Arte und WDR sollten die Dokumentation über Antisemitismus freigeben

Antisemitisches Plakat auf einer Gaza-Demonstration in Dortmund

Seit Tagen wird über die Dokumentation „Auserwählt und ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“ gestritten: Arte und der WDR (Zur Information:  Das sind  sogenannte „Fernsehsender„). Die beiden Sender sind der Ansicht, die Dokumentation sei nicht „ausgewogen“, wahrscheinlich kommen  Juden- und Israelhasser in dem Film zu schlecht weg und wollen ihn deshalb nicht ausstrahlen. Von mir aus können sie das auch lassen: Ob der Film Nachts bei Arte oder im WDR gesendet wird oder im Archiv vergammelt, ist letztendlich egal – in beiden Fällen hätte er wohl bei den beiden zwangsfinanzierten Sendern nicht allzu viele Zuschauer. Aber der WDR und Arte könnten etwas anderes machen: Da die Doku bereits bezahlt ist, könnten sie den Film einfach freigeben. Er könnte via Youtube gezeigt werden, Blogs und anderen Webseiten könnten ihn einbinden, via Facebook und Twitter würde er viral laufen. Der WDR kann dann weiterhin ganz ausgewogen vor Wahlen Nazis eine Werbeplattform bieten und Arte irgendwas machen. Die Redakteure beider Sender können dann in aller Ruhe viele Sitzungen abhalten, Kaffee trinken und besorgt oder betroffen in der Gegend herumschauen und sich Argumente ausdenken, warum man sie denn unbedingt bezahlen muss.

#nichtmituns: Muslime wollen gegen Terror protestieren

Lamya Kaddor Foto: © Raimond Spekking Lizenz: CC BY-SA 4.0

Die Religionspädagogin und Publizistin  Lamya Kaddor und Social-Media-Aktivist Tarek Mohamad  rufen gemeinsam zu einer Demonstration gegen den Terror auf. Auf Facebook kündigte Kaddor eine Demonstration am 17. Juni in Köln an:

Kaddor ist  Gründerin des Liberal-Islamischer Bundes und häufiger Gast in Talk-Shows. Nach dem Anschlägen von London schrieb sie auf Facebook:  „Hiermit bekräftige ich noch einmal als muslimische Religionspädagogin: Die islamistischen Attentäter von London, Kabul, Berlin, St. Petersburg, Nizza, Paris, Orlando, Bagdad, Kairo, in Syrien, dem Jemen etc. und die Terroristen des IS sind KEINE Muslime.“ Der Islam sein eine volatile Religion ohne Oberhaupt und werde bestimmt durch die Mehrheitsmeinung seiner Anhänger und die Meinung seiner Theologen: „Und hier ist ganz klar, dass die absolute Mehrheit den Auffassung der Terroristen deutlich widerspricht.“ Auch dem letzten Muslim, so Kaddor weiter, müsse klar werden, dass die Gewalt der islamistischen Terroristen unislamisch sei.

Spannend wird sein, wie viele Muslime  Kaddors Demonstrationsaufruf folgen und ob sich die großen Islamverbände diesem anschließen. Der Liberal-Islamische Bund verfügt nur über Gemeinden in Köln, Frankfurt, Berlin, Stuttgart und Hamburg. Eine weitere Gemeinde im Ennepe-Ruhr-Kreis ist im Aufbau.

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Abitur Foto: Lantus Lizenz: CC BY-SA 3.0


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Sylvia Löhrmann und Hannelore Kraft Foto/Lizenz: Bild
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Petitionsausschuss soll abgeschobene Schülerin aus Duisburg zurück holen

Protest in Bivsis Klassenzimmer

Vor über einer Woche wurde die Duisburger Schülerin Bivsi R. aus dem Unterricht geholt und zusammen mit ihren Eltern nach Nepal abgeschoben. Nun soll sich der Petitionsausschuss des Bundestages um den Fall kümmern. Auf Open-Petition hat eine Duisburgerin eine Petition mit dem Zeil  gestartet,  50.000 Unterschriften für die Rückkehr Bivsis und ihrer Eltern zu sammeln. Nach wenigen Tagen sind schon über 28.000 Unterschriften zusammen gekommen.

Hier geht es zur Petition:

Bivsi und ihre Eltern sollen wieder zurück nach Deutschland

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