Dass der Bonner Filmemacher Aljoscha Pause hervorragende Sport-Dokus macht, das dürfte den allermeisten Stammlesern dieses Blog inzwischen ja längst bekannt sein. Egal ob ‚Tom meets Zizou, ‚Being Mario Götze‘ oder auch die Amazon-Serie ‚Inside Borussia Dortmund‘, alle kamen hervorragend an und sorgten in Fachkreisen für viel Begeisterung.
Nicht fehlen darf in dieser Aufreihung der preisgekrönte Film ‚Trainer‘ aus dem Jahre 2013, in dem Pause eine Saison lang intensiv die drei jungen Profi-Trainer Frank Schmidt, André Schubert und Stephan Schmidt begleitet.
Auch die Sportwelt steht aktuell Kopf. In Zeiten des Corona-Virus sind nahezu alle laufenden und in Kürze geplanten Veranstaltungen inzwischen abgesagt, oder verschoben worden. Das hat große Konsequenzen für alle Beteiligten.
Der Sport entpuppt sich in Zeiten wie diesen jedoch bei näherer Betrachtung rasch als eine vergleichsweise leicht entbehrliche Unterhaltungsindustrie. Zumindest in seiner Spitze.
So gesehen ist es dann auch nur vernünftig und eigentlich sogar irgendwie selbstverständlich, dass besonders gutverdienende Profifußballer auf signifikante Teile ihrer vergleichsweise üppigen Gehälter verzichten, wie auch wir gestern aus Bochum und Dortmund vermeldet haben. Die Profis der Bundesliga und der 2. Liga helfen dadurch ihren Vereinen und deren ‚einfachen‘ Angestellten durch diese schwierige Zeit.
#FridaysforFuture macht dann mal Pause. Foto: Robin Patzwaldt
Es ist schon extrem, wie sehr sich die Nachrichtenlage in den vergangenen Tagen verändert hat. Es scheint in den Köpfen der Leute nur noch um das Thema Corona-Virus zu gehen. So berechtigt diese Sorgen natürlich sind, die Entwicklung hat auch Folgen für Themen, an denen in diesen Tagen niemand mehr so richtig Interesse zu haben scheint, die bis vor Kurzem aber noch zum Aufreger taugten.
Ein kurzer Blick in den Himmel reicht, um festzustellen, dass dort urplötzlich kaum noch Flugzeuge zu sehen sind. Die Straßen sind viel leerer. Von Staus ist im eigentlich verkehrsgeplagten NRW aktuell auch nicht mehr viel zu sehen.
Alles Dinge, auf die die Umweltbewegung lange hinwirkte, dabei aber aus ihrer Sicht keine nennenswerten Erfolge verbuchen konnte, weil die Leute ihnen in ihrem Alltag nicht in ausreichend großer Zahl zu folgen bereit waren. Plötzlich ist alles anders. Die Immissionen sinken. Aus ganz anderen Gründen. Es herrschen Ausgangsbeschränkungen. Die Natur freut sich. Die Wirtschaft leidet.
Weniger erfreut sein über diese völlige Verschiebung der Prioritäten in diesem Lande dürften auch die Kritiker des Kraftwerks Datteln 4 sein
Blick in einen OP-Saal im Jahre 1910. Quelle: Wikipedia, Lizenz: Gemeinfrei
Mitarbeiter in Krankenhäusern und Pflegeheimen sind in diesen Tagen ganz besonders gefordert. Ihre über Jahre hinweg häufig unterschätzte und unterbezahlte Arbeit bekommt in Zeiten der Corona-Krise eine ganz andere Bedeutung in den Augen von Millionen.
Ruhrbarone-Autor Robin Patzwaldt hat mit Daniel, einem mittelalten Krankenpfleger aus Hamburg, am Freitag, den 20. März 2020, ein kurzes Interview über die aktuelle Lage vor Ort geführt. Darin gewährt Daniel, der in dieser Phase der Pandemie Tag für Tag seine eigene Gesundheit zum Wohle der Mitmenschen riskiert, einige interessante Einblicke in den Alltag eines Mitarbeiters im Gesundheitswesen
Bis kurz vor Beginn der sich aufbauenden Corona-Krise in diesem Lande haben wir auch hier im Blog noch leidenschaftlich über das Thema ‚Ultras‘ im Fußball diskutiert. Die Unterbrechung des Ligabetriebs, von der noch immer niemand weiß wie lange sie am Ende dauern wird, hat dieser Debatte dann ein vorläufiges und recht abruptes Ende bereitet.
Doch das muss nicht so bleiben, denn ab heute läuft der italienische Film „Ultras -Über das Ergebnis hinaus“ von Francesco Lettieri beim Streaming-Dienst Netflix.
In diesen Zeiten, wo ohnehin jeder daheim bleiben sollte um die Ausbreitung des Virus auszubremsen, kann er sicherlich eine willkommene Abwechslung für Sportfreunde sein.
Und vielleicht lohnt es sich ja dann in den kommenden Tagen das Thema auch hier im Blog noch einmal neu aufzugreifen und zu diskutieren. Daher möchte ich euch hier an dieser Stelle kurz auf den Film hinweisen, den auch ich mir am kommenden Wochenende sicherlich einmal ansehen werde.
Ein Blick auf das öffentliche Leben in der Region zeigt, dass sich leider immer noch überraschend viele Zeitgenossen nicht an die Empfehlungen halten, sich, wenn immer es ihnen möglich ist, doch bitteschön nicht in die Öffentlichkeit zu begeben und schon gar nicht in Gruppen irgendwelche völlig unnötigen gemeinsamen Freizeit-Aktivitäten mehr zu unternehmen.
Selbst in der Ruhrgebiets-Provinz sieht man leider noch immer regelmäßig (überwiegend sehr junge) Leute, die schlicht nicht zu begreifen scheinen, wie ernst die Lage in diesem Lande aktuell ist.
Es scheint daher nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis tatsächlich eine deutschlandweite Ausgangssperre angeordnet wird. Doch ob die nun wirklich viel verändern würde, daran kann man durchaus zweifeln.
Die sich gerade aufbauende Krise betrifft uns alle. Insbesondere Künstler und Kreative leiden aber unter den wegbrechenden Aufträgen und Veranstaltungen. Die Ruhrbarone haben deshalb Kontakt zu einem alten Freund des Hauses aufgenommen, der dieses Schicksal teilt.
Wie stellt sich die Lage bei Sebel aktuell dar? Wie sehr ist der in Recklinghausen lebende Musikprofi von der Corona-Krise betroffen? Ruhrbarone-Autor Robin Patzwaldt hat ihn gefragt und sehr direkte und offene Antworten bekommen
Es ist ein runder Geburtstag, der selbst in diesen schwierigen Zeiten sicherlich deutlich mehr Aufmerksamkeit verdient hätte. Die Tatsache, dass der FC Bayern München in den vergangenen Tagen seinen 120. Geburtstag feiern konnte, beim Heimspiel gegen den FC Augsburg zuletzt sogar ein entsprechendes Sondertrikot trug, wäre unter anderen Umständen sicherlich ein deutlich größeres Thema in der Sportwelt gewesen. Durch die Ultra-, gefolgt von den Geisterspiel-Debatten, ging dieser sporthistorischer Fakt bisher jedoch weitestgehend unter. Und aktuell kennt die Öffentlichkeit mit der Corona-Pandemie ja offenkundig ohnehin nur noch ein alle Schlagzeilen beherrschendes Thema. Dem gilt es hier und heute einmal wieder etwas entgegenzusetzen.
Es besteht für alle Fußballinteressierten trotz all den dramatischen Entwicklungen in der Welt da draußen nämlich die schöne Gelegenheit sich der reichen Historie von Deutschlands erfolgreichstem Fußballklub zumindest in Buchform ausführlich zu widmen. Unser heutiger Ruhrbarone-Buchtipp: „Danke für 120 Jahre voller Leidenschaft.“
Immer schön fröhlich bleiben. Foto: Robin Patzwaldt
Ich oute mich jetzt hier mal als jemand, den einige von unseren Lesern sicherlich als ‚Hamsterer‘ ansehen würden. Mit solchen und ähnlichen Vorwürfen sehe ich mich nämlich in meinem privaten Umfeld schon seit einigen Wochen konfrontiert, wenn auch bisher noch stets spaßig gemeint. In Anbetracht der öffentlichen Debatten, die vielfach in eine aus meiner Sicht schlicht falsche Richtung laufen, möchte ich mich hier aber einmal kurz erklären.
Ich habe in den vergangenen Jahren immer schon eine recht gut gefüllte Vorratskammer in meiner Wohnung gehabt. Schon lange vor der Corona-Krise. Von Produkten des regelmäßigen Bedarfs habe ich stets ein paar Packungen an Reserve vorgehalten. Nicht aus Angst vor irgendetwas, sondern aus reinen Kostengründen.
Seit Jahren schon prüfe ich regelmäßig die Prospekte der Supermärkte auf Sonderangebote. Dinge, die für mich interessant sind, die kaufe ich dann und stelle sie mir in den Vorrat. Da lässt sich einiges an Geld sparen, ohne dass mich das groß Mühe kosten würde.
Ich gehe als Freiberufler, der seine Zeit im Regelfall gut einteilen kann, ohnehin fast an jedem Vormittag in die Stadt und wechsle dabei die angesteuerten Ziele werktäglich ab. Man will ja Abwechslung in seinem Alltag haben. 😉
Und für jemanden, der mit Sicherheit weit weniger Geld verdient als der Durchschnittsbürger, hatte das den angenehmen Nebeneffekt, dass ich deutlich mehr aus meinem Geld machen konnte als ich es geschafft hätte, wenn ich keine Rücksicht auf Sonderangebote genommen hätte. Das macht sich nun doppelt bezahlt.
Na, wisst ihr noch nicht was ihr euch heute Abend anschauen sollt? Dann hätte ich da einen kleinen Tipp für euch: Beim Pay-TV-Sender National Geographic geht ab sofort die Serie „Unser Kosmos: Die Reise geht weiter“ mit 13 neuen Folgen in eine zweite Staffel.
Die Neuauflage der bekannten 1980er-Jahre-Serie „Unser Kosmos“ von Carl Sagan, die auch für Laien einen Einblick in die Natur und deren Entdeckung geben will, ist wirklich sehenswert. Zumindest galt das für die hervorragende erste Staffel von 2014.