Dieser Spahn ist unmöglich

Jens Spahn, CDU (Foto: Roland W. Waniek)

Es gab eine Zeit, da habe ich Jens Spahn häufiger gegen überzogene Kritik verteidigt. Das mag heute kaum noch jemand glauben, ist aber tatsächlich so. Während der Corona-Pandemie stand der damalige Gesundheitsminister unter einem Druck, den sich die meisten Menschen gar nicht vorstellen konnten. Entscheidungen mussten innerhalb weniger Stunden getroffen werden, obwohl belastbare Erkenntnisse oft fehlten. Dass dabei Fehler passieren würden, war nahezu unvermeidlich.

Politisch lag Spahn zwar nie auf meiner Linie, trotzdem fand ich viele Angriffe auf ihn damals überzogen. Wer in einer historischen Ausnahmesituation Verantwortung übernimmt, verdient zumindest eine faire Bewertung. Doch diese Nachsicht hat Jens Spahn in den vergangenen Jahren gründlich verspielt. Heute fällt es selbst ehemaligen Verteidigern zunehmend schwer, ihm noch Vertrauen entgegenzubringen.

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Alice Weidel und Tino Chrupalla Bild: Sandro Halank, Wikimedia Commons Steffen Prößdorf Lizenz: CC BY 4.0


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Nicht jetzt. Nicht wieder. Warum Schalke endlich die Ruhe verdient, die es sich erarbeitet hat.

Die Geschäftsstelle von Schalke 04 – Foto: Peter Hesse


Es gibt Momente im Fußball, in denen Tabellen plötzlich zweitrangig werden. Momente, in denen es um etwas Größeres geht als Tore, Punkte oder Personalien. Von unserem Gastautor Philipp Klein

Es geht um die Frage, ob ein Verein aus seiner Vergangenheit gelernt hat. Ob er den Mut besitzt, einen eingeschlagenen Weg konsequent

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Der Ruhrpilot

Alice Weidel Foto (Archiv): Olaf Kosinsky Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE


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Kaufhausbeerdigung in Dortmund: Abschied von einem alten Wegbegleiter

Der Saturn am Westenhellweg in Dortmund im Juli 2026. Foto(s): Robin Patzwaldt

Ich war heute auf einer großen Beerdigung in Dortmund. Allerdings wurde dort kein geliebter Mensch zu Grabe getragen, sondern ein Kaufhaus. Für viele mag das übertrieben klingen. Wer jedoch über Jahrzehnte regelmäßig im Saturn am Westenhellweg ein- und ausging, der weiß, dass es sich eben nie nur um irgendein Geschäft gehandelt hat.

Bis Ende des Monats läuft dort noch der große Räumungsverkauf. Auch ich wollte mich nicht verabschieden, ohne noch ein letztes Mal durch die vertrauten Gänge zu laufen. Schließlich habe ich dort im Laufe meines Lebens hunderte CDs, etliche DVDs, Fernseher, Computer, Smartphones und zahllose weitere Elektronikartikel gekauft. Zigtausende Euro dürften dort im Laufe der Jahre von meinem Konto auf das des Unternehmens gewandert sein.

Doch der Besuch fühlte sich seltsam an. Statt der geschäftigen Atmosphäre vergangener Tage dominierten

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„Der Nahostkonflikt wird auch mit westlichem Geld am Leben gehalten“

Tuvia Tenenbom auf seiner Reise im Westjordanland | Foto: Isi Tenenbom

Wie nennt man ein Land, dessen Name bereits eine politische Aussage ist? Der Spiegel-Bestseller-Autor Tuvia Tenenbom reiste monatelang durch das Westjordanland – oder, wie er sagt, das „Biblische Israel“. Er sprach dabei mit Siedlern, Palästinensern und Friedensaktivisten und erklärt im Interview, warum er politischen Kategorien misstraut und weshalb ihn gerade die Widersprüche der Menschen interessieren.

Herr Tenenbom, Ihr Schreibstil ist ungewöhnlich: Sie reisen oft inkognito oder geben sich als jemand mit anderen politischen Ansichten aus, um Menschen dazu zu bringen, offen zu sprechen. Was ist für Ihre Reisen wichtiger – die Gefahr oder die Disziplin?

Weder noch. Das Wichtigste, die entscheidende Zutat, ist Neugier. Ich muss neugierig genug auf den Menschen neben mir sein, den Wunsch haben, mehr über ihn oder sie zu erfahren. Wenn ich diese Neugier habe, hält mich keine Gefahr auf und keine Disziplin schränkt mich ein. So einfach ist das.

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„Wir stehen am Vorabend der Singularität“

Demis Hassabis (2024) Foto: Arthur Petron Lizenz: CC BY-SA 4.0


Demis Hassabis, Nobelpreisträger und Googles KI-Chef, geht davon aus, dass eine Super-KI in wenigen Jahren Realität wird und die Menschen sich darauf vorbereiten müssen.

Wir leben in einer Epoche extremer Gegensätze: Russland hat in der Ukraine einen barbarischen Krieg ausgelöst, die Massaker der Hamas in Israel einen zweiten, bis heute anhaltenden Großkonflikt, und in Deutschland sind die AfD, Islamisten und die antisemitische

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