Russ, Dienstag, 30. August, 20.30 Uhr, Mitsubishi Electric Halle, Düsseldorf
Girlschool live in Bochum
Girlschool, Montag, 29. August, 20.00 Uhr, Matrix, Bochum
Documenta: Antisemitismus differenziert betrachten

Der Documenta-Kurator Anselm Franke wirft im Monopol-Magazin ein paar Nebelkerzen, um die wohl antisemitischste Kunstschau auf deutschem Boden seit 1945 reinzuwaschen. Von unserem Gastautor Thomas von der Osten-Sacken.
Bei der documenta fifteen ist man inzwischen ein wenig kleinlauter geworden, tritt vorsichtiger auf und gibt sich reflektiert, was alles kein Wunder ist angesichts der nicht abreißenden Skandale und ihres Missmanagements. Erst jüngst wieder fand darüber Sascha Lobo im Spiegel, der die Kunstausstellung ja schon vor Wochen treffend in »Antisemita« umgetauft hatte, sehr deutliche Worte und forderte: »Macht die documenta fifteen, die wohl antisemitischste Kunstschau auf deutschem Boden seit 1945, zu – sofort.«
Passenger live in Köln
Passenger, Sonntag, 28. August, 20.00 Uhr, Carlswerk Victoria, Köln
Wokeness beim Film: Selbstdarsteller statt Schauspieler

Immer häufiger und heftiger wird gefordert, dass Schauspieler nur das spielen dürfen, was sie auch tatsächlich sind – ob es jetzt um ihre Ethnizität oder ihre sexuelle Präferenz geht. Aspekte, die früher mal Privatsache waren. Nicht mehr. Big Brother is casting you. Von unserem Gastautor Karsten Kastelan.
In Shakespeares und Christopher Marlowes Zeiten wurden Frauenrollen ausschließlich von Männern gespielt, was sich letzten Endes als etwas antiquiert und verfehlt herausstellte. Aber auch nachdem dieser elisabethanische Ausrutscher korrigiert wurde, änderte dies nichts an der Profession. Menschen stellten jemanden oder (im Fall von Außerirdischen) etwas dar, was sie im wirklichen Leben nicht waren. Was irgendwie sinnvoll erscheint, schließlich blieben die Superhelden-Filme unserer Zeit sonst unbesetzt, weil man für Thor keinen entsprechenden Gottessohn finden kann und das Casting für Superman immer damit enden würde, dass ein Darsteller vom Wolkenkratzer plumpst.
FRONTM3N live in Bochum
FRONTM3N, Samstag, 27. August, Christuskirche, Bochum
Schauspielhaus Bochum ist Theater des Jahres

Das Schauspielhaus Bochum ist „Theater des Jahres“. Erstmals seit 40 Jahren setzten die Kritiker das Bochumer Haus in der jährlichen Umfrage des Magazins „Theater heute“ an die Spitze aller deutschen Spielhäuser. Die diesjährige Kritikerumfrage gestaltete sich schwierig: 15 der 45 befragten Kulturjournalistinnen und -journalisten enthielten sich eines Votums. Trotzdem gab ein deutliches Ergebnis: Das Schauspielhaus Bochum unter der Leitung
The Grey Lodge live in Dortmund
The Grey Lodge, Freitag, 26. August, 20.00 Uhr, Subrosa, Dortmund
Mono & Nikitaman live in Dortmund
Mono & Nikitaman, Donnerstag, 25. August, 20.00 Uhr, FZW, Dortmund
Das weite Land: Seelen undsoweiter

Barbara Frey inszeniert bei der Ruhrtriennale Arthur Schnitzlers Tragikomödie „Das weite Land“.
Wie übersättigt muss eine Gesellschaft sein, um einen Krieg als „reinigendes Gewitter“ willkommen zu heißen? In Zeitlupe scheinen die Walzer-Seligen der Fin de siècle-Bälle zu erstarren, aber unterschwellig gärt die Lebens- und Liebesgier der gnädigen Herrschaften und findet in Amouren und Affären ihren Ausdruck. Dieses Szenarium beäugte Arthur Schnitzler in Wien aus nächster Nähe und seziert in seiner 1910 uraufgeführten Tragikomödie „Das weite Land“ lebende Seelen. Er hält der Gesellschaft seiner Zeit einen Spiegel vor und gleichzeitig stellt er Sinnfragen in den Raum, die auch heute wieder ihre Berechtigung haben.