Preiswürdig? Protest gegen die Preisverleihung an die ARD-Israelkorrespondentin Sophie von der Tann


Sophie von der Tann beim Deutschen Fernsehpreis 2024 Foto (Ausschnitt): Superbass Lizenz: CC BY-SA 4.0


Die Journalistin und ARD-Israel-Korrespondentin Sophie von der Tann spaltet die Öffentlichkeit. In Israel lebende und mit Israel vertraute Menschen halten ihre betont rührseligen Israel-Berichte für zumindest fragwürdig. In ihren Berichten erscheint das vielfach bedrohte Israel vor allem als ein aggressiver Staat, dem  offenkundig willkürlich arme Palästinenser zum Opfer fallen. Am Donnerstag wird ihr hierfür im WDR der Hanns-Joachim Friedrichs Preis verliehen. Von unserem Gastautor Roland Kaufhold

Diese Preisverleihung hat starke Kritik hervor gerufen.  Und vor dem WDR-Gebäude ist für Donnerstag eine Mahnwache angekündigt.

Ihre antizionistisch anmutende Suada vertritt von der Tann auch noch nach dem Hamas-Pogrom des 7. Oktober Exemplarisch sei ein Weltspiegel-Beitrag der Autorin erwähnt, der erstaunlicherweise keinerlei Reaktion hervorgerufen hat.

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Ohne Waffen kein Frieden

Leopard 2A6 im Gelände Foto (Ausschnitt): synaxonag Lizenz: CC BY 2.0


Überall in Europa gibt es Menschen, die Illusionen für wahr halten. Sie glauben, dass Freiheit und Frieden auf Rücksicht, Diplomatie und gutem Willen beruhen. Dabei übersehen sie geflissentlich historische und aktuelle Fakten. Von unserem Gastautor Arne Kruse.

Die Freiheit und der Frieden in Westeuropa seit dem Zweiten Weltkrieg beruhen auf Bomben und der Drohung mit Krieg. Ohne den Kampf der westlichen Alliierten gegen die Nazis wäre Europa entweder unter die Herrschaft der Nazis oder der Sowjets gefallen.

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Der Westen unterschätzt die Gefahr des globalen Islamismus

Marko Martin in Israel Foto: Privat Lizenz: Copyright

Unterschätzen die Bürger freiheitlicher Demokratien die Gefahr des Islamismus? Wer davor warnt, wird reflexhaft als „antimuslimischer Rassist“ angeprangert. Das erinnert an die oftmals vergeblichen Warnungen vor dem Stalinismus im 20. Jahrhundert. Der Schriftsteller Marko Martin spricht im Interview über das Gemeinsame der Dissidenten von damals und heute. Von unseren Gastautoren Ellen Daniel und Michael Miersch.

Frage: Du hast mehrere Bücher über die antitotalitären Intellektuellen des 20. Jahrhunderts geschrieben, die den Nationalsozialismus bekämpften, ohne dem Stalinismus auf den Leim zu gehen. Dein essayistisches Werk ist voller Bezüge auf Menschen wie Manés Sperber, Alice Rühle-Gerstel, Melvin Lasky, Hans Sahl, Elisabeth Fischer-Spanier. Die meisten davon sind in Deutschland ziemlich unbekannt. Wie kamst du zu diesem Lebensthema? 

Marko Martin: Mich hat immer interessiert, was nicht Teil des Kanons war und ist. Kurz gesagt: Ludwig Marcuse anstatt Herbert Marcuse, Czesław Miłosz anstatt Jean-Paul Sartre. Interessanterweise gibt es nämlich gerade im progressiven Bereich eine geradezu pfäffische Kanonisierung, da werden bis heute die immergleichen Namen aufgefahren – Brecht, Adorno etc. Nachdem ich im Mai 1989 als neunzehnjähriger

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„Ich werde überleben. Weil ich leben will“

Eli Sharabi Foto: Foreign, Commonwealth & Development Office Lizenz: CC BY 4.0


Eli Sharabis literarischen Erinnerungen an seinen Überlebenskampf.
Von unserem Gastauor Roland Kaufhold. 

Eli Sharabi überlebte 491 Tagen Hamashaft. Bereits wenige Wochen später gibt er einem israelischen Sender, trotz der Bedenken seiner Ärzte, ein großes Interview, in dem er das Unvorstellbare erzählt, als Zeitzeuge. Das Interview wurde auch von Phoenix übernommen.

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„Russland wird nicht aufhören, selbst wenn die Ukraine irgendeinem Abkommen zustimmen würde“

Andrij Madzharov Foto: Privat


Andrij Madzharov ist ukrainischer Veteran. Zerschossen, zusammengeflickt – und entschlossen, die Stimmen seiner toten Kameraden dorthin zu tragen, wo Europas Haltung entschieden wird: nach Brüssel. Zu Fuß, 1.500 Kilometer, mitten ins Herz des Kontinents. Sein Weg führte über Bochum.

Putins Krieg gegen die freie Ukraine begann vor elf Jahren. Madzharov stand schon damals an der Frontlinie, die Europa von Russland trennt. 2022 wurde er als Mitglied einer Spezialeinheit schwer verwundet und überlebte. Seitdem spricht er für die Veteranen, für die Verwundeten, für jene, die nie zurückkamen. Den Ruhbaronen hat er gesagt, was er  vom  US-Friedensplan hält, nachdem die Ukraine unter anderem ihre Territorien in den

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Es gibt nur eine Freiheit – und die entspringt dem Westen

Bücher Foto: Laurin


Als „Mosaikrechte“ der kulturellen Hegemonie von links-rot-grün trotzen – darauf lässt sich wohl die Idee der „alternativen“ Buchmesse
SeitenWechsel herunterbrechen, die am Wochenende zum ersten Mal in Halle stattfand. Doch wie verhält sich das Liberal-Konservative zum rechten Rand? Und bedeutet die Ablehnung des Konzepts „Brandmauer“, dass man jede Hemmung gegenüber Rechtsextremen verlieren muss? Von unserem Gastautor Tizian Sonnenberg.

Einer Analyse der Welt  zufolge profitierte die Buchmesse SeitenWechsel davon, dass rechte Verlage auf den großen Messen in Leipzig oder Frankfurt regelmäßig mit Antifa-Protesten konfrontiert waren und die Veranstalter ihnen in der Folge keinen Raum mehr gaben. Susanne Dagen, Verlegerin (Edition BuchHaus Loschwitz) und

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„Die globalen Treibhausgasemissionen werden erst die Kurve bekommen und deutlich sinken, wenn die heutigen armen Menschen der Welt einen grundlegenden Wohlstand erreicht haben“

Luftbild des Nationalparlaments von Bangladesch, Jatiya Sangsad Bhaban in Dhaka Foto: Pinu Rahman Lizenz: CC BY-SA 4.0


Ökonomin Joyashree Roy aus Bangladesch erzählt im Interview, warum sie dem Fortschritt vertraut. Das Interview führte Robert Benkens.

Liebe Frau Roy, bei uns in Deutschland wird Bangladesch in Schulbüchern und Projekten eigentlich immer als Beispiel für die Verheerungen des Klimawandels, des Kapitalismus und als Opfer der Globalisierung dargestellt. Was denken Sie darüber?

Wenn Bangladesch als Beispiel für die Verheerungen des Klimawandels dargestellt wird, ignoriert man die vielfältige Identität des Landes mit seinen extrem fruchtbaren Böden, den Flüssen und ihren Nebenflüssen, die den Grundwasserspiegel und die Bodenfeuchtigkeit aufrechterhalten, die perfekt für die Landwirtschaft und Fischzucht sind, und der lokalen sozialen Kultur, die

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Darum ist es beim Thema Trans wichtig, dass nicht Aktivisten den Ton an Hochschulen angeben   

Schild, das während des Vortrags hochgehalten wurde, Foto: Till Randolf Amelung Lizenz: Copyright


Ich dachte, ich hätte mich längst daran gewöhnt, von manchen queeren und ultra-progressiven Kreisen seit Jahren angefeindet zu werden. Nichts könnte mich innerlich mehr erschüttern. Doch ich wurde eines Besseren belehrt. Von unserem Gastautor Till Randolf Amelung.

Was war passiert? Am vergangenen Dienstag war ich eingeladen, einen Vortrag mit dem Titel „Transgender Wars – Why Became Biological Facts a Controversy?“ im Rahmen eines Seminars an der Leuphana-Universität in Lüneburg zu halten. Der Vortrag wurde für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht, weil mein Thema von

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Der Staat Israel ist nicht das Problem. Er ist die Antwort auf das Problem.

Israelflagge in der Nähe der Klagemauer/Jerusalem; Foto: Peter Ansmann
Israelflagge in der Nähe der Klagemauer/Jerusalem; Foto: Peter Ansmann


Es gibt eine Sache, die kaum jemand laut ausspricht, aber jeder in der Region versteht: Was die umliegenden Staaten, die Islamisten, die „Widerstandsbewegungen“ und ihre westlichen Fans wirklich fertigmacht, ist nicht das, was Israel angeblich tut. Es ist, was Israel nicht mehr ist. Von unserem Gastautor Christopher-Ariel Merkel.

Jahrhundertelang waren Juden überall eine geduldete Minderheit auf Abruf. Wir durften leben, solange die Mehrheit Lust hatte, uns leben zu lassen. Wenn sie keine Lust mehr hatte, kamen Pogrom, Vertreibung, Enteignung, Mord. In

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„Der deutschen Gesellschaft ist der Antisemitismus in doppelter Hinsicht gleichgültig“

Slogan „Free Palestine from German Guilt“ bei einer antisemitischen Demonstration am Berliner Kottbusser Tor (2023) Foto: Montecruz Lizenz: CC BY-SA 3.0


Überlegungen zum Antisemitismus als Mobilsierungsfaktor. Von unserem Gastautor Jonas Dörge.

Wenn jemand mit einer Person, die jüdisch ist und ihre Furcht vor dem deutschen Rechtsextremismus ausdrückt, nicht einverstanden ist und ihr antwortet „packen Sie schon mal Ihre Koffer“ oder „ich wünsche schon mal eine gute Reise …“[1] spricht aus diesem die Weltanschauungen des Antisemiten. Der Spruch, man solle doch gehen, trifft vor allem Juden aus dem linken oder linksliberalen

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