Die Dortmunder Eisadler haben das zweite Halbfinalspiel gegen die Hammer Eisbären mit 4:3 gewonnen. Nach der 4:0 Niederlage im Hinspiel reichte es damit aber nicht für den Finaleinzug gegen die Ratinger Ice Aliens. Sie haben also noch einmal alles versucht, die Spieler der Dortmunder Eisadler. Aber am Ende muss man sagen, dass die Hürde aus dem Hinspiel doch zu groß war.
Die Dortmunder agierten wie angekündigt von Beginn an kämpferisch und offensiv. Doch das erste Tor fiel auf Seiten der Gäste. Kevin Thau brachte die Eisbären in Führung. Es dauerte nun knapp fünf Minuten, ehe Malte Bergstermann den verdienten Ausgleich erzielte. Die Eisadler erspielten sich nun einige gute Chancen, doch spätestens bei Sebastian May im Tor der Gäste war Schluss. Und nicht nur das, knapp zwei Minuten vor Ende des ersten Drittels, schoss Ibrahim Weißleder die Gäste erneut in Front.
In politisch unruhigen Zeiten wie diesen ist es umso wichtiger wenn auch der Sport offen und lautstark für das eintritt, für das er ursprünglich ja ohnehin steht: Das gemeinsame, friedliche Miteinander unterschiedlicher Menschen, die sich in Wettkampf und Freizeit respektvoll und tolerant begegnen.
Da tut es dann natürlich nicht nur gut, wenn Prominente, so wie jüngst eben auch der Freiburger Trainer Christian streich, sondern eben auch Fans entschlossen für die Werte eintreten, die ihnen besonders wichtig sind, und fremdenfeindliche und radikale Gedanken klar aus ihrer Mitte verbannen, sich aktiv für die Werte einsetzen die ihnen für ein lohnendes Miteinander hier in Deutschland besonders wertvoll erscheinen.
Eine ungewöhnliche Aktion in diese Richtung hat nun auch der BVB-Fanclub ‚BVB Freunde Deutschland‘ ergriffen. Dieser droht AFD-Mitgliedern in seinen Reihen ganz offen mit Rausschmiss.
Das Berliner Olympiastadion. Foto: Robin Patzwaldt
Wenn die ersten beiden Plätze in der Fußball-Bundesliga schon seit gefühlten Ewigkeiten vorzeitig vergeben zu sein scheinen, dann rückt das Spiel des Tabellendritten gegen den Vierten schon aufgrund der reinen Papierform in den Mittelpunkt des Interesses.
Und wenn es sich dabei dann auch noch um das Freitagabend-Flutlichtspiel handelt, welches den 26. Spieltag eröffnet, und dabei ferner die Überraschungsmannschaft der bisherigen Saison, Hertha BSC, und der rumreiche FC Schalke 04 beteiligt sind, somit zum Spieltagauftakt ein echtes Traditionsduell angesetzt ist, dann ist diesem Spiel natürlich die ungeteilte Aufmerksamkeit der Fußballfreunde quasi automatisch gewiss.
Seitens der Gastgeber schraubte man die ohnehin schon hohe Erwartungshaltung an dieses Spiel im Vorfeld dann noch etwas weiter auf, in dem man in den letzten Tagen im Olympiastadion in der Hauptstadt endlich den lang erwarteten neuen Rollrasen verlegte, was den erhofften Spielfluss noch weiter verbessern helfen sollte, dem Kombinationsspiel zweier technisch ambitionierter Mannschaften natürlich zusätzlich zu Gute kommen sollte. Der Rahmen vor dem Anpfiff stimmte also gestern Abend in Berlin in jedweder Beziehung.
Schon vor der Begegnung war auch klar, dass diesem direkten Vergleich der beiden aktuell auf den Champions League-Plätzen hinter den derzeit schon reichlich weit enteilten Teams aus München und Dortmund eine besondere, eine vielleicht für den Rest der Saison wegweisende Bedeutung zukommen würde. Die Statistik machte den ‚Knappen‘ dabei zusätzlich Mut, hatten sie in den letzten zehn Jahren in der Hauptstadt doch nur einmal verloren. Und auch die bisherigen Leistungen in der Rückrunde sahen die Gelsenkirchener vor dem Spiel mit immerhin vier Punkten gegenüber dem direkten Konkurrenten im Vorteil. Alles war angerichtet für einen königsblauen Abend.
Doch es kam dann letztendlich doch einmal wieder völlig anders….
Christian Streich ist ein wahrlich bemerkenswerter Bundesliga-Trainer. Nicht zum ersten Mal hat der Freiburger Coach nun auf der üblichen Pressekonferenz vor dem Spiel seiner Mannschaft am Wochenende (beim Zweitligisten FSV Frankfurt) ganz ‚klare Kante gezeigt‘! Und zwar politisch. Bei einem Thema, wo viele seiner Kollegen den Fragen häufig nur mit belanglosen Statements ausweichen, wenn sie denn überhaupt etwas dazu sagen. Nicht so der Übungsleiter des Aufstiegskandidaten aus dem Breisgau.
Da kann man wirklich nur den Hut ziehen! Allergrößten Respekt, Herr Streich!
Ilkay Gündogan steht einmal wieder im Blickpunkt vieler Medien. Foto: Robin Patzwaldt
Es sind diese Diskussionen, die häufig viel Unruhe in den Verein bringen. Zumal, dann, wenn wichtige Pflichtspiele ins Haus stehen. So auch aktuell in Dortmund. Ilkay Gündogan zu Manchester City, Pierre-Emerick Aubameyang vor einem Wechsel zu Real Madrid? Klar, dass das kein Dortmunder gerne hört bzw. liest.
Dass diese Meldungen nun ausgerechnet aktuell einmal wieder heiß diskutiert werden, kommt wenige Stunden vor dem Achtelfinal-Hinspiel in der Europa League gegen die Tottenham Hotspur natürlich ungelegen. Zumal der Wahrheitsgehalt dieser Gerüchte derzeit unklar ist.
Nachvollziehbar auch, dass da in den BVB-Anhängern erst einmal ein kräftiges ‚Nein, bitte nicht!‘ im Kopf herumspukt.
Wer mag schon gerne wichtige Schlüsselspieler seines Lieblingsteams ins Ausland wechseln sehen, wenn es doch das Ziel ist den heimischen Club wieder an die nationale und internationale Spitze zu führen, den ohnehin schon erfolgreichen Kader noch besser zu machen, die Truppe durch gezielte Verstärkungen den erhofften nächsten Titeln im Laufe der nächsten Monate noch ein klines Stück näher kommen zu lassen?
Natürlich niemand, der es in diesem Falle tatsächlich mit dem BVB hält!
Und trotzdem hat Thomas Tuchel natürlich völlig Recht, wenn er diese Wechselgerüchte aktuell ganz gelassen wegzulächeln versucht. Es ist nicht nur ein ganz normaler Teil des ‚Business‘, wenn Spielerberater sich mit Vertretern anderer Clubs treffen, ihre Möglichkeiten dort ausloten wollen, das macht der BVB ja auch schließlich selber nicht anders.
Nein, es wäre auch ansonsten gar kein großes Drama, wenn die beiden jüngst spekulierten Wechsel so tatsächlich schon in Kürze in der Realität so ähnlich umgesetzt würden.
In Zeiten, in denen Google, Wikipedia & Co. den Alltag der Menschen bestimmen, da werden Lexika in Buchform fast schon naturgemäß immer seltener zur Hand genommen.
Eine interessante Variante die eigenen Produkte nun wieder etwas moderner zu machen, die präsentiert aktuell der Langenscheidt-Verlag mit seinem Büchlein: „Hätte, hätte, Viererkette“, eine Art Nachschlagewerk ‚Fußballerisch – Deutsch‘.
Teils wirklich lehrreich für Fußball-Laien, teils unterhaltsam für vermeintliche ‚Experten‘, witzig zudem durch die hinzugefügten Cartoons. Eine recht ungewöhnliche Mischung, welche da aktuell ihre Marktnische auf dem umkämpften Buchmarkt sucht.
Autor Bruno ‚Günna‘ Knust, vielen Menschen im Ruhrgebiet als Theatermacher, Kabarettist und früher auch als Stadionsprecher des BVB bekannt, hat sich der Aufgabe angenommen Fußballbegriffe mit einem Augenzwinkern allgemeinverständlich zu erklären.
Es ist ja erst ein paar Wochen her, dass Fußballdeutschland (und auch wir hier im Blog) über die fünf Gelbsperren diskutiert haben, welche Spieler von Darmstadt 98 ausgerechnet beim Auswärtsspiel ihres Clubs bei Bayern München vom grünen Rasen fernhielten, ihnen einen Einsatz beim anschließenden Spiel gegen einen Mitkonkurrenten um den Klassenerhalt aber wieder ermöglichten. Wurde hier absichtlich gehandelt? Ist so etwas ahndungswürdig, da unsportlich?
Nun hat den Fußball diese Diskussion bereits wieder eingeholt. Diesmal sind es zwei Spieler von Abstiegskandidat Werder Bremen, die beim nächsten Ligaspiel in München gesperrt sein werden, im darauffolgenden Kick gegen Mainz dann aber wieder dabei sein dürften. Nun ja, soweit zumindest die Theorie. Denn im aktuellen Fall ermittelt nun der DFB. Einer von beiden war so ehrlich (s)einen Plan einzuräumen. Wird ausgerechnet ehrlich nun bestraft? Sieht ganz so aus!
Die Dortmunder Eisadler haben das Halbfinalhinspiel in Hamm mit 4:0 verloren. Dabei konnte das Team von Trainer Krystian Sikorski nicht die gewohnte Leistung der vergangenen Spiele abrufen und muss nun auf das Rückspiel am Freitag hoffen.
Das war ein gebrauchter Abend für die Dortmunder Eisadler. Alles was das Team in den letzten Spielen ausgezeichnet hat, war in Hamm nicht abrufbar.
Die Dortmunder kamen zwar durch Einzelaktionen zu Chancen, aber entweder ging der Puck am Tor vorbei, oder Hamms Goalie Sebastian May kratzte den Puck von der Linie.
Jetzt gilt die volle Konzentration auf das Spiel am Freitag in Dortmund, will man das Playoff-Finale noch erreichen. Dass die Dortmunder Rückstände aufholen können, haben sie in der Vergangenheit oft genug bewiesen.
Ex-DFB-Chef Wolfgang Niersbach (Mitte). Foto: Robin Patzwaldt
Was für eine Fußballwoche! Zwei komplette Bundesligaspieltage innerhalb von wenigen Tagen, natürlich mit dem von vielen herbeigesehnten Highlight Borussia Dortmund gegen den FC Bayern München. Da fällt es schwer das Thema bzw. die Themen der Fußballwoche hier auch nur einzugrenzen.
Bei aller Attraktivität der auch gestern gespielten Begegnungen, möchte ich mich hier und heute nun jedoch lieber noch einmal ein paar Sätze über Geschehnisse im vermeintlichen Hintergrund des Tagesgeschehens in der Liga verlieren.
Da war nämlich auch eine bisher wenig beachtete, aber doch von vielen lange erwartete und heiß diskutierte Regeländerung mit dabei. Und dann gab es ja auch noch den am Freitag präsentierten ‚Freshfields‘-Report rund um die internen Ermittlungen beim DFB.
Mein ganz persönliches Fußballhighlight der vergangenen Woche ereignete sich allerdings erst gestern. Und nein, es war eben nicht das auch durchaus attraktive ‚Topspiel der Woche‘ zwischen den beiden aktuell besten Fußball-Mannschaften Deutschlands.
Denn nach jahrelangen Diskussionen haben die Regelhüter des International Football Association Board doch tatsächlich endlich eine längst schon überfällige Modifizierung der umstrittenen Dreifachbestrafung beschlossen.
Roman Bürki war heute der große Rückhalt der Dortmunder. Foto: Robin Patzwaldt
Schon erstaunlich, wie schnell ein guter Auftritt gegen den FC Bayern München, und ein wahrlich respektables 0:0, in vielen Medien offenbar in eine Enttäuschung für den BVB umgedeutet werden sollen.
Das ist natürlich Quatsch, denn bei realistischer Betrachtung ist ein Sieg der Tuchel-Elf gegen die Münchener, die die Liga noch immer souverän mit fünf Punkten anführen, heute zwar bestimmt nicht gänzlich unmöglich, aber doch nicht sehr realistisch gewesen. Auch bei den gängigen Wettanbietern waren die Süddeutschen der klare Favorit, was die Quoten betrifft.
Und für ein Team, welches erst in den Letzten Monaten, nach einer völlig enttäuschenden letzten Saison wieder so richtig in die Erfolgsspur zurückgefunden hat, ist der derzeitige zweite Tabellenplatz für die Schwarzgelben, welcher aktuell mir großem Vorsprung verteidigt wird, doch noch immer das gefühlte das Maximum, welches man sich vor der Saison überhaupt als Ziel vorgenommen hätte.
So gesehen ist es aus BVB-Sicht vielleicht schade, dass der Rekordmeister heute im Heimspiel nicht bezwungen werden konnte, aber sicherlich kein Grund um in Dortmund und Umgebung nun darüber irgendwie ernsthaft enttäuscht zu sein.