#FreeDeniz: Diskussion mit Ilias Uyar in Bochum

Presse- und Meinungsfreiheit gibt es in der Türkei nicht mehr. Viele Journalisten sitzen in Gefängnissen. Wir müssen darüber reden. 

Seit Mitte Februar hält die Türkei Deniz Yücel, den Türkei-Korrespondenten der Tageszeitung Die Welt in der Türkei fest. Mittlerweile sitzt Yücel in Untersuchungshaft und die kann in der Türkei bis zu fünf Jahren dauern. Doch Yücel ist nicht allein: Über 150 Journalistinnen und Journalisten wurden bislang vom Erdogan-Regime unter  fadenscheinigen Begründungen  in die Gefängnisse geworden. Der Kölner Anwalt Ilias Uyar berichtet über die Verfolgung von Journalisten in der Türkei und den Stand des Verfahrens gegen Deniz Yücel.  Uyar gehörte zu den Organisatoren des Autokorsos für Deniz Yücel in Köln Ende Februar und ist im bundesweiten Bündnis ‚FreeDeniz aktiv.

Donnerstag, 23. März, 20.00 Uhr, Goldkante, Alte Hattinger Straße 22, Bochum

Aktuelle Infos unter #FreeDeniz

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5 Kommentare

  1. #1 | Michael sagt am 7. März 2017 um 12:04 Uhr

    "Wir müssen darüber reden. "

    Reden hilft nicht.

    Ein Aufruf zu einem Reiseboykott ist da schon hilfreicher.

  2. #2 | langsamdenker sagt am 7. März 2017 um 21:03 Uhr

    Doch, Reden hilft – eine Reiseboykott dagegen nicht.
    Und wenn es "nur" Touristen sind die in die Türkei reisen, jeden Kontakt erachte ich als wertvoll.
    Abschottung erleichtert das repressive Spiel des türkischen Minipräsidenten.

  3. #3 | Michael sagt am 8. März 2017 um 07:17 Uhr

    #1

    Dass Reden nicht hilft kann man eindeutig sehen: die "Kontakte" die Millionen von Touristen in den letzten Jahrzehnten hatten – haben nichts genutzt.

    Der viel weitergehende Boykott des Irans hatte fast Erfolg – bis die westlichen Mächte sich entschieden, dass Mullahregime zu fördern und Profite höher zu bewerten, als Demokratie & Menschenrechte.

    Zitat aus #1
    "Abschottung erleichtert das repressive Spiel des türkischen Minipräsidenten."
    Das erinnert mich an PM Chamberlain und bedarf keines weiteren Kommentars.

  4. #4 | Sebastian Bartoschek sagt am 8. März 2017 um 08:37 Uhr

    Ich rede darüber.
    Und mache seit einigen Jahren ganz bewußt keinen Urlaub mehr in der Türkei.

  5. #5 | Davbub sagt am 8. März 2017 um 10:33 Uhr

    Wenn reden hülfe, dann müßten wir um unsere türkischen Mitbürger keine Gedanken machen. Tatsächlich kenne ich aber Türken der dritten, teils vierten Generation in D, die -hier geboren, aufgewachsen, Schule und Ausbildung gemacht- im Brustton der Überzeugung sagen: "Ich bin durch und durch Türke, und Erdogan ist beste Mann auf der Welt." Hier entlarvt sich die Scheinheiligkeit und Integrationswilligkeit vieler Doppelpassbesitzer.

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