Vor dem letzten Derby in Dortmund. Archiv-Foto: Jürgen Steinfelder
Die Nachrichtenlage ist derzeit besonders ernst. Trotzdem bietet die Fußball-Bundesliga auch am kommenden Wochenende wieder die Gelegenheit für etwas Zerstreuung. Die Ruhrbarone-Autoren Peter Hesse und Robin Patzwaldt haben sich vor dem 5. Spieltag wieder einmal über die aktuelle Lage im Profifußball unterhalten. Ganz vorbeigekommen sind sie am Thema Corona dabei auch nicht. Ansonsten stand natürlich das große Revierderby zwischen Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04, das für Samstag angesetzt ist, dabei im Mittelpunkt.
In einem Post beklagt ein Facebook-Freund einer der Autoren dieses Blogs die Reaktionen die es auf einen Beitrag von ihm auf die Ermordung des französischen Lehrers Samuel Paty gab durch einen muslimischen Terroristen gab. Die Reaktion darauf wiederum war, dass sich eine wahre Horde unter seinem Post versammelte und hunderte von widerlichen Hassbotschaften, Bilder von gewetzten Messern, Fotos die den Täter anpreisen und heftigsten Beleidigungen in die Kommentare ergoss. Dabei war auch ein Foto, das den Kopf Patys zeigt. Unser Autor meldete das Foto, es war um 20.10 Uhr immer noch sichtbar – wenn man sich entschied, es sehen zu wollen. Facebook sperrte schon Aktbilder klassischer Maler, Cartoons und harmlose Urlaubsfotos. Der abgetrennte Kopf eines Lehrers, die Würde des Ermordeten, scheint indes nicht schutzwürdig zu sein.
Länderspielwochen sind vergleichsweise öde. Trotzdem haben es sich die Ruhrbarone-Autoren Peter Hesse und Robin Patzwaldt es sich auch vor dem kommenden Bundesliga-Wochenende nicht nehmen lassen sich am virtuellen Wasserspender in der Redaktion über die aktuellen Fußballthemen zu unterhalten. Diesmal ging es u.a. um die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Bundesliga, die Leistungen der Nationalmannschaft, den BVB und die bedrohliche Lage auf Schalke.
Auch in dieser Woche haben sich die Ruhrbarone-Autoren Peter Hesse und Robin Patzwaldt wieder am virtuellen Wasserspender in der Ruhrbarone-Redaktion getroffen und kurz ihre Gedanken zum aktuellen Geschehen im Profifußball ausgetauscht.
Heute ging es u.a. um den Nervfaktor von BVB-Coach Lucien Favre, alte Bochumer Recken und das Trainerdebüt des neuen Schalke-Coaches Manuel Baum
Rathaus Mülheim an der Ruhr Foto: Tuxyso Lizenz: CC BY-SA 3.0
Herzlich Willkommen beim Ticker zur NRW-Kommunalwahl 2020. Es wird ein langer Abend.
23.09 Uhr: Robin Patzwaldt Special Waltrop: Klare Abstrafung der Wähler für die magere Leistungsbilanz von CDU-Bürgermeisterin Nicole Moenikes (CDU) in Waltrop. Sechs Jahre nach ihrem überraschenden Wahlsieg beim Kampf um das Bürgermeisteramt 2014, bekam sie mit 35,7 Prozent der Stimmen deutlich weniger Unterstützung der Bürger als ihr junger und unerfahrener Herausforderer Marcel Mittelbach von der SPD, der 46,7 Prozent der Stimmen hinter sich vereinen konnte. In die Stichwahl in zwei Wochen geht Moenikes damit nur als krasse Außenseiterin. Rund elf Prozent Rückstand erscheinen kaum aufholbar. Auch im Stadtrat, in dem die CDU bisher eine Stimme mehr hatte als die SPD, haben sich die Verhältnisse umgekehrt. Die CDU kam auf 33,0 Prozent, während die SPD mit 36,6 Prozent auch hier diesmal vorne lag. Die örtlichen Grünen lagen mit 13,3 Prozent übrigens deutlich unter dem Landesdurchschnitt, was in Anbetracht des jahrelangen, energischen Kampfes gegen das benachbarte Uniper-Kraftwerk ‚Datteln 4‘ auch durchaus bemerkenswert erscheint. Die Wahlbeteiligung war in Waltrop mit knapp 58 Prozent überdurchschnittlich.
21.40 Uhr: Nach jahrelangem internen Streit und einem Kleinkrieg gegen den eigenen OB hat es die SPD in Mülheim/Ruhr geschafft: Platz drei hinter CDU und Grünen:
21.11 Uhr: In Gelsenkirchen liegt nach der Zählung aller 206 Wahlkreise die AfD vor den Grünen:
20.49: Die NPD verliert ihre Sitze in Bochum (2) und Duisburg (1) In Dortmund wird „Die Rechte“ wohl einen Sitz bekommen, aber die Zeiten, wo man zusammen mit der NPD eine Gruppe war und Staatsknete abzog, sind wohl vorbei.
Schüler demonstrieren in Berlin. Foto: Wikipedia, Lizenz: gemeinfrei
Pro: Sebastian Bartoschek
So lasst sie doch ab 16 Jahren wählen. Es tobt eine unsägliche Debatte dazu, ob jungen Menschen ab dem 16. Lebensjahr wählen dürfen sollten. Ich sage ja.
Denn zunächst einmal gibt es keinen Grund, wieso junge Menschen zwar ihre Stimme bei der Kommunalwahl abgeben dürfen sollten, aber ihnen auf Bundesebene eben jenes Recht verwehrt bleiben sollte. Was ist das für ein Gedanke, der dahinter steht? Sind Kommunalwahlparlamente und Bürgermeister weniger wert als Bundestagsabgeordnete? Muss ich weniger informiert sein, um vor Ort Entscheidungen verantwortungsvoll zu treffen als auf Bundesebene? Betreffen die Entscheidungen des Bundes das Leben der Jungen irgendwie weniger als die Entscheidungen in den Kommunen? Eben.
Transparent auf Schalke gegen Clemens Tönnies | Foto: Peter Hesse
Schalke 04 ohne Clemens Tönnies – das erschien lange undenkbar. Heute verkündeten die Königsblauen auf Gelsenkirchen den Rückzug des milliardenschweren Patriarchen nach 26 Jahren. War es eine Ära der Großmannssucht oder finanzielles Harakiri? Unsere Autoren haben die unterschiedlichsten Meinungen zum Ende der Fleischbaron-Ära in der Veltins Arena.
Ich mag an Clemens Tönnies, dass meine Kater total auf sein Hackfleisch der Marke Landjunker abfahren. (Peter Ansmann)
Das Beste an Tönnies ist, dass er jetzt weg ist. (Sebastian Bartoschek)
Billigfleisch ist eine unschätzbare zivilisatorische Errungenschaft die uns vor dem Rückfall in die Hildmann‘sche Barbarei (aka Veganismus) bewahrt und ein Geschenk für Geringverdiener. (Don Droprock)
Dodo Dachs sucht eine Antwort | ein Kinderbuch von Lola & Peter Hesse
Kreativ genutzte Regentage: Der Journalist und Ruhrbarone-Autor Peter Hesse hat zusammen mit Tochter Lola sein erstes Kinderbuch verfasst. Entstanden ist es zu großen Teilen in einem verregneten Frankreich-Urlaub. Warum darin ausgerechnet ein Dachs die Hauptrolle spielt und wieso die Verkaufserlöse als Spende an das Dortmunder Straßenmagazin „Bodo“ gehen, erzählt er hier im Interview – coolibri-Mitarbeiter David Drolshagen hat die Fragen gestellt.
Als freiberuflicher Journalist ist das Schreiben für dich alltägliche Arbeit. Wieso hast du dich jetzt dazu entschieden, ein Kinderbuch zu schreiben?
Manchmal wird man wach, hat plötzlich eine Idee im Kopf und denkt, das möchte man weiterverfolgen. Dabei gab es keinen großen Plan, das ist mir viel mehr über den Weg gelaufen. Anfangs wusste ich auch gar nicht, wo die Geschichte hingeht. Im Buch gibt es eine Stelle, bei der es um eine alte Hexe geht, die gleichzeitig auch Wahrsagerin ist. Das hatte ich einige Tage zuvor geträumt, hat sich mir also irgendwie offenbart. Es gab dann auch Phasen in denen ich gar nicht daran gearbeitet habe, immerhin ist es für mich eher ein Hobby. Letztlich kam ich aber immer wieder darauf zurück.
Anneliese Brost Musikforum Ruhr wärend der „Night of Light 2020“ (Foto: Roland W. Waniek)
Kaum eine Branche trifft die Coronakrise so stark wie die Veranstalter. In der vergangenen Nacht wurden in ganz Deutschland Gebäude rot angestrahlt, um auf die Sorgen der Veranstaltungsbranche aufmerksam zu machen. Hier Bilder aus Bochum.
Der Corona-Massenausbruch bei Tönnies hat eine sichtbare Auswirkung auf das Infektionsgeschehen in Deutschland. Die Grafik wurde freundlicherweise bereit gestellt von Prof. Dr. Paul Tavan und beruht auf den laufend aktualisierten Daten von Worldometers.