
Für meinen Text von Montag, in dem ich die Bochumer Stadt- und Studierendenzeitung für einen Artikel über „Political Correctness“ kritisiert habe, habe ich viel Kritik bekommen. Ich will noch ein paar Worte dazu loswerden.
Debatten in Deutschland fangen oft seltsam an. Das sieht dann so aus, dass ein erhobener Vorwurf zunächst von vielen Seiten entrüstet zurückgewiesen wird. Da wird dann häufig vergessen, sich mit dem eigentlichen Gegenstand der Kritik auseinander zu setzen.
Bei der Debatte um meinen Artikel kam mir das zum Teil recht ähnlich vor. Obwohl mir auch klar ist, dass oft die Leute am meisten kommentieren, die etwas zu meckern haben. Ist ja auch ihr gutes Recht. Mit anderen Worten: Dass bzw. wie ich kritisiert habe, wog schwerer als das, was ich kritisiert habe.
Warum viele Kritiker nicht wissen, wovon sie reden
Viele wissen nicht, wie sich Rassismus anfühlt. Vor allem in den Neunzigerjahren war die Stimmung in Deutschland für ‚Neudeutsche‘ ziemlich ungemütlich. Im September ‘91 war Hoyerswerda, August ’92 Rostock-Lichtenhagen, November ’92 Mölln und im Mai ’93 Solingen. Rassismus war en vogue, und es herrschte eine bedrohliche Grundstimmung






