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#FavreOut: 3:4 in Leverkusen – Der BVB sollte jetzt endgültig handeln!

Lucien Favre (Mitte) in Dortmund. Foto: Robin Patzwaldt

Auch als selbsternannter Meisterschaftsanwärter kann man auswärts bei einem Champions League-Teilnehmer natürlich einmal verlieren. So gesehen ist die heutige 3:4-Pleite des BVB in der Fußball-Bundesliga bei Bayer 04 Leverkusen einzeln betrachtet kein wirkliches Drama.

In Kombination mit der unter der Woche erlittenen 2:3-Pleite im DFB-Pokal bei Werder Bremen und der selbst bei den drei Ligaspielen zuvor viel zu inkonstanten Leistung in der Defensive, ist sie jedoch inakzeptabel und ein Offenbarungseid für den Trainer, Lucien Favre.

Da kann auch der Traumstart von Sturmtalent Erling Haaland, den der BVB erst in der Winterpause aus Österreich verpflichtet hatte, nicht über die besorgniserregenden Erkenntnisse hinwegtäuschen.

Wenn ein Cheftrainer es über Monate hinweg einfach nicht hinbekommt, so wie Favre, seinen zweifelsohne hochtalentierten Kader sportlich besser zu machen, zu mehr defensiver Stabilität und Konzentration zu bewegen, dann ist dieser Trainer an diesem Ort schlicht fehl am Platze.

Schon im Herbst schwächelte der BVB in der Bundesliga eklatant über Wochen hinweg, konnte Favre seinen Job als Übungsleiter in Dortmund nur durch eine Erfolgsserie im Spätherbst in letzter Sekunde retten. Das Umfeld diskutierte in diesen Wochen bereits intensiv über seine Ablösung.

Jetzt, Anfang Februar, wird immer klarer, dass dieser Trainer es offenbar noch immer nicht versteht aus seiner Mannschaft einen wirklichen Titelkandidaten zu machen. Im DFB-Pokal ist die Borussia leichtfertig bei einem Abstiegskandidaten gescheitert, in der Bundesliga durch die Pleite von Leverkusen die Chance durch einen Zwischensprint zu Jahresbeginn die Lücke auf die Tabellenspitze zu verringern vertan.

Worauf warten die Verantwortlichen beim BVB jetzt also noch?

Wollen die Schwarzgelben diese Saison noch retten, was erstaunlicher Weise trotz der vielen Fehlleistungen noch immer möglich ist, der Zeitpunkt zum Handeln ist längst erreicht.
Noch ist der Rückstand auf die Tabellenspitze recht überschaubar, da auch die Konkurrenz bisher nicht wirklich konstant gespielt hat. Und auch in der UEFA Champions League mischt der BVB mit viel Glück noch mit. Auch hier ist in der kommenden Woche, gegen die von Ex-BVB-Trainer Thomas Tuchel trainierte Mannschaft aus Paris, noch etwas möglich.

Aber mit diesem Trainer? Die Zweifel in Dortmund und Umgebung wachsen, und das seit Monaten! Jetzt muss gehandelt werden, bevor die Saisonspiele komplett verspielt sind!

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13 Kommentare zu “#FavreOut: 3:4 in Leverkusen – Der BVB sollte jetzt endgültig handeln!

  • #1
    AndiN

    Gegen Paris ist also noch was möglich? Soso. Bin etwas erstaunt wie fern ab von jeder Realität man sein kann. Da hat man allein aufgrund der Kaderqualität schon kaum eine realistische Möglichkeit weiterzukommen.

    Und was heißt die Saison noch zu retten? Inwiefern? Ist die nur gut, wenn man Meister wird? Und welcher Trainer soll das jetzt noch schaffen? Aus dem Stehgreif einfach so?

  • #2
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    @AndiN: Logo, bei einem KO-Spiel ist immer was möglich. siehe Bremen. Warum sollte der BVB Paris mit einer Top-Leistung in Hin- und Rückspiel nicht ausschalten können, auch wenn man Aussenseiter ist? Nur mit dem Trainer und der aktuellen Stimmung glaube ich auch nicht daran. Wer es in Zukunft machen könnte? Sammer. Das habe ich ja hier schon im Herbst geschrieben. Der würde den Spielern schon gehörig in den ‚Hintern treten‘. 😉

    https://www.ruhrbarone.de/dortmund-matthias-sammer-bitte-uebernehmen-sie-den-trainerjob-beim-bvb/175788

    Mourinho hat sich der BVB ja leider durch die Lappen gehen lassen.

    https://www.ruhrbarone.de/holt-jose-mourinho-zum-bvb-nach-dortmund/174739

    Wäre es nach mir gegangen, der BVB hätte den Trainer längst gewechselt. Dann wäre das auch nicht so kurzfristig. Februar ist eigentlich ungünstig. Aber noch ist die Chance da die Saison zu einem Erfolg zu machen. Aber wohl nicht mit Favre….

  • #3
    Thomas Weigle

    @Robin Man muss Spielern in den Hintern treten, damit sie Meister werden wollen? Da braucht`s doch eher neue Spieler.

  • #4
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    @Thomas: Fakt ist, der Trainer holt aus dem versammelten Kader nicht raus, was nach Einschätzung nahezu aller Beobachter möglich sein sollte. Das kann natürlich immer einmal passieren. Wenn sich das aber über Monate hinweg nicht ändert, dann ist der Trainer dafür verantwortlich.

  • #5
    Klaus Lohmann

    Keine Ahnung, ob es wirklich allein an Favre liegt, wenn den Schwatzgelben regelmäßig mal ein bis max. zwei Superspiele gelingen, nur um danach völlig kopflos gegen x-beliebige Gegner vor die Wand zu knallen, weil man anscheinend das Fundamentalprinzip des Fußballs nicht kapiert: Der Ball ist immer noch rund und das Abliefern der wöchentlichen Arbeitsergebnisse dauert immer noch 90 Minuten, nicht 20 oder 45…

    Irgendwas hat den Kader so ab dem Zeitpunkt des Hotel-Anschlags derart verkrampft, stellenweise lustlos und verunsichert werden lassen, dass selbst eigene Glanzleistungen keine mittel- und langfristige Sicherheit mehr zurückbringen. Vielleicht ist es auch das, was Favre immer mit seinen seltsamen "Warnungen" meint, die er angeblich "immer wieder" verlautbart haben soll, wenn es um Titelchancen und Leistungsfähigkeit der Truppe geht. Ein "Ungeist", der durchs Westfalenstadion (sic!) und die Geschäftsstelle wabert???

  • #6
    Thomas Weigle

    @ Klaus Lohmann Sehe ich ähnlich, jedenfalls das in ihrem ersten Absatz. Im "Fehlpass" haben heute Funkel und, nun ja, Effenberg darauf hingewiesen, dass Spieler auch mal im Laufe eines Spieles mal selbst was ändern sollten, statt immer auf die Zettel vom Trainer zu warten. Die kommen einem dann vor wie kleine Kinder: "Das hat Pappi aber nicht gesagt. Das sind an guten Tagen Weltklassespieler, die müssen das doch auch mal selbst regeln können, wenn sie merken, dass das vorgegebene Konzept mal nicht greift, weil bspw der Gegner ein besseres hat, wie hoffentlich am Freitag die SGE.
    Welcher Hotelanschlag? Habe ich was verpasst oder einfach nur vergessen? Mir ist nur der Busanschlag erinnerlich.

  • #7
    Klaus Lohmann

    Der Busanschlag war am Mannschaftshotel im Dortmunder Süden;-)

    Ja, diese Unselbstständigkeit und das große Zittern, wenn die angebliche Führungspersönlichkeit Reus wieder mal verletzt ausfällt, ist schon auffällig. Bin mal gespannt, ob Emre Can mit oder ohne Hummels da sowas wie eine Wachablösung hinbekommt und die Truppe endlich *wirkungsvoll* zusammenhält. Favre allein ist bei sowas hilflos – vielleicht wird das auch der entscheidende Grund sein, ihn in Kürze abzulösen.

  • #8
    Thommy

    Der BVB wird es gegen die Eintracht schwer haben- die spielen nömlich tatsöchlich Herrenfussball -in Gegensatz zum zwar technisch-beschlagenen und im Erfolgsfall sehr schön anzusehenden, aber körperlosen Mimosenfussball des BVB

  • #9
    Thomas Weigle

    Ich hoffe doch sehr, dass "meine" SGE morgen dafür sorgt, dass vielleicht Nico Kovac der Arbeitslosigkeit entrissen wird. Hat sie doch dafür gesorgt, dass er, der in FFM noch in bester Erinnerung ist, seinen Job bei den Bayern verlor. Schmunzel.

  • #10
    Klaus Lohmann

    @Thomas Weigle: Da gehen aber die Gerüchte ganz frisch in eine ganz andere Richtung, die der SGE weniger schmecken wird: https://www.wr.de/sport/fussball/bvb/eintracht-trainer-adi-huetter-ist-im-blickfeld-des-bvb-id228419621.html 🙂
    Hätte was…

  • #11
    Thomas Weigle

    Klaus Lohmann Habe ich auch gelesen. Ist aber wohl nicht Hütters Art. In FFM steht das Umfeld fest hinter ihm. Das ist ja in DO in den letzten Jahren etwas anders gewesen. Stell dir doch mal vor, Hütter würde in DO in der ersten Runde des DFB-Pokals rausfliegen, nachdem er zuvor 0:5 zuhause gegen die Bayern verloren hätte.Da hat im Sommer 18 in FFM keiner gewackelt.

  • #12
    Klaus Lohmann

    Thomas, Hütter ist momentan ja auch nur eine Option und keine Prio 1. Aber interessant fände ich die Lösung schon;-)

  • #13
    Thomas Weigle

    Klaus Der Adi bleibt am Riederwald, davon gehe ich fest aus. Größeres Problem in FFM ist im Augenblick aber, dass wohl einige Topclubs hinter Filip Kostic her sind. Man rechnet nicht mit seinem Bleiben im Sommer. Das ist einfach ärgerlich. Macht er jetzt noch ein gutes Spiel bei euch, wird die Schar der Interessenten wohl noch größer….

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