Klimawandel – Es könnte kalt werden…

Zeche Zollverein im Juni 2020?

In der letzten Ausgabe der britischen Wochenzeitung Mail on Sunday ist ein bemerkenswerter Artikel zum Thema Klimawandel erschienen. Seine Hauptthese: Es könnte in den kommenden Jahren kühler werden, denn die Aktivität der Sonne lässt in den kommenden Jahrzehnten nach.

Wie regelmässige Leser dieses Blogs wissen, bin ich ein großer Fan der Klimaerwärmung. Ich friere schnell, mag heiße Sommer und milde Winter. Schnee ist natürlich schön – aber wenn ich ihn mir bei der Übertragung von Abfahrtsläufen im Fernsehen anschauen kann, bin ich auch glücklich. Eis gehört für mich in einen Cocktail, nicht auf die Windschutzscheibe.

Um so sorgenvoller las ich vor ein paar Tagen einen auf dem Blog Achse des Guten verlinkten Artikel aus der Mail on Sunday, in dem die These aufgestellt wurde, dass es in den kommenden Jahrzehnten deutlich kühler werden könnte, ja, wir eventuell aufgrund abnehmender Sonnenaktivitäten vor einer kleinen Eiszeit stehen. Das ganze ist natürlich noch nicht sicher, ich hoffe ja dass sich die Experten irren und es in Zukunft schön muckelig wird, aber interessant zu lesen ist es schon. Jetzt übrigens auch in einer deutschsprachigen Übersetzung auf der Achse des Guten:

„Die globalen Temperaturen koennen in die nächsten 50 Jahren und darüber hinaus deutlich kühler ausfallen als heute,“ sagte Henrik Svensmark, der Direktor für Sonnen-und Klimaforschung am nationalen dänischen Weltrauminstitut. „Es wird einen langen Kampf geben um einige Klimaforscher davon zu überzeugen, dass die Sonne eine bedeutende Rolle spielt. Es kann gut sein, dass die Sonne diese Debatte alleine entscheidet, ohne Hilfe der Klimaforscher.“

Tja, klingt nicht so toll. Vielleicht sollten wir mit ein paar Kohlekraftwerken gegensteuern. In Datteln steht ein fast fertiges rum – Feuer frei 🙂

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19 Kommentare

  1. #1 | Robin Patzwaldt sagt am 31. Januar 2012 um 16:58 Uhr

    Ich habe eine Idee: Wie bauen dir das Kraftwerk Datteln 4 schnell in 400 Meter Entfernung vor die Wohnung. Dann kannst du dich da wärmen. 😉

  2. #2 | Matthias Winkler sagt am 31. Januar 2012 um 17:35 Uhr

    Oder zieh doch einfach nach Datteln. Ich bin sicher, du bekommst dort demnächst günstig ein kleines Häuschen zur Miete oder sogar zum Kauf angeboten, ganz nahe an der neuen Heizung. Das Problem ist nur, je näher du am Kraftwerk wohnst, so dicker werden auch die Wasserdampfschwaden über deinem Häuschen. Somit hat das bischen Sonnenenergie, was noch übrig bleibt, keine Chance, dir noch die Füße zu wärmen wenn du mal im Sommer im schmucken Garten sitzt. 🙂

  3. #3 | dwff sagt am 31. Januar 2012 um 17:46 Uhr

    Arrogant und zynisch, diese immergleichen platt-populistischen Gags über eine mögliche weitere Klimaerwärmung. Als ob es darum ginge, ob es für Herrn Laurin etwas gemütlicher oder ungemütlicher wird – und nicht darum, dass insbesondere Gebiete, in denen jetzt schon die Ärmsten der Armen wohnen, gänzlich vor die Hunde gehen könnten. Aber dazu passt ja auch der Link zur Achse des Guten, deren Berichterstattung zur Klimafrage durchaus gewisse Ähnlichkeiten zu den Stellungnahmen der rechtsoffenen Klimalügen-Verschwörungstheoretiker aus dem Umfeld von Bandbreite und Co. aufweist.

  4. #4 | Stefan Laurin sagt am 31. Januar 2012 um 17:51 Uhr

    @dwff: Naja, mir eine Nähe zur Bandbreite zu unterstellen ist schon sportlich. Aber egal, ein Zusammenhang zwischen Sonne und Klima scheint mir nicht ganz abwegig zu sein.

  5. #5 | dwff sagt am 31. Januar 2012 um 18:25 Uhr

    Um die Plausibilität der Meldung, die ich nicht abschließend bewerten kann, ging’s mir ja auch nicht, sondern um den so abgegriffenen und populistischen „Weitere Klimaerwärmung wäre doch toll“-Gag.

  6. #6 | Georg Kontekakis sagt am 31. Januar 2012 um 19:01 Uhr

    Klimaskeptiker machen PR für Öllobbyisten.

  7. #7 | Stefan Laurin sagt am 31. Januar 2012 um 19:08 Uhr

    @Georg Kontekakis: Ölkonzerne geben meinem Auto das Benzin. Solarzellenhersteller plündern zusammen mit Hausbesitzern Mieter aus. Ich bin Mieter 🙂

  8. #8 | Franz Przechowski sagt am 31. Januar 2012 um 19:51 Uhr

    @Stefan: Es wird immer kälter. Besonders für Raucher im Außenbereichen. Meldung von Heute: GAZPROM drosselt wegen der strengen Kälte in Rußland die Lieferungen nach Westeuropa. Zwar aktuell ohne Konsequenzen in Europa. Aber ein kleiner Vorgeschmack auf die Folgen einer populistischen Energiepolitik hierzulande, die in immer neue Abhängigkeiten driftet.

  9. #9 | -37° sagt am 31. Januar 2012 um 20:41 Uhr

    lustiger Artikel, nur die Überschrift peppt nicht wirklich. Wie wär es denn mit:

    „Stefan L.: Träume eines Lagerarbeiters bei Iglo“

  10. #10 | Mao aus Duisburg sagt am 31. Januar 2012 um 21:29 Uhr

    Also, freie Fahrt für mehr Braunkohle-Kraftwerke. Denn nur so kann der Klima-Abkühlung entgegen gewirkt werden…… 🙂

  11. #11 | Locke sagt am 31. Januar 2012 um 21:49 Uhr

    Ich hätte morgen gerne 25 Grad Celsius, leicht Bewölkt und gegen Abend Niederschlag, denn sonst muß ich den Garten wässern.

    Übermorgen möchte meine Frau Ski fahren, bitte ab 24 Uhr Schneefall bis circa 6 Uhr, so etwa 30 cm.

    Am Wochenende will meine Schwiegermutter zu Besuch kommen, da benötige ich orkanartige Böen und starke Niederschläge, dann bleibt die Zuhause……

  12. #12 | Freidenker sagt am 1. Februar 2012 um 10:15 Uhr

    Guter Beitrag, Herr Laurin – da bin ich ganz bei Ihnen. Achgut bietet übrigens regelmäßig Stoff fürs Hirn, nicht nur zum Klima. Das kommt allerdings bei den meisten nicht gut an, einige Kommmetare passen hier ins Bild der links-grünen, linientreu opportunistischen Parallelgesellschaft. Don’t confuse me with facts, my mind is made up! Es gibt keine Opposition mehr, man darf sich nicht mehr gegen die Mehrheitsmeinung stellen, sei es Klimpolitik, Staatenfinanzausgleich, Verschuldungsrekorde, o.ä. Sachliche Debatten – Fehlanzeige! Wer kritisiert ist Leugner, Rebell und/oder rechts außen – so ist das in der Gesinnungsrepublik Deutschland.

    Weite so, Herr Laurin – es gibt auch Menschen, die diese als Klimapolitik getarnte Abzocke längst durchschaut haben.

    So, jetzt ziehe ich meine Schneeschuhe an und gehe Zigaretten holen. Und wenn ich in den nächsten Tagen hier nicht mehr kommentiere, haben mich die Wölfe erwischt!

  13. #13 | Babel sagt am 1. Februar 2012 um 12:19 Uhr

    wenn das mit der Klimaerwärmung stimmt, wirds eh kälter (Eiszeit) in Europa und nicht wärmer. Lies mal übern Golfstrom + Klimawandel…

  14. #14 | Mao aus Duisburg sagt am 1. Februar 2012 um 13:12 Uhr

    Eiszeit ist aber auch doof…..

  15. #15 | Pat sagt am 1. Februar 2012 um 13:34 Uhr

    Ich meine, es war doch so, dass die Erderwärmung für Europa sowieso eine Eiszeit bedeuten könnte. Schmelzendes Grönland Eis würde den Nordatlantikstrom bremsen oder stoppen.

  16. #16 | Stefan Laurin sagt am 1. Februar 2012 um 13:39 Uhr

    @Pat: Und wenn jetzt die Grünen auch noch die Sonne ausschalten haben wir den Salat 🙁

  17. #17 | Eiszeit sagt am 1. Februar 2012 um 13:42 Uhr

    @ Mao aus Duisburg

    Eiszeit ist Ideal:

    https://www.youtube.com/watch?v=5JEJ56Cigb8

    Das Telefon seit Jahren still –
    kein Mensch mit dem ich reden will

    ich seh im Spiegel mein Gesicht –
    nichts hat mehr Gewicht.

    Ich werfe Schatten an die Wand
    und halte zärtlich meine Hand

    ich red mit mir und schau ins Licht –
    mich erreichst du nicht.

    In meinem Film bin ich der Star
    ich komm auch nur alleine klar.

    Panzerschrank aus Diamant –
    Kombination unbekannt.

    Eiszeit – mit mir beginnt die Eiszeit

    im Labyrinth der Eiszeit – minus neunzig Grad.

    Eiszeit – mit mir beginnt die Eiszeit

    im Labyrinth der Eiszeit – minus neunzig Grad.

  18. #18 | Robin Patzwaldt sagt am 1. Februar 2012 um 15:24 Uhr

    Könnte dann eher in diese Richtung gehen:

  19. #19 | Arnold Voss sagt am 1. Februar 2012 um 15:51 Uhr

    Wie heißt es doch so schön und klar in einem alten Arbeiterlied: Brüder zur S o n n e , zur Freiheit..

    Da steht nicht Mond oder ein anderer scheißenkalter Planet, sondern die ultimative Heißbrodelkugel namens Sonne.

    Der geknechtet Mensch hatte also eine instinktive Ahnung davon, dass Freiheit mehr mit Wärme als mit Kälte zu tun hat. Nicht nur was die Auswahl und die Anzahl der Kleidungsstücke betrifft.

    Auch die Befreiung von der Arbeit wünscht man sich mehr, wenn es draußen warm und nicht kalt ist, wie folgender heutzutage schon fast vergessener aber nichtsdestotrotz äußerst inhaltsklarer Satz aus dem zahlenmäßig immer kleiner werdenden Werktätigenmund deutlich macht: „Die Sonne brennt, die Sonne sticht, die Doofen gehn zur Mittagsschicht“.

    Das ist wahrscheinlich auch der Grund weswegen speziell Nord-West-Europäer mit starkem Bohemienlebensstilfaktor keine Bedrohung durch den Klimawandel erkennen können, wenn er mehr Wärme bedeutet. Bei der Drohung mit einer Eiszeit jedoch, werden aus den fröhlichen Skeptikern dann doch wieder politisch korrekte Klimawandelgläubige.

    Dabei haben die Klimaexperten sich bislang nur auf eine Erkenntnis einigen können: es wird schneller wechselhafter.

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