Displays und Screens sind Schlachtfelder im Propagandakrieg

Medien in Gaza. Symboldild. KI-generiert mit ChatGPT/DALL·E.


Displays und Screens sind Schlachtfelder im Propagandakrieg. Ikonische und emotionale Bilder siegen. Faktenübermittlung in Textform bleibt in der Defensive. Von unserem Gastautor Michael Miersch.

Als Jugendlicher lief ich in Frankfurt 1974 einem Transparent hinterher, das an der Spitze einer Demonstration hochgehalten wurde. Ein begabter Genosse hatte darauf in monumentaler Dimension zwei Fotografien nachgemalt: das Bild der nackten, ausgemergelten

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Über den Drang, von einem Genozid in Gaza zu reden

Grabstein von Raphael Lemkin Foto: Adam Jones Lizenz: CC BY 2.0


Inzwischen ist sie zum Thema von Talkshows und Pro- und Contra Artikeln geworden: Die Diskussion um einen „Genozid“ in Gaza. Von unserem Gastautor Thomas von der Osten-Sacken.

Im Juni lud die Evangelische Erwachsenenbildung Thüringen (EEBT) zu einem Streitgespräch, das ursprünglich so angekündigt war: »Das gibt es nur einmal! Der Chefredakteur der Jüdischen Allgemeinen diskutiert mit Hamad Abdul Samad über den Genozid (in Gaza).« An anderer Stelle wurde von den Veranstaltern eine wirklich »spannende Veranstaltung zum Nahost-Konflikt« versprochen.

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Europa sollte Israel und die Ukraine mehr unterstützen – viel mehr

Zivilsten bereiten sich 202 in Kyjiw auf den Kampf gegen den russische Armee vor Foto: Yan Boechat/VOA Lizenz: Gemeinfrei


Israel und die Ukraine kämpfen in Kriegen, die Europa noch vor sich hat. Tatsächlich hat Europa solch einen Krieg auch schon hinter sich – nur ist der Zweite Weltkrieg schon lange her – und haben die Amerikaner hier entscheidend unterstützt. Mein Eindruck ist, dass Europäer dazu neigen, die Augen vor der Realität zu verschließen. Oder die Realität gar nicht richtig erfassen. Von unserem Gastutor von Arne Kruse. 

Diese Ignoranz sorgt dafür, dass Europäer nicht verstehen, mit wem und was Israel es zu tun hat und wem und was die Ukraine es zu tun hat. Das wiederum führt zu überzogener Israel-Kritik. Es führt

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Ozzy… fukkin‘ hell…

Ozzy Osbourne live mit Black Sabbath Foto: John Lill Lizenz: CC BY 3.0

„No more Tears!“ – Phönix aus der Flasche. Ozzy, der König ist tot. Es lebe der König. Ulf Kubanke mit einer ebenso persönlichen wie verstândigen Einordnung des Black Sabbath Sängers. Von unserem Gastautor Ulf Kubanke.

Hamburg den 22. Juli 2025.
Nun sitze ich da heute Nacht, Tränen laufen mir über das Gesicht. Es kommt mir so surreal vor, was gerade geschehen ist. Und doch ist es real, bar süren Ebene.
Der „motherfukkin‘ Prince of Darkness“ hat die Lichtung am Ende seines Pfades erreicht.
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„In Gaza ist Antisemitismus Staatsräson“

Ruhrkessel 1945: Britische Panzer transportieren Fallschirmjäger der 17th US Airborne Division Foto: No 5 Army Film & Photographic Unit, Norris (Sgt) Lizenz: Gemeinfrei

Was aus der Gerüchteküche Gazas stammt, kann man getrost mit der Goebbelschen Propaganda vergleichen, die die sicher mitleidslosen aber völlig gerechtfertigten kriegerischen Handlungen der sowjetischen Armee und der westalliierten Luftstreitkräfte als Terror und Massenmord bezeichnete und den Alliierten einen Vernichtungsfeldzug gegen Deutschland vorwarf. Von unserem Gastautor Jonas Dörge.  

Hat die sowjetische Armee die Bevölkerung Berlins vor der Kapitulation mit Nahrungsmitteln geliefert? Nein! Wurde der Hunger der Zivilbevölkerung in Berlin als Mittel von der sowjetischen Armee gegen die Wehrmacht eingesetzt? Nein!

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„Nonbinarität ist denkbar einfach zu deklarieren“

Maja Mem

 

Der Fall Simeon/Maja T. bewegt derzeit viele in linksprogressiven Kreisen, auch auf vielen CSD-Paraden laufen Blocks mit, aus denen es „Free Maja“ heißt. Von unserem Gastautor Till Randolf Amelung.

Sogar bis in die Bundespolitik hinein engagieren sich Politiker.  T. befindet sich seit Sommer 2024 in der ungarischen Hauptstadt Budapest in Untersuchungshaft. Zuletzt wollte T. mit einem Hungerstreik eine Rücküberstellung nach Deutschland erzwingen, dieser wurde nach mehr als

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Sieben Räume der Weisheit 

Ulf Kubank Foto: Zizino Kubanke


Von unserem Gastautor Ulf Kubanke.

„The world is fucked, and so am I

Maybe it’s the other way round, I can’t seem to decide.“ 

Therapy? 1994

 

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Grün, sauber, falsch – das China-Bild der Deutschen

Kernkraftwerk Haiyang Foto: WPTO Lizenz: CC BY-SA 4.0


China baut Plug-in-Hybride, Kohlekraftwerke und Kernreaktoren – und dominiert trotzdem den Markt für Solarpanels und Windräder.
Während Deutschland auf reine Lehren setzt und an Technologieverboten bastelt, kombiniert China pragmatisch, was funktioniert. Ein Text über Mobilitätsmythen, mediale Wunschbilder – und die Realität eines Landes, das wirtschaftlich denkt, nicht ideologisch. Von unserem Gastautor Carsten Seifert.

In deutschen Medien ist China ein Zukunftsversprechen: Hightech, Tempo, Transformation. Wenn es um Energie und Mobilität geht, gilt das Land als elektrifizierter Vorreiter in eine emissionsfreie Zukunft. Deutsche Politiker träumen davon, China in puncto Elektromobilität

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„Viele glauben, dass der Klimawandel das alles bestimmende Umweltproblem ist“


Zustand nach einer Brandrodung südlich von Santa Fé, Panama Foto: DirkvdM Lizenz: CC BY-SA 3.0

Der Evolutionsbiologe Matthais Glaubrecht befasst sich in seinem jüngsten Buch mit zwei globalen Krisen: dem Klimawandel und dem Artenschwund. Dabei widerlegt er den verbreiteten Glauben, die Klimaerwärmung sei Hauptursache des Aussterbens von Tier- und Pflanzenarten. Natur- und Artenschutz müssten unabhängig von der Klimafrage mehr politisches Gewicht bekommen. Von unseren Gastautoren Ellen Daniel und Michael Miersch.

Frage: Herr Glaubrecht, wie viele Tier- und Pflanzenarten gibt es auf der Welt?

Matthias Glaubrecht: Das weiß niemand. Fundierte Hochrechnungen haben ergeben, dass es zwischen acht und neun Millionen sein könnten. Wissenschaftlich erfasst und beschrieben sind bisher weniger als zwei Millionen. Unter den Unbekannten sind höchst wahrscheinlich nur noch wenige Säugetiere, Vögel und andere größere Wirbeltiere. Das Heer der unbeschriebenen Arten bilden die Insekten.

Warum weiß man so wenig über das Leben auf der Erde?

Dass wir so wenig über die Vielfalt der Natur wissen, hat mehrere Gründe. Winzige Lebewesen nach Arten zu unterscheiden, ist schwierig. Bevor man das Genom lesen konnte, war es noch viel schwieriger. Große

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