Ausgerechnet Leipzig!

Pierre-Emerick Aubameyang - Sein Treffer machte die Leipziger zum Tabellenführer. Foto: Robin Patzwaldt
Pierre-Emerick Aubameyang – Sein Treffer machte die Leipziger zum Tabellenführer. Foto: Robin Patzwaldt

Solche Tage sind selten. Zum ersten Mal seit über vier Jahren konnte der BVB gestern den FC Bayern München mal wieder in einem Bundesliga-Heimspiel bezwingen. Das hart umkämpfte 1:0 war am Ende glücklich, aber sicher nicht unverdient.

Damit konnte der Vizemeister den Rückstand in der Tabelle auf den Rekordmeister auf nun drei Zähler verkürzen. Im Falle einer Niederlage wäre er bereits auf neun Punkte angewachsen. Eminent wichtig also im Sinne der Spannung in der Liga, und auch im Eigeninteresse des BVB, will man die Hinrunde doch möglichst auf einem Rang beenden, welcher für die Champions League-Qualifikation im nächsten Jahr ausreichen würde.

Hätte man das Spiel gestern verloren, der Absturz in das Mittelfeld hätte den Dortmundern gedroht. Dank dem frühen Treffer von Pierre-Emerick Aubameyang kam es dann aber doch anders. Die Tabellenspitze ist nun recht eng zusammengerückt.

Angeführt wird die Liga aber, und das ist in den Augen vieler Fußballfreunde, gerade auch der Traditionalisten, eben dann doch ein erheblicher Makel, ausgerechnet vom künstlich und mit Macht emporgewirtschafteten ‚Brause-Club‘ RB Leipzig.

Sportlich sicher eine anerkennenswerte Leistung von Trainer Ralph Hasenhüttl und seinem Team, jedoch mit den Maßstäben eines normalen Aufsteigers nicht zu messen. Und auch, trotz der jüngsten ‚Hype‘-Versuche in einigen Medien, noch immer ohne die ganz große Begeisterung bei den Fußballfans im Lande. Zumindest außerhalb Leipzigs.

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Dortmund: Echte Liebe – Das spektakuläre Comeback des BVB

dsc07973-453x600Auch für Freunde und Anhänger des BVB gibt es aktuell einmal wieder eine sehr spannende Neuerscheinung auf dem heimischen Buchmarkt, welche mir kürzlich eher zufällig in die Hände fiel. Sascha und Frank Fligge, der eine aktuell Mediendirektor des Clubs, der andere Journalist und Autor, werfen in ihrem aktuellen Buch ‚Echte Liebe – Das spektakuläre Comeback des BVB‘ einen Blick auf die letzten Jahre der Clubgeschichte der Schwarzgelben, schildern darin die Entwicklung von der Fast-Insolvenz Mitte des letzten Jahrzehnts bis hin zur sportlich und finanziell deutlich erfolgreicheren Gegenwart. Und das Alles auf rund 250 Seiten.

Das Buch aus dem ‚Econ‘-Verlag beginnt also mit einem Rückblick in die inzwischen von vielen Schwarzgelben sehr kritisch gesehene Niebaum/Meier-Ära und beschreibt dabei zunächst auch recht anschaulich den Weg in die Beinahe-Pleite des Vereins, sowie dann eben auch die beeindruckende Wiederbelebung unter den neuen Verantwortlichen Rauball, Watzke, Zorc, Klopp und Co.

Das ist einerseits für alle BVB-Interessierte so natürlich ein sehr spannendes Vorhaben, lohnt in jedem Fall auch einen ausführlichen Blick, andererseits bleibt das frisch vorgelegte Buch dabei aber leider auch ein Stück weit ein unerfülltes Versprechen, ist es vielleicht dann doch ein Stück weit zu sehr aus Fan- bzw. Schwarzgelber-Sicht geschrieben worden.

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„Blutiger Boden, die Tatorte des NSU“

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Auf dem Buchmarkt gibt es seit einigen Tagen eine spannende Neuerscheinung, die ich hier eigentlich schon seit Wochen dringend mal kurz vorstellen wollte, bisher aber leider noch nicht dazu gekommen bin. Dies soll sich hiermit nun ganz dringend ändern. Denn das Thema ‚NSU‘ ist bei den Ruhrbaronen ja schon seit Monaten sehr präsent und vieldiskutiert.

„Blutiger Boden, die Tatorte des NSU“, ein aktueller Bildband von Regina Schmeken setzt nämlich, passender Weise, genau hier an.

Sie hat die „Orte, die auf den ersten Blick keinerlei Spuren der Gewalt aufweisen und doch den Terror in sich tragen“ besucht und in Fotos dokumentiert.

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Roger Schmidt droht abermals Ungemach – Und das auch völlig zu Recht!

Bayer 04-Trainer Roger Schmidt. Quelle: Wikipedia, Foto: Fuguito, Lizenz: CC BY-SA 3.0
Bayer 04-Trainer Roger Schmidt. Quelle: Wikipedia, Foto: Fuguito, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Die Bayern dominieren Borussia Mönchengladbach im Spitzenspiel des Samstags deutlicher als es das Ergebnis von 2:0 aussagt, der BVB lässt beim 3:3 in Ingolstadt weitere Zähler unnötig liegen, doch das beherrschende Thema des Bundesliga-Wochenendes in Fußballdeutschland ist mal wieder Roger Schmidt, der Coach von Bayer 04 Leverkusen.

Der Cheftrainer der Werkself hatte seine Emotionen an der Seitenlinie nämlich beim bitteren 0:3 im Heimspiel der Rheinländer gegen 1899 Hoffenheim erneut nicht wirklich ausreichend unter Kontrolle und wurde nach einer heftigen Schimpftirade gegen  Gäste-Trainer Julian Nagelsmann von Schiedsrichter Bastian Dankert und seinem Team vorzeitig auf die Tribüne geschickt.

Das alleine wäre ja schon ‚unschön‘ genug, doch ist Schmidt nicht nur Wiederholungstäter, er zeigt sich nach dem Vorfall auch abermals ziemlich uneinsichtig. Nun dürfte ihn somit wohl eine empfindliche Sperre erwarten, wenn es auch für dieses Verhalten so noch keinen wirklichen Präzedenzfall  gibt. Doch alles andere als eine mehrwöchige Innenraumsperre für den Übungsleiter wäre wohl eine große Überraschung.

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Die Stadt Waltrop findet, diese Aschehaufen auf dem Friedhof sind eine ‚würdige Bestattungsart‘

Aschestreufels in Waltrop am 20. Oktober 2016. Foto(s): Robin Patzwaldt
Das Aschestreufeld auf dem Friedhof in Waltrop am 20. Oktober 2016. Foto(s): Robin Patzwaldt

Bei manchen Themen dauert es offenbar etwas länger, bis sie mal von einer breiteren Öffentlichkeit diskutiert werden. So auch im Falle der bereits vor drei Jahren von mir hier im Blog erstmals thematisierten Bestattungspraxis in Waltrop, wo man die Asche Verstorbener öffentlich für jedermann sichtbar auf Häuflein ausschüttet und den Toten somit wohl ein etwas unwürdiges, zumindest aber wohl sehr diskutables Ende bereitet.

Diese Praxis, die hier in Waltrop wie gesagt schon seit Jahren gepflegt wird, hat nun, zehn Tage nachdem ich das Thema hier im Blog am 10. Oktober noch einmal frisch aufgebracht hatte, und wenige Tage nachdem auch die Kollegen David Schraven und Martin Kaysh dies in ihrem Podcast ‚Wir und heute‘ das Thema noch einmal ganz emotional diskutiert haben, heute dann auch die Lokalpresse in Waltrop erreicht.

In einem recht ausführlichen Beitrag in der Printausgabe der Waltroper Zeitung verteidigt die Stadtverwaltung, mit CDU-Bürgermeisterin Nicole Moenikes an der Spitze, die seit Jahren so gepflegte Praxis, befindet das derzeitige Vorgehen dort kurz zusammengefast tatsächlich so als ‚eine würdige Bestattungsart‘.

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Die Eishockeyliga NHL startet heute in ihre 100. Saison!

Heute Nacht ist es wieder soweit: Die nordamerikanische Eishockeyliga NHL geht in die neue, in ihre 100. Saison. Bis kommenden Juni suchen die 30 Teams der Liga die wohl beste Eishockeymannschaft der Welt. Wer wird als nächstes den traditionsreichen ‚Stanley Cup‘ in die Höhe stemmen dürfen?

Titelverteidiger sind in diesem Jahr die Pittsburgh Penguins, rund um ihren Kapitän Sidney Crosby. Doch der Kanadier, der mit seiner Nationalmannschaft vor wenigen Wochen noch den World Cup of Hockey 2016 gegen ein überraschen stark auftretendes Team Europa in Toronto gewinnen konnte, wird der Franchise zum Saisonbeginn aufgrund einer am Montag diagnostizierten Gehirnerschütterung zunächst einmal für mehrere Wochen ausfallen. Wie sein Team das kompensieren kann, das wird in den ersten Wochen nach dem Saisonstart eine der Fragen sein,  die es nun ab heute Nacht zu klären gilt.

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Friedhof Waltrop: Ein gigantisches Katzenklo aus Leichenresten?

waltrop-09-10-16-056-600x417Nach dem Tod einmal eingeäschert und dann in alle Winde verstreut zu werden? Für viele Menschen schon zu Lebzeiten eine irgendwie tröstliche Vorstellung. Mancherorts allerdings dann gar nicht so einfach umzusetzen.

Hier in Nordrhein Westfalen geht das grundsätzlich, trotz noch immer vorhandenem Friedhofzwang. Wer die Asche seiner Lieben in der Urne daheim auf dem Kamin haben will, der darf das bei uns so jedoch nicht. In den Niederlanden z.B. geht auch das. Soweit zumindest die Theorie.

In der Praxis sieht die Welt allerdings mal wieder ganz anders aus, wie ich am gestrigen Sonntag abermals erleben durfte. Da ist von der gewünschten Würde des Todes und angestrebten Ästhetik der Beisetzung dann mancherorts offensichtlich leider nicht mehr ganz so viel zu sehen. So auch bei mir, sprichwörtlich um die (Haus-)Ecke, hier in Waltrop (Kreis Recklinghausen).

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BVB-Fanclub zieht sich enttäuscht aus dem aktiven Kampf gegen Rechts zurück

Wie groß ist der Zusammenhalt beim BVB? Foto: Robin Patzwaldt
Wie groß ist der Zusammenhalt beim BVB wirklich? Foto: Robin Patzwaldt

Der Fanclub ‚BVB Freunde Deutschland‘ sorgte vor einigen Monaten für großes öffentliches Aufsehen, als er in seinen Reihen den aktiven Kampf gegen die AFD aufnahm. Auch wir haben hier im Blog damals das Thema aufgegriffen, über den seinerzeit ungewöhnlichen Schritt berichtet.

Nun meldet man sich seitens der ‚BVB Freunde‘ abermals zu Wort. Allerdings ist die Meldung diesmal ganz deutlich und überwiegend von Frustration und großer Enttäuschung geprägt. Der Fanclub fühlt sich nämlich in seinem Engagement gesellschaftlich nicht ausreichend unterstützt, beklagt das Erstarken der rechten Szene in der Region, ohne das dem auf diversen Ebenen ausreichend Widerstand entgegengesetzt würde.

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Vom Stadion zur Arena – Eine Hommage an 22 unvergessene Plätze des deutschen Fußballs

stadion-zur-arena-titelSchon wieder einmal in einer dieser unbeliebten Länderspielpausen mit der Fußball-Bundesliga angekommen. Die günstige Gelegenheit also, die plötzlich freigewordene Zeit nun für die Lektüre eines neuen Sportbuches zu nutzen.

Daher heute hier mal wieder eine Neuerscheinung für Fußballromantiker:  „Vom Stadion zur Arena“ führt den Leser zurück in eine Zeit, die noch gar nicht so lange zurückliegt, aber inzwischen doch bereits sehr historisch wirkt.

Gemeint ist die Zeit in der der Profifußball noch in Stadien mit ihrem ureigensten Charakter gespielt wurde und nicht in recht gleichartig daherkommenden, modernen Arenen.

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4:0 – Schalke glückt gegen Mönchengladbach der dringend benötigte Befreiungsschlag

Hier fällt gerade das vielumjubelte 1:0 für Schalke. Foto: Michael Kamps
Hier fällt gerade das vielumjubelte 1:0 für Schalke. Foto: Michael Kamps

Wie sehr Fußball einerseits Kopfsache ist, aber andererseits eben auch immer wieder von Zufällen geprägt wird, das konnten die Zuschauer in der Fußballarena in Gelsenkirchen an diesem Abend miterleben. Da hielten die Gäste aus Mönchengladbach lange mehr als gut mit, merkte man den Gastgebern des FC Schalke 04 den überaus großen Druck in der Fußball-Bundesliga endlich auch die ersten Punkte sammeln zu müssen bis zur 50. Minute deutlich an, doch dann reichten den Hausherren sechs spektakuläre Minuten zu Beginn der zweiten Halbzeit um das Spiel mit drei Treffern vorzuentscheiden, den aufgestauten Frust und die Selbstzweifel binnen Sekunden vollständig zu verlieren, vor den eigenen Fans ein wahres Fußballfest zu zelebrieren.

Eric Maxim Choupo-Moting (52., per Foulelfmeter), Breel Embolo (56.) und Leon Goretzka (58.) beendeten mit Macht die Schalker Selbstzweifel an diesem ungemütlichen Oktoberabend überraschend frühzeitig und starteten so einen über halbstündigen Jubelsturm auf den Rängen in Gelsenkirchen. Am Ende stand dann ein in dieser Höhe nicht zu erwartendes 4:0 für S04.

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