Dortmund: BVB verpflichtet Alexander Isak

Foto: BVB

Der achtmalige Deutsche Meister Borussia Dortmund hat das schwedische Sturmtalent Alexander Isak (17/AIK Solna) verpflichtet und mit einem langfristigen Vertrag ausgestattet.

Weil Isak noch nicht volljährig ist, ist zur Abwicklung des Transfers allerdings noch eine gesonderte Zustimmung des Fußball-Weltverbandes FIFA erforderlich, die alle Parteien zeitnah erwarten.

„Alexander Isak ist ein hochkarätiges Sturmtalent, das zahlreiche europäische Topklubs verpflichten wollten. Wir sind sehr froh, dass er sich für Borussia Dortmund entschieden hat. Der BVB ist genauso wie der Spieler absolut überzeugt davon, dass dieser Transfer einer mit großer Perspektive ist“, betont Borussia Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc. 

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Juden im deutschen Fußball, Teil 5

Im DFB-Fußballmuseum. Foto: Robin Patzwaldt

Heute nun der nächste Teil der Serie ‚Juden im deutschen Fußball‘ unseres Gastautors Thomas Weigle:

Betrachtet man den jüdischen Fußball während der NS-Zeit, so sind es nicht nur die immer härteren Brutalitäten der Nazis, die die Sportausübung der ausgegrenzten Juden behinderten, sondern auch die Tatsache, dass Fußball fast nur dort möglich war, wo es größere jüdische Populationen gab, nicht aber oder kaum auf dem flachen Land. 

Die NS-Mehrheitsgesellschaft war nur zu einem geringen Teil aktiver Täter, selbst in der Reichspogromnacht. Aber sie duldete das verbrecherische Geschehen und wurde damit zum Komplizen von Verbrechern, die ihre Taten „als höchste Form des Humanismus“ darstellten, da sie „Menschen in erhaltenswerte Reine und nicht erhaltenswerte Reine“ aufteilten( V. Grossmann).  Den zu  „Unreinen“ erklärten jüdischen Deutschen standen nur wenige Sportstätten zur Verfügung  und man kann sich vorstellen, in welchem Zustand Fußballplätze waren, die von mehreren Vereinen genutzt werden mussten, zumal auch den auch finanziell bedrängten Juden oftmals die Mittel fehlten, die genutzten Plätze vernünftig zu restaurieren.

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Schalke 04 und Borussia Dortmund stehen Anfang 2017 jeweils vor großen Herausforderungen

Bei BVB-Trainer Thomas Tuchel ging zuletzt häufiger mal etwas ‚ins Auge‘. Foto: Robin Patzwaldt

Die Winterpause ist fast überstanden. Endlich geht es also nun auch in der Fußball-Bundesliga wieder los, wenn schon heute Abend der Aufsteiger SC Freiburg gegen die schier übermächtigen Bayern aus München antritt. Auch die beiden großen Revierclubs, Borussia Dortmund und der FC Schalke 04, steigen an diesem Wochenende wieder in das Geschehen ein. Die Schalker empfangen am morgigen Samstag den FC Ingolstadt, die Dortmunder Borussen gastieren zeitgleich in Bremen beim dortigen SV Werder.

Die sportliche Situation bei den beiden Revierclubs war allerdings zweifelsohne schon einmal deutlich rosiger.

Die Schalker kommen aus einer wahrlich ernüchternden Phase, haben aktuell erst 18 Punkte aus 16 Ligaspielen, liegen damit derzeit nur auf Rang 11 in der Liga. Die angespannte Personalsituation im Kader des Clubs hat sich auch über den Winter auch nicht wirklich entspannt.

Markus Weinzierl muss weiterhin auf viele wichtige Führungsspieler im Kader verzichten. Ob die Rückrunde die Knappen da weiter nach oben, gar noch in Richtung ‚Internationales Geschäft führen kann? Zweifel erscheinen angebracht.

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Eishockey Oberliga: Meisterrunde für die Topteams

Christoph Schubert, hier noch im NHL-Dress. Am Sonntag im Rahmen der Meisterrunde der Oberliga Nord zusammen mit seinen Crocodiles Hamburg am Herner Gysenberg zu Gast. (Foto: Robin Patzwaldt)

Die Hauptrunde in der Oberliga Nord ist am letzten Wochenende beendet worden und heute geht es direkt weiter für die drei Top-Teams aus dem Ruhrgebiet. Und das jeweils mit einem Kracher: die Moskitos aus Essen gastieren in der Wedau bei den Duisburger Füchsen und der Ligenprimus aus Herne stellt sich in Tilburg dem Duell mit dem Vorjahresmeister. Damit wären auch die beiden Topspiele des Spieltages aufgezählt, obgleich Moskitos-Coach Frank Gentges vorausschauend auf die Meisterrunde sagte, dass nun nur noch Topspiele anstünden.

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WM zukünftig mit 48 – Kein guter Tag für den Fußball!

Foto: Robin Patzwaldt

Lust sich noch kurz etwas aufzuregen heute?  Die Fußball-WM mit 48 Mannschaften kommt. Die Qualität der dort dargebotenen Spiele droht damit weiter zu sinken. Dieses wurde heute von der FIFA in Zürich so beschlossen. Trotz der hierzulande zuletzt laut und deutlich geäußerten Bedenken in Bezug auf die damit endgültig ab dem Jahre 2026 drohenden Verwässerung der sportlichen Qualität einer solchen Endrunde.

Am heutigen Dienstag hat die FIFA die WM mit zukünftig dann 48 Teilnehmerländern offiziell und endgültig verabschiedet, nicht aber, wie die zusätzlichen 16 Startplätze verteilt werden. Da dürfte nun das übliche ‚Hauen und Stechen‘ beginnen. Aber sei es drum.

Der eigentliche Knackpunkt der von FIFA-Boss Gianni Infantino bereits bei seiner Wahl zugesagten Reform ist nämlich die Ausweitung des Teilnehmerfeldes auf nun zukünftig 16 Gruppen a drei Teams für die Endrunden der Turniere. Fast egal, welche Kontinente dabei wie viele Startplätze bekommen wird. Bedeutet im Klartext also zukünftig nun 48 Teilnehmer, die zuerst in den jeweils drei Gruppenspielen die 32 Teilnehmer des Sechzehntel-Finales ausspielen. Nur die jeweiligen Gruppenletzten werden nach dieser kurzen Gruppenphase in Zukunft aus dem Wettbewerb ausscheiden.

Und, mal ganz ehrlich: Wer hierzulande will sich diese Spiele, die vor den KO-Spielen, dann eigentlich noch anschauen?

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Ich hasse Euch!

Drittligaeishockey im Ruhrgebiet ohne Polizei? Heutzutage undenkbar!

Ich bin enttäuscht. Enttäuscht von den Leuten, die meinen Sport kaputt machen. Vor einem guten Dutzend Jahren bin ich als Essener nach Iserlohn gefahren und habe nicht einen Polizisten gesehen, obwohl ich die verkackten Sauerländer abgrundtief hasste! Ich hasste sie so sehr, dass ich mit ihnen nach Augsburg fuhr, um mit den Drecksbauern Bier zu trinken und um ihnen beim Verlieren zuzuschauen. Und es war ein wunderbares Gefühl, mit 50 traurigen Trotteln zurück gen Sauerland zu fahren. Und heute?

Heute kann ich nicht mal nach Herne zum Drittligaeishockey fahren, ohne mit fünf Dutzend Bullen konfrontiert zu werden. Ich will nur Eishockey gucken und meinen Verein, diese verkackten Mücken aus diese verdammten Stadt, an denen und an der ich so hänge, siegen

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Juden im deutschen Fußball, Teil Vier

Das Berliner Olympiastadion. Foto: Robin Patzwaldt

Unser Gastautor Thomas Weigle beschäftigt sich heute in seinem Beitrag „Juden im deutschen Fußball, Teil Vier“ einmal mehr mit einem sporthistorischen Thema:

Mehrfach hatte ich bei den Ruhrbaronen bereits Gelegenheit, mich als Gastautor mit den dunklen Seiten des deutschen Fußballs zu beschäftigen.

An aller erster Stelle steht da der Umgang mit jüdischen Mitgliedern und die lange Verleugnung des positiven Einflusses jüdischer Spieler und Funktionäre/Sponsoren auf und im deutschen Fußball in der Zeit vor der nationalsozialistischen Machterschleichung 1933.

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Dortmund: Der BVB geht mit Julian Weigl in die Zukunft

Heute in Dortmund. Foto: BVB
Heute in Dortmund. Foto: BVB

Borussia Dortmund hat ein großes und bereits international umworbenes Talent langfristig gebunden: Julian Weigl verlängerte seinen ursprünglich bis 2019 laufenden Vertrag vorzeitig um zwei weitere Jahre bis zum 30. Juni 2021.

„Ich fühle mich in Dortmund sowohl sportlich als auch vom gesamten Umfeld her sehr gut aufgehoben. Es war für mich eine logische Entscheidung und keine lange Überlegung, meinen Vertrag zu verlängern“, sagte der 21 Jahre junge Mittelfeldspieler, der im Sommer 2015 vom Zweitligisten TSV 1860 München zum achtmaligen Deutschen Fußball-Meister nach Dortmund gewechselt war. 

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Die Wahl zwischen ‚Pest‘ und ‚Cholera‘?

Am Stadion in München. Foto: Robin Patzwaldt
Am Stadion in München. Foto: Robin Patzwaldt

OK, bei aller bedrückenden Tagesaktualität in Politik und Gesellschaft wird heute und morgen Abend dann auch noch einmal in der Fußball-Bundesliga gekickt. Werfen wir heute daher auch noch einmal einen kurzen Blick auf den anstehenden 16. Spieltag im Fußballoberhaus. Eigentlich ein Grund zur Freude, doch in Zeiten wie diesen, da fällt dies gleich aus mehrere Hinsicht schwer.

Nachdem Dortmund und Schalke aktuell mehr als gewünscht mit sich selber beschäftigt sind, da findet das Spitzenspiel zwischen Tabellenführer und Verfolger aktuell ohne Ruhrgebietsbeteiligung statt. Und aus eben dieser Ruhrgebietssicht könnten es auch wohl kaum weniger beliebte Teams sein, die da derzeit im Blickpunkt, im Scheinwerferlicht der Fußballnation stehen.

Branchenprimus und Tabellenführer Bayern München trifft auf den frechen Neuling, den Brauseclub RB Leipzig. Tja, was fängt man nun damit an?

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Leipzigs Timo Werner erweist sich, seinem Team und dem Fußball insgesamt einen Bärendienst

Foto: Robin Patzwaldt
Foto: Robin Patzwaldt

In dieser Woche ist das Fußball-Thema des Wochenendes wahrlich nicht schwer auszumachen. Was sich Leipzigs Timo Werner da gestern beim Abendspiel zwischen Aufsteiger RB und dem FC Schalke 04 geleistet hat, das spottet jeder Beschreibung.

Sein plumper Betrugsversuch nach gerade einmal gespielten 20 Sekunden, der den ungeliebten Neuling durch einen völlig unberechtigten Elfmeter frühzeitig in Führung gebracht hat, der erregt auch heute noch völlig zurecht die Gemüter der Fußballfreunde im ganzen Lande.

Selten sah man in den letzten Jahren wohl eine plumpere Schwalbe, und noch seltener hörte man nach dem Spielschluss unbeholfenere Ausflüchte statt einer einfachen Entschuldigung.

Werner erwies seiner Mannschaft, die das Spiel sportlich am Ende gar nicht unverdient am Ende mit 2:1 gewann, somit einen echten Bärendienst, dürfte es den Club in den Augen vieler Fans, trotz sportlich herausragender Leistungen, somit doch noch weiter in die Isolation treiben.

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