Alte Motive im neuen Glanz – Lichtinstallation auf Haniel

Halde-Haniel Foto: Jens Herre Lizenz: Copyright


Im Norden von Oberhausen an der Grenze zu Bottrop liegt die Halde Haniel. Mit 185 Meter über Normalnull eine der höchsten Halden im Ruhrgebiet. Wohlbemerkt: Sie liegt auf Bottroper Stadtgebiet, aber ich als Oberhausener spreche, glaube ich für viele, wenn ich sage, irgendwie gehört sie auch zu uns. Von unserem Gastautor Jens Herre.

Die Halde begleitet mich schon mein ganzes Leben. So manches Silvester habe ich dort oben verbracht. So manchen Sturz mit dem Mountainbike habe ich überlebt und mit so manchem Mädel im Arm habe ich Nachthimmel und den Blick über mein Revier bestaunt. Immer wenn ich Abstand vom Alltag brauche, gehe ich auf diese Halde. Auch beruflich kreuzten sich meine Wege. Als Technischer Leiter der Kulturhauptstadt RUHR.2010 hatte ich dort so einige Events. Kurzgesagt: Es ist «meine» Halde.

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„Frau, Leben, Freiheit“: 80.000 demonstrieren in Berlin gegen die Mullahs

80.000 gegen die Mullahs Foto: Thomas von der Osten-Sacken


Am Ende waren es laut Angaben der Polizei 80.000, die sich im Tiergarten in Berlin versammelten, um gegen das Regime in Teheran zu demonstrieren. Mit so vielen hatten selbst die Veranstalter nicht gerechnet. Von unserem Gastautor Thomas von der Osten-Sacken.

Es ist mir in den letzten Dekaden eigentlich nie passiert, dass Demonstrationen mit über 1000 Menschen mir besonders sympathisch waren. Die, deren Anliegen ich voll teilte waren meist wesentlich kleiner: Man stand etwa mit ein paar Dutzend Syrern oder Iranern, bestenfalls Hunderten vor der russischen oder iranischen Botschaft herum und niemand nahm groß Notiz.

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Katar: „Die pure Lust, Fußball zu schauen und zu feiern, wurde uns genommen“

Thomas Spiepmann Foto: TAS Lizenz: Copyright


Unser Gastautor Thomas Siepmann ist Geschäftsführer der Essener Agentur TAS Emotional Marketing GmbH. Während der vergangenen Fußballweltmeisterschaften organisierte TAS erfolgreiche Public Viewing Veranstaltungen. Die Fußballweltmeisterschaft in Katar wird das Unternehmen jedoch boykottieren.

Am 2. Dezember 2010 brach sich im FIFA-Hauptquartier in Zürich wohl das perfideste aller Schurkenstücke der Sport-Moderne bahn. Der damalige FIFA-Präsident und die Seinen im FIFA Exekutivkomitee hatten sich in wochenlanger Detailarbeit genau die Mehrheit an Stimmen zusammengekauft, die es brauchte, um den beiden Fußballgroßmächten Russland und Katar die Weltmeisterschaften 2018 und 2022 zuzuschanzen. Was spielt es da für eine Rolle, dass hernach acht von den 22 Mitgliedern der Korruption überführt wurden und auch der Chef, der Blatter Sepp himself, des Amtes verwiesen wurde?

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Der doppelte Lindner

Christian Lindner (FDP), Foto: Roland W. Waniek


Kurz nach der Landtagswahl in Niedersachsen am letzten Sonntag machte der Bundesvorsitzende der FDP eine interessante Bemerkung, die ihm in den sozialen Medien erheblichen Spott einbrachte. So äußerte Lindner, dass die FDP insgesamt als zu links wahrgenommen werde. Interessant ist, dass Linder damit gar nicht so falsch liegt, wie man auf den ersten Blick glauben mag. Von unserem Gastautor Ioannis Dimopulos.

Dass die Landtagswahl in Niedersachsen ein herber Einschlag für die Liberalen war, lässt sich nicht von der Hand weisen. Die FDP verlor insgesamt 2,8 % im Vergleich zur Vorwahl und flog damit aus dem Landtag. Dieses Ergebnis korreliert mit den Wahlprognosen auf Bundesebene, auf der die FDP im Vergleich zur Bundestagswahl 2021 von 11,5 % auf 6-7 % zurückfiel. Diese Entwicklung hängt an der teils kruden und widersprüchlichen Krisenpolitik der Ampel im Zusammenhang mit der Ukraine und der Inflationsbekämpfung. Wie Christian Lindner aber zu der Vermutung kommt, dass dies mit einer Wahrnehmung seiner Partei als links zusammenhinge, bleibt er schuldig.

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Iran: „Fuck Off“; Das Bild zur Revolution


Dieses eine Bild von iranischen Schülerinnen, die den verhassten Hijab absetzen und den großen Revolutionsführern, die da in ihrem Klassenzimmer zu hängen haben, einfach nur den Finger zeigen, fasst eigentlich zusammen, was diese Revolution ausmacht. Von unserem Gastautor Thomas von der Osten-Sacken.

Wenn es so weit ist, wenn nur noch der Finger bleibt, dann mögen die an der Macht da noch ein wenig bleiben, weil sie Polizei, Schläger, Armee, Gefängnisse und alles mögliche zu ihrer Verfügung haben.

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Auch in Bagdad wird wieder demonstriert


Motiviert durch die Aufstände im Iran, gehen im Irak die Proteste wieder los, die sich auch gegen Teheran richten. Von unserem Gastautor Thomas von der Osten-Sacken.

Zum Jahrestag des Beginns der Massenproteste im Irak gegen Korruption, Nepotismus und iranische Einmischung, die im Oktober 2019 begannen, mobilisierte am Samstag die unter dem Namen Tishreen Movement bekannte soziale Bewegung der Oktoberproteste erneut zu Demonstrationen. Schon im Vorfeld wurde befürchtet, dass einmal mehr irakische Sicherheitskräfte mit Gewalt gegen die Demonstrierenden vorgehen würden. Diese Befürchtungen wurden dann auch bestätigt:

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Iranischer Angriff auf kurdische Oppositionsparteien im Irak: „Sie haben Angst“

Iranische Artillerie Foto: Tasnim News Agency Lizenz: CC-BY 4.0


Mit den jüngsten Angriffen auf kurdische Oppositionsparteien im Irak hat der Iran zumindest eines schon erreicht: Eine Welle der Solidarität in Kurdistan mit den iranischen Protesten gegen die Islamische Republik. Von unserem Gastautor Thomas von der Osten-Sacken.

Iranische Drohnen- und Artillerieangriffe auf Einrichtungen der iranisch-kurdischen Oppositionsparteien haben am Mittwoch mindestens dreizehn Menschen getötet und weitere verletzt. Bilder von Schulkindern, die sich hinter Felsen in Sicherheit brachten, machten auf kurdischen und iranischen Social-Media-Accounts die Runde, denn die Angriffe, die Ziele in der Nähe der kurdischen Städte Koya und Suleymaniah trafen, galten nicht nur militärischen Zielen, sondern der zivilen Infrastruktur.

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Aserbaidschans Angriffe auf Armenien werden weitergehen, befördert von Europas Schweigen.

Jerewan mit dem Ararat im Hintergrund Foto: Matthias Süßen Lizenz: CC BY-SA 4.0

Am 13. September 2022 griff Aserbaidschan armenisches Staatsgebiet an. Mit schweren Waffen und Drohnen wurden Dutzende armenische Städte und Dörfer im Süden Armeniens bombardiert. Die aserbaidschanische Armee drang nicht etwa nach Bergkarabach, sondern in international anerkanntes armenisches Territorium ein und besetzte einen Teil des armenischen Staatsgebietes. Von unserem Gastautor Ilias Uyar.

Von diesem kriminellen Überfall las man in Deutschland wenig bis gar nichts. Was die Deutschen zu lesen bekamen, glich einer Räuberpistole nach Karl May: Zusammenstöße im fernen Kaukasus, zwischen Armenien und Aserbaidschan flammen erneut Gefechte auf, beide Seiten beschuldigen sich gegenseitig und so weiter.

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Nach Tod von Mahsa Amini: Massenproteste gegen das Regime im Iran

Auf Twitter wird über die Proteste im Iran ausführlich berichtet


Nach dem gewaltsamen Tod der iranischen Kurdin Mahsa Amini kommt es überall im Iran zu Massenprotesten gegen das verhasste Regime in Teheran. Von unserem Gastautor Thomas von der Osten-Sacken.

Wenn im Iran der Chef der so genannten Sittenpolizei seinen Hut nehmen muss, dann ist dies ein ziemlich sicheres Zeichen, dass irgend etwas so gar nicht rund läuft. Nur drei Tage nach dem gewaltsamen Tod der iranischen Kurdin Mahsa Amini wurde Ahmed Mirzaei gefeuert und Staatspräsident Ebrahim Raisi entschuldigte sich bei der Famile der Verstorbenen und kündigte eine Untersuchung des Falles an.

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