October 7. Wir erinnern

Deutsch-israelische Geiseln der Hamas. Eingang der Christuskirche Bochum | thw

Der größte Massenmord an Juden seit der Shoah, er wird verleugnet, verschwiegen, vergessen. Dass sieben Bundesbürger von Hamas zu Tode gefoltert werden? Seit zwei Jahren? Kein Thema. October 7 dauert an. In Bochum hat sich ein Netzwerk geknüpft, um das Unsägliche zu erinnern. Am 7. und 8. Oktober in der Christuskirche Bochum.

1200 Israelis ermordet, 3400 verstümmelt, 251 in Foltertunneln verschwunden, Zehntausende traumatisiert. Ein Massaker, wie es vordem nur Nazi-Deutsche an Juden begangen haben. Jetzt Hamas, ein Terrorstaat, der den Krieg gegen Terror nicht lediglich ausgelöst hat, sondern es darauf anlegt. Darauf, Juden zu schlachten und die eigenen Familien zu „opfern“. Hamas, sagte jetzt der ehemalige israelische Regierungssprecher Eylon Levy im Interview mit der Jüdischen Allgemeinen, bringe „Menschenopfer“ dar. Und erntet Applaus.

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„Scheytt hat die Hamas-Terroristen als Kämpfer bezeichnet, als ob sie Freiheitskämpfer wären“

Jörg Schieb Foto: Privat


Seit Wochen wird über den Donnepp Media Award der Freunde des Grimme-Preises diskutiert. Ein Ehrenpreis wurde erst der Aktivistin Judith Scheytt verliehen, ihr dann wieder wegen glühender Israelkritik aberkannt. Preise wurden daraufhin zurückgegeben, die Organisatoren stehen unter Druck. Im Interview redet der Journalist Jörg Schieb darüber, wie es zu der Preisverleihung kam, warum Scheytt der Ehrenpreis entzogen wurde und über seine Kritik am Antisemitismus in der deutschen Kultur- und Medienszene.  

Du bist Vorsitzender des Vereins Freunde des Grimme-Preises und ihr vergebt den Donnepp Media Award, mit dem Medienjournalisten ausgezeichnet werden. In diesem Jahr hat Judith Scheytt einen Preis bekommen, den der Verein ihr wieder entzogen hat. Schaut man sich die Instagram-Seite von Judith Scheytt an – und für die dort von ihr veröffentlichte Medienkritik wurde sie ja ausgezeichnet –, fragt man sich: Wieso hat die Frau dafür einen Preis bekommen? Das ist doch reiner Aktivismus.

Jörg Schieb: Judith Scheytt hat nicht den Hauptpreis bekommen. Der ging in diesem Jahr an Annika Schneider von Übermedien, und das vollkommen zu Recht. Leider hat sie ihn zurückgegeben. Judith Scheytt hat einen Ehrenpreis bekommen, der nicht dotiert war. Wir wollten sie

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Der Ruhrpilot

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst, CDU (Foto: Roland W. Waniek)


NRW:
„Wir stehen unverrückbar an der Seite aller Jüdinnen und Juden“…Zeit
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NRW: „Easy-Tax“ in Bayern soll Vorbild für NRW werden(€)…KStA

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„Diese Demokratie wird zurzeit von drei Seiten bedroht: von Rechtsextremen, von postkolonialen Linken und von Islamisten“

Susanne Schröter Foto: Raimond Spekking Lizenz: CC BY-SA 4.0


Die Goethe-Universität wickelte das Frankfurter Forschungszentrum Globaler Islam ab. Damit gibt es in Deutschland keine kritische Forschung mehr zum Thema Islamis. Die Leiterin des Forschungszentrums,  Ethnologin Susanne Schröter, bedauert die Schließung und sieht sie im Kontext der an den deutschen Hochschulen dominanten postkolonialen Theorie.

Mit Ihrem Weggang wird das Frankfurter Forschungszentrum Globaler Islam am 1. Oktober seine Arbeit eingestellt. Sie haben das Zentrum geleitet und aufgebaut. Man hätte ja auch eine Nachfolgerin finden können.

Susanne Schröter:  Ich hatte eine Nachfolgeregelung – die war eigentlich schon vor vielen Jahren klar und auch festgeschrieben. Damals war ich Dekanin meines Fachbereichs. Ich hatte sogar Gelder eingeworben, um eine vorgezogene Nachberufung meiner Professur zu ermöglichen. So hätte sich jemand mit dem Schwerpunkt Islam und Islamismus über fünf Jahre hinweg vorbereiten und das Zentrum übernehmen können. Doch dann ließ man die

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Die verführerische Kraft des Judenhasses

"Pro-Palästina-Demo" in Düsseldorf am 27.09.2025 (Foto: Privat)
„Pro-Palästina-Demo“ in Düsseldorf am 27.09.2025 (Foto: Privat)

Der Antisemitismus ist eine der ältesten und gefährlichsten Irrlehren. Seit dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober benutzen ihn, auf Israel gewendet, vor allem Linke mit fanatischen Muslimen im gemeinsamen Kampf gegen den Westen und seine Werte. Warum? Eine Annäherung.

„Die Juden sind schuld“: Dieser Glaubenssatz durchzieht das Christentum wie den Islam seit Anbeginn und die Gesellschaften, die auf beidem aufbauten. Die Jesus-Anhänger wollten sich damit vom Judentum abgrenzen, aus dem sie stammten. Der Islam von beiden. Aus dem Antijudaismus erwuchs über die Jahrhunderte der Antisemitismus in all seinen schrecklichen Ausprägungen, bis zur Judenvernichtung durch die Nazis. Nun ist er bei Linken gelandet. Dass ihn heute auch solche verfechten, die sich als Antifaschisten verstehen, wirkt paradox. Aber es erfüllt dieselbe Funktion: sich selbst zu Vorkämpfern des einzig wahren Glaubens zu verklären – gegen die absolut Bösen und alle anderen.

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Der Ruhrpilot

Hamas Terrorist in Israel Foto: CCTV footage: No human authorship Lizenz: Gemeinfrei


NRW:
NRW erklärt Solidarität mit Opfern des Hamas-Massakers…Welt
NRW: Fraktionen fordern Bleiberecht für Jesiden…Welt
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Bochum: Gedenkkundgebung am 7. Oktober

Erinnerung an die deutschen Geiseln die von der Hamas als Geiseln gehalten werden! (Foto: Peter Ansmann)
Erinnerung an die deutschen Geiseln die von der Hamas als Geiseln gehalten werden! (Foto: Peter Ansmann)

Das Bündnis gegen Antisemitismus Bochum – Herne – Hattingen hält am 7. Oktober um 18.00 Uhr eine  Gedenkkundgebung zum 7. Oktober

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Der Ruhrpilot

Sarah Philipp und Achim Post Bild Philipp: Foto BüroPhilipp Lizenz: CC BY-SA 3.0 Bild Poss: Foto Olaf Kosinsky Lizenz: CC BY-SA 3.0 de


NRW:
Wer startet für SPD „Mission Impossible“?(€)…WAZ
NRW: So viele Drohnen-Sichtungen gab es schon in NRW(€)…WAZ
NRW: Antigrün und bürgerlich – so gewinnt man Großstädte!…Welt

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Düsseldorf: 2 Jahre, 48 Geiseln – SAY THEIR NAMES

Platz der Geiseln, Tel Aviv, 25.01.2025 (Foto: Peter Ansmann)
Platz der Geiseln, Tel Aviv, 25.01.2025 (Foto: Peter Ansmann)

In wenigen Tagen jährt sich der 7. Oktober 2023 zum zweiten Mal. Immer noch werden 48 Menschen, wie viele davon noch leben ist ungewiss, im Terrornest Gaza als Geiseln gehalten. Unter diesen 48 Geiseln sind auch deutsche Staatsbürger.

Beim 82. Run for Their Lives wird, am 5. Oktober 2025, an das Schicksal der Geiseln erinnert.

Aktuell, während dieser Beitrag entsteht, ist auf BBC zu lesen, dass die Terrorgruppe Hamas sich bereit erklärt, israelische Geiseln freizulassen. Sie fordert jedoch Änderungen am Friedensplan für den Gazastreifen.

In einer Erklärung erklärte die Gruppe, sie stimme zu, „alle israelischen Gefangenen, sowohl lebende als auch tote, gemäß der in Präsident Trumps Vorschlag enthaltenen Austauschformel freizulassen“ – sofern die entsprechenden Bedingungen für den Austausch erfüllt sind.

Die Hoffnung, dass dieser 82. Spaziergang der letzte Spaziergang ist, auf dem die Freilassung der Geiseln fordert wird, besteht.

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