
Torsun Burkhardt, der Sänger der Electropunk-Band Egotronic hat heute auf Facebook ein Bandpause angekündigt und ließ offen, ob es mit Egotronic jemals weitergehen wird:

Torsun Burkhardt, der Sänger der Electropunk-Band Egotronic hat heute auf Facebook ein Bandpause angekündigt und ließ offen, ob es mit Egotronic jemals weitergehen wird:
Wir haben einiges produktiv zu verlernen, finden die Macherinnen des Favoriten-Festivals. Warum kaufen, wenn auch leihen geht?, fragt Dr. Najine Ameli von der Bibliothek der Dinge Bochum. Der Soziologe Aladin el-Mafaalani und der Polizeiforscher Thomas Feltes sprechen über das Vertrauen in die Polizei. Tafelforscher Stefan Selke sieht Utopiemüdigkeit in der Armutsbekämpfung. „GrünFrau“ produziert mitten in Hörde Gemüse für die regionale Versorgung.
Anne Mahlow, Margo Zālīte und Sina-Marie Schneller sind das neue Leitungsteam des Dortmunders Theaterfestivals Favoriten, das alle zwei Jahre die spannendsten Stücke der freien Szene in NRW bündelt und diesmal nach den Möglichkeiten eines produktiven Verlernens fragt.
Am 8. August stirbt der 16-jährige Mouhamed Lamine Dramé in der Dortmunder Nordstadt durch Polizeikugeln aus einer Maschinenpistole. Die Wut und Trauer in der Nachbarschaft zeigen die entkoppelten Erfahrungswelten: Wer weiß und nicht arm ist, erlebt Polizei als ansprechbar, hilfreich, oft als zugewandt. Besonders in migrantischen und nichtweißen Communities hingegen erodiert das Vertrauen.
Beamer, Einrad, Gartenschere: In der Bibliothek der Dinge Bochum stehen rund 2.000 Gegenstände zur Ausleihe bereit. Dr. Najine Ameli setzte hier ihre Forschung zur „Share Economy“, der Wirtschaft des Teilens jenseits von Schwimmbad, U-Bahn, Bücherei in die Praxis um.

Robert und Maximilian sprechen über die Netflix-Verfilmung des Cult-Comics „Sandman“, das Finale von „Better Call Saul“, den Möchtegern-Tarantino „Bullet Train“, Predator-Sequel „Prey“ und den Film „Heikos Welt“.
In den News: „Ringe der Macht“ und warum schlechtes Color Grading zum billigen Eindruck der Trailer beiträgt, Wolfgang Petersen und den Trailer zu „Wednesday Addams“.
Shoutout an Marco Risch von „Nerdkultur“, der ein sehenswertes Video zum Color Grading bei „Ringe der Macht“ gemacht hat.
Bereits seit dem 10.6. und noch bis zum 16.09.2022 läuft die Schau im Rautenstrauch-Joest Museum – Kulturen der Welt in Köln. Mit ihr begibt sich der syrische Kurator und Archäologe Jabbar Abdullah auf die Spuren des kulturellen Gedächtnisses Syriens. Er zeigt historische, syrische Artefakte aus deutschen Sammlungen, die jetzt teilweise erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden. Sie stehen im Dialog mit zeitgenössischen Positionen sowie syrischer Alltags- und Erinnerungskultur und beleuchten die kulturelle Vergangenheit Syriens, seine jüngste Geschichte insbesondere in Zentren wie Raqqa, Aleppo und Damaskus. „Syrien – Gegen das Vergessen“ zeigt den Besuchern den Nahen Osten aus außereuropäischer Perspektive und öffnet Syrern einen Raum, sich ihrer ersten Heimat zu erinnern und diese Erinnerung zu teilen.
Deichkind, Freitag, 2. September, Seaside Beach, Essen

Am 17. Februar 2021 ist der Dortmunder Musiker & Journalist Dirk ‘Duffy’ Siepe im Alter von 53 Jahren leider viel zu früh verstorben. Er war mehrere Jahre Chefredakteur beim Musikmagazin VISIONS; sein Ruf als Rockmusik-Multiplikator ist bis heute legendär. Zu Duffys Ehren wird am kommenden Samstag, den 3. September, ein Tribute Abend im Dortmunder subrosa veranstaltet.
An diesem Abend werden außerdem werden einige alte Vinyl-Alben aus seinem Nachlass versteigert. Die Erlöse davon werden an die Neven Subotic Stiftung sowie an die Deutsche Kinderhospiz Dienste sowie ihre angeschlossenen Dienste gespendet. Auch die fünf Euro Eintritt kommen diesen Projekten zugute.
Lucy Dacus, Mittwoch, 31. August, 20.00 Uhr, Luxor, Köln

Die aktuelle Ausgabe von Kultur & Politik, der Monatszeitung des Deutschen Kulturrats, widmet sich mit einem Schwerpunkt dem Antisemitismusskandal der Documenta 15.
Dass sich der Deutsche Kulturrat in der aktuellen Ausgabe seiner Monatszeitung Kultur & Politik mit dem Antisemitismusskandal der Documenta beschäftigt, ist ein wichtiges Zeichen. Zumal sein Geschäftsführer Olaf Zimmermann erneut in einem Leitartikel unter der Überschrift „Antisemitismus und Israelfeindlichkeit haben keinen Platz im Kulturbereich!“ klar Stellung bezieht. Auch andere Beiträge wie ein Text des israelischen Soziologen Natan Sznaider oder ein Interview mit Josef Schuster, dem Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland zeigen, dass der Kulturrat das Thema angemessen aufgreift.

Die an einen Shitstorm erinnernde aktuelle Presseschlacht um die Winnetou-Filme und den zugrunde liegenden Erzählungen von Karl May ist wahrlich nicht neu. Von unserem Gastautor Peter Krauskopf
Bereits 1889, als Karl May als Mitarbeiter des im sogenannten „Kulturkampf“ zwischen der protestantischen Bismarck-Administration des Deutschen Reiches und der katholischen Kirche gegründeten katholischen Unterhaltungszeitschrift „Deutscher Hausschatz“ mit seinen Reiseerzählungen das erste Mal Kultstatus erlangte, brachte der Hausschatz-Redakteur Heinrich Keiter in einem Editorial die Situation folgendermaßen auf den Punkt: „Heiß wogt unter unseren Lesern der Kampf um die Romane des Reiseerzählers Carl May.“ Noch heißer sollte es aber im letzten Lebensjahrzehnt Mays, etwa von 1900 bis 1912, werden. Mit dem Erscheinen seiner „Gesammelten