377 Künstler und Wissenschaftler verzichten auf Steuergelder aus Deutschland, weil BDS-Unterstützer hier Probleme haben

Judith Butler Foto: University of California, Berkeley Lizenz: Public Domain

Auf der Internetseite Mondoweiss ist Erklärung veröffentlicht worden:

„Some 377 scholars and artists from more than 30 countries have signed a pledge opposing litmus tests and political interference by institutions, municipalities, and public officials in Germany aimed at silencing advocates for Palestinian rights under international law.

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Streaming-Tipp: Die 2. Staffel von ‚Sunderland ‚til I Die’ – Fußball-Doku fürs Herz

Nur noch wenige Tage bis zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs im hiesigen Profi-Fußball. Für Freunde des runden Leders also die letzten Stunden mit ausreichen Zeit und Muße sich im Vorfeld des Bundesliga-Endspurts noch etwas in Stimmung zu bringen.

Gesagt, getan! Am vergangenen Wochenende habe ich mir die zweite Staffel der Netflix-Serie ‚Sunderland ‚Til I die‘ angetan. Alle sechs neuen Folgen in nur einer Nacht!

Wenn auch nicht ganz so packend wie die erste Staffel dieser Doku-Reihe, die sich dem sportlichen Niedergang des ehemaligen englischen Premier League-Klubs widmet, weiß auch die Fortsetzung aus der Saison 2017/18 den Zuschauer zu faszinieren.

Alles was den Fußball so schön und so grausam zugleich machen kann, wird hier innerhalb weniger Stunden dargestellt und beleuchtet.

Kleiner, spannender Randaspekt und Lehre für die aktuelle Situation hierzulande: Mit Zuschauern ist Fußball halt doch am schönsten! Schaut mal rein, wenn ihr könnt!

Parkfest in Waltrop: „Ich gehe davon aus, dass wir im nächsten Jahr ein tolles Fest feiern werden!“

Auf dem Parkfest in Waltrop. Archiv-Foto: Dieter Wirdeier

Dass durch das Corona-Virus verursachte grundsätzliche Verbot von Großveranstaltungen bis mindestens Ende August 2020 hat kürzlich für viele enttäuschte Gesichter in diesem Lande gesorgt. Nicht nur bei den Schaustellern und Künstlern schmerzt der ungewohnt veranstaltungsfreie Sommer 2020, auch bei den Organisatoren hinterlässt die aktuelle Situation viele sorgenvolle Gesichter.

Waltrops Bürgermeisterin Nicole Moenikes (CDU) Foto: CDU-Waltrop

Neben den vielen überregional bekannten Events sind dabei auch etliche Großveranstaltungen betroffen, die seit Jahren fest mit zum Kulturprogramm einer kleineren Stadt oder einer Region gehören, diese teilweise sogar prägten.

Mit zuletzt rund 60.000 Besuchern am letzten August-Wochenende gehörte auch das Waltroper Parkfest stets mit zu diesen fixen Terminen, an denen sich seit gefühlten Ewigkeiten die Jahres-Planung ganzer Generationen von Bürgern im Kreis Recklinghausen und darüber hinaus ausgerichtet hatte.

Seit den 1970er-Jahren gehörten Kunst, Musik und kulinarischer Genuss im örtlichen Stadtpark in Waltrop stets zu Highlights des Jahres. In diesem Jahr muss jetzt erstmals darauf verzichtet werden. Ruhrbarone-Autor Robin Patzwaldt, selber seit 1973 in Waltrop wohnend und mit dem Parkfest quasi aufgewachsen, fragte Waltrops Bürgermeisterin Nicole Moenikes (CDU) einmal exklusiv nach den konkreten Auswirkungen dieser für eine Stadt wie Waltrop extrem bitteren Absage und den daraus resultierenden Zukunftsperspektiven der Veranstaltung.

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Zwei, die zusammen passen: Ken Jebsen und die GLS-Bank

In seinen Videos gibt Ken Jebsen sein GLS-Konto an. Foto: Screenshot

Der eine war ein Antisemit, Verschwörungstheoretiker, Wirrkopf Und Anhänger einer arischen Rassenlehre: Rudolf Steiner. An ihn haben sich die Gründer der in Bochum ansässigen GLS-Bank ideel nach Angaben des Geldhauses teilweise angeknüpft. Der andere ist einer der bekanntesten Verbreiter von Verschwörungstheorien, behauptet in einem Video der Lieblingsport radikaler Zionisten in den USA sei das Schlachten von Arabern, erreicht auch in der Corona-Krise mit seinem Kanal Millionen Menschen und veröffentlichet kürzlich ein Video mit dem Titel  „Gates kapert Deutschland!“.
Das Jebsen sein Konto bei der GLS-Bank hat und es öffentlich bewirbt, passt. Da haben sich zwei gefunden – GLS und Jebsen sind ein starkes Team gegen die Aufklärung. Nur warum haben Menschen, die ihren Namen schreiben und nicht tanzen, dort noch ein Konto?

 

Cartoons ohne Bilder #97


Ein Bischof. Sprechblase: „Wir widersprechen der Aussage unserer Kollegen. Das Virus ist natürlich keine Schöpfung von kinderfressenden Reptilienmenschen. Es ist wie alles andere die Schöpfung eines allmächtigen Wesens, das als sein eigener Vater aus einer jungfräulichen Mutter kam, um als Brot … Moment, jetzt habe ich den Überblick verloren.“

11. Mai 1960: Der Mossad fasst Adolf Eichmann

Adolf Eichmann während seines Prozesses in Jerusalem; Foto: Israel Government Press Office / Public domain
Adolf Eichmann, der Logistiker des Holocausts, während seines Prozesses in Jerusalem (1961); Foto: Israel Government Press Office / Public domain

Am 11. Mai 1960 verschwindet Ricardo Klement in Buenos Aires spurlos.

Zwölf Tage später gibt David Ben-Gurion, der damalige israelische Ministerpräsident, vor der israelischen Knesset die Sensationsmeldung bekannt:

Der langjährig gesuchte Architekt des Holocausts, Adolf Eichmann, befindet sich in israelischer Haft. Trotz seiner Tarnidentität unter dem Namen Ricardo Klement wurde der Naziverbrecher erkannt.

Adolf Eichman wurde am 11. Mai 1960, durch ein spektakuläres Kommandounternehmen des israelischen Nachrichtendienstes Mossad, aus seinem zweiten Leben in Argentinien gerissen – und per Luftfracht nach Israel überstellt.

Die Beschaffung der Chruschtschow-Rede vom XX. Parteitag der KPdSU (1956) und die einer irakischen Mig-21  im Jahre 1966 haben das öffentliche Bild des israelischen Instituts für Aufklärung und besondere Aufgaben mit Sicherheit positiv geprägt.

Der „besondere“ Nimbus, der sich im Laufe der Jahre um den israelischen Auslandsgeheimdienst bildete, war aber ganz besonders ein Resultat der öffentlichkeitswirksamen Überführung Adolf Eichmanns an die Justiz

Bemerkenswert an dieser Unternehmung war auch deren Zielsetzung.

Es ging nicht nur um simple Rache, die einfacher zu bewerkstelligen gewesen wäre als ein risikoreicher Transport von Argentinien nach Israel:

Sondern um die  juristische Aufarbeitung und Dokumentation der Systematik des größten Verbrechens in der Menschheitsgeschichte.

Neben den Nürnberger Prozessen, ist der Eichmann-Prozess  bis heute wohl die am meisten beachtete gerichtliche Aufarbeitung der Shoa, gefolgt von den Frankfurter Auschwitzprozessen und den Majdanek-Prozessen.

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Der Ruhrpilot

Werksgelände der Firma Westfleisch in Coesfeld Foto: Meatandbeef Lizenz: CC BY-SA 4.0

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Essen: Arbeitsverbot lässt Sexarbeiterinnen verzweifeln(€)…WAZ

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Corona und Katastrophenschutz: „In den Farben getrennt und in der Sache vereint

Magnus Memmeler mit Maske Foto: Privat

Was für eine Woche und das Wochenende erstmal! Die Rückkehr in den kapitalistischen Alltag wurde bereits am Montag vor der Konferenz der Länderpräsidenten mit der Bundeskanzlerin festgezurrt. Am Dienstag war dann klar, jedes Bundesland lockert wie die jeweilige Landesregierung es wohl meint.

Im Großen und Ganzen haben die Schutzmaßnahmen gegriffen, Abstand zu wahren und eine Schutzmaske zu tragen, war ein richtiger Schritt, die Pandemie einzuschränken. Unverständlich bleibt der Katastrophentrigger: „50 neue Fälle pro Hunderttausend Einwohner in einer Woche“. Für den Kreis Coesfeld bedeutet dies schon heute, dass die beschlossenen Lockerungen für Nordrhein-Westfalen für seine Bewohner erstmal nicht gelten und es bei den strengen

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Den Kampf gegen Klein führt ein Milieu, das vom Wegschauen profitierte

Stefanie Carp und Christoph Marthaler bei der Bekanntgabe der Intendanz für die Ruhrtriennale 2018 – 2020. Foto: Edi Szekely/Ruhrtriennale 2016

In der Abendsonne ihrer Karriere wollte Stefanie Carp ihre dreijährige Intendanz dazu nutzen, mit der Ruhrtriennale ein Hochamt ökologischer und postmoderner Kapitalismuskritik zu feiern. Ihr Scheitern bescherte dem Land eine längst überfällige Antisemitismusdebatte und half, die Handlungsspielräume für die antisemitische BDS-Kampagne und ihre Unterstützer zu verengen.

Dass Felix Klein, „Beauftragter der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus“, unter Druck steht, wäre zu hoch gegriffen. Die Bundesregierung und die ihn tragenden Parteien SPD und CDU stehen hinter ihm, auch aus den Kreisen von Grünen und FDP gibt es an seiner Arbeit keine Kritik. Der Zentralrat der Juden schätzt seine Arbeit, ebenso ein großer Teil der seriösen Medien dieses Landes. Aber einige

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Der zweite Weltkrieg – Der „Sitzkrieg“ und ein Plan


Hitler mit Generälen bei Lagebesprechung Foto: Bundesarchiv, Bild 146-1971-070-61 Lizenz: CC-BY-SA 3.0


Sitzkrieg, Phoney War oder Drôle de guerre, den komischen Krieg, nannten die Beteiligten die Zeit zwischen Oktober 1939 und Mai 1940, für Skandinavien galt das nur bis zum 09: April. Doch es war nur der Schein einer seltsamen Periode eines europäischen Kriegs, der in der Praxis nicht stattfände.

Das Weltbild musste einzig nach Westen gerichtet sein, um dies so zu sehen. Hitlers Besatzungspolitik in Polen kostete nicht weniger Menschenleben, als die kriegerischen Handlungen zuvor. Vom ersten Tag an begann ein bis zu diesem Zeitpunkt einzigartiges

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