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Erdogan oder: Wie umgehen mit dem Schulhofschläger?

Recep Tayyip Erdogan Foto: swiss-image.ch/Photo by E.T. Studhalter Lizenz: CC BY-SA 2.0


Bislang waren die Bemühungen der Bundesregierung um die Freilassung des in der Türkei inhaftierten Welt-Korrespondenten Deniz Yücel nicht von Erfolg gekrönt.

Die Türkei hält einen Bundesbürger, den Welt-Korrespondenten Deniz Yücel, mit fadenscheinigen Begründungen gefangen. Politiker der türkischen Regierung nennen die Bundesrepublik indirekt faschistisch und hetzen die Türken in der Türkei und die hier lebenden Deutschtürken mit Lügen auf. Sie machen klar, dass sie auch im Fall von Auftrittsverboten im Referendums-Wahlkampf, die von der Bundesregierung offenbar nicht einmal ernsthaft erwogen werden, hier Wahlkampf machen werden. Präsident Erdogan bezeichnet Yücel als deutschen Agenten und bezichtigt ihn, und seiner Logik folgend damit die Bundesregierung, Terroristen zu unterstützen. Weiterlesen

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Der Ruhrpilot

Sylvia Löhrmann und Hannelore Kraft Foto/Lizenz: Bild
Copyright: Peter-Paul Weiler, berlin-event-foto.de


NRW:
Nur bedingt regierungsfähig…FAZ
NRW: Türkischer Minister will doch in Köln auftreten…RP Online
NRW: AKP-Auftritte – Kraft sieht die Bundesregierung in der Pflicht…RP Online
NRW: Bei der Polizei wird eine Stelle frei…Telepolis
NRW: Piraten küren Wahlkämpfer Schiffer…Die Glocke
Debatte: „Das Alleinsein ist schon fast eine Art Folter“…Welt
Debatte: Fast hätte Merkel die Grenze geschlossen…Welt
Debatte: Im Trump-Sumpf…Jungle World
Debatte: Das dunkle Loch weit hinten im Osten…taz
Debatte: Das rote Kraftwerk…NZZ
Ruhrgebiet: Armin Laschets Basis-Wahlkampf in Bottrop…RP Online
Bochum: In Duncan Fultons Leben steckt Musik…WAZ
Dortmund: Trump-Theaterstück wird von Publikum gefeiert…WAZ
Duisburg: Viele Lärmbeschwerden über das Festzelt im Mercatorquartier…WAZ
Essen: Nachbarn im Südviertel retten Lieblingspizzeria vor dem Aus…WAZ

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„Wir und Heute“ – Ascheplatzheld vs. Frauke Petry

Martin Kaysh und David Schraven reden heute im kleinen aber feinen „Wir und Heute“-Podcast von CORRECTIV.RUHR über die ganze Asche, die man nicht mehr aus den Menschen rauskriegt: über Kneipen mit Zigarren, Bolzplatzjournalisten und vor allem darüber, wie sich Frauke Petry – die Amazone der AfD – eingeladen uneingeladen bei Martin Kaysh in die Große Geierabend-Abschlussgala schmuggeln wollte. Ohne Flachs, das LKA Sachsen hatte sich bereis angekündigt. Doch dann hatte ein Held die Idee mit dem Ascheplatz…. Seht selbst: Frauke Petry in ihrer Dortmunder NoGo-Area.

Zu den anderen Folgen des „Wir und Heute“-Podcastes – und zum Abo des YouTube-Kanals geht es hier.

Die Hörversionen des Podcasts, sowie die Abos für iTunes und Spotify sind hier zu finden.

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Tanz-Uraufführung auf PACT Zollverein: Sleep Technique von Dewey Dell

DeweyDell-SleepTechnique. (c)John Nguyen

Eine sanfte Bodenwelle in der Mitte der Bühne, ein flacher Durchgang in der Rückwand, durch den archaische Gestalten hervorkriechen, sich langsam, unsicher, schemenhaft und wie wirbellose Wesen auf der nur vom unscharfen flackernden Licht des Beamers matt erleuchteten Bühne bewegen, sich in einem quälenden Stadium der Entwicklung befinden als würden sie sich verpuppen und ihre niedere Vorexistenz abzustreifen versuchen, manchmal in exzessive mechanisch immer und immer wiederholte Bewegung verfallen. Die Compagnie Dewey Dell zeigte am 3.3. auf PACT Zollverein „Sleep Technique“ als Uraufführung.

Die junge Compagnie ist zum ersten Mal auf PACT Zollverein zu Gast. Drei ihrer Mitglieder heißen Castellucci mit Nachnamen und sind die Kinder des Regisseurs Romeo Castellucci, Weiterlesen

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Was nicht im Armutsbericht steht


Der frisch erschienene Armutsbericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes malt ein düsteres Bild Deutschlands: Noch nie seit der Wiedervereinigung sei die Armut so groß gewesen. Die wirklichen Probleme werden indes ignoriert.

Armut ist in Deutschland eine relative Sache. Arm ist, wer weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens verdient, also als Single weniger als 917,00 Euro netto im Monat. Bei Alleinerziehenden mit einem Kind unter sechs Jahren sind es 1.192,00 Euro und bei einer Familie mit zwei Kindern je nach deren Alter zwischen 1.978,00 und 2.355,00 Euro netto. Das ist nicht viel Geld, und doch ist dieses Verfahren Armut zu bestimmen aus guten Gründen umstritten. Denn nach dieser Logik wären die Menschen in Nordkorea weniger arm als in der Bundesrepublik, weil das mittlere Einkommen in der sozialistischen Erbmonarchie, viele sind bettelarm, eine kleine Schicht sehr reich, niedrig sein dürfte und nur wenige Menschen ein Einkommen unterhalb des Durchschnitts haben werden. Und wer so Armut beschreibt, kennt nur eine Lösung: Einkommensunterschiede abbauen. Und so wundert es nicht, dass schon Weiterlesen

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Der Ruhrpilot

Antalya Foto: Валерий Дед Lizenz: CC BY 3.0


Debatte:
Fünf Gründe, warum die Türkei von uns abhängig ist…Welt
NRW: Drei plus für die Bildungspolitik…RP Online
NRW: Linke setzt auf Wagenknecht…RP Online
NRW: Grünen-Chef will kein Jamaika Bündnis…KStA
NRW: Kritik an DJV-Veranstaltung mit AfD-NRW-Chef Pretzell…RP Online
Debatte: Rußmord…FAZ
Debatte: Journalismus als Verbrechen…Zeit
Debatte: Pseudo-Feministinnen mit Kopftuch…Cicero
Ruhrgebiet: Das Revier will es mit Berlin und Hamburg aufnehmen…WP
Bochum: Berufspendler kämpfen mit Petition für mehr Züge…WAZ
Dortmund: Korruption in KFZ-Stelle: Stadt reagierte zu spät…WAZ
Dortmund: Lust auf Wissenschaft jetzt auch online…Focus
Duisburg: Loveparade – bis dato hatte keine Klage Erfolg…WAZ
Duisburg: Lösungsideen für viele Probleme…RP Online
Essen: In der Innenstadt stehen weniger Läden leer…WAZ

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Honigmann geht wohl in den Knast

Varel/ Oldenburg – Ein 70jähriger muss u.a. wegen Holocaustleugnung in den Knast, für 8 Monate. Alles spricht dafür, dass es sich dabei um den „Honigmann“ handelt.

Die NWZ berichtete gestern darüber, dass ein 70jähriger deutscher Mann aus Varel u.a. wegen Holocaustleugnung in Oldenburg vor Gericht stand. Weiterlesen

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Von Medien und Massen


Besonders in der Mittelschicht gilt Kritik an der Werbung als schick. Anfällig für Manipulation sind angeblich immer nur „die Anderen“. Dabei lassen wir uns alle nicht so leicht beeinflussen. Von unserem Gastautor Kolja Zydatiss.

Werbekritik gehört fest zum Kanon kulturpessimistischer Modernitätsskeptiker. Für die „Neuen Linken“ im Umfeld der sogenannten Frankfurter Schule war unsere ganze Existenz im Westen zum Beispiel etwas besonders Furchtbares. Fortgeschrittene Industriegesellschaften seien ausgeklügelte Unterdrückungssysteme. Die Medien, insbesondere die Konsumwerbung, manipulierten uns unaufhörlich und schufen „falsche Bedürfnisse“, etwa nach Reihenhäusern und Fiat Cinquecentos. Nur eine aufgeklärte Elite –  Studenten, Lehrer, Intellektuelle und Kulturschaffende, also ihresgleichen, die die Gehirnwäsche durchschaut hatten – könnte das psychologische Gefängnis aufbrechen und die Massen von ihrem „falschen Bewusstsein“ befreien.

Die von Adorno, Marcuse und Co. geprägten 68er marschierten durch die Institutionen. Es gelang ihnen in vielen Bereichen, die kulturelle Hegemonie zu erlangen. Die revolutionäre Glut kühlte mit den Jahren ab, der Wunsch nach einer saturierten grün-bürgerlichen Existenz wuchs, aber viele Vorurteile der Neuen Linken, von der Dämonisierung von Konsum und Wachstum bis zur Ablehnung der vermeintlich oberflächlichen amerikanischen Populärkultur, haben sich zu Allgemeinplätzen entwickelt, die in der Mittelschicht bis heute Mainstream sind.
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