BVB: Als Tabellenführer in die Länderspielpause

Der Matchwinner von Frankfurt. Foto: BVB
Der Matchwinner von Frankfurt: Henrikh Mkhitaryan Foto: BVB

Dank zweier Tore von Neuzugang Henrikh Mkhitaryan, beim hart umkämpften 2:1-Auswärtssieg bei Eintracht Frankfurt, geht der BVB mit zwei Punkten Vorsprung auf Bayern München in die nun anstehende Länderspielpause. Weiter geht es für die Borussen nun erst am 14. September mit dem Heimspiel gegen den Hamburger SV.

Bei aller Zufriedenheit über den ‚perfekten Start‘ mit vier Siegen in der Bundesliga, bleibt allerdings bei aller Freude über die Tabellenführung noch einiges zu tun für Jürgen Klopp und Co.. Das machte auch der Sonntag in Frankfurt noch einmal mehr als deutlich.

Wirft man generell mal einen Blick auf die bereits absolvierten Begegnungen, dann fällt nämlich auf, dass eigentlich kein Spiel wirklich vollends überzeugend war.

Bis zu einem gewissen Grad ist das natürlich dem frühen Saisonzeitpunkt geschuldet. Alles kann noch nicht laufen, das ist klar. Die Eingespieltheit fehlt aktuell noch. Damit steht die Borussia auch bei weitem nicht alleine, wie auch das Beispiel Bayern München zeigt, die am Dienstag durch das 1:1 in Freiburg erstmals in dieser Saison zwei Punkte ließen.

Die kommenden Tage kann der BVB also weiterhin zur Detailarbeit und für die Abstimmung untereinander nutzen. Ganz einfach wird das allerdings wohl auch nicht, da große Teile des Kaders eben auf Länderspielreisen sind. Zumindest den aktuell Angeschlagenen und Verletzten dürfte die anstehende Wettkampfpause aber mal ganz gut tun.

Was bei den Dortmundern bisher äußerst positiv auffällt, das ist zweifelsohne, dass die Borussia die knappen, umkämpften Spiele derzeit allesamt zu gewinnen scheint. In der Vorsaison war gerade das der Grund, warum der Abstand zum FC Bayern am Ende mit 25 Punkten so gigantisch groß ausfiel. Damals gingen die knappen Spiele gerne auch mal mit einen Unentschieden aus. Das läuft jetzt bisher offenkundig deutlich besser.

Drei der bisher vier Ligaspiele endeten für die Schwarzgelben mir einem Vorsprung von nur einem Tor. Das macht für die Defensivarbeit grundsätzlich Mut, schafft auch Selbstvertrauen bei den Aktiven.

Auffällig auch, dass von den drei hochkarätigen Neuzugängen bisher lediglich Henrikh Mkhitaryan einen Stammplatz inne zu haben scheint. Auch am Sonntag in Frankfurt saßen sowohl Sokratis als auch Pierre-Emerick Aubameyang zunächst einmal auf der Auswechselbank. Das hatten sich die beiden bestimmt etwas anders vorgestellt, auch wenn ihre Chance auf einen Stammelfplatz in den nächsten Wochen noch kommen wird. Trotz der aktuellen Ausfälle haben derzeit andere Spieler offenkundig aber noch die Nase vorn.

Auch Julian Schieber hat es nun zumindest wieder in den 18er-Kader geschafft. Jürgen Klopp lobte ihn zuletzt ausdrücklich auf der Pressekonferenz vor dem Frankfurt-Spiel. Schön zu sehen, dass sich Schieber nach den schweren letzten Wochen, als er häufiger gesund auf der Tribüne saß, offenkundig doch nicht ‚hängen lässt‘. Vielleicht reicht es dann ja auch demnächst wieder zu Einsätzen. Ich würde es dem Stürmer gönnen.

Ganz nebenbei: Heute endet bekanntlich auch die aktuelle Wechselperiode. Beim BVB ist dem Vernehmen nach wohl nicht mehr mit einer kurzfristigen Kaderveränderung zu rechnen. Das bedeutet dann aber auch, dass der vor einigen Wochen noch allgemein erwartete ‚Perspektivspieler‘  derzeit wohl nicht mehr verpflichtet werden wird. Frühestens im Winter darf ein solcher dann wieder zum BVB-Kader stoßen.

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