Stimmungsumschwung beim BVB noch immer nicht in Sicht

War auch schon einmal besser drauf: Jürgen Klopp. Foto: Robin Patzwaldt
War auch schon einmal besser drauf: Jürgen Klopp. Foto: Robin Patzwaldt

Der von vielen BVB-Anhängern herbeigesehnte Stimmungsumschwung, raus aus der Negativspirale welche das Team zum Ende des Jahres 2013 gefangen hielt, hat sich auch in der zweiten Woche nach Trainingsbeginn 2014 so bisher offenkundig noch nicht eingestellt.

Zwar wurden die ersten beiden Testspiele des Jahres gegen Standard Lüttich (2:0) und den VfL Bochum (2:1) bekanntlich gewonnen, die Negativschlagzeilen bestimmen aber noch immer das Bild rund um die Dortmunder Borussia.

Sowohl Ilkay Gündogan als auch Mats Hummels ärgern sich aktuell noch mit Verletzungen bzw. Krankheiten herum, konnten somit noch nicht wieder mitwirken. Auf beide Langzeitverletzte muss Jürgen Klopp noch immer warten.

Schlimmer aber noch: Der Verein muss sich permanent mit Spekulationen um Spielerabgänge beschäftigen. Neuzugänge wurden im Gegenzug auch noch nicht verpflichtet.

Nachdem in den letzten Tagen immer wieder über mögliche Abgänge von Ilkay Gündogan oder sogar Marco Reus spekuliert wurde, haben beide Spieler klare Bekenntnisse zum BVB zuletzt ebenfalls vermissen lassen, so dass die Spekulationen in den Medien unvermindert weiterlaufen.

Gündogan wird seit Monaten mit einem möglichen Wechsel nach Spanien in Verbindung gebracht. Zuletzt geriet aber auch eine angebliche 35-Millionen-Euro-Ausstiegsklausel bei Marco Reus in die Diskussionen. Reus ist clever genug um sich die Zukunft offen zu lassen. Eine angebliche Aussage, wonach er in englischen Medien zitiert wurde, er würde niemals zum FC Bayern wechseln, erwies sich inzwischen jedenfalls auch als ‚Ente‘.

Und so bleibt der BVB weiterhin in der Defensive was Spielertransfers betrifft, muss offenbar eher um Spieler aus dem aktuellen Kader fürchten, als dass namhafte Neuverpflichtungen bereits fix wären. Auch in Sachen Lewandowski-Nachfolge gibt es bisher lediglich Spekulationen.

Eine gefährliche Stimmungslage, so kurz vor dem Rückrundenstart. Da können auch Testspielsiege gegen eher zweitklassige Gegner nicht so wirklich gegenwirken.

Der Verein braucht jetzt ein starkes Aufbruchssignal, muss seinen Optimismus zurückbekommen, welcher ihn in den letzten Jahren so stark gemacht hatte. Das scheint auch Jürgen Klopp irgendwie so zu empfinden, der im Trainingslager die Zügel offenbar strenger in die Hand genommen hat. Auch er scheint aktuell in einer gewissen Anspannung zu sein…

Die ganz große Leichtigkeit ist bei den schwarzgelben jedenfalls offenbar erst einmal verschwunden. Und der Druck auf den Verein vor dem Rückrundenstart in 10 Tagen steigt!

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David Theis
10 Jahre zuvor

Außen- oder Innenwahrnehmung?

Ich will euch was die „Stimmung“ angeht, eigentlich gar nicht widersprechen. Jedoch frage ich mich: Ist es die Stimmung im oder um den Verein? Also: Benötigt wirklich die Mannschaft ein klares Signal oder sind es eher Medienvertreter und Fans, die das im nur vermuten können?
Die Spekulationen um Gündogan oder Reus mögen einige beunruhigen – doch ist in beiden Fällen nichts auf nur ansatzweise Konkretes vermeldet worden. Lediglich ausländische Klatschblätter, die Meldungen á la „könnte passen“ erfinden, die dann wiederum von deutschen Klatschblättern übernommen werden.

Dass der BVB in der Winterpause keine bahnbrechenden Transfers verkünden würde, war klar. Es passt zur unaufgeregten (!) Politik des Vereins, der mit Sicherheit einen Plan für das Transferfenster im Sommer hat, wie in der Vergangenheit ja auch. Platz 4 in der Liga ist minimal zu wenig, jedoch bei der problematischen Personalsituation ebenfalls nicht verwunderlich.

Insofern ist vermutlich unsere nervöse Stimmungslage die einzig „gefährliche“, der BVB und seine Mitarbeiter jedoch machen auf mich einen ziemlich entspannten Eindruck. 😉

Thorsten
10 Jahre zuvor

Uschiesk.

Robin Patzwaldt
Robin Patzwaldt
10 Jahre zuvor
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