Das Ende der Dortmunder Innenstadt ist nah

Das Karstadt-Haus am Westenhellweg in Dortmund. Foto: Robin Patzwaldt

Die Entwicklung unsere Innenstädte hier im Ruhrgebiet macht mir schon länger Sorgen. Im Laufe der vergangenen Jahre habe ich mich hier an dieser Stelle deshalb auch schon häufiger damit beschäftigt und zu Diskussionen angeregt.

Als am Montag die offizielle Nachricht von der angedachten Schließung des großen Dortmunder Karstadt-Hauses am Westenhellweg, was seit ein paar Jahren unter dem sperrigen Namen ‚Galeria Karstadt Kaufhof‘ firmiert, verkündet wurde, war ich trotzdem noch irgendwie geschockt.

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Kaufhaussterben: DDR oder Saarland?

Ehemaliges Hertie in Herne Foto: Laurin

War das Konzept von Galeria-Kaufhof und den anderen, längst verblichenen Kaufhausketten schlecht? Die Verkäufer unfreundlich? Die Präsentation der Waren nicht zeitgemäß? Ich glaube, dass das alles Nebensächlichkeiten sind. Seit Jahren kaufe ich immer seltener in Kaufhäusern aller Art ein, zu denen ich auch Saturn und Thalia zähle. Und das hat nichts mit den Verkäufern, die ich in der Regel aus freundlich und kompetent erlebe, zu tun, sondern mit der Auswahl:

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Arbeitslosigkeit im Ruhrgebiet im Februar leicht gestiegen

Agentur für Arbeit in Dortmund Foto: Mathias Bigge Lizenz: CC BY-SA 3.0

260.313 Menschen waren im Februar im Ruhrgebiet arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenzahl stieg damit im Vergleich zum Januar leicht um 0,4 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat war es eine Zunahme von 6,1 Prozent. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit ist maßgeblich auf die Betreuung von Flüchtlingen durch den Ukraine-Krieg zurückzuführen. Hinzu kam das Ende der zwei- und dreieinhalbjährigen Ausbildungen.

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„Deutschland ruiniert mit extremistischer Klimapolitik eigene Industrie“

Hans-Werner Sinn Foto (Ausschnitt): Romy Bonitz, ifo Institut Lizenz: CC BY-SA 3.0


Ex-Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn: „Die Erderwärmung zu bremsen ist wichtiger als die Frage, wo welche Ländergrenzen gezogen werden“.

Ex-Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn hat die Energiewende der Ampelregierung massiv kritisiert und ein Ende deutscher und europäischer Alleingänge beim Klimaschutz gefordert. „Deutschland ist dabei, durch seine extremistische Klimapolitik die eigene Industrie zu ruinieren, und wir setzen damit ein Negativbeispiel für die ganze Welt“, sagte der Ökonom im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). China und andere Schwellenländer würden „einen Teufel tun, uns zu folgen, wenn wir unsere Unternehmen mit

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Viele Innenstädte im Ruhrgebiet sterben – In Waltrop kann man gerade gut erkennen warum!

Es gibt immer mehr Leerstände in der Waltroper Innenstadt. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Viele Innenstädte im Ruhrgebiet machen, wie viele hier aus ihrem eigenen Alltag sicherlich wissen,  gerade eine sehr schwere Zeit durch. Da bildet auch das 30.000-Einwohner Städtchen Waltrop im Kreis Recklinghausen, in dem ich lebe, keine Ausnahme. Immer mehr Leerstand ist auf Seiten der Ladenlokale in der Fußgängerzone zu verzeichnen. In den vergangenen Jahren haben wir uns damit hier im Blog der Ruhrbarone  schon häufiger beschäftigt.

Auch der Wochenmarkt, vor Jahren noch einer der attraktivsten im gesamten Ruhrgebiet, schlittert derzeit in eine deutlich erkennbare Krise. Viele Markthändler sind in den vergangenen Jahren ersatzlos verschwunden. Gründe dafür gibt es sicherlich viele. Das geht von der Konkurrenz der Lebensmittel-Discounter bis hin zu den vergleichsweise unattraktiven Arbeitszeiten und Verdienstmöglichkeiten der Marktbeschicker.

Wer kürzlich neu hinzukam, war (sowohl auf der Seite der Geschäfte als auch auf der der Markthändler) im Vergleich zum Angebot der Vorgänger, häufig  nur  von minderer Attraktivität bzw. Klasse (Stichwort 1-Euro-Shop).

Die generelle Abwärtsbewegung wurde im Laufe der vergangenen Jahre von immer mehr Zeitgenossen beobachtet, und soll nun offenbar auch (endlich) von der Lokalpolitik entschlossen bekämpft werden. Doch das scheint komplizierter als gedacht, denn erhebliche Widerstände tun sich dabei auch von unerwarteter Seit auf: den Händlern selber.

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Verbrennerverbot in der EU: Eine Abstimmung, an die sich die Beschäftigten in der Automobilindustrie erinnern sollten

EU Parlament Foto: Diliff Lizenz: CC BY-SA 3.0

Das Europäische Parlament hat gestern das Verbot von Autos mit Verbrennungsmotoren beschlossen. Die Abgeordneten von SPD und Grünen stimmten für das Verbot, die von CDU und FDP dagegen. Wer in der Automobilindustrie beschäftigt ist und in den kommenden Jahren seine Kündigung erhält, sollte sich dann an diese Abstimmung erinnern. Wir erleben eine Politik des Klassenkampfes von oben: Wer Geld hat, wird sich auch künftig die teuren E-Autos leisten können. Schon für Normalverdiener werden Autos zum Luxus. Sie werden in die unzulänglichen und überlasteten Systeme des öffentlichen  Verkehrs verdrängt, deren Ausbau nicht einmal in nötigen Maße geplant wird.

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RWE-Chef Markus Krebber kritisiert Klimaaktivisten

Markus Krebber, CEO RWE AG Foto: RWE

Der Chef des Energiekonzerns RWE Markus Krebber kritisiert die Klimaaktivisten, die den Braunkohleabbau seines Unternehmens im rheinischen Ort Lützerath mit teils rabiaten Protesten stoppen wollten. „Die Gewalt in der Auseinandersetzung ist absolut unakzeptabel“, sagt Krebber in einem Interview in der aktuellen Ausgabe der Wochenzeitung DIE ZEIT. „Die friedlichen Demonstranten hätten sich deutlicher von der gewaltbereiten Szene distanzieren sollen.“

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Kassenloses 2.0-Einkaufen wird nicht angenommen

Neue Aldi-Nord-Filliale in Utrecht | Foto: PR-Bild Aldi-Nord / Kees-Jan Bakker

Ein Aldi-Supermarkt in Utrecht kommt ganz ohne Kasse und nur mit sehr wenig Personal aus. Dieses futuristische Konzept namens ›Shop & Go‹wird aber bei den Kunden nicht angenommen – wie die Welt berichtet. Aldi Nord eröffnete seine Filiale am 20. Juli 2022 und zieht nun nach einer halbjährigen Versuchsreihe eine erste Bilanz. Ein ähnliches Supermarkt-Konzept hat Amazon in London schon vor einem Jahr aufgemacht.

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„Atomkraft würde Strompreis um 8 bis 12 Prozent senken und CO2 sparen“

Veronika Grimm Foto: Sachverständigenrat Wirtschaft Lizenz: Copyright


Kommunale Wirtschaft und Wirtschaftsweise Grimm für längere AKW-Laufzeiten.

Deutschlands kommunale Wirtschaft und die Wirtschaftsweise Veronika Grimm haben sich für längere AKW-Laufzeiten ausgesprochen. „Um für Notsituationen gewappnet zu sein, wäre es grundsätzlich besser, die Kapazitäten zu nutzen, die wir haben“, sagte Ingbert Liebing, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der kommunalen Unternehmen (VKU), im Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). Mit Blick auf den Koalitionsausschuss an diesem Donnerstag ergänzte er: „Wenn, dann müssten Diskussion und Entscheidung ganz schnell gehen.“

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Biotech: Auch das grüne Wirtschaftsministerium in NRW setzt auf Genome Editing

NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur, Die Grünen (Foto: Roland W. Waniek)


NRW gehört zu den wichtigsten Biotech-Standorten in Deutschland. Selbst das grüne Wirtschaftsministerium setzt im Kampf gegen den Klimawandel auf die HighTech-Unternehmen. Doch fehlendes Kapital und strenge Regeln bremsen das Wachstum.

Stolz überreicht Bochum Oberbürgermeister Thomas Eiskirch (SPD) den symbolischen Schlüssel für die neuen Büroräume an Klaus Gerwert. Gerwerts Unternehmen Betasense hat seinen Hauptsitz nach von Münster nach Bochum verlegt. In direkter Nachbarschaft der Ruhr Universität will das Unternehmen nun Diagnosegeräte zur Marktreife bringen, die es ermöglichen, Alzheimer schon 16 Jahre vor dem Ausbruch der Krankheit festzustellen.

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