
Ein Gespräch mit Thomas von der Osten-Sacken über die aktuelle Lage in Kurdistan, warum kurdische Parteien sich zum Teil bekämpfen und weshalb heute, anders als vor noch zwanzig Jahren, kurdische Selbstverwaltung aus der Region kaum noch wegzudenken ist.
Global Review: Herr Osten- Sacken, die kurdischen Iraner scheinen ja bei den iranischen Protesten eine sehr aktive Rolle, die YPG gilt als Helfer der USA und des Westens im Kampf gegen den IS und auch im Nordirak scheinen sie ein für Nahostverhältnisse relativ stabiles Gemeinwesen hinbekommen zu haben nach dem Sturz Saddam Husseins durch den Irakkrieg 2003. Kurden haben das Image säkular, demokratisch und frauenfreundlich zu sein, jedenfalls genießen sie im Westen ein recht positives Image. Nun scheint es aber außer der PKK keine kurdische Partei zu geben, die ein Großkurdistan will, wenngleich es schon mal ein Referendum im Nordirak unter Barzanis KDP gab, die ein Kleinkurdistan wollte, dann aber nach Drohungen der irakischen Zentralregierung und der Türkei davon Abstand nahm. Könnten Sie uns einen Überblick geben über die wichtigsten kurdischen Gruppen, ihre Ziele und Anführer geben und wie sie untereinander zueinander stehen: PKK HDP, YPG, PUK, KDP, iranische Kurdenparteien und islamistische Kurdenparteien?









