Hier rollt der Ball – und der Einkaufswagen

Stadion an der Hafenstraße in Essen Foto: Jöran Steinsiek


Eine grenzüberschreitende Betrachtung zwischen Ruhrpott-Romantik und Schweizer Sachlichkeit. Von unserem Gastautor Jöran Steinsiek.

Als Kind des Ruhrgebiets hat man gelernt, dass Stadien irgendwie immer gebaut werden. Und zwar aus Prinzip. Rechnet sich das? Ach, Watt! In Essen hat man einst mit großen Worten und Thomas Strunz versucht, Bundesliga-Fußball aus dem Hut zu zaubern. Geblieben ist davon nicht viel – außer einem Stadion, das mit Steuergeldern gebaut wurde, der Stadt gehört und sich bis heute wirtschaftlich nicht trägt.

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„Ich hatte von Anfang an ein schlechtes Gefühl“ – Wie der unerfüllte Kinderwunsch mein Leben zerstörte

Bild: KI/Sora

Es sollte der Beginn von etwas Wunderschönem werden. Meine Frau und ich wünschten uns ein Kind. Nach längerer Zeit des Hoffens entschieden wir uns für eine künstliche Befruchtung. Wir vertrauten uns einem Kinderwunschzentrum an, verließen uns auf die dortige Expertise, folgten allen Anweisungen, hielten alle Termine ein. Doch dann kam alles anders. Von unserem Gastautor Till Oliver Becker.

Meine Frau verletzte sich während dieser Zeit leicht am Knie, ein kleiner Arbeitsunfall. Sie musste das Bein ruhig halten und bewegte sich an Krücken. Als sie in diesem Zustand noch einen Termin im

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Die Zivilgesellschaft und die Wissenschaft

Sucharit Bhakdi Foto: Sachwerte Vermögenswerte mit Kompetenz Lizenz: CC BY 3.0

Der „Weltgesundheitsrat“ („World Council for Health“) hat dem als Gegner der Coronaimpfung bekannt gewordenen Mikrobiologen Sucharit Bhakdi soeben „den Preis für Mut, Wahrheit, Wissenschaft und Weisheit“ verliehen, wörtlich „Best of Mankind Award For Courage, Truth, Science and Wisdom“.  Von unserem Gastautor Ludger Weß.

Impfgegner feiern die Auszeichnung, während andere zu Recht einordnen, dass dieser ominöse Rat mit dem hochtrabenden Namen ein zweifelhafter Verein ist, der sich als Alternative zur WHO sieht und „Gesundheitsfreiheit“ fördert. Er kritisiert unter anderem die Corona-Maßnahmen und Impfungen und verbreitet absurde Informationen über

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„Run for their lives ist unser Stolperstein“


Am 19. August 1943 war es nach Jahren der Angst so weit: Der 1908 geborene Jude Karl Kaufhold wurde in seiner Wohnung am Kölner Eigelstein 54 festgenommen und drei Monate lang im EL DE Haus verhört. Danach wurde er in das KZ Buchenwald verbracht, als „Mischling ersten Grades“, wie sich die Nationalsozialisten auszudrücken pflegten. Karl

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Die FDP fehlt – und das Land spürt es schon jetzt

Archiv des Liberalismus in Gummersbach Foto: Olaf Kosinsky Lizenz: CC BY-SA 3.0 de


Der Liberalismus stellt den Einzelnen in den Mittelpunkt. Er setzt darauf, dass Menschen ihr Leben selbst gestalten können und sollen, und dass der Staat, der lediglich die Verwaltung übernehmen soll und kein Potentat ist, ihnen vor allem die Freiheit dafür lässt. Er steht für Eigenverantwortung, Wettbewerb, Selbstbestimmung. Für den Mut, Vielfalt auszuhalten und Fehler zu riskieren. Er war in Deutschland immer unbequem – aber unverzichtbar.

Von unserem Gastautor Till Oliver Becker.

Heute ist die einzige dezidiert liberale Partei aus dem Bundestag verschwunden. Schon jetzt zeigt sich, was das bedeutet: Es fehlt das Korrektiv gegen den Reflex, alles staatlich

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Nachhaltig, aber nicht naiv: Europa braucht eine andere Industrie- und Klimapolitik

Jochen Ott Foto: SPD-Fraktion NRW


Man kann ein Virus killen, indem man den Patienten umbringt. Und man kann die CO2-Emissionen der Industrie auf null zwingen, indem man die Industrieproduktion auf null zwingt. Beides funktioniert todsicher und ist gleichermaßen aberwitzig. Von unserem Gastautor Jochen Ott. Jochen Ott ist Fraktionsvorsitzender der SPD im nordrhein-westfälischen Landtag.

Ersteres ist natürlich nur ein abwegiges Gedankenspiel, letzteres aber leider Realität. Durch die CO2-Zertifikate, die europäische Industrieunternehmen für ihre Emissionen kaufen

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Iran: Die Rache des Regimes II

Belutschen im Iran Foto: Mostafameraji Lizenz: CC BY-SA 4.0


Für seine krachende und demütigende militärische Niederlage gegen Israel rächt sich das iranische Regime an denen, die sich nicht wehren können. Nicht nur Oppositionelle oder solche, die im Verdacht stehen, es zu sein, sondern nun auch Mitglieder der kleinen jüdischen Gemeinde im Land und Flüchtlinge aus Afghanistan bekommen das zu spüren. Von unserem GAstautor Thomas von der Osten-Sacken.

Im Iran finden seit Tagen Verhaftungswellen statt – wie an dieser Stelle schon vor zwei Tagen berichtet. Sie richten sich vor allem gegen alle, die im Verdacht stehen, zur Opposition zu gehören. Es war schon immer ein

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Iran: Die Rache des Regimes

Berüchtigtes Gefängnis Evin Foto (2008): Ehsan Iran Lizenz: CC BY-SA 2.0


Für Menschen im Iran bedeutet der Waffenstillstand nicht nur ein Ende der Bomben. Das Regime intensiviert nun die Repression gegen reale oder vermeintliche „innere Feinde“. Von unserem Gastautor Thomas von der Osten-Sacken.

Noch als die israelischen Bomben auf den Iran fielen, intensivierten die dortigen Sicherheitskräfte ihren Terror gegen reale oder vermeintliche innere Feinde. Jede und jeden, die dem Regime kritisch gegenübersteht, kann nun als „Spion des Mossad“ verhaftet werden.

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Humboldt-Uni: Jetzt Tacheles!

„Tacheles jetzt“: Humboldt-Uni Berlin | Foto Kjell Richard

„Solidarity does not need your antisemitism“ — das ist der Slogan der Hochschulgruppe „Tacheles“, die sich vor gut einem Jahr an der Berliner Humboldt-Universität gegründet hat. Sie wehrt sich gegen eine aggressive, auch intellektuelle Verwüstung der universitären Landschaft. Von unserem Gastautor Kjell Richard

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Demokratiedebatte spaltet die EU-Politik

EU Parlament Foto: Diliff Lizenz: CC BY-SA 3.0


Ein verdecktes Netz der Einflussnahme auf das Parlament erschüttert die Europäische Union: EU-Generaldirektionen bezahlten NGOs, um politischen Druck auf Abgeordnete auszuüben. Während die einen diese Praxis als normales zivilgesellschaftliches Engagement verteidigen, sehen Kritiker darin „staatlich orchestrierten Lobbyismus“ – einen systematischen Verstoß gegen die Gewaltenteilung, der demokratische Prinzipien untergräbt. Das EU-Parlament reagiert mit einer neuen Kontrollgruppe. Von unserem Gastautor Ludger Weß.

Anfang Juni 2025 berichtete Die WELT, dass EU-Beamte über verdeckte Förderverträge politische Kampagnen unterstützt hätten, die zum Ziel hatten, Interessen einzelner Generaldirektionen in der Legislative und der Öffentlichkeit durchzusetzen. Seither gibt es seitens zahlreicher NGOs sowie linker und grüner Abgeordneter große Aufregung und widersprüchliche Aussagen: Das sei alles nicht neu, die Vorwürfe seien Teil einer gezielten Kampagne gegen zivilgesellschaftliches Engagement und außerdem seien die Verträge nicht geheim, sondern lediglich nicht öffentlich.

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