
Wie in den vergangenen Jahren greift Russland nach Ansicht der Sicherheitsbehörden auch vor den Landtagswahlen im September mit Fake News in den Wahlkampf ein. Jan Claas Behrends ist Professor für osteuropäische Geschichte an der Europa-Universität Viadrina und arbeitet als Historiker am Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam. Er hält es für äußerst plausibel, dass Russland versucht, Deutschland als derzeit größten Unterstützer der Ukraine zu destabilisieren.
Sicherheitsbehörden registrieren viele Versuche, mit Fake News und Postings in den sozialen Medien auf die Landtagswahlen im Herbst oder im März Einfluss zu nehmen. Ist es sicher, dass dahinter Russland steht?
Jan Claas Behrends: Als Historiker würde ich sagen: Das folgt einem Muster, das wir kennen. Es gibt ja auf der einen Seite so ein Grundrauschen bei russischen Fake News, also Bots, Kampagnen, Medien wie RT, die tagtäglich produzieren. Aber es gibt ja auch





