Dortmund: Kundgebung gegen Antisemitismus

Demo gegen Antisemitismus, Foto: Ulrike Märkel
Demo gegen Antisemitismus, Foto: Ulrike Märkel

Für Donnerstag, den 8.Oktober um 18 Uhr, ruft die Autonome Antifa 170 zur Kundgebung „Gegen jeden Antisemitismus“ an der Reinoldikirche auf. Als Grund nennen die Veranstalter neben dem Jahrestag des Anschlags auf die Synagoge in Halle auch die aktuellen antisemitischen Übergriffe in Hamburg und Dortmund.

Am vergangenen Sonntag wurde ein Jude, der eine Kippa trug, vor einer Synagoge in Hamburg von einem Mann mit einem Spaten und militärischer Kleidung angegriffen. Der jüdische Student wurde verletzt ins Krankenhaus eingeliefert. Die Tat fand ziemlich genau ein Jahr nach dem Anschlag auf die Synagoge in Halle statt. Auch in Dortmund gab es vergangene Woche einen Vorfall. Am Hauptbahnhof wurde ein Mann erst antisemitisch beleidigt und dann mit einer abgebrochenen Glasflasche attackiert.

„Halle war kein Einzelfall. Wir haben in Deutschland eine traurige und unerträgliche Kontinuität antisemitischer Übergriffe und Gewalttaten“, so Kim Schmidt, Pressesprecherin der Autonomen Antifa 170. „Wir wollen auf die Straße gehen, um uns solidarisch mit Juden*Jüdinnen zu zeigen und zu fordern, dass endlich konsequent gegen jeden Antisemitismus
vorgegangen wird“.

„Vor allem momentan beobachten wir einen Aufschwung antisemitischer Verschwörungserzählungen“, stellt Schmidt fest. Kurz nach Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie haben sogenannte „Corona-Leugner“ angefangen, gegen Schutzmaßnahmen, Impfungen generell und die angeblich verschwörerischen Hintergründe der Pandemie auf die Straße zu gehen. „Die Protestler greifen dabei immer wieder auf antisemitische Erzählungen zurück“, bewertet Schmidt die Proteste.

Termin: Donnerstag, 8. Oktober, Uhr, Reinoldikirche, Dortmund

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