Alice Weidel kündigt Rückforderungen an die Ukraine an. Standbild aus der besprochenen Interviewpassage bei 20:23 Minuten (Screenshot: AUF1/YouTube).
Die Ukraine wurde 2022 von Russland überfallen, bombardiert und teilweise besetzt – und verteidigt sich seit diesen Zeitpunkt gegen den Angreifer.
Alice Weidel hat sich überlegt, was man für dieses Land noch tun könnte und hatte schließlich eine Idee: einfach mal der Ukraine eine Rechnung schicken.
Wer in Hamburg übt, bei einem Stromausfall handlungsfähig zu bleiben, bekommt Ärger mit der Berliner LAG Palästinasolidarität der SED-Nachfolgepartei Die Linke. Die Arbeitsgemeinschaft der Linkspartei veröffentlicht einen Aufruf mit, der selbst diese Vorsorge zur Kriegspropaganda erklärt.
Sevim Dagdelen träumt vom NATO-Austritt Deutschlands (Foto: Roland W. Waniek)
Sevim Dağdelen will Deutschland aus der NATO führen und an die BRICS heranrücken. In einem neuen Interview erklärt die BSW-Politikerin ihre Vorstellung von Neutralität. Wer am westlichen Bündnis festhält, landet bei ihr gleich im Lager der Weltkriegstreiber.
Der Bodensee – Uferpromenade in Friedrichshafen (Foto: Peter Ansmann)
Am 19. September 2026 soll in Konstanz eine „Internationale Friedenskette“ entstehen. Die Werbung klingt nach Verständigung und Gemeinschaft. Auf der Teilnehmerseite stehen Querdenken und eine Druschba-Gruppe. Der offizielle Telegram-Kanal verbreitet kla.tv und einen Aufruf, die Unterstützung der Ukraine einzustellen.
Genoss:innen rollen Elif Eralp den roten Teppich ein. (KI-generierte Karikatur: Ruhrbarone / OpenAI; Eralp-Vorlage: Ferran Cornellà / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0; Evers-Vorlage: Tobias Koch / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0; Karikatur: CC BY-SA 4.0.)
Elif Eralp (Die Linke) will ins Rote Rathaus. Doch aus Teilen der eigenen Partei und ihres politischen Umfelds kommt Widerstand: gegen ihre Distanzierung vom Rapper Dahabflex und gegen eine neue Koalition mit SPD und Grünen.
Cansın Köktürk hat einen neuen Klassenfeind entdeckt: die Geschäftsordnung des deutschen Bundestags. Auf Instagram erklärt die Linken-Abgeordnete, sie lasse sich von „kapitalistischen Geldstrafenandrohungen“ nicht einschüchtern. Andere bekommen einen Ordnungsruf. Bei Köktürk beginnt die Revolution.
Christian Schaft, Vorsitzender der Linksfraktion im Thüringer Landtag, räumt ein, dass seine Partei ein Antisemitismusproblem hat. „Palästina-Gliederungen“ der Partei Die Linke werfen ihm dafür vor, die eigenen Genossen zu verraten.
Der neue Angriff auf den Thüringer Fraktionsvorsitzenden der Linkspartei zeigt, wie wenig die Partei bei ihren angeblichen Selbstverständlichkeiten zusammenfindet.
Iron-Dome-Abfangrakete beim Start, Mai 2021 (Foto: IDF Spokesperson’s Unit, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons. Für das Querformat seitlich mit KI erweitert.)
Michel Friedman bei „Fridays for Israel“ an der Freien Universität Berlin am 10. November 2023. (Foto: Dr. Frank Gaeth, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons)
Michel Friedman hat die Nazis erlebt, die nach 1945 weiter deutsche Amtsstuben und Bildungsinstitutionen bevölkerten. Von ihren heutigen Nachahmern („billige Imitate“, wobei er „die Höckes“ erwähnt) lässt er sich nicht einschüchtern.
Ich hatte für den Abend des 10. September 2026 eigentlich etwas komplett anderes vor. Dann wurde mir der Beitrag eines Facebook-Freundes mit einem Hinweis auf das Gespräch in den Newsfeed gespült. Ich wollte mal „kurz reinsehen“. Daraus wurde nichts! Ich habe mir das komplette Gespräch angeschaut, etwas über eine Stunde lang, und schreibe jetzt diesen Beitrag, statt – wie geplant – etwas an meinem Fahrrad zu reparieren. Der jüdische Publizist und frühere CDU-Politiker (von 1994 bis 1995 war er Mitglied des CDU-Bundesovrstands) Michel Friedman hat meine Abendplanung etwas durcheinandergebracht:
Im SPIEGEL-Spitzengespräch nimmt Friedman die AfD und den zunehmend sorglosen Umgang mit ihr auseinander. Er erklärt, warum ihn die heutigen Rechtsextremisten persönlich nicht einschüchtern, er sie politisch aber für hochgefährlich hält. Auch Angela Merkel und Friedrich Merz bekommen ihren Teil ab.
Nur taugen deren Fehler für Friedman eben nicht als Entschuldigung, ausgerechnet den Gegnern der Demokratie die Schlüssel zur Macht auszuhändigen.
Gemeinsam. Gegeneinander. (KI-generierte Karikatur: Ruhrbarone / OpenAI; Eralp-Vorlage: Ferran Cornellà / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0; Karikatur ebenfalls CC BY-SA 4.0.)
Elif Eralp will ins Rote Rathaus. Die Neuköllner Linksjugend will eine Absage ans Mitregieren. Ein Bundestagsabgeordneter liefert den Zusammenhaltsspruch. Und die passende Gegenlektüre zum Jugendaufruf stammt aus der eigenen Fraktionsführung. Die Berliner Linke bietet ihren Wählern dieselbe Partei für entgegengesetzte Vorhaben.
Im Wahlkampf müssen Parteien erklären, was sie mit den Stimmen ihrer Wähler anfangen wollen. Die Linke Berlin führt vor, wie man diese Frage gleichzeitig in zwei Richtungen beantwortet. Eralp bewirbt sich um das Amt der Regierenden Bürgermeisterin. Die Linksjugend [’solid] Neukölln fordert Kandidierende in ihrem Aufruf vom 6. September 2026 dagegen auf, Regierungsbeteiligungen abzulehnen und Parlament sowie Wahlen für den Klassenkampf zu nutzen.
Das ist ein Aufruf der Jugendgruppe, kein Beschluss des Landesverbands. Politisch macht es die Sache trotzdem reizvoll: Die einen sammeln Stimmen für den Einzug ins Rathaus, die anderen Argumente gegen den Einzug.