
Die Unstatistik des Monats August ist eine Analyse der Fachzeitschrift „Lancet“ von 83 Studien mit insgesamt etwa 600.000 Menschen über die Auswirkung von Alkohol. Ein Ergebnis dieser Studie wurde in den Medien, unter anderem im Deutschlandfunk und bei stern.de, besonders hervorgehoben: Ein einziger „Drink“ pro Tag erhöht das Risiko, eines von 23 alkohol-bezogenen Gesundheitsproblemen zu bekommen, um 0,5 Prozent. Ein Drink sind 10 Gramm Alkohol, also etwa ein Viertelliter Bier oder ein Achtel Wein. In den Medien wurde davon gesprochen, dass der Satz „Ein Gläschen in Ehren kann niemand verwehren“ nun endgültig widerlegt sei und man jetzt über absolute Abstinenz und höhere Besteuerung reden müsse.







Am 18. August will Ruhrtriennale-Intendantin Stefanie Carp eine Diskussion zum Thema „Free Speech/Freiheit der Kunst“ veranstalten. Eine klassische Diskursverschiebung, denn bei der Debatte um die der antiisraelischen Boykottbewegung nahestehenden Band Young Fathers ging es nicht um „Free Speech“ sondern offenen Antisemitismus und Israelhass in staatlich finanzierten Räumen. Nicht Meinungsfreiheit, sondern Antisemitismus war und ist das Thema und Stefanie Carp will davon ablenken. Gleich zwei Gruppen werden am Abend des 18. August versuchen, dies zu verhindern: Israelsolidarische Linke und Juden und Jüdinnen aus einem eher bürgerlichen Spektrum wollen an dem Tag gegen Antisemitismus demonstrieren. Wo? Das ist