#1 | Volker Heimel sagt am 6. August 2013 um 09:48 Uhr

Wer sich mit der Materie des heutigen Planungsrechtes etwas auskennt, wird erkennen, dass die Genehmigung der B474n einen klaren Rechtbruch darstellt. Nach einhelliger Meinung ist der Fachbegriff „roadkill“ ein entscheidender Faktor, der den berechneten sogenannten Raumwiderstand für das Planvorhaben erheblich erhöht. Als „roadkill“ werden Tierverluste bezeichnet, die auf Zusammenstöße zwischen Kraftfahrzeugen und Tieren zurückzuführen sind. Nach neueren Erkenntnissen ist davon eine große Anzahl planungsrelevanter Tierarten betroffen. Die Realisierung der Schnellstraße B474n stellt erfüllt also den Verbotstatbestand der Tötung geschützter Tierarten nach §44 BNatSchG.
Im Verlauf der Straßenplanung muss jeder Verdacht dieses Verbotstatbestandes ausgeschlossen sein. Sinnvoll ist die Klage von Imker-verbänden genau in diesem Punkt, bewirken denn Schnellstraßen bewirken einen wirtschaftlichen Schaden. Die Bestäubungsleistung von Nutzpflanzen und der Honigeintrag werden verringert. Richter, die dies nicht anerkennen, leben im falschen Jahrtausend.