Einige Eindrücke vom Mittelalterfest bei und in Schloß Strünkede in Herne.
Der Drache ist ne Schau. Der Humor ist Fips-Asmusen-Style, und die Faun und Elfen sprechen mit Thüringer Akzent. Dafür gibt es eine breite Auswahl an Essen, Getränken, Mitbringseln und auch die Musik findet netterweise auf zwei Bühnen statt.
Ich empfehle möglichst früh morgen zu starten – dann rechnet sich das auch.
Nettes Detail – es gibt eine „Toilettenflatrate“:
Wie in einer Welt überleben, die persönlichen Erfolg einiger weniger Menschen zum gesellschaftlichen Maßstab werden lässt? Wer von der gesellschaftlichen Erfolgshysterie ausgeschlossen ist, aus welchen Gründen auch immer, kann sich seit einigen Jahren eine konsumtive Ersatzbefriedigung verschaffen: mit Trap Music. Die Drogen-Formel dieser Ausrichtung verlangt besonders tiefe Bässe, besonders brutale Bässe, und zwar Maschinengewehrsalven davon!
Mai 2017: Die Prinzregenttheater-Produktion „Die Schöne und das Biest“ hat den 1. Platz beim „nachtkritik“-Theatertreffen gewonnen – von links nach rechts: Schauspielerin Corinna Pohlmann, Schauspielerin Yvonne Forster, Theaterkritiker Stefan Keim, Theaterleiterin Romy Schmidt, Prinzregenttheater-Dramaturg Frank Weiß und Schauspieler Linus Ebner (Foto: Dirk Krogull)
Wahrheit ist: Seitdem Romy Schmidt vor zwei Jahren die Theaterleitung des Bochumer Prinzregenttheaters aus den Händen von Sibylle Broll-Pape übernommen hat, geht es hier künstlerisch aufwärts. Das kleine Theater auf dem Zechengelände in Bochum-Weitmar drohte ein wenig in Muff und Mief, Staub und Stickigkeit und somit in der überregionalen Bedeutungslosigkeit zu versinken, bis Romy Schmidt frischen Wind in das altehrwürdige Gemäuer brachte. Niemand bezweifelt den künstlerischen Anspruch ihres Teams, niemand stellt den Willen und den Mut zu Öffnung und Erneuerung in Frage. Schmidts vorzeitige Entlassung ist unverständlich. Pflicht ist: Wer sich solidarisch mit Romy Schmidt zeigen möchte, deren Vertrag vom tragenden Theaterverein nicht verlängert wurde, sollte sich unbedingt die Produktionen ihrer letzten Spielzeit, die unter dem Motto „Wahrheit und Pflicht“ steht, ansehen. Hingehen hilft! Und Theater wirkt! Das pralle Programm verspricht, die stürmischste und spannendste Saison von Romy Schmidt überhaupt zu werden.
1979 gegründet, wurde Slime zu einer der stilprägenden Bands des Punkrocks. Die Band kombiniert Punkrock mit symbolischen Parolen, um gesellschaftliche Ungerechtigkeiten sichtbar zu machen. Diesen inhaltlichen Faden führt die Band auf ihrem neuen Album „Hier und Jetzt“ (erscheint am 29. September auf dem Dortmunder Label People Like You) fort. Peter Hesse traf Sänger Dirk „Dicken“ Jora, sowie die Gitarristen Christian Mevs und Michael „Elf“ Meyer zum Gespräch. Von unserem Gastautor Peter Hesse.
Hallo Slime. In eurer Bandgeschichte hat die Aussagekraft der Song-Inhalte schon immer eine besondere Wertschätzung erhalten. Ein bekanntes Slime-Zitat ist zum Beispiel: „Ich glaube eher an die Unschuld einer Hure, als an die Gerechtigkeit der deutschen Justiz.“ Hat es schon mal Fälle gegeben, wo ihr in einem falschen Kontext zitiert worden hat?
Dirk: »Es gibt zwei oder drei Nazibands, die Songs von uns gecovert haben. Die liegen auch auf der Hand, es sind ’A.C.A.B.’, ’Linke Spießer’ und ’Yankees Raus’. Wenn wir versuchen uns dagegen zu wehren, dann stellst du sehr schnell fest: es nervt total, aber du kannst nichts machen. Siehe das Heino-Album, wo er ’Junge’ von den Ärzten nachgespielt hat. Die Ärzte sind
Olaf Kröck, der Intendant des Schauspielhauses Bochum, will, dass der Vertrag von Prinzregenttheater-Leiterin Romy Schmidt verlängert wird. Er sorgt sich um die Zukunft des Theaters.
Ruhrbarone: Romy Schmidts Vertrag wurde nicht verlängert. Sie haben sich öffentlich kritisch dazu geäußert.
Olaf Kröck: Es ist für mich als Intendant des Schauspielhauses Bochum ein Problem, eine Personalentscheidung eines anderen Theaters zu beurteilen. Das steht mir erst einmal nicht zu. Gleichermaßen: Der Begriff des Schauspielhauses als großer Bruder des Prinzregenttheaters taucht in diesem Zusammenhang ja immer wieder auf, also gibt es eine Verbindung zwischen diesen beiden Häusern. Und um im Bild zu bleiben: Wenn es der kleinen Schwester schlecht
Vom 7. September 2017 – 25. März 2018 zeigt die Stiftung Situation Kunst Fotografien von Rudolf Holtappel, Bernd und Hilla Becher, Joachim Brohm und Jitka Hanzlová sowie Filme von Marco Kugel und Richard Serra im Museum unter Tage. Die sieben genannten Künstler nähern sich dem Ruhrgebiet als Region des steten Wandels fotografisch und filmisch in verschiedenen Jahrzehnten seit den 1960er Jahren des 20. Jahrhunderts an.
Rudolf Holtappel
Durch eine Schenkung von Herta Holtappel, der Witwe von Rudolf Holtappel (1923-2013), verfügt die Stiftung Situation Kunst über ein umfangreiches Konvolut von Holtappels Ruhrgebietsfotografien. Diese bilden den Ausgangspunkt der Ausstellung und nehmen mit 110 der insgesamt 170 in der Ausstellung gezeigten Fotos dabei auch den meisten Raum ein.