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Gelsenkirchen: Schalke-Fans handeln unlogisch – und beweisen damit ihr Feingefühl

Auf Schalke ist in Sachen Fußball ja bekanntlich sehr häufig vieles ganz speziell und eben auch völlig anders als anderswo im Lande. Fast hat man auch derzeit einmal mehr den Eindruck, die Fans reagieren irgendwie unlogisch, so nicht ganz nachvollziehbar.
Kurze Rückblende: Da wurde am Ende der letzten Saison der Europa League-Startplatz durch glückliche Heimsiege abgesichert, und die Massen tobten, vor Wut, forderten damals vehement den Rücktritt von Manager Horst Heldt und einen radikalen Umbruch im Team. Der Umbruch kam dann, allerdings eben ‚nur‘ auf der Trainerposition. Roberto Di Matteo wurde bekanntlich von Andre Breitenreiter ersetzt.
Nun, wo sich die Lage aber eigentlich wieder beruhigt zu haben schien, da steht die Diskussion um die Personalie Horst Heldt dann aber trotzdem plötzlich wieder über Tage im Mittelpunkt der Gelsenkirchener Debatten. Und so erschien dann auch das gestrige Spiel in der Europa League plötzlich völlig nebensächlich.
Ursprünglich sollte es dann auch bezüglich der Heldt-Personalie gestern auch schon endgültige Klarheit geben. Heldt und Club-Boss Clemens Tönnies wollten in einem Vieraugengespräch vor dem Heimspiel gegen Sparta Prag die Zukunft des umstrittenen Sportchefs klären. Doch zu einer Entscheidung kam es gestern dann doch noch nicht.
Es soll, Horst Held zufolge, in nächster Zeit nun erst noch ein weiteres Gespräch der beiden geben, wo dann eine endgültige Entscheidung über seine Zukunft gefällt werden soll. Am Wochenende, beim Spiel in Mönchengladbach, wird Heldt, nach eigener Aussage, also auf jeden Fall noch im Amt sein. Zukunft also weiterhin ungeklärt. Zumindest nach außen.
So blieb der gestrige Auftritt der ‚Knappen‘ auf dem grünen Rasen dann auch irgendwie nur eine Art Nebensache. Doch auch dort tat sich wahrlich Erstaunliches. Nicht nur, dass der Favorit aus Gelsenkirchen seine Heimpartie überraschenderweise gegen die Gäste aus der tschechischen Hauptstadt nicht gewinnen konnte, am Ende mit einem sportlich recht ernüchternden 2:2 zufrieden sein musste, die Fans präsentierten sich dabei diesmal in überraschender Topform.
Bernd Begemann
Bernd Begemann, Samstag, 24. Oktober, 20.00 Uhr, Subrosa, Dortmund
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Duisburg: Zebras verpflichten neuen Verteidiger

Der MSV Duisburg hat Verteidiger Nurettin Kayaoglu verpflichtet. Der gebürtige Duisburger hat bei den Zebras einen Vertrag für die Saison 2015/16 plus Option auf eine weitere Spielzeit unterzeichnet. Kayaoglu wurde von 2000 bis 2002 in der MSV-Jugend ausgebildet. 2011 feierte er sein Debüt in der türkischen Süper Lig für Kayserispor, bestritt 33 Länderspiele für die U16- bis U21-Teams der türkischen Nationalmannschaft.
„Mit seiner Verpflichtung, die wir dank eines langjährigen Sponsors vollziehen konnten, haben wir unseren Kader noch einmal erweitert – im Hinblick auf unsere Verletzungsmisere ist das enorm wichtig“, verdeutlicht Sportdirektor Ivo Grlic. „Nurettin ist ein Duisburger Junge, kennt Verein und Umfeld und ist mit seiner Entwicklung als türkischer Jugendnationalspieler ein Beleg für die hervorragende Grundlagenausbildung, die wir hier im MSV leisten. Unser Ziel muss es sein, solche Talente in Zukunft beim MSV halten zu können.“
Dortmund: Hartes Wochenende für die Eisadler

Auf die Dortmunder Eisadler warten an diesem Wochenende zwei Auswärtsspiele. Am Freitag geht es zum Spitzenspiel nach Ratingen, und am Sonntag empfängt der TuS Wiehl die Dortmunder Kufencracks.
Das Top-Spiel der Liga findet am Freitag am Ratinger Sandbach statt, wenn der Tabellenerste, die Ratinger Ice Aliens, auf den Tabellenzweiten, die Dortmunder Eisadler trifft.
Bisher werden die Ice Aliens ihrer Favoritenrolle gerecht und haben in den ersten sechs Spielen das Eis auch jeweils als Sieger verlassen. Deshalb sieht Dortmund Trainer Krystian Sikorski sein Team auch in der Rolle des Außenseiters. „Die Ratinger sind ganz klar Favorit in diesem Spiel. Das ist eine Oberligaerfahrene Mannschaft, die sich im Sommer nochmals erheblich verstärkt hat. Zumal ich heute noch nicht weiß, welche Spieler mir am Freitag zur Verfügung stehen. Im Moment fehlen beim Training fünf Spieler wegen Grippe. Trotzdem werden wir natürlich versuchen, dem Gegner das Leben so schwer wie möglich zu machen“, so der Coach.
Dortmund: Der Verzicht auf Henrikh Mkhitaryan beim BVB ist ein durchaus wichtiges Signal

Immer wieder wird versucht den Sport als etwas grundsätzlich Unpolitisches hinzustellen. Dass er das eben gar nicht ist, natürlich nicht in einer Art von ‚luftleerem Raum stattfindet, dass erleben die Fans von Borussia Dortmund heute auf sehr greifbare Art und Weise. Da reist der BVB zum Europa League-Spiel zum FK Qäbäla nach Aserbaidschan und Mittelfeldstar Henrikh Mkhitaryan bleibt aus Sorge um seine Unversehrtheit in Dortmund.
Der derzeitige territoriale Konflikt zwischen Mkhitaryans Heimatland Armenien und Aserbaidschan um die Region Bergkarabach, der in den Jahren 1992 bis 1994 sogar in einen Krieg mündete, hat den Club veranlasst auf die Dienste des Armeniers beim Gastspiel in Baku zu verzichten.
Wohl unbestritten eine durchaus sinnvolle Maßnahme. Die Dortmunder wollen den aufwändigen Betriebsausflug eben möglichst stressfrei und sicher durchführen.
Jedoch ist diese Entscheidung eben auch ein deutlich sichtbares Zeichen, dass Profi-Fußball auf dieser Welt, auch wenn es Millionen von Fans gerne anders sehen möchten, eben doch längst nicht das Wichtigste im Leben ist.
Völlig nachvollziehbar, wenn BVB-Coach Thomas Tuchel am Mittwoch äußerte: „Der Fußball sollte auch auf dem höchsten Niveau etwas Unbeschwertes haben, losgelöst von politischen Konflikten, Ängsten und Sorgen.“
Bernd Begemann
Bernd Begemann, Freitag, 23. Oktober, 20.00 Uhr, Hot Jazz Club, Münster
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‚Straßenfußball: Eine Weltreise in Bildern‘ – Ein Bildband für Fußballromantiker
Gerade auch in den letzten Wochen haben sich Fußballfans im Lande sehr mit den Auswüchsen der Kommerzialisierung des Fußballsports beschäftigen müssen. Da tut es hin und wieder einfach einmal gut sich erneut darauf zu besinnen, was dieses Spiel für viele Menschen auf der Welt wirklich wichtig und bedeutend macht: Der Spaß am Spiel, und das auch direkt vor der eigenen Haustür.
Und zurück zu diesen Ursprüngen des Sports führt uns eben auch genau das neue Buch, welches ich hier heute einmal kurz vorstellen möchte. ‚Straßenfußball: Eine Weltreise in Bildern‘ von Caio Vilela.
Auf seinen Reisen rund um die Welt hat der gebürtige Brasilianer in mehr als 100 Ländern Szenen des Straßenfußballs fotografiert. Der nun vorgelegte Bildband führt den Leser bzw. Betrachter an spektakuläre Orte auf der Welt, wo Fußball für die Menschen überall eben auch eine ungemein wichtige Rolle in ihrem Alltag spielt.