Gelbe Stadtparkwege in Waltrop. Ein Fördertopf macht es möglich.
Viele Städte im Ruhrgebiet sind bekanntlich längst pleite. Darunter leidet naturgemäß die Infrastruktur. Inzwischen sind viele Stadtteile und Straßenzüge zu regelrechten Schandflecken geworden. Da klingt die Idee, dass öffentliche Fördertöpfe den darbenden Kommunen bei einen oder anderen Projekt aus der finanziellen Klemme helfen könnten zunächst ganz sinnvoll.
Das Problem ist, dass diese Idee in der Praxis zu völlig blödsinnigen Auswüchsen führt, wie auch ich an meinem Wohnort Waltrop gerade wieder einmal leidvoll miterleben muss. Nicht zum ersten, und ich fürchte, wohl auch nicht zum letzten Mal. Warum stoppt eigentlich niemand diesen Quatsch?
Ich mag die UEFA Champions League und die Europa League eigentlich nicht besonders, ziehe im Normalfall stets die Fußball-Bundesliga vor. Von August bis April verfolge ich Profifußball von Freitag bis Montag. Die Wochenmitte halte ich hingegen im Normalfall komplett fußballfrei. Man will ja auch mal Zeit für andere Dinge haben.
Die europäischen Wettbewerbe, die stets in der Wochenmitte ausgespielt werden, haben aus meiner Sicht die klar geringere Attraktivität. Während die Europa League seit Jahren ein insgesamt reichlich unattraktiver Wettbewerb geworden ist, da er, inzwischen völlig aufgebläht, dadurch sportlich weitestgehend entwertet wurde, ist mir die Champions League seit Jahren schon viel zu kommerziell und irgendwie unangenehm ‚chemisch rein‘. Die Bundesliga erscheint mir da noch immer deutlich ehrlicher und ‚einfacher‘. Deshalb ziehe ich sie vor.
Gehen beide Europapokal-Wettbewerbe im Frühjahr in die entscheidende Phase, verfolge ich sie allerdings ebenfalls intensiv mit. So auch in diesem Jahr. Man will ja schließlich mitreden können. Und was in den vergangenen Tagen dort zu erleben war, das war ein nicht mehr für möglich gehaltenes Zeichen der Hoffnung für alle Fußballromantiker.
Schön war die Zeit. Jürgen Klopp in Dortmund. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt
Jürgen Klopp ist für viele Fußballfans in diesem Lande gerade einmal wieder der große Strahlemann. Und das, obwohl er schon seit gut drei Jahren der Trainer des FC Liverpool aus der britischen Premier League ist, der Bundesliga längst den Rücken gekehrt hat.
Doch die riesige Strahlkraft des wohl charismatischsten Trainers aus Deutschland erinnert alle BVB Fans in diesen Stunden wieder bittersüß an die tollen Stunden, die sie mit diesem Übungsleiter zwischen 2008 und 2015 gemeinsam bei ihrem Klub in Dortmund verbringen durften.
Jürgen Klopp führte den LFC am Dienstag nach einer 0:3-Niederlage gegen den FC Barcelona im Hinspiel durch ein nicht für möglich gehaltenes 4:0 im Heimspiel an der Anfield Road in das Champions League-Finale 2019. Und das in einer faszinierenden Art und Weise, wie es nur wenige Trainer in den vergangenen Jahren geschafft haben.
Dass Marco Reus den BVB am Wochenende zum Auswärtsspiel in Bremen begleitet hat ehrte ihn. Löblich, wenn der gesperrte Teamkapitän seine Zeit auch bei der Mannschaft verbringt, wenn er selber gar nicht spielen darf. So etwas hat man in der Vergangenheit bei anderen Gelegenheiten auch schon ganz anders erlebt.
Dass er sich während des Spiels an der Weser direkt neben die Bank der Dortmunder setzte, das wirkte dann schon alleine optisch deutlich ungewöhnlicher. Wie sich inzwischen herausstellte, durfte er das auch gar nicht. Ein Innenraumaufenthalt war ihm nicht gestattet. Eine Geldstrafe erschien die logische Folge. Der DFB ermittelt auch schon in der Sache.
Denn nach Watzkes Aussagen vom heutigen Tage wusste der BVB schon vor dem Spiel in Bremen, dass Reus dieses Verhalten so nicht gestattet war. Eine bewusste Missachtung der Regularien? Das ist spätestens dann kein Kavaliersdelikt mehr!
Kerem Demirbay im Jahre 2015 als Düsseldorfer. Quelle: Wikipedia, Foto: Fuguito, Lizenz: CC BY-SA 3.0
Fußballprofi Kerem Demirbay steht laut übereinstimmenden Medienberichten in der Bundesliga unmittelbar vor einem Wechsel von 1899 Hoffenheim zum Konkurrenten Bayer 04 Leverkusen. Der Werksklub nutzt dem Vernehmen nach eine Ausstiegsklausel im Vertrag des Mittelfeldspielers. Die Ablösesumme soll bei gut 30 Mio. Euro liegen. Der (ehemalige) deutsche Nationalspieler wird am Rhein offenkundig einen gut dotierten Fünfjahresvertrag erhalten.
Soweit eigentlich kein großer Aufreger. Bei Leuten mit einem halbwegs funktionierendem Langzeitgedächtnis, da löst der Name Demirbay allerdings einiges an Stirnrunzeln aus. Da war doch mal was? Richtig!
Als Demirbay vor rund vier Jahren noch in Diensten der Fortuna aus Düsseldorf stand, da war er in einen mehr als unschönen Eklat verwickelt.
Trainer in der Bundesliga zu sein war schon immer ein ziemlich kurzlebiger Job. Gefühlt haben die Ansprüche an die Übungsleiter zuletzt aber noch einmal deutlich zugenommen. Kaum ein Klub, bei dem der Coach wirklich fest im Sattel zu sitzen scheint. Die halbe Liga wird aktuell mit Trainerwechseln in Verbindung gebracht. Ganz verrückt wird es aber dann, wenn sogar die beiden besten Teams der Liga über ihre Trainer diskutieren, so wie in diesen Tagen.
Trotz der Erfüllung aller Saisonziele werden die Namen Niko Kovac und Lucien Favre öffentlich zur Diskussion gestellt. Sowohl im Umfeld von Bayern München als auch bei Borussia Dortmund wird offenkundig ernsthaft überlegt, ob die beiden wirklich die Richtigen für eine sportlich erfolgreiche Zukunft sind. Schon irre!
Der BVB hat eine weitere Reifeprüfung am Samstagabend nicht bestanden. Das 2:2-Unentschieden nach 2:0-Führung beim SV Werder Bremen war nicht die erste Begegnung, in der die Borussia die für eine Deutsche Meisterschaft erforderliche Reife in den entscheidenden Momenten augenfällig vermissen ließ.
Mit jetzt vier Punkten Vorsprung und der deutlich besseren Tordifferenz dürfte dem FC Bayern München der Titel 2019 in der Bundesliga endgültig nicht mehr zu nehmen sein. Bei noch zwei verbleibenden Saisonspielen und fünf Punkten Vorsprung auf den Tabellendritten RB Leipzig wird der BVB die Saison höchstwahrscheinlich auf Tabellenplatz zwei abschließen. Die Champions League Qualifikation, das vor Saisonstart erklärte Saisonziel, hat der Revierklub längst sicher.
Und das ist, so groß die Enttäuschung über die jüngsten Ergebnisse im Lager der BVB-Fans auch sein mag, ein Erfolg. Nach einer turbulenten Spielzeit unter den Trainern Peter Bosz und Peter Stöger, die der Klub gerade noch auf Platz vier beendet hatte, sind die Fortschritte des Teams in den vergangenen Monaten signifikant.
Die sogenannten ‚Ultras‘ sind eine relativ kleine, nichtsdestotrotz aber sehr lautstarke Gruppe innerhalb der Millionen von Fußballfans in diesem Lande. Allerdings werden insbesondere ihre Wünsche und Bedürfnisse immer häufiger öffentlich groß thematisiert und diskutiert, wenn auch am Ende nur selten vollumfänglich berücksichtigt.
Einen neuen Höhepunkt dieser merkwürdigen Entwicklung kann man derzeit bei Dynamo Dresden in der 2. Fußball-Bundesliga beobachten. Dort möchte Torwart Markus Schubert nach eigenen Bekunden baldmöglichst von Dresden zu einem Erstligisten wechseln und wird seitdem vom eigenen Anhang beschimpft und sogar bedroht.
Das Ganze führt bei Dynamo inzwischen so weit, dass der Verein jetzt offenbar tatsächlich beschlossen hat Schubert beim Heimspiel am heutigen Freitag gegen den FC St. Pauli freiwillig nicht einzusetzen. Man fürchtet schlicht, der Druck auf ihn könnte zu groß sein, die Schmähungen des eigenen Anhangs seine Leistung und damit den Teamerfolg gefährden.
Das mag sportlich grundsätzlich nachvollziehbar sein, ist aber ein weiteres trauriges Beispiel für die traurige Entwicklung rund um die Ultras.
Heute wollen wir hier einmal kurz ein Ziel im Münsterland vorstellen, das von Dortmund aus in rund 30-40 Autominuten zu erreichen ist: Die Burg Vischering in Lüdinghausen.
Fußball ist gelegentlich so herrlich inkonsequent. Da wurde doch vor wenigen Wochen der ehemalige Schalke-Profi Christoph Metzelder, aktuell noch bis zum Saisonende als Sky-Experte unter Vertrag, als möglicher zukünftiger Sportdirektor beim FC Schalke 04 gehandelt und ein vielbeachteter Fan-Protest wurde durch einige Extremisten auf der Gelsenkirchener Nordkurve initiiert, weil Metzelder auch eine Dortmunder Vergangenheit hat, sich früher aus Sicht einiger Königsblauer zu häufig öffentlich sichtbar zum großen Rivalen, dem BVB, bekannt hat.
In diesen Tagen, wo die Trainerkandidaten für die Nachfolge des zum Saisonende scheidenden Huub Stevens medial diskutiert werden, da gilt neben dem aktuellen Gladbach-Coach Dieter Hecking ausgerechnet der 47-jährige David Wagner als einer der Top-Kandidaten für den Job bei den Königsblauen.
Schon ein kurzer Blick in das Ruhrbarone-Fotoarchiv zeigt, dass hier jetzt auch in Sachen Wagner eigentlich ein vergleichbar emotionaler Konflikt drohen müsste. Doch gelten in Sachen Trainerkandidaten offenbar plötzlich aus irgendwelchen Gründen andere Regeln als für Sportdirektoren. Denn zu hören ist hier aktuell nichts von Widerständen gegen den Kandidaten, der früher über Jahre hinweg die zweite Mannschaft des Nachbarn trainiert hatte, dort ebenfalls stets große Leidenschaft für den schwarz-gelben Erzrivalen zeigte.
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