Unruhen in Frankreich: „Die Antwort sollte weder rechte noch linke Identitätspolitik sein“

Szenen urbaner Gewalt nach dem Mord an Nahel Merzouk, hier in der Nacht vom 29. auf den 30. Juni 2023 im Stadtteil Planoise in Besançon. Foto: Toufik-de-Planoise Lizenz: CC BY-SA 4.0

Wie hängen Islamismus und die Ausschreitungen in Frankreich nach dem Tod von Nahel Merzouk zusammen? Von unserem Gastautor Emrah Erken.

Nach 9/11 in den Vereinigten Staaten hatte kein anderes westliches Land wegen islamistischer Anschläge mehr Tote und Verletzte zu beklagen als Frankreich. Man erinnere sich nur an Nizza, Bataclan oder an Samuel Paty. Auch der nicht-militante beziehungsweise nicht-gewalttätige Islamismus hat in Frankreich viele Anhänger. Der

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Orient Institut: Israelboykotteur als neuer Chef?

Homepage des OIB, Bildquelle: Screenshot

Wie die Welt aufdeckte soll der neue Chef des Deutschen Orient Institutes in Beirut aktiv für einen Boykott Israels geworben haben. Von unserem Gastautor Thomas von der Osten-Sacken.

Ausdrücklich habe der Historiker Jens Hanssen, um den es geht, auch zum Boykott israelischer Akademikerinnen und Akademiker aufgerufen:

Seine Äußerungen gegen Israel gehen teils schon einige Jahre zurück. Im August 2014 trat er öffentlich für ein Ende der Zusammenarbeit mit israelischen Forschungseinrichtungen und Universitäten ein. Aufgrund der „fortlaufenden israelischen Massaker in Gaza“ kritisierte er mit über 100 Wissenschaftlern aus den Nahoststudien die israelischen Forscher. Diese würden zumeist schweigen ob des Handelns des israelischen Militärs. (…)

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„Russland bleibt sich vorerst treu mit seinen nihilistischen und faschistoiden Machtansprüchen“

Russischer Panzer mit Z-Symbol Symbolfoto: Mil.ru Lizenz: CC-BY 4.0


Was immer in Rostow (Don), Woronesch oder Moskau passiert oder passieren könnte – ein Grund zum Jubel ist es nicht. Der Krieg gegen die Ukraine wird leider weitergehen, vielleicht sogar an Brutalität zunehmen. Von unserem Gastautor Horst Kläuser.

Putin ist an der Macht, wird innenpolitisch mit Hilfe seiner Geheimdienste Gegner „neutralisieren“. Mit Prigoschin, dem blutrünstigen Egomanen, sollte man dennoch kein Mitleid verspüren, auch mit seinen Söldnern nicht. Denen ist (fast) egal, wo sie durch wen oder was auch immer sterben.

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Bundes(nicht)aufnahmeprogramm für Afghanen

Afghanische Flüchtlinge in Griechenland, Bild: Thomas v. der Osten-Sacken

Bis April 2023 ist kein einziger Mensch aus Afghanistan im Rahmen des so genannten Aufnahmeprogramms nach Deutschland gekommen. Von unserem Gastautor Thomas von der Osten-Sacken 

Zu einem vernichtendem Urteil kommt Pro Asyl angesichts des im Oktober 2022 beschlossenen so genannten Aufnahmeprogramms:

Das Bundesaufnahmeprogramm, welches im Oktober 2022 verkündet wurde, greift nicht. Trotz der verzweifelten Situation der Menschen und der sich verschlimmernden Lage in Afghanistan hat die Bundesregierung bis heute nicht eine einzige Person über das Programm aufgenommen. Wie bedrohlich die Situation in Afghanistan ist, zeigt auch der jüngste Bericht der Vereinten Nationen. Die Aufnahme aus Afghanistan muss also weitergehen.

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„Der Spiegel“ setzt auf Melanie Amann: Wie Chefredakteur Dirk Kurbjuweit in Hamburg mehr Tempo machen will

Melanie Amann in der WDR-Sendung „Maischberger“ Foto: Superbass Lizenz: CC BY-SA 4.0


Eine „Entführung“ kündigte Dirk Kurbjuweit, seit etwa drei Wochen Chefredakteur beim „Spiegel“, am Montagabend beim Hauptstadtfest des Nachrichtenmagazins an. Melanie Amann, das politische Schwergewicht des „Spiegel“, bekannt für ihre Stahl schneidenden Kommentare und brillanten Analysen, wird zukünftig an der Seite von Kurbjuweit das gesamte Magazin von Hamburg aus prägen. Kurbjuweit sagte, er benötige Amann „ganz und gar“ an seiner Seite für die immensen Aufgaben in Hamburg. Von unserem Gastautor Josef-Umair Schöningh.

Das geht aus einem iCloud-Video des Abends hervor, das seit Dienstag über Whatsapp geteilt wird und auch uns vorliegt. Kurbjuweit, der Grandseigneur der deutschen Reportage, dessen Vorbild nur der „New Yorker“ sein kann und der als erste Amtshandlung einen täglichen Kommentar ins Blatt hob, holt sich mit Amann die prägende, digitale Stimme der jüngeren Spiegel-Generation direkt an seine Seite.

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„Die Stadt Köln muss das armenische Mahnmal im Zentrum stehen lassen!“

Armenier-Mahnmal in Köln 2018


Unsere Gastautorin Jennifer Marken im Gespräch mit Ilias Uyar von der Initiative „Völkermord erinnern“.

Was für ein Mahnmal ist da in Köln errichtet worden?

Wir, eine zivilgesellschaftliche Initiative aus Kölner Privatmenschen, haben nach der Resolution des Deutschen Bundestages 2016, der den Völkermord an den Armeniern anerkannt hat, einen wichtigen Impuls der Resolution aufgenommen. In der Resolution heißt es: „Das Deutsche Reich trägt eine Mitschuld an den Ereignissen. Der Bundestag

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„Warte nicht auf bessre Zeiten!“

Wolf Biermann am 1. Dezember 1989 in Leipzig Foto: Bundesarchiv, Bild 183-1989-1201-046 / Waltraud Grubitzsch (geb. Raphael) Lizenz: CC-BY-SA 3.0 de


Unser Gastautor Roland Kaufhold bespricht Wolf Biermanns Autobiografie.

Ich war gerade 15 geworden. Die DDR war mir naturgemäß sehr fremd – und blieb es bis zu ihrem Ende. Und dennoch hatte ich von Wolf Biermann gehört. Ich fuhr mit der Bahn nach Köln. Wie ich heute rekonstruiere zur Köln-Deutzer Sporthalle. Diese existiert heute nicht mehr, genauso wenig wie die DDR. Sie wurde 1999 im Zuge der Erweiterung der Kölnmesse abgerissen. Immerhin hatte sie die DDR ein Jahrzehnt überdauert.

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Iranischer Kleriker: Drei Viertel aller Moscheen mussten schließen

Moschee im Iran Foto: مسجد پیرزن Lizenz: CC BY 3.0


Einer, der es wissen muss, nämlich ein hochrangiger iranischer Kleriker klagt, dass 3/4 aller Moscheen in seinem Land ihre Tore schließen mussten. Von unserem Gastautor Thomas von der Osten-Sacken.

Als ich vor vielen Jahren im Iran war fiel es mir schon auf: Selbst an Freitagen blieben Moscheen in Städten wie Teheran oder Isfahan gähnend leer. Schon damals zeigten so

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Dortmunder Schauspiel soll nicht nahezu ausschließlich gesellschaftliche Nischen besetzen.

Julia Wissert Foto: Hupfeld/Schauspiel Dortmund Lizenz: Copyright


Julia Wissert, die Intendantin des Dortmunder Schauspielhauses, findet nur eine geringe Akzeptanz beim Publikum. Ein Anfang Mai in der WAZ erschienener Artikel belegte ihr Scheitern: Keine 116 Menschen besuchten im Schnitt zwischen  August 20022 und Februar 2023 das Theater. In einem Gastbeitrag formuliert nun die  CDU-Fraktion im Rat der Stadt Dortmund Anforderungen an das Schauspielhaus.

Leitgedanke für die Anforderungen an das Dortmunder Schauspiel ist für die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Dortmund die Frage der Relevanz. Das Dortmunder Schauspiel ist dann ein erfolgreiches Schauspiel, wenn es relevant ist, wenn es als Sprechtheater als ein Ort der Kunst und Kultur in der Stadtgesellschaft fest etabliert ist. Die hierzu notwendige Relevanz kann auf unterschiedlichen Ebenen erreicht werden, die wie folgt lauten und innerhalb derer die Intendanz im Rahmen der Kunstfreiheit frei agieren kann:

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Die Realität heißt weiter Erdogan

Macit Karaahmetoğlu Foto: Stella von Saldern Lizenz: Copyright


Trotz Wirtschaftskrise und Zerfall des Rechtsstaats bleibt Recep Tayyip Erdogan Präsident der Türkei. Auch wenn die Wahlen nie fair waren, gilt es für Deutschland und Europa, schnell die neue alte Realität anzunehmen und eine Brücke zur Türkei zu bauen. Denn für eine Verschlechterung der Beziehungen steht für alle Akteure zu viel auf dem Spiel. Unser Gastautor Macit Karaahmetoglu ist Mitglied der SPD-Bundestagsfraktion.

Recep Tayyip Erdogan bleibt Präsident der Türkei. Er hat wieder einmal gewonnen, wird nach zwei Jahrzehnten für weitere fünf Jahre das Schicksal der Türkei bestimmen. Die offenkundigen Gründe für seinen Sieg: Kontrolle fast aller Medien und ihrer Inhalte, Kontrolle der Justiz und damit die Möglichkeit politische Gegner zu unterdrücken und – hier wird beides verbunden – die Skrupellosigkeit seinem Gegenkandidaten mit Lügen und Fake News eine Nähe zur Terrororganisation PKK zu unterstellen.

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