Nie wieder sportliche Großveranstaltungen von Weltrang in Deutschland?

Olympische Ringe. Quelle: Wikipedia; Lizenz: gemeinfrei
Olympische Ringe. Quelle: Wikipedia; Lizenz: gemeinfrei

War es das für die Pläne in diesem Lande in nächster Zeit eine sportliche Großveranstaltung von Weltrang durchführen zu können?

Mit knapper Mehrheit lehnten die Bürger in Hamburg und Kiel am gestrigen Sonntag die Pläne ab, die Olympischen Sommerspiele des Jahres 2024 nach Deutschland zu holen.

Dier Bewerbung ist damit geplatzt, noch bevor es damit so richtig ernst wurde. Nachdem auch bereits die Bewerbung von München um die Winterspiele des Jahres 2022 vor rund zwei Jahren am Widerstand der Bürger scheiterte, ist auch der nächste Anlauf in diese Richtung damit nun Geschichte.

Und es stellt sich die grundsätzliche Frage, ob es so überhaupt noch Sinn macht eine solche Sportveranstaltung nach Deutschland holen zu wollen. Vieles deutet aktuell darauf hin, dass die Fußball Weltmeisterschaft 2006 die vorerst letzte sportliche Großveranstaltung von Weltruf war, die in diesem Lande ausgerichtet werden durfte. Weitere Bewerbungen dieser Art scheinen derzeit einfach keinen Sinn mehr zu machen.

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Wladimir Klitschko sollte sich und uns einen Rückkampf gegen Tyson Fury ersparen

Die Klitschko-Brüder im Jahre 2012 mit ihren 'Gürteln'. Quelle: Wikipedia, Lizenz: gemeinfrei
Die Klitschko-Brüder im Jahre 2012 mit ihren ‚Gürteln‘. Quelle: Wikipedia, Lizenz: gemeinfrei

Ich gebe zu, auch ich habe mich gestern mal wieder von dem medialen ‚Ballihu‘ im Vorfeld des Boxkampfes Wladimir Klitschko gegen Tyson Fury anstecken lassen, und habe zum ersten Mal seit einiger Zeit dann auch das angekündigte Boxspektakel live mit verfolgt.

Immerhin rund 50.000 Zuschauer sollen es im großen Düsseldorfer Stadion letztendlich dann auch gewesen sein, die es sich sogar nicht nehmen lassen wollten dem angekündigten ‚Zirkus‘ vor Ort beizuwohnen. Im mit relativ unbekannten und/oder abgehalfterten Rock- und Popstars zusätzlich aufgehübschten Rahmenprogramm zeigte sich dann auch mal wieder, mit was für einem Eventpublikum man es hier am Ring sehr häufig zu tun hat. Der Rubel muss schließlich rollen. Mehr oder weniger wohl nur irgendwelchen Insidern bekannte B- und C-Promis ließen es sich da in Massen auch nicht nehmen sich in unmittelbarer Ringnähe medial groß und ausführlich ablichten zu lassen, wollten die große Bühne wohl auch zumindest zu einem nicht unerheblichen Teil für ihr eigenes Karriere-Wohl nutzen. Man kennt das ja.

Doch auch sportlich wurde im Vorfeld ja so einiges versprochen. Im Kampf des 39-jährigen Ukrainers gegen den erst 27-jährigen Herausforderer wäre ganz großer Sport zu erwarten. So hieß es zumindest allenthalben. Die KO-Wahrscheinlichkeit wäre an diesem Abend sehr hoch.

Was dann folgte war allerdings, wenn man mal ehrlich ist, eher ernüchternd. Ein wenig inspiriert wirkender Champ machte es seinem frech und selbstbewusst auftretenden, aber auch keinesfalls wirklich spektakulär boxenden Herausforderer überraschend einfach die Punktrichter zu beeindrucken.

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UEFA Europa League: Der entwertete Wettbewerb

Eine Kopie des Pokals steht schon im Fußballmuseum in Dortmund. Foto: Robin Patzwaldt
Eine Kopie des Pokals steht schon im Fußballmuseum in Dortmund. Foto: Robin Patzwaldt

Sowohl Borussia Dortmund als auch der FC Schalke 04 haben die KO-Phase in der diesjährigen UEFA Europa League erreicht. Das ist schön! Doch seien wir mal ganz ehrlich, auch der gestrige Spieltag war, unabhängig vom Ergebnis, kein Spaß!

Sowohl die Spiele der Dortmunder als auch die der Gelsenkirchener waren hier bisher häufig eher eine Qual als ein Vergnügen. Eigentlich sogar fast in allen bisherigen Auftritten beider Teams.

Und das soll nun das Highlight sein für welches die Vereine eine ganze Saison lang gearbeitet haben, viel Energie in die Qualifikation zu diesem Wettbewerb gesteckt haben? Kaum zu glauben!

OK, ganz so war es im Falle der beiden großen Revierclubs ja auch nicht. Der Anspruch beider Mannschaften war und ist eigentlich die Champions League. Das hat im Vorjahr bei beiden aber eben nicht geklappt.

Beim BVB war man schlussendlich überhaupt noch froh die Euro-League-Qualifikation, nach einer völlig verkorksten Bundesliga-Hinrunde 2014/15, erreicht zu haben. Aber mal so grundsätzlich gesehen ist die europäische Bühne ja ein lohnendes Ziel für viele Bundesligisten. Manche träumen über Jahrzehnte davon einmal international spielen zu dürfen.

Auch beim dritten deutschen Teilnehmer, dem FC Augsburg sollte die Teilnahme ein Highlight werden. So etwas hatte der kleine‘ FCA noch nicht geschafft! Festtage wurde erwartet. Doch auch dort herrscht aktuell eher die große Ernüchterung. Und das nicht nur weil hier sogar ein Ausscheiden bereits in der Gruppenphase droht.
Bereits im Vorfeld des gestrigen Spiel gegen Bilbao hatte der dortige Coach Weinzierl betont, dass ihm das kommende Bundesligaspiel eigentlich wichtiger sei, er deshalb die Kräfte bei der gestrigen 2:3-Niederlage gegen die Spanier etwas schonen wolle. Kräfte schonen? Beim angeblichen Highlight? Da stimmt doch etwas nicht.

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Dortmund: Die Eisadler wollen sich gegen die Kobras den Einzug in die Hauptrunde sichern

Foto: Robin Patzwaldt
Foto: Robin Patzwaldt

Nach einem spielfreien Freitag wollen die Dortmunder Eisadler am Sonntag um 19:00 Uhr in Dinslaken die Teilnahme an der Hauptrunde der 1.Liga West klarmachen. Bei noch weiteren vier ausstehenden Spielen reicht den Dortmundern dafür ein Sieg bei den Kobras.

Die Vorrunde der ersten Liga West geht so langsam in die Schlussphase. Das Ziel der Dortmunder Eisadler, unter die ersten sechs zu kommen und sich damit für die Hauptrunde zu qualifizieren, rückt von Spieltag zu Spieltag näher.

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Dortmund: Hummels und Gündogan beim BVB in der Diskussion – Stille hingegen um Neven Subotic

Neven Subotic steht beim BVB aktuell im Abseits. Foto: Robin Patzwaldt
Neven Subotic steht beim BVB aktuell im Abseits. Foto: Robin Patzwaldt

In diesen extrem schnelllebigen Zeiten im Profifußball kippt die Stimmung auch rund um die Dortmunder Borussia aktuell scheinbar mal wieder von einem Extrem ins andere. Zumindest bei Fans und Medien.

Nach sieben Pflichtspielen ohne Niederlage sahen viele im BVB schon wieder den einzig wahren ‚Bayernjäger‘, frohlockten vor dem Auftritt am Freitag in Hamburg bereits wieder mit der (über Nacht) lockenden Verkürzung des Punkteabstands auf den Ligaprimus auf zwei Zähler. Daraus wurde bekanntlich nichts. Im Gegenteil. Nachdem die Schwarzgelben in Hamburg mit 1:3 unterlagen und die Münchener ihr Spiel auf Schalke mit ebendiesem Ergebnis gewannen, beträgt der Vorsprung des Tabellenführers auf den ärgsten Verfolger schon wieder ernüchternde acht Punkt. Bitter genug.

Doch als wenn das an schlechter Stimmung im Umfeld der Dortmunder alleine noch nicht reichen würde, wurden auch zwei weitere Schlechte-Laune-Debatten rund um die Dortmunder gestartet.

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Dortmund: 5 Cent Dividende pro Aktie – Klasse, es gibt für mich ein Bier auf Kosten des BVB!

Beim BVB gibt es für die Aktionäre einmal wieder eine Dividende zu feiern. Foto: Michael Westerhoff/Colorfulcities.de
Für BVB-Aktionäre gibt es erneut eine Dividende zu feiern. Foto: Michael Westerhoff/Colorfulcities.de

Erfolgreich ist der BVB aktuell auch in wirtschaftlicher Hinsicht. Das hat uns die Vereinsführung ja auf den jüngst durchgeführten Hauptversammlungen bestätigt. Sowohl Vereins-Mitglieder als auch die Aktionäre zeigten sich entsprechend zufrieden. Die BVB-Familie genoss die frisch vorgelegten Erfolgszahlen. Als Folge dessen bekommt u.a. jeder Aktionär jetzt eine Dividende von 5 Cent pro von ihm gehaltenen Wertpapier für das vergangene Geschäftsjahr.

Das betrifft erfreulicher Weise auch mich. Rund einen Euro darf ich daher jetzt bald neu mein Eigen nennen. Klasse, das reicht dann für ein Dosenbier o.ä.. Um den Gerstensaft in der Kneipe zu genießen dürfte es leider aktuell noch nicht reichen. Da muss ich dann doch noch auf eine Dividendenerhöhung in der Zukunft hoffen.
Warum ich das hier erzähle?

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‚Die Chronik‘ von Borussia Mönchengladbach – 115 Jahre Fußballgeschichte vom Niederrhein

Foto(s) aus dem Buch mit Genehmigung des Verlages 'Die Werkstatt'.
Foto(s) aus dem Buch mit Genehmigung des Verlages ‚Die Werkstatt‘.

Im Herbst, wenn die Tage kürzer werden, ist wieder Lesezeit. Diverse interessante, neue Buchtitel fluten auf den Markt. Nicht immer einfach da den Überblick zu behalten bzw. zu kommen. Auch ich weiß da manchmal gar nicht so recht, mit welchem neuen ‚Schmöker‘ ich mich denn als nächstes intensiver beschäftigen soll. In dieser Woche fiel mir die Entscheidung allerdings relativ leicht. Schon die Optik des Buches, verpackt in einem repräsentativen Schuber mit Vereinswappen, zog mein Interesse quasi magisch an: Eine repräsentative, umfangreiche Vereinschronik von Borussia Mönchengladbach, dem Traditionsverein vom Niederrhein, kann man einfach nicht übergehen, wenn man sich für Fußballbücher interessiert. Und dieser Wälzer ist dann auch diesmal mein Buchtipp der Woche hier im Blog geworden!

Wobei ganz neu ist das Buch, streng genommen, eigentlich nicht. Es handelt sich hierbei um eine komplett überarbeitete Version der Chronik aus dem Jahre 2010. So sind es nun stolze 115 Jahre Gladbach-Geschichte auf mehr als 700 Seiten. Da hat man wahrlich etwas zu entdecken!

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Bochum: Stellungnahme des VfL zu den Vorfällen beim Schalke-Spiel

Logo_VfL_BochumDer VfL Bochum 1848 hat mit großer Betroffenheit die Vorfälle rund um das Heimspiel des FC Schalke 04 gegen den FC Bayern München zur Kenntnis genommen, bei denen auch Täter involviert gewesen sein sollen, die angeblich VfL-Anhänger sind.

Im Namen der Vorstände Wilken Engelbracht und Christian Hochstätter distanziert sich der VfL Bochum 1848 zu jeder Zeit zu jeder Form von Gewalt, die im Sport und dessen Umfeld nicht zu tolerieren ist.

Auch wenn zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar ist, ob und wie viele Personen, die angeblich VfL-Fans sein sollen, an den Vorfällen am Samstag rund um das Spiel beteiligt waren, verurteilt der VfL das Verhalten dieser so genannten Anhänger aufs Schärfste. Gerade vor dem Hintergrund der terroristischen Akte in der vergangenen Woche sind solche Vorfälle schlicht unfassbar.

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Sportpolitik: Wird die DFB-Affäre von den Terrormeldungen der letzten Tage verdrängt?

Der 'Kaiser', Franz Beckenbauer. Quelle: Wikipedia, Foto: Ralf Roletschek, Lizenz: CC BY 3.0
Der ‚Kaiser‘, Franz Beckenbauer. Quelle: Wikipedia, Foto: Ralf Roletschek, Lizenz: CC BY 3.0

Die Fußball-Bundesliga läuft aktuell wieder. Ein sportlich zudem recht spektakulärer Spieltag, der sich den Fans nach der Länderspielpause da bisher bietet. Die Eindrücke der letzten Tage, als Angst und Schrecken auch die Fußballwelt dominierten, die Aufregung rund um die Anschläge von Paris und die Spielabsage von Hannover die Themenlage in der bundesdeutschen Sportlandschaft bestimmten, wurden seit Freitag durch frische sportliche Schlagzeilen ein Stück weit zurückgedrängt. Gut so!

Doch nicht nur die Schreckensmeldungen erscheinen plötzlich wieder relativ weit weg. Auch die FIFA- und die DFB-Affären wurden etwas in den Hintergrund gedrängt. Zumindest ist es rund um die Aufklärung der unrühmlichen Geschehnisse zuletzt doch erstaunlich still geworden. Dabei hätten diese Vorgänge weitere Aufklärung nun dringend nötig, und Aufklärung ist ‚uns‘ allen in diesen Fragen ja auch versprochen worden. Ob es noch dazu kommen wird?
Die Geschehnisse der letzten Tage lassen doch deutliche Zweifel daran aufkommen, ob letztendlich jemals wird aufgeklärt werden können, unter welchen Umständen die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 genau nach Deutschland kam.

Grund dafür ist nicht nur Franz Beckenbauer, der in einem Interview mit der ‚Süddeutschen Zeitung‘ durchblicken ließ, dass er sich an den von ihm unterschriebenen Vertragsentwurf in Sachen Jack Warner nicht wirklich erinnern könne, da er alles ‚blind‘ unterschrieben habe, was man ihm in diesen Zeiten vorlegte.
Gründe an einer sachlichen und vollständigen Aufklärung zu zweifeln bietet aber auch der DFB, welcher offenkundig inzwischen in interne Querelen und Personaldiskussionen verwickelt zu werden droht, so dass die persönlichen Streitigkeiten der Protagonisten zuletzt mehr um Verfahrensfragen und Personaldebatten zu gehen schien, als um die Aufarbeitung der Vergangenheit.

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Dortmund: Eisadler gewinnen gegen Bad Nauheim

Foto: Robin Patzwaldt
Foto: Robin Patzwaldt

Am Freitagabend konnten die Eisadler Dortmund den EC Bad Nauheim zu einem Meisterschaftsspiel der 1. Liga West im heimischen Eisstadion an der Strobelallee begrüßen. Hier sahen die Zuschauer an diesem Abend ein spannendes und torreiches Spiel, in dem beide Mannschaften mit zahlreichen schönen Aktionen punkten konnten.

Von Spielbeginn an ließen es beide Mannschaften zunächst ein wenig ruhiger angehen und studierten den Gegner. Hiernach kam es auf beiden Seiten langsam zu einigen Vorstößen in das gegnerische Drittel. Nach einem schönen Zuspiel von Sebastian Licau konnte Kai Domula schließlich einen dieser Vorstöße für sich nutzen und zum 1:0-Führungstreffer einnetzen. Nach diesem Dortmunder Führungstreffer bekamen die Zuschauer im Eisstadion einige interessante Szenen beider Mannschaften zu sehen. In der 14. Spielminute konnten die Gäste aus Bad Nauheim schließlich ein doppeltes Überzahlspiel für sich nutzen und den Puck zum 1:1-Ausgleichstreffer im Tor des Dortmunder Goalies Marius Dräger platzieren. Erst knapp eine Minute vor Ende des ersten Drittels sorgte Sebastian Licau mit einem sehenswerten Treffer für die erneute Dortmunder Führung.

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