Metal macht Spaß! Itai Avrahamoff führt bei INTERIA den 5-String-Bass. Foto: Till Oliver Becker
Die Band INTERIA stammt aus Israel, lebt inzwischen in Berlin und will von dort aus die europäische Alternative-Metal-Szene erobern. Im Interview mit den RUHRBARONEN spricht Sänger Argaman Ventura über den Schritt nach Deutschland, über künstlerische Verwundbarkeit, große Ziele, den Alltag zwischen Rockband und Start-up sowie über die Frage, was große Kunst heute bedroht.
Marie-Louise Eta, hier noch als Spielerin. Quelle: Wikipedia, Foto: @el_loko74. Lizenz: CC BY 4.0
Beim 1. FC Union Berlin dachte man sich offenbar: Warum nicht einfach mal ein bisschen Chaos würzen und schauen, was passiert? Anders lässt sich die Entscheidung kaum erklären, ausgerechnet in einer heiklen Saisonphase den erfahrenen Steffen Baumgart durch eine Trainerin zu ersetzen, die auf dieser Bühne bislang eher Zuschauerin als Hauptdarstellerin war.
Zwei Wochen später wirkt das Ganze weniger wie ein mutiger Schritt und mehr wie ein klassischer Fall von „mal sehen, ob’s gut geht“. Spoiler: bisher eher nicht.
Marie-Louise Eta, hier noch als Spielerin. Quelle: Wikipedia, Foto: @el_loko74. Lizenz: CC BY 4.0
Die Beförderung von Marie-Louise Eta zur Cheftrainerin des 1. FC Union Berlin ist zweifellos ein historischer Moment für die Bundesliga. Erstmals steht eine Frau an der Seitenlinie eines Männer-Bundesligisten – ein überfälliger Schritt in einer Branche, die sich lange gegen strukturelle Öffnung gesträubt hat. Doch so wichtig dieser symbolische Fortschritt ist, so unerquicklich ist die Art der Debatte, die sich daran anschließt.
Denn ein Großteil der öffentlichen Diskussion kreist nicht um das, worum es im Profifußball eigentlich gehen sollte: fachliche Eignung, Erfahrung und sportliche Perspektive. Stattdessen wird Eta entweder aufgrund ihres Geschlechts angefeindet oder reflexartig verteidigt. Beides greift zu kurz – und verstellt den Blick auf die entscheidende Frage.