass es mit den Blockaden am Westcenter nicht geklappt hat, ist insgesamt aber zufrieden:  „Der massive Protest in Sichtweite der Nazis am Versammlungsort von Dortmund nazifrei! ist ein großer Fortschritt im Widerstand gegen Rechts in unserer Stadt. Erstmals seit 2005 ermöglichte die Polizei den Protest in Sicht- und Hörweite. Diese

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Reminder: Heute Demo gegen Nazi-Zentrum in Dortmund

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Heute um 11.00 Uhr  startet am S-Bahnhof Universität eine Demonstration gegen das Nazi-Zentrum in Dortmund, einem der wichtigsten Treffpunkte der Nationalen-Autonomen in Westdeutschland.

Die Nazis planen indes zwei Aktionen: Ein Konzert um 16.00 Uhr am Dortmunder Hauptbahnhof und eine Demo ab 18.00 Uhr: Route: Do HBF, Königswall, Rheinische Straße, Oswaldstraße, Beuthstr., Langestraße, S-Bahn Do-West. Gegen die Nazi-Demo wurden von verschiedenen Gruppen Aktionen angekündigt.

Mehr Infos beim Dortmunder Antifa Bündnis.

Die Ruhr Nachrichten bieten ab dem Nachmittag einen Live Ticker an. Wir werden im Laufe des Tages ebenfalls mehrfach berichten.

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New York, Bochum, Nordstadt, Athen – die neue Bodo ist da!

Heute ist die neue Ausgabe des Straßenmagazins Bodo herausgekommen. Die Bodo-Macher haben uns verraten, was drinsteht:

Dortmund bekommt seinen eigenen Tatort. Spannender als die Nachricht selbst fanden wir die Inszenierung, mit der WDR und Stadt die Aufnahme in den Kreis von Städten wie Ludwigshafen und Saarbrücken zelebrierten. Auf PR-Tour mit einem Bus voller Journalisten zwischen Nordstadt und Phoenixsee.

Während in Resteuropa meist abstrakt über Sparpakete und Rettungsschirme diskutiert wird, ist die soziale Wirklichkeit in Griechenland geprägt von sozialem Abstieg und wirtschaftlicher Not. Zur Zeit sind in Athen mehr als 20.000 Menschen obdachlos,

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Reminder: Demo gegen Nazi-Zentrum in Dortmund

Nazi-Demo in Dortmund

Das Dortmunder Antifa-Bündnis (DAB) ruft für morgen zu einer Demo gegen das Nazi-Zentrum in Dortmund auf. Wir geben das mal weiter:

Am 31. März findet in Dortmund eine Demonstration gegen rechte Gewalt statt. Wir wollen in diesem Zusammenhang auf die Aktualität und die Dimensionen rechter Gewalt hinweisen und die tiefe Verankerung rechter Ideologien in der Gesellschaft thematisieren.

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Ruhrbarone-Lesung: Vielen Dank :-)

Der erste warme Tag und trotzdem war es rappelvoll. Vielen Dank dafür. Wir hatten gestern unseren Spaß in der Goldkante. Und die, die von Euch da waren, auch – wir hatten zumindest den Einruck.  Gelesen haben David Schraven, Stefan Laurin, Chantal Stauder, Michael Blatt und als Highlight Nadia Shehadeh. Die Bilderrätsel machte Sabine Michalak.

Und wer gestern nicht in der  Goldkante war, kann das heute nachholen. Denn um 21.00 Uhr ist dort Ausstellungseröffnung mit Bildern von Till Julian Bothe.  Wann wir die nächste Lesung machen? Wissen wir noch nicht. Wir beginnen jetzt mit den Planungen. Auf jeden Fall steht Bielefeld auf dem Programm.