Der doppelte Lindner

Christian Lindner (FDP), Foto: Roland W. Waniek


Kurz nach der Landtagswahl in Niedersachsen am letzten Sonntag machte der Bundesvorsitzende der FDP eine interessante Bemerkung, die ihm in den sozialen Medien erheblichen Spott einbrachte. So äußerte Lindner, dass die FDP insgesamt als zu links wahrgenommen werde. Interessant ist, dass Linder damit gar nicht so falsch liegt, wie man auf den ersten Blick glauben mag. Von unserem Gastautor Ioannis Dimopulos.

Dass die Landtagswahl in Niedersachsen ein herber Einschlag für die Liberalen war, lässt sich nicht von der Hand weisen. Die FDP verlor insgesamt 2,8 % im Vergleich zur Vorwahl und flog damit aus dem Landtag. Dieses Ergebnis korreliert mit den Wahlprognosen auf Bundesebene, auf der die FDP im Vergleich zur Bundestagswahl 2021 von 11,5 % auf 6-7 % zurückfiel. Diese Entwicklung hängt an der teils kruden und widersprüchlichen Krisenpolitik der Ampel im Zusammenhang mit der Ukraine und der Inflationsbekämpfung. Wie Christian Lindner aber zu der Vermutung kommt, dass dies mit einer Wahrnehmung seiner Partei als links zusammenhinge, bleibt er schuldig.

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Iran: „Fuck Off“; Das Bild zur Revolution


Dieses eine Bild von iranischen Schülerinnen, die den verhassten Hijab absetzen und den großen Revolutionsführern, die da in ihrem Klassenzimmer zu hängen haben, einfach nur den Finger zeigen, fasst eigentlich zusammen, was diese Revolution ausmacht. Von unserem Gastautor Thomas von der Osten-Sacken.

Wenn es so weit ist, wenn nur noch der Finger bleibt, dann mögen die an der Macht da noch ein wenig bleiben, weil sie Polizei, Schläger, Armee, Gefängnisse und alles mögliche zu ihrer Verfügung haben.

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Auch in Bagdad wird wieder demonstriert


Motiviert durch die Aufstände im Iran, gehen im Irak die Proteste wieder los, die sich auch gegen Teheran richten. Von unserem Gastautor Thomas von der Osten-Sacken.

Zum Jahrestag des Beginns der Massenproteste im Irak gegen Korruption, Nepotismus und iranische Einmischung, die im Oktober 2019 begannen, mobilisierte am Samstag die unter dem Namen Tishreen Movement bekannte soziale Bewegung der Oktoberproteste erneut zu Demonstrationen. Schon im Vorfeld wurde befürchtet, dass einmal mehr irakische Sicherheitskräfte mit Gewalt gegen die Demonstrierenden vorgehen würden. Diese Befürchtungen wurden dann auch bestätigt:

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Iranischer Angriff auf kurdische Oppositionsparteien im Irak: „Sie haben Angst“

Iranische Artillerie Foto: Tasnim News Agency Lizenz: CC-BY 4.0


Mit den jüngsten Angriffen auf kurdische Oppositionsparteien im Irak hat der Iran zumindest eines schon erreicht: Eine Welle der Solidarität in Kurdistan mit den iranischen Protesten gegen die Islamische Republik. Von unserem Gastautor Thomas von der Osten-Sacken.

Iranische Drohnen- und Artillerieangriffe auf Einrichtungen der iranisch-kurdischen Oppositionsparteien haben am Mittwoch mindestens dreizehn Menschen getötet und weitere verletzt. Bilder von Schulkindern, die sich hinter Felsen in Sicherheit brachten, machten auf kurdischen und iranischen Social-Media-Accounts die Runde, denn die Angriffe, die Ziele in der Nähe der kurdischen Städte Koya und Suleymaniah trafen, galten nicht nur militärischen Zielen, sondern der zivilen Infrastruktur.

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Aserbaidschans Angriffe auf Armenien werden weitergehen, befördert von Europas Schweigen.

Jerewan mit dem Ararat im Hintergrund Foto: Matthias Süßen Lizenz: CC BY-SA 4.0

Am 13. September 2022 griff Aserbaidschan armenisches Staatsgebiet an. Mit schweren Waffen und Drohnen wurden Dutzende armenische Städte und Dörfer im Süden Armeniens bombardiert. Die aserbaidschanische Armee drang nicht etwa nach Bergkarabach, sondern in international anerkanntes armenisches Territorium ein und besetzte einen Teil des armenischen Staatsgebietes. Von unserem Gastautor Ilias Uyar.

Von diesem kriminellen Überfall las man in Deutschland wenig bis gar nichts. Was die Deutschen zu lesen bekamen, glich einer Räuberpistole nach Karl May: Zusammenstöße im fernen Kaukasus, zwischen Armenien und Aserbaidschan flammen erneut Gefechte auf, beide Seiten beschuldigen sich gegenseitig und so weiter.

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Nach Tod von Mahsa Amini: Massenproteste gegen das Regime im Iran

Auf Twitter wird über die Proteste im Iran ausführlich berichtet


Nach dem gewaltsamen Tod der iranischen Kurdin Mahsa Amini kommt es überall im Iran zu Massenprotesten gegen das verhasste Regime in Teheran. Von unserem Gastautor Thomas von der Osten-Sacken.

Wenn im Iran der Chef der so genannten Sittenpolizei seinen Hut nehmen muss, dann ist dies ein ziemlich sicheres Zeichen, dass irgend etwas so gar nicht rund läuft. Nur drei Tage nach dem gewaltsamen Tod der iranischen Kurdin Mahsa Amini wurde Ahmed Mirzaei gefeuert und Staatspräsident Ebrahim Raisi entschuldigte sich bei der Famile der Verstorbenen und kündigte eine Untersuchung des Falles an.

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Documenta: „Die Erklärung des Aufsichtsrats ist an Peinlichkeit nicht zu überbieten“

Friedrichsplatz. Zentrum der Documenta 15 am 22. Juni 22 by Baummapper CC 3.0


Von unserem Gastautor Jonas Dörge.

Am 16.09.2022, also neun Tage vor dem Ende der documenta 15, formuliert der Aufsichtsrat der documenta-GmbH folgendes:

„Die Gesellschafter schließen sich dem Votum der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an, wonach die Tokyo Reels des Kollektivs Subversive Films nicht mehr gezeigt werden sollen, mindestens bis eine angemessene Kontextualisierung vorgenommen wurde.“

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Documenta: Findungskommission stellt sich hinter Ruangrupa

Findungskommission der Documenta 15 Foto: Nicolas Wefers/DocumentaPR Lizenz: Copyright

Von unserem Gastautor Jonas Dörge.

In der Findungskommission der Documenta, die Ruangrupa die Documenta15 in die Händegab,  sitzt ein gewisser Charles Esche. Seit Januar ist durch die Recherche des Bündnis gegen Antisemitismus Kassel bekannt, dass diese Personalie eine der Hauptursachen für den kulturpolitischen Skandal ist, der in der Bundesrepublik seines gleichen sucht. Umfangreich hat auch die Autorin Caroline Fetscher auf die höchst problematische Zusammensetzung des documenta-Beirates im Tagesspiegel hingewiesen. Der antizionistische und antisemitische Grundton der documenta 15 ist vor allem von der Ruangrupa zu verantworten, die jedoch von der

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Mit der gewohnten weinerlichen Arroganz reagieren die Documenta-Macher auf die Kritik des Experten-Gremiums

Antisemitisches Weltbild, Rückseite: Documenta 15 by C. Suthorn cc by sa 4.0


Neues über die Documenta von unserem Gastautor Jonas Dörge.

Die Mitglieder des „Gremiums zur fachwissenschaftlichen Begleitung der documenta fifteen“ haben eine Presseerklärung veröffentlicht. Sie ist vernichtend. Die Erklärung bezieht sich vor allem auf die in der Tat bösartige Filmvorführung „Tokyo Reels Film Festival“ der Gruppe Subversive Film, die dringend zu stoppen sei. Es heißt in der Erklärung:
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