Attacke aus dem Innenministerium gegen Kritikerin des Islamismus

Sigrid Herrmann Foto: Privat Lizenz: Copyright

Die Islamismus-Expertin Sigrid Herrmann wehrt sich gegen eine Studie des Innenministeriums. Von unserem Gastautor Jonas Dörge.

Am 13.Juli titelte die Berliner Zeitung: „Studie zur Muslimfeindlichkeit: Islamismus-Bloggerin attackiert Faesers Ministerium“.[1] Die Schlagzeile suggeriert, dass das Ministerium Objekt eines Angriffs ist, der mit der in der Studie lancierten Behauptung von einer „Muslimfeindlichkeit“ in der deutschen Bevölkerung in Verbindung stünde, die auch vom Innenministerium beklagt wird. In der Unterzeile des Artikels erfährt man dann, dass Sigrid Herrmann rechtlich gegen das Innenministerium vorgehen möchte. Wenn jemand den Rechtsweg beschreitet, um seine Rechte zu wahren, nennt man das normaler Weise nicht Attacke,

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Esther führte die Kommandos meist an

Esther Ovadia (25.12.1922 – 26.8.1944) ist hierzulande vollständig unbekannt. Und doch gehört sie zu den mutigsten jüdischen Widerständlerinnen im ehemaligen Jugoslawien. Von Roland Kaufhold

Esther Ovadia wurde am 25.12.1922 im jugoslawischen Bitola geboren. Sie wurde nur 21 Jahre alt: Am 26. August 1944 griff ihre Untergrundgruppe in ihrer Heimatstadt Bitola die deutschen Besatzer an. Die 21-jährige Esther Ovadia stand an der Spitze und wurde bei der Widerstandsaktion getötet.

Esther wurde im Dezember 1923 im jugoslawischen Bitola geboren, wo sie auch als überzeugte Jüdin aufwuchs. Die heute in Nord-Mazedonien liegende Handelsmetropole Bitola hat 75.000 Einwohner. 1910 lebten dort 6500 Juden, heute sind es nur noch etwa 200. Esther lebte in einem der ärmsten jüdischen Viertel der Stadt. Dort ging sie in eine jüdische Schule und wurde Mitglied des Hashomer Hatzair. Ihre Identität entsprach einer linkszionistischen Orientierung.

Esther engagierte sich als Jugendliche in der jüdischen Jugendarbeit. Nach dem Tod ihres Vaters ging sie 1938 zur Berufsausbildung in einer lokalen Textilfirma nach Belgrad. Dort schloss sie sich der lokalen Kommunistischen Partei an. Ihrer existentiellen Gefährdung war sie sich sehr bewusst: „All of us Jews, no matter where we will be, we will always be the first target of fascism.“ Ihre antifaschistische Widerstandstätigkeit wird in dieser Weise beschrieben: „She distributed resistance pamphlets and gathered volunteers for partisan units that started emerging in the

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Gastronomie: Tausende Existenzen und „Wohnzimmer“ auf dem Spiel – mit Ansage

Szenenkneipe und Restaurant „Mandragora“ im Bochumer Bermuda-Dreieck (Foto: Roland W. Waniek)


Wenn aus sieben Prozent Mehrwertsteuer 19 werden, stehen in der Gastronomie Tausende Existenzen und „Wohnzimmer“ mit Ansage auf dem Spiel. Unser Gastautor Patrick Rothkopf ist Präsident des Gastronomieverbandes DEHOGA NRW.

Interesse und Wichtigkeit eines Themas lassen sich manchmal an Teilnehmerzahlen erkennen. Der DEHOGA hat letzten Monat eine bundesweite Umfrage zu den Auswirkungen einer möglichen Mehrwertsteuererhöhung auf Speisen zum 1. Januar 2024 durchgeführt. Aus Nordrhein-Westfalen beteiligten sich über 1.800 Gastronomen! Wir „zucken“ nicht, wenn sich bei üblichen Umfragen zur Lage der Branche oder zum Thema Ausbildung nur vierhundert Mitglieder beteiligen. Während der Pandemie, als die Branche zeitweise nicht wusste, wie es mit ihr weitergeht, verzeichneten wir bei unseren Erhebungen einige Male Teilnehmerzahlen von mehr als tausend, aber fast zweitausend? Das waren viele, erschreckend viele, und es bestätigt uns in unserer Einschätzung, dass die Erhöhung der Mehrwertsteuer in der jetzigen Situation für unsere Gastronomie zum Katastrophenfall werden könnte. Warum ist das so?

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Köln: Rechtsradikale und Islamisten wollen gegen ukrainisches Kinderfest demonstrieren

Ukraine Demo in Köln Foto: Jennifer Marken Lizenz: Copyright


Am 20.August findet in Köln ein großes, ganztägiges ukrainisches Kinder- und Familienfest statt. Dagegen haben einschlägige Putingetreue erneut einen „Autokorso“ angemeldet. Dieser soll direkt am Veranstaltungsgelände vorbei führen, um die traumatisierten ukrainischen Kinder und deren Eltern, meist Mütter, erneut sekundär zu traumatisieren. Dagegen formt sich in Köln ein breiter demokratischer Gegenprotest. Von unserer Gastautorin Jennifer Marken.

Es sind schwer ertragbare Bilder: Einschlägige Rechtsradikale demonstrieren gemeinsam mit hier lebenden Putingetreuen (Elena Kolbasnikova und Max Schlundt), Rechtsradikalen, querfrontigen Coronaleugnern sowie einem hafterfahrenen Linksradikalen und heutigen Islamisten (B. Falk) vornehmlich in Köln

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„Lasst uns nach einem heldenhaften Tod streben“

Frumka Plotnicka


Vor 80 Jahren starb die Partisanin und Heldin des jüdischen Widerstandes Frumka Plotnicka im Kampf Von unserem Gastautor  Roland Kaufhold 

Frumka Plotnicka wurde am 11.11.1914 im polnischen Bedzin geboren. Frumka wurde nur 28 Jahre alt: Nach einer mehrjährigen heldenhaften Untergrundtätigkeit gegen die deutschen Besatzer starb sie am 3.8.1943 mit der Waffe in der Hand in Bedzin.

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„Ich habe bis auf weiteres auch noch kein Konzept gegen diese fast tragische Dezentralisieriung und Banalisierung des Ruhrgebietes gefunden“

Widmung im Natur-Park Südgelände, in Berlin-Schöneberg Foto (Ausschnitt): OTFW Lizenz: CC BY-SA 3.0


Die IBA Emscher Park, eine Initiative, die den raumstrukturellen Wandel  im Ruhrgebiet mit innovativen Projekten ergänzen sollte damit die altindustrielle Region ihre frühere wirtschaftliche Bedeutung wieder erhält, ist weltweit bekannt. In Architekten- und Planerkreisen ist ihr Erfolg eng mit dem Namen Karl Ganser (1937-2022) verbunden. Er war von 1989 bis 1999 ihr kreativer, kommunikativer und durchsetzungsstarker Geschäftsführer. Aus Anlass seines ersten Todestages fand im Mai 2023 in Dortmund ein Gedenk-Symposium statt, um seine Leistungen für das Ruhrgebiet zu würdigen. Zu diesem Symposium in Dortmund wurden ausgewählte Gäste eingeladen und gebeten, persönliche Erinnerungen an Karl Ganser beizutragen (1). Daraus ist ein buntes Album seiner Verehrer entstanden, eine eindrucksvolle Liebeserklärung von denen, die mit ihm das Projekt IBA Emscher Park angeschoben und es mit ihm zu Erfolg brachten. Der Untertitel ist etwas irreführend. Es ist kein Buch über integratives Planen und Handeln, auch wenn dies seinen Beitrag zur Theorie der Stadt-und Regionalplanung gut beschreibt. Von unserem Gastautor Klaus Kunzmann.

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Mein Opa, der Geschichtslehrer und Zvi Rix


Eine kleine Erinnerung an Schulszenen aus den 1970er Jahren. Von unserem Gastautor U.

Es ist über 40 Jahre her. Verschiedentlich erinnerte ich mich dieser Szenen, ohne wirklichen, persönlichen Groll. Aber doch mit ungläubigem Erstaunen.

Ich besuchte in den 1970er Jahren ein Gymnasium in einer für ihren Chemiestandort bekannten Großstadt. Das Gymnasium gibt es nicht mehr, die Stadt ließ es Ende der 1980er Jahre „auslaufen“.

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Unruhen in Frankreich: „Die Antwort sollte weder rechte noch linke Identitätspolitik sein“

Szenen urbaner Gewalt nach dem Mord an Nahel Merzouk, hier in der Nacht vom 29. auf den 30. Juni 2023 im Stadtteil Planoise in Besançon. Foto: Toufik-de-Planoise Lizenz: CC BY-SA 4.0

Wie hängen Islamismus und die Ausschreitungen in Frankreich nach dem Tod von Nahel Merzouk zusammen? Von unserem Gastautor Emrah Erken.

Nach 9/11 in den Vereinigten Staaten hatte kein anderes westliches Land wegen islamistischer Anschläge mehr Tote und Verletzte zu beklagen als Frankreich. Man erinnere sich nur an Nizza, Bataclan oder an Samuel Paty. Auch der nicht-militante beziehungsweise nicht-gewalttätige Islamismus hat in Frankreich viele Anhänger. Der

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Orient Institut: Israelboykotteur als neuer Chef?

Homepage des OIB, Bildquelle: Screenshot

Wie die Welt aufdeckte soll der neue Chef des Deutschen Orient Institutes in Beirut aktiv für einen Boykott Israels geworben haben. Von unserem Gastautor Thomas von der Osten-Sacken.

Ausdrücklich habe der Historiker Jens Hanssen, um den es geht, auch zum Boykott israelischer Akademikerinnen und Akademiker aufgerufen:

Seine Äußerungen gegen Israel gehen teils schon einige Jahre zurück. Im August 2014 trat er öffentlich für ein Ende der Zusammenarbeit mit israelischen Forschungseinrichtungen und Universitäten ein. Aufgrund der „fortlaufenden israelischen Massaker in Gaza“ kritisierte er mit über 100 Wissenschaftlern aus den Nahoststudien die israelischen Forscher. Diese würden zumeist schweigen ob des Handelns des israelischen Militärs. (…)

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„Russland bleibt sich vorerst treu mit seinen nihilistischen und faschistoiden Machtansprüchen“

Russischer Panzer mit Z-Symbol Symbolfoto: Mil.ru Lizenz: CC-BY 4.0


Was immer in Rostow (Don), Woronesch oder Moskau passiert oder passieren könnte – ein Grund zum Jubel ist es nicht. Der Krieg gegen die Ukraine wird leider weitergehen, vielleicht sogar an Brutalität zunehmen. Von unserem Gastautor Horst Kläuser.

Putin ist an der Macht, wird innenpolitisch mit Hilfe seiner Geheimdienste Gegner „neutralisieren“. Mit Prigoschin, dem blutrünstigen Egomanen, sollte man dennoch kein Mitleid verspüren, auch mit seinen Söldnern nicht. Denen ist (fast) egal, wo sie durch wen oder was auch immer sterben.

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