Medial aufgepumpt ging es am Schauspiel Dortmund auch bei der zweiten Premiere der Spielzeit am 14.9. zu. Zu recht groß war die Erwartung an die Adaption von Steven Spielbergs technisch aufwendiger und optisch visionärer Hollywood-Produktion auf die Bühne des Studios in Dortmund. Regisseur Klaus Gehre hatte sich auch schon an anderen Hollywood-Filme wie „Fluch der Karibik“ abgearbeitet, er musste also der richtige für so ein Projekt sein. Und dass das Schauspiel Dortmund unter Kay Voges den Einsatz von medialer Technik im Theater zu ungeahnten Höhen treibt, ist fast schon ein Label des Hauses.
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Erneut erreichte uns heute eine Warnung in Sachen Ticketerwerb für Spiele des BVB. Diesmal warnt die Pressestelle der Schwarzgelben offiziell vor dem leichtfertigen Kauf von CL-Tickets für das Spiel in Belgien, beim RSC Anderlecht:
„Beim Versand der Auswärtskarten für das UEFA Champions League-Spiel RSC Anderlecht gegen Borussia Dortmund (1.10.) sind mehrere hundert Eintrittskarten auf dem Postweg nach Dortmund abhanden gekommen. Diese Karten wurden bereits gesperrt.
Lebt in Jena, kommt aus Österreich: Wissenschaftsblogger Freistetter (Foto: Simon Kumm / cc-by-sa / wikipedia)
In Thüringen hat die AfD fast mit einer desolaten SPD gleichgezogen, was die Prozentpunkte angeht. Auch in Brandenburg – und unlängst in Sachsen – feierte die rechtspopulistische Partei biedermeierischer Prägung Erfolge.
Und ganz Politdeutschland schüttelt ratlos den Kopf.
Mit Florian Freistetter (37) analysiert deswegen für die Ruhrbarone ein Österreicher – der in Jena lebt – die aktuelle Situation und vergleicht sie mit dem Aufstieg der populistischen Freiheitlichen Partei Österreich (FPÖ). Dafür verläßt Freistetter sein eigentliches Wirkungsfeld der Wissenschaftskommunikation, in dem er als gefeierter Blogger und Buchautor eine feste Größe ist.
Die Demo „Nie wieder Judenhass“ am Brandenburger Tor
Der Journalist Martin Lejeune hat sich in Sachen Antisemitismus zu Wort gemeldet. Auf Facebook positioniert er sich anlässlich der gestrigen Demonstration „Nie wieder Judenhass“ in Berlin klar gegen diesen. Mit einer Besonderheit: Nicht die Juden sind Opfer von Antisemitismus, sondern „die Araber“.
Es zählt zu den beliebtesten Totschlag-Argumenten von Antisemitismus-Verharmlosern: „Die Araber“ seien ja auch „Semiten“, daher könne man beim Judenhass nicht von Antisemitismus sprechen. Problem Antisemitismus erledigt. Nun fand am gestrigen Sonntag in Berlin die Demo „Nie wieder Judenhass“ statt. Vielleicht wollte der Veranstalter, der Zentralrat der Juden, mit dieser Formulierung ebendieser Haarspalterei schon im Vorfeld begegnen. Doch auch das nützte nichts.
Der Journalist Martin Lejeune, bis dato als Nahost-Korrespondent tätig für diverse renommierte Medien, veröffentlichte auf Facebook pünktlich zur Kundgebung folgenden Post:
Der Antisemitismus in Deutschland richtet sich gezielt gegen Araber. Die Araber müssen den Begriff Semitismus zurückerobern. Am besten mit einem großen Protest in Berlin. Was heute geschah: 50 Semiten wurden heute durch die Polizei und durch die Veranstalter einer Anti-Antisemitismus-Demonstration daran gehindert, an der Anti-Antisemitismus-Demonstration in Berlin teilzunehmen. Radikale Antisemiten diskriminieren Semiten in Berlin und die Polizei macht sich zum Werkzeug der Antisemiten. Schon lange
Vor allem gegen Israel gingen Rechte und Linke in den vergangenen Monaten häufig zusammen auf die Straße. Bildet sich eine neue Koalition gegen Freiheit und Demokratie oder verbinden beide nur unheimliche Gemeinsamkeiten?
Das Wetter war gut, es gab Bier und Limo und auf dem Grill lagen die Würstchen. Das Sommerfest des Kreisverbandes Oberberg der Linkspartei im Juli unterschied sich auf den ersten Blick nicht von den hunderten Sommerfesten anderer Parteien in Nordrhein-Westfalen in diesem Jahr. Bis ungewöhnliche Gäste auf dem Fest auftauchten: Mehrere Mitglieder der Nazi-Partei Die Rechte wollten mitfeiern und -diskutieren. Ein provokanter Auftritt, wie er seit Jahren typisch ist für die Neonazis im Bergischen Land. Doch anstatt ein Platzverbot zu erteilen und die Polizei zu verständigen, kam man miteinander ins Gespräch. Fast eine Stunde lang plauderten mehrere Linke, darunter der Kreisvorsitzende der Partei, Jürgen Simeth, mit den Neonazis. Fotos zeigen sie in einer trauten Runde.
Vor einigen Tagen veröffentlichte Barone-Autor Sebastian Weiermann einen Bericht über die Kölner Demonstration „Es gibt kein Menschenrecht auf Israelkritik“. Sebastian stellte seinen Text unter den Titel „Köln: Für Israel und gegen den Islam?„. Darin sagte er den pro Israel-Demonstranten eine inhaltliche Nähe zu Rechtspopulisten, und indirekt auch eine Mitschuld am Hass auf Israel nach. Vor allem kritisierte er dabei die Entscheidung direkt vor einer Milli Görüs-Moschee zu protestieren. Heute folgt eine Erwiderung von Paul Mentz. Mentz ist Soziologe und publiziert im Arbeitskreis Rote Ruhr Uni. Er ist unter anderem Herausgeber von „Theorie als Kritik“.