Die AfD wegverbieten? Und was machen wir mit den 43,8 Prozent?

Ein Anti-AfD-Aufkleber im Ruhrgebiet. Foto: Robin Patzwaldt

Eigentlich konnte man es kommen sehen. Die Umfragen hatten zuletzt ziemlich unmissverständlich darauf hingedeutet, dass die AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt einen historischen Erfolg einfahren würde. Und trotzdem wirkt Deutschland am Tag danach ein wenig so, als sei gerade etwas völlig Unvorhergesehenes passiert.

43,8 Prozent für die AfD, 17,2 Prozent für die CDU, dahinter weit abgeschlagen SPD, Grüne und Linke. Das BSW schaffte knapp den Einzug. Die bisherige politische Ordnung in Sachsen-Anhalt ist damit pulverisiert.

Und nun? Genau das weiß offenbar niemand so recht. Eine stabile Regierungsbildung zeichnet sich jedenfalls nicht ab. Die AfD hat zwar triumphiert, aber die absolute Mehrheit verpasst. Gleichzeitig wollen die anderen Parteien nicht mit ihr zusammenarbeiten. Politisches Gewurschtel scheint damit vorprogrammiert.

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Deutschland gegen die Schweiz: Großes Eishockeyspektakel auf Schalke

Das Stadion in Gelsenkirchen wird im Mai 2027 zur riesigen Eishockey-Arena. Foto: Michael Kamps
Die Spiele der Männer-Nationalmannschaft des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) bei der IIHF Eishockey-Weltmeisterschaft Deutschland 2027 stehen fest. Im Rahmen einer Pressekonferenz in Düsseldorf wurde der Spielplan heute offiziell vorgestellt. Damit ist der gesamte zeitliche Ablauf des Turniers bekannt, das im kommenden Mai erstmals seit 2010 wieder komplett in Deutschland ausgetragen wird.
Die deutsche Mannschaft tritt in der Gruppe A in Mannheim an. Eröffnet wird das Turnier am Donnerstag, den 13. Mai 2027, um 20:20 Uhr mit dem Spiel gegen den amtierenden Vizeweltmeister Schweiz, das in der VELTINS-Arena Gelsenkirchen ausgetragen wird. Die Partie markiert zugleich den Auftakt der gesamten Weltmeisterschaft, die am Freitag mit den nächsten Gruppenspielen fortgesetzt wird.
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Die Linke Berlin: Die rote Linie zum Hamas-Umfeld steht auf Rollen

Satirische Karikatur zum Chaos bei der Berliner Linken: hinter einer schiefen Absperrung mit der Aufschrift Rote Linie stehen zwei vermummte Figuren mit Palästinensertüchern, Molotowcocktail und Messer; daneben ein Rednerpult Die Linke Berlin.
Abgrenzung, fahrbar. (Karikatur: Ruhrbarone, mit OpenAI erzeugt und bearbeitet. Fotovorlage für Elif Eralp: Ferran Cornellà, „Elif Eralp, 13.12.25.jpg“, via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0. Eigene Bearbeitungsanteile unter CC BY-SA 4.0.)

Die Berliner Linke diskutiert über Abgrenzung. Ihre LAG Palästinasolidarität und die Linksjugend Südberlin veröffentlichten am 19. August 2026 gemeinsam mit dem Vereinigten Palästinensischen Nationalkomitee einen Demo-Aufruf. Auf der Website eines Berliner Bündnisses stehen das VPNK und mehrere Linke-Gliederungen zudem ausdrücklich unter den Mitgliedern.

Was der Verfassungsschutz über Hamas-Anhänger im VPNK berichtet, war längst öffentlich nachzulesen. Für politische Orientierung gibt es eben verschiedene Angebote: Behördenberichte und die eigene Bündnisliste.

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Wenn Dessau wankt, muss NRW stehen

Rekonstruierte Fassade des Bauhauses Dessau Foto: Aufbacksalami Lizenz: CC BY-SA 4.0


Warum das Bauhaus-Erbe vom Westen gerettet werden muss.

Das Bauhaus ist Deutschlands bedeutendstes kulturelles Erbe der Moderne. Und ausgerechnet dort, wo es heute zu Hause ist, bricht seine Zukunft gerade weg. Mit dem anstehenden Griff der AfD in Sachsen-Anhalt nach der Macht ist eine Partei zur stärksten politischen Kraft geworden, die das Bauhaus als „Irrweg der Moderne“ verunglimpft – und damit nationales Kulturgut.

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Sachsen-Anhalt hat den Westen abgewählt

Der Landtag von Sachsen-Anhalt, Domplatz, Magdeburg Foto: Gregor Rom Lizenz: CC BY-SA 4.0

Nicht nur der Erdrutschsieg der AfD und die reale Möglichkeit, dass mit Ulrich Siegmund erstmals ein Rechtsradikaler Ministerpräsident wird, sind ein verheerendes Signal für die Bundesrepublik. Mit AfD, BSW und Linken haben drei Parteien, die den Westen verachten und ablehnen, in allen Wählergruppen unter 70 eine stabile Mehrheit.

Seit ein paar Jahren wohnt ein Freund von mir in Ostdeutschland. Er engagiert sich in der Stadt, in der er lebt, redet mit vielen Menschen, hält sich mit Kritik zurück. Vor ein paar Wochen hat er seine Erfahrungen mit den Ostdeutschen zusammengefasst: Der Osten sei erst spät christianisiert worden. Im 20. Jahrhundert

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Framing durch Weglassen – der Deutschlandfunk desinformiert

Deutschlandradio-Funkhaus Köln – Foto: Deutschlandradio © Markus Bollen

„Unser Journalistisches Selbstverständnis verpflichtet uns, die Standards für den Qualitätsjournalismus, die in Deutschland in verschiedenen Gesetzen und berufsständischen Kodizes sowie in unseren hausinternen arbeits- und honorarvertraglichen Bedingungen festgelegt sind, in unserer täglichen Arbeit zu achten.“ So steht es in der Broschüre „Journalistisches Selbstverständnis“ des Deutschlandfunks, in dem es von vertrauenserweckenden Worten nur so wimmelt: „Unabhängigkeit und Richtigkeit von Recherche, Berichterstattung und Kommentierung“, „Sorgfaltspflicht“, „Glaubwürdigkeit“, „Sicherung höchster journalistischer Qualitätsstandards“, „Faktenchecks und Plausibilitätskontrollen“. Und schließlich: „Wir arbeiten mit verschiedenen Sicherheits- und Kontrollmechanismen in redaktionellen Strukturen und Verfahren, um Plagiate, Irreführungen oder gar Fälschungen in unseren journalistischen Formaten zu verhindern.“ Hehre Wort und große Versprechungen. Wie sieht die Realität aus?

 „Jedes Jahr vergiften sich weltweit schätzungsweise mehr als 400 Millionen Landwirte und Landarbeiter unbeabsichtigt mit Pestiziden“, meldet der Deutschlandfunk am 3.9.2026. „Zu diesem Schluss kommen Forschende im Fachmagazin Frontiers in Public Health, nachdem sie unter anderem Daten von der Weltgesundheitsorganisation ausgewertet haben.“

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Berlin: Exiliraner wegen politischer Tätigkeit von mutmaßlichen Islamisten angegriffen

Ali Hassanniya im Krankenhaus. Foto: Ali Hassanniya
Ali Hassanniya im Krankenhaus. Foto: Ali Hassanniya

Ein Iraner floh, um der politischen Verfolgung durch das Regime zu entgehen. In Deutschland klärt er in den sozialen Medien über Islamismus, Antisemitismus und den Iran auf. Im Berliner Neukölln wurde er erkannt und auf offener Straße angegriffen. Ruhrbarone sprach wenige Tage nach der Tat mit dem Geschädigten.

Vom Polizisten zum Regimekritiker

Ali Hassanniya lebte bis 2014 im Iran, wo er bei der Polizei arbeitete. Die Ungerechtigkeiten, die er erlebte, führten dazu, dass er nicht weiter für ein Regime arbeiten wollte, „das seine eigenen Leute vergewaltigt, ermordet und unterdrückt“. Hassanniya begann, sich gegen das Mullah-Regime zu positionieren, und saß deswegen im Gefängnis. Nach seiner Entlassung flüchtete er zunächst in die Türkei und 2015 weiter nach Deutschland, wo er jetzt in Berlin lebt. Er sei nach eigenen Aussagen der erste iranische Polizist, der vor dem Regime geflüchtet und nun politisch aktiv ist. Hassanniya betont, wie dankbar er dafür ist, in Deutschland leben zu dürfen und eine neue Heimat gefunden zu haben.

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AfD-Wahlsieg: Moskau jubelt, Europas Rechte feiert – und Zemmour (Reconquête) sucht Sachsen-Anhalt

Wahlzettel mit einem Kreuz bei der AfD vor Weltkugel, Medienkameras und internationalem Publikum.
Der AfD-Wahlsieg in Sachsen-Anhalt wird international kommentiert. (Illustration: OpenAI )

Sachsen-Anhalt hat gewählt – und einen AfD-Landesverband zur stärksten Kraft gemacht, den der Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistische Bestrebung einstuft. Die historische Premiere war das allerdings nicht: Schon 2024 lag die ebenfalls so eingestufte Thüringer AfD bei einer Landtagswahl vorn. Wie reagieren Medien, Politiker und Rechtsextremisten im Ausland – und wer macht den Wahlsieg in den sozialen Netzwerken zur Munition für die eigene Propaganda?

Putins Sonderbeauftragter Kirill Dmitrijew feiert den AfD-Erfolg gleich mehrfach, attackiert die angebliche „Kriegstreiberei“ der Bundesregierung und verstärkt Alice Weidels Abgrenzung von ukrainischen Interessen. Der frühere Putin-Berater Sergej Markow deutet den Sieg positiv um und diffamiert die Ukraine als „Junta“.

Der russische Senator Alexei Puschkow schreibt von einem Deutschland, das „erwache“ (Eine interessante Formulierung!). Der russische Telegram-Kanal „Осташко! Важное“ verbindetden Erfolg ausdrücklich mit dem Ende der Militärhilfe für Kyjiw und der Aufhebung der Russland-Sanktionen. Aus dem regierungsnahen, aber nicht amtlichen belarussischen Kanal „Белорусский силовик“ kommt ebenfalls eine positive Reaktion: Er verbindet den Wahlausgang mit der unbelegten Erzählung einer deutschen „Falle für Russland“ per Drohnenvorfall. Der belarussische Beitrag nennt die Ukraine nicht. Der Kyiv Independent warnt aus ukrainischer Perspektive vor „ernsten Problemen für die Ukraine“, macht aus dem Wahlsieg in seinem aktualisierten Text allerdings vorschnell schon eine AfD-Landesregierung. Gerade diese gegensätzlichen Deutungen gehören zu den aufschlussreichsten Befunden der Sichtung.

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Der Ruhrpilot

Oliver Lembcke Foto: Privat Lizenz: Copyright

NRW: „NRW ist kein Schutzraum gegen die AfD“…WAZ
NRW: Was der AfD-Wahlsieg für Hendrik Wüst bedeutet(€)…RP
NRW: Hängen Abschiebungen in NRW „von der Postleitzahl“ ab?…WAZ

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