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Entscheidender Vorteil gegenüber Bayern? Die Neuen des BVB schlagen zu Saisonbeginn voll ein

Dortmund-Rückkehrer Mats Hummels. Foto: BVB

Es war die erwartet schwere Aufgabe für den BVB am Freitagabend beim ersten Auswärtsspiel der noch jungen Saison gegen den 1. FC Köln. Nach Anlaufschwierigkeiten setzten sich die Dortmunder in der Domstadt letztendlich ungefährdet mit 3:1 (0:1) durch. Die Treffer der Gäste aus dem Ruhrgebiet gelangen Jadon Sancho, Achraf Hakimi und Paco Alcacer.

Und auch wenn sich die Kölner, wie es einem Aufsteiger in seinem ersten Heimspiel der Runde gut zu Gesicht steht, aufopferungsvoll wehrten, war der Erfolg der Schwarz-Gelben im Rückblick verdient. Der BVB hatte unter der Führung von Trainer Lucien Favre, trotz einer insgesamt für seine Verhältnisse nur mäßigen Vorstellung, 74 Prozent Ballbesitz, erspielte sich die klar bessere Passquote (87 zu 65 Prozent) und gab auch mehr Torschüsse (14:13) ab.

Durch diesen Erfolg setzten die Borussen den vermeintlich größten Konkurrenten um den Titel des Deutschen Meisters 2020 an den Titelverteidiger, den FC Bayern München, unter Druck. Die Süddeutschen gastieren heute Abend im Top-Spiel des 2. Spieltages beim FC Schalke 04, müssen, bei zur Stunde fünf Punkten Rückstand auf die Dortmunder in Gelsenkirchen eigentlich schon siegen, wenn sie nicht schon so früh abreißen lassen wollen.

Nach dem Erfolg im Freitagspiel und der somit gesicherten Optimal-Ausbeute von sechs Punkten nach zwei Spielen genießen sie beim BVB jetzt eine kommode Situation für alle Dortmunder an diesem Wochenende.

Erfreulicher noch als der kurzzeitige Genuss des glatt verlaufenen Saisonstarts ist aus Sicht des BVB die Erkenntnis, dass die vier prominentesten Neuzugänge, für die der Klub über 120 Mio. Euro investiert hat, allesamt schon erstaunlich gut zurechtkommen.

Sowohl der von vielen Fans zunächst kritisch beäugte Bayern-Rückkehrer Mats Hummels, als auch Thorgan Hazard, Nico Schulz als auch Julian Brandt konnten den BVB-Auftritten in den ersten Wochen schon ihren jeweiligen Stempel in erstaunlich ausgeprägter Form aufdrücken.

Auch beim jüngsten Sieg in Köln gehörten alle vier zu den Aktivposten.

Das ist das Ergebnis der frühen Verpflichtungen, für die der BVB schon zu Beginn der Saisonvorbereitung von vielen Seiten ausdrücklich gelobt wurde, erleichterte dies doch die Teamfindung. Jetzt erntet der Verein die Früchte dafür, dass Michael Zorc und Kollegen den Großteil ihre Hausaufgaben so rasch erledigt hatten.

Das können die Konkurrenten in München nicht von sich behaupten. Deshalb sind die dortigen prominenten Neuverpflichtungen wie Philippe Coutinho, Michael Cuisance oder auch Ivan Perisic auch noch nicht soweit, dass sie eine vollwertige Alternative für die Startelf beim Spiel auf Schalke wären.

Gut möglich, dass gerade das am Ende den entscheidenden Vorsprung der Dortmunder in der Tabelle ausmacht.

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10 Kommentare zu “Entscheidender Vorteil gegenüber Bayern? Die Neuen des BVB schlagen zu Saisonbeginn voll ein

  • #1
    Thommy

    Bischen gewagte und etwas übereuphorisierte Sichtweise, wo doch noch 32 und für die Bayern 33 Spiele ausstehen.😏

  • #2
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    @Thommy: "übereuphorisierte Sichtweise"

    ‚Übereuphorisiert‘? Ich? 😀 Danke, der war gut. So hat mich in meinen inzwischen 48 Jahren, glaube ich, noch niemand genannt. Das tut mal gut. 😉 In der Regel gelte ich als derjenige, der immer noch ein Haar in der Suppe sucht.

    Aber ganz ehrlich, ich wüsste nicht was an dem Text übereuphorisiert sein sollte. Ich habe lediglich aufgezeigt, dass der BVB mit seinen Neuzugängen aktuell offenbar schon sehr weit ist. Weiter als die Bayern zumindest. Und sollte es am Ende zum Titel reichen (was ich nicht für sehr wahrscheinlich halte), dann könnte das in der Endabrechnung der entscheidende Vorteil gewesen sein. 🙂

  • #3
    thomas weigle

    Gönnst Du heute etwa den Schalkern einen Sieg, Robin? Tststststs!!! Das kann und will ich nicht glauben.

  • #4
  • #5
    Klaus Lohmann

    Na, dann übernehm ich das mit dem Haar in der Suppe mal – büschelweise;-) Die erste Halbzeit war ein kompletter Rückfall der gesamten Mannschaft in die schlechten Phasen der letzten Jahre – konfus in der Innenverteidigung, null Mittelfeld, keine kreativen Ideen, keine "Eier" für etwas Widerstand gegen das – zugegeben – erstklassige Pressing der Kölner.

    Wenn man als "Generaltaktik" mit Körner-Sparen in Halbzeit 1 und gemeinsamem Aufdrehen in der zweiten Hälfte Meister werden will – ok, gewagt, trotzdem nicht ohne Reiz für die Zuschauer. Aber wie Reus heute in der WAZ schon hören ließ, fehlte in beiden Partien die spielerische Überlegenheit, die man als hochgepushter Meisterkandidat von Minute 1 an zeigen muss – allein schon wegen der illustren Namen im Team.

  • #6
    Robert Müser

    Der selbsterklärte Anspruch auf die Meisterschale passt nicht zu den frühen Gegentoren, dies darf einer Mannschaft wie den Dortmundern nicht passieren, sonst wird dies wieder nichts mit der Meisterschaft.

  • #7
    thomas weigle

    6 Punkte, 8:2 Tore!!! Trotzdem wird hier auf Weltuntergang gemacht. Also wirklich!!! Ist halt Ruhrpott, da geht ja eh alles den Bach runter. Jedenfalls wenn man diesem Blog glaubt. Da sind ja die Zeugen Jehovas ein Ausbund an Lebensfreude und Feierlaune gegenüber Eurer Miesepetrigkeit. Kopfschüttel.

  • #8
  • #9
    Klaus Lohmann

    Da spielen die Gefühle halt PingPong, wenn’s um den BVB geht. Aber das müsste ein SGE-Fan doch im innersten genauso sehen;-))

  • #10
    thomas weigle

    @ Klaus Lohmann Richtig was den SGE-Fan angeht. Der hat aber auch allen Grund dazu. Während die SGE in den letzten 25 Jahren ichweißnichtwieoft abgestiegen ist, ist der BVB ichweißnichtwieoft Meister, Pokalsieger und Vizemeister in vier Sparten geworden.

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