Es nervt nur noch, Pierre-Emerick Aubameyang! – Transferspekulationen beim BVB ohne Ende

Pierre-Emerick Aubameyang. Foto: Robin Patzwaldt

Wer gedacht hätte, dass die unsäglichen Transferspekulationen rund um die Personalie Pierre-Emerick Aubameyang bei Borussia Dortmund mit dem Ablauf des Sommer-Transferfensters in China nun endlich ein Ende gefunden haben, der sieht sich spätestens seit den letzten Stunden diesbezüglich schwer getäuscht.

Medienberichte legen aktuell nämlich einen bereits quasi feststehenden Transfer des Gabuners im Winter in Richtung China nahe. Der BVB dementierte zwar umgehend, dass es eine entsprechende Entscheidung gäbe. Spekuliert und berichtet wird darüber aber auch weiterhin. Natürlich, möchte man meinen. Und der Stürmer selber schweigt zur Sache. Immer noch!

Das Ganze steht in diesem Sommer inzwischen symbolisch für einen völlig aus den Fugen geratenen Transfermarkt, der, neben den zuletzt immer irrwitziger gewordenen Transfer-Entschädigungen inzwischen auch nur noch aus Spekulationen und Gerüchten zu bestehen scheint.

Längst vergessen damit auch die Zeiten, als man sich noch auf das Kicker-Sonderheft vor dem Start der Bundesligasaison freute um sich dann dort einen fundierten Überblick verschaffen zu können, welche Veränderungen die einzelnen Spielerkader der Vereine im Profifußball über den Sommer erfahren haben.

Das Geschäft ist inzwischen so aufgebläht, durch Internet und Fernsehen massiv gefördert so ganzjährig geworden, dass man auch den eigentlich traditionell weitestgehend fußballfreien Sommer inzwischen längst nicht mehr (wie früher zumindest in Sommern ohne WM und EM stets gewohnt) vorfindet.

Kaum ein Tag an dem nicht irgendwo Fußball im TV gezeigt wird, wo nicht eine prominente Transferspekulation auf die Nächste folgt. Einerseits verständlich, da das Interesse daran ja da zu sein scheint, andererseits allerdings inzwischen auch offenkundig an einer Grenze angekommen, wo selbst dem fußballbegeisterten Beobachter so langsam die Geduldsschnur reißt.

Die Protagonisten sollten aufpassen, dass die Blase, von der viele aktuell noch sehr gut zu leben scheinen, sonst nicht in Kürze dramatisch platzt!

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Bochum: Prominente Verstärkung für den VfL

Foto: VfL Bochum 1848

Der VfL Bochum 1848 hat den australischen Nationalspieler Robbie Kruse verpflichtet. Der 28-jährige Angreifer stand zuletzt in der chinesischen Super League bei Liaoning FC unter Vertrag, verfügt aber durch seine Engagements bei Fortuna Düsseldorf, dem VfB Stuttgart und Bayer 04 Leverkusen über sehr viel Deutschlanderfahrung.

VfL-Sportvorstand Christian Hochstätter ist von den Qualitäten des 53-fachen australischen Nationalspielers überzeugt: „Robbie Kruse ist ein sehr schneller Spieler, der bevorzugt über die Außenbahn kommt und somit perfekt in unser Anforderungsprofil passt. Wir haben ihn über eine längere Zeit beobachtet, zuletzt hat er sich ja beim Confed-Cup auch einer größeren Öffentlichkeit wieder präsentieren können. Durch seine Zeit in der Bundesliga kennt er die Erfordernisse in Deutschland, auch was die Spielweise in der 2. Bundesliga angeht. Er spricht deutsch, insofern dürfte die Integration kein Problem sein. Wir freuen uns, dass seine Verpflichtung sozusagen im zweiten Anlauf geklappt hat.“

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Marcel Schmelzer ‚vergisst‘ Neven Subotic – Ist er so wirklich der richtige Kapitän für den BVB?

Neven Subotic wurde von Teamkapitän Marcel Schmelzer ‚vergessen‘. Foto: Robin Patzwaldt

Dass das mit den sprichwörtlichen ‚11 Freunden‘ innerhalb einer Profifußballmannschaft natürlich im Regelfall nur eine reine Wunschvorstellung vieler Fans ist, die in der Realität so wohl kaum einmal in einer Mannschaft anzutreffen ist, das dürfte spätestens bereits jedem klar sein, der sich einmal aktiv im Amateurfußball getummelt hat.

Ist ja auch völlig logisch, dass man nicht mit jedem Mannschaftskollegen gleich gut befreundet sein kann, teilweise eben auch Neid und Missgunst in einer Gruppe von über 20 Leuten herrschen müssen. Schließlich geht es hier ja auch um viel persönlichen Ruhm, umkämpfte Einsatzzeiten und nicht zuletzt auch um sehr viel Geld.

Und auch wenn sich die Fans eines Profi-Teams natürlich nur zu gerne vorstellen, dass der eigene Club doch bitte bestmöglich als eine verschworene Einheit agieren möge, die Realität ist häufig genug dann eben doch eine völlig andere.

Zuletzt zu erleben war diese unangenehme Wahrheit auch bei der Posse rund um den Abgang von BVB-Trainer Thomas Tuchel, der trotz eines Finalsieges im DFB-Pokalfinale mit seinem Team, nur wenige Tage später entlassen wurde.

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Bochum: „Ab anne Castroper“ – die große VfL-Saisoneröffnung 2017/18

Stadion in Bochum Foto: Stefan Laurin

Der Endspurt der Saisonvorbereitung ist eingeläutet, bereits am kommenden Wochenende findet das letzte Testspiel statt, bevor am 28. Juli die Saison 2017/18 mit dem Premierenspiel zwischen dem VfL Bochum 1848 und dem FC St. Pauli startet.

Zur Generalprobe gibt´s einen Leckerbissen, nämlich die Neuauflage des Revierderbys zwischen dem VfL und Borussia Dortmund. Anstoß ist am Samstag, 22. Juli, um 18:00 Uhr im Vonovia Ruhrstadion. Der Ruhrgebietsklassiker ist beileibe nicht das einzige Highlight der Bochumer Saisoneröffnung, bildet aber quasi den Abschluss der Feierlichkeiten rund ums Stadion, die bereits am Freitag (21. Juli) beginnen.

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Dortmund: Der BVB verlängert mit Shinji Kagawa bis 2020

Archiv-Foto: BVB

Borussia Dortmund hat einen weiteren Leistungsträger langfristig gebunden. Am ersten Tag der Asienreise gab Sportdirektor Michael Zorc die vorzeitige Vertragsverlängerung mit Shinji Kagawa bekannt. Der Japaner unterzeichnete ein bis zum 30. Juni 2020 datiertes Vertragspapier.

„Wir sind sehr glücklich darüber, dass Shinji auch in den kommenden drei Jahren für uns spielen wird“, betonte Zorc in Tokio und fügte hinzu: „Shinji identifiziert sich sehr mit unserem Klub, mit der Stadt und mit unseren Fans. Und er ist als einer der erfahrenen Akteure ein außerordentlich wichtiger Anker in unserer insgesamt jungen Mannschaft.“ Für Japan absolvierte Kagawa bislang 88 A-Länderspiele (27 Tore).

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BVB: Sven Bender vor Wechsel zu Bayer 04 Leverkusen

Foto: Robin Patzwaldt

Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund muss in Zukunft aller Voraussicht nach auf Sven Bender verzichten. Der 28 Jahre alte Defensiv-Allrounder wechselt vorbehaltlich des noch zu absolvierenden Medizinchecks auf eigenen Wunsch zum Ligakonkurrenten Bayer 04 Leverkusen.

„Ich bin vor wenigen Tagen mit der persönlichen Bitte auf Aki Watzke und Michael Zorc zugegangen, nach acht Jahren beim BVB noch einmal eine neue Herausforderung annehmen zu dürfen. Es ging mir schon als kleiner Junge immer nur darum, auf dem Platz zu stehen. Auch aufgrund von Verletzungen ist es mir zuletzt leider nicht mehr gelungen, beim BVB regelmäßig zum Einsatz zu kommen. Ich bin sehr dankbar, dass Borussia Dortmund meinen Willen – trotz des unbedingten Wunsches, mich zu halten – respektiert hat. Ich empfinde das als große Wertschätzung“, sagt Bender.

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Frage nach der Zukunft von Aubameyang ist für den BVB wichtiger als eine Testspielniederlage

BVB-Trainer Peter Bosz und BVB-Pressesprecher Sascha Fligge im Gespräch. Foto: Robin Patzwaldt

Sportlich darf man die gestrige 2:3-Niederlage von Borussia Dortmund beim Viertligisten RW Essen nicht überbewerten. Auch wenn der Auftritt vor den gut 13.000 Zuschauern im Stadion Essen insgesamt doch recht peinlich ausfiel. Denn schließlich war die Auswahl von BVB-Neutrainer Peter Bosz ja erst wenige Tage überhaupt wieder im Training. Die Essener hingegen sind auf ihrem Weg zum Saisonstart aktuell bereits deutlich weiter.

Trotzdem ist es natürlich verständlich, dass nicht nur der Dortmund-Trainer selber, sondern auch einige Fans des Bundesligisten aktuell sehr enttäuscht über die Leistung an der Hafenstraße sind. In ein paar Tagen, wenn der Verein seine Asienreise antritt, dann wird das Spiel beim Reviernachbarn allerdings längst wieder vergessen sein.

Was für die Zukunft der Schwarzgelben aktuell jedoch wesentlich entscheidender sein wird, das ist die Frage nach dem Verbleib des Topstürmers Pierre-Emerick Aubameyang, der auch am Dienstag in Essen den einzigen Treffer des DFB-Pokalsiegers aus dem Spiel heraus erzielen konnte.

Sollte der Toptorjäger der vergangenen Bundesligasaison nämlich tatsächlich in diesem Sommer noch einen Abnehmer finden, dann wäre die Lücke die ein Abgang des Gabuners in der Offensive der Schwarzgelben reißen von diesen wohl so nicht zu stopfen.

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Nach Neururer und Verbeek – Der VfL Bochum geht mit Ismail Atalan neue Wege

In Bochum war das Stadion zuletzt nur selten voll. Foto: Claudia Bender

Der VfL Bochum 1848 hat seit Jahren ein ziemlich grundlegendes Problem. Zwischen den beiden großen Revierclubs aus Schalke und Dortmund wird er gefühlt doch etwas arg ‚zerquetscht‘, häufig nur (noch) ganz am Rande von den Fußballfans der Region wahrgenommen.

Das ist auch bei uns hier im Blog nicht anders. Beiträge über die Jungs von der Castroper Straße finden fast ausnahmslos deutlich weniger Leser, werden sehr viel seltener kommentiert als Beiträge über die Nachbarn des VfL.

Klar, das ist für einen Zweitligisten im Wettstreit mit Clubs die regelmäßig auf der europäischen Bühne agiert haben logischer Weise eine schier unlösbare Wettbewerbssituation. Eine Möglichkeit diesem Image als ‚graue Maus‘ zu entkommen bietet neben mehr sportlichem Erfolg hierzu natürlich auch die Wahl des handelnden Personals.

In vorderster Front ist da natürlich die Besetzung des Cheftrainerpostens eine kritische Wahl. Einen echten sportlichen Fachmann zu wählen ist immer Grundvoraussetzung für diesen Posten. Davon gibt es inzwischen unbestritten sehr viele auf dem Markt. Es besteht jedoch die zusätzliche Möglichkeit durch eine medienwirksame Persönlichkeit die Außendarstellung etwas aufzupeppen. Und genau das hat man in Bochum mit der Präsentation der Cheftrainer Peter Neururer und Gertjan Verbeek zuletzt wohl auch versucht.

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Erster Testspielauftritt des FC Schalke 04 unter Domenico Tedesco in Erkenschwick gelungen

Im Mittelpunkt des Interesses in Erkenschwick stand Schalkes neuer Coach Domenico Tedesco (rechts). Foto(s): Robin Patzwaldt

Sport der Spitzenklasse wurde den gut 5.000 Zuschauern am Samstagabend im Stimberg-Stadion zu Oer-Erkenschwick zwar erwartungsgemäß nur in Ansätzen geboten. Doch das gestrige 9:1 (3:0) des Bundesligisten FC Schalke 04 beim Westfalenligisten Spielvereinigung Erkenschwick beendete immerhin nun auch ganz offiziell die rund sechswöchige Sommerpause der Fußball-Bundesliga.

Zugleich war der entspannte Sommerkick im Kreis Recklinghausen auch der erste Auftritt von Schalkes Trainer Domenico Tedesco im Rahmen eines kompletten Spiels seiner neuen ‚Elf‘. Und seine mit Nachwuchs- und Ersatzkräften aufgepeppte Auswahl enttäuschte den Coach dabei wahrlich nicht, wie er nach dem Match erfreut bestätigen konnte.

Für einen ersten Einsatz, wo traditionell immer noch etwas ‚sand im Getriebe‘ ist, war die Leistung der ‚Knappen‘ so tatsächlich schon ganz in Ordnung.

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Wechsel nach Gladbach – Ist Matthias Ginter zu weich für ein echtes Spitzenteam?

Foto: Robin Patzwaldt

Heute Vormittag wurde dann auch offiziell, was seit Wochen schon hinter vorgehaltener Hand spekuliert wurde: Matthias Ginter verlässt den BVB und wechselt innerhalb der Bundesliga.

Neue Heimat des Nationalspielers, der dem Vernehmen nach von diversen Clubs umworben war, wird die ‚andere Borussia‘ werden, die auf Mönchengladbach. Dort wird er im Laufe des heutigen Tages wohl auch noch offiziell präsentiert werden.

Ginter, der bei seinem Wechsel aus Freiburg zum BVB im Sommer 2014 noch vom BVB als seinem Lieblingsclub sprach, wird also nun seine Zelte in Dortmund vorzeitig abbrechen. Diverse Medien berichten von rund 17 Mio. Euro Ablöse, die der BVB nun aus dem Rheinland überwiesen bekommen wird.

Und obwohl der 23-Jährige in der abgelaufenen Saison 42 Einsätze in allen Wettbewerben für den BVB bestritt, bekanntlich auch beim Endspielsieg von Berlin (2:1 gegen Frankfurt) auf dem Platz stand, fragt man sich als Beobachter der Schwarzgelben ja schon, ob das für die Dortmunder wirklich ein so großer sportlicher Verlust ist.

Erinnert sei in diesem Zusammenhang noch einmal an die in den Augen vieler viel zu inkonstanten Leistungen des Defensivspielers in seiner Zeit in Dortmund. Häufig war gerade er es, der für am Ende spielendscheidende Fehler mit verantwortlich gemacht wurde.

Hinzu kam ja auch noch seine ruhige, fast schon arg schüchtern anmutende Art. Natürlich kann man ihm diese nicht grundsätzlich vorwerfen, wenn es so nun einmal seiner Persönlichkeit entspricht. Es stellt sich aber ja schon die Frage, ob das nun ausgerechnet ein Spieler ist, für den man eine vereinsinterne Rekordablöse investieren sollte. Und genau das haben die Gladbacher nun im Falle Ginter gerade getan.

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