Am Freitag in der Arena auf Schalke. Foto: Michael Kamps
Zwei Wochen sind seit der schon leicht demoralisierenden Erfahrung von Spieltag Eins in der Fußball-Bundesliga inzwischen schon vergangen, doch auch die jüngsten Ereignisse vom Wochenende lassen bei Millionen Fußballfans abermals Zweifel aufkommen, ob die Liga an der Tabellenspitze denn noch lange attraktiv bleibt.
Der FC Schalke04 und auch Borussia Dortmund, beide Ihres Zeichens jeweils ambitionierte und auch selbsternannte Anwärter auf einen Spitzenplatz im nationalen Ranking, bewiesen an diesem Wochenende jedenfalls einmal mehr, warum man es mit dem schier übermächtigen FC Bayern so rasch nicht über die volle Distanz von 34 Spieltagen wird aufnehmen können.
Da ist sie also wieder! Die von vielen im Lande so geliebte und seit Mai vermisste Fußball-Bundesliga ist aus der dreimonatigen Sommerpause zurückgekehrt. Der Bundesligaauftakt ist an diesem Wochenende erfolgt. Und die gute Nachricht: Sechs der bisher sieben gespielten Partien waren ergebnistechnisch recht knapp, über weite Phasen spannend. Das Problem daran: Die einzige Begegnung die da aus der Reihe herausragt, dass ist ausgerechnet die Auftaktpartie von Serienmeister Bayern München, der seine jahrelangen Rivalen vom SV Werder Bremen am Freitagabend mit einem ernüchternd deutlichen 6:0 aus dem heimischen Stadion schoss.
Nun kann man natürlich sagen, dass es ja erst der erste Spieltag war, dass sich die Werderaner erschreckend schwach präsentierten, der Meister mit einem Heimspiel gegen ein Team welches man in der unteren Tabellenhälfte erwarten würde, sicherlich auch einen besonders angenehmen Auftaktgegner präsentiert bekommen hat, doch wenn man mal ehrlich mit der Situation in der Liga umgeht, dann deutet dieses Wochenende schon auf etwas hin, was viele seit Jahren beklagen: Die Meisterschaft scheint abermals bereits quasi vorentschieden, noch bevor sie so richtig begann. Zu überlegen präsentierte sich der Ligaprimus aus dem Süden bereits zum Auftakt.
Mit den unschönen Geschehnissen in München hat die Politik wieder ein neues Wort gelernt, welches man in einen ähnlichen inflationären Maß nutzen kann wie das allzu beliebte Wort „Cyber“. Die heutige Sau ist, ihr ahnt es, das Darknet! (Ein Gastbeitrag von Anonymous Germany – nein, die haben nichts mit der Fake-Facebook-Seite am Hut.)
Sebastian Rode. Quelle: Wikipedia, Foto: Niklas B., Lizenz: CC BY 2.0
Seit Tagen wurde schon darüber spekuliert, nun ist es seit wenigen Minuten dann auch offiziell: Sebastian Rode vom FC Bayern München, der dort eigentlich noch zwei weitere Jahre unter Vertrag stand, wird ab der kommenden Saison für den BVB auflaufen.
Als Ablösesumme sind bei diversen Medien 12-15 Millionen Euro im Gespräch. Beide Clubs äußerten sich dazu bisher jedoch noch nicht.
Der Mittelfeldspieler war seit zwei Jahren für die Bayern aktiv, zuvor u.a. für Eintracht Frankfurt im Einsatz.
Diskutiert werden darf nun wohl kräftig über die Frage, ob Rode wirklich das sportliche Kaliber hat, um den in der Vorwoche endgültig zu Manchester City abgewanderten Mittelfeldmotor Ilkay Gündogan (mindestens) gleichwertig ersetzen zu können, ob er, mit in der abgelaufenen Saison nicht einmal 500 Einsatzminuten für den Double-Sieger, nun tatsächlich eine willkommene Verstärkung sein kann, welche die Schwarzgelben wirklich in Schlagdistanz zu den Bayern halten/bringen kann.
Dass er mehr als ein Ergänzungsspieler der Dortmunder sein kann, das muss der 25-Jährige nun wohl erst einmal dauerhaft allen Skeptikern im Umfeld seines neuen Clubs beweisen.
In diesen Tagen verbinden viele sportinteressierte Zeitgenossen die Stadt München in Sachen Fußball wohl in erster Linie mit dem FC Bayern München, der auch aktuell wieder die ganz großen Schlagzeilen in diesem Lande bestimmt. Doch das war längst nicht immer so.
Es gab da mal eine Zeit, als der traditionsreiche TSV 1860 München, welcher im Moment in Liga Zwei ein doch eher trauriges Schicksal im Abstiegskampf fristet, die ganz große Nummer im bundesdeutschen Fußball war. An diese inzwischen schier unendlich weit zurückliegende Zeit kann man sich als Fußballfan in diesen Tagen wieder einmal frisch erinnern. Denn im Mai 2016 feiert der TSV 1860 München den 50. Jahrestag seiner bisher einzigen Deutschen Meisterschaft.
Und genau an diesen größten Erfolg in der Vereinsgeschichte, bei dem die Kräfteverhältnisse im Fußball seinerzeit landesweit noch komplett andere waren, erinnert nun der frisch erschienene Band „Der Triumph der Löwen“, welcher soeben im Verlag ‚Die Werkstatt‘ erschienen ist, und den ich unseren geschichts- und sportinteressierten Lesern heute auch einmal kurz vorstellen möchte.
Markus Weinzierl – der neuer Schalke-Coach? Quelle: Wikipedia, Foto: Maerwa, Lizenz: CC BY 3.0
Der FC Schalke 04 verlor das Auswärtsspiel in München gegen die Bayern gestern Abend deutlich mit 0:3 (0:0). Eine starke erste Halbzeit, in der man sich erfolgreich gegen die Münchener Offensive stemmte, reichte am Ende nicht aus um einen Überraschungspunkt beim Tabellenführer zu entführen. Mund abputzen weitermachen! Da bis auf den nächsten Gegner Leverkusen auch keiner der direkten Konkurrenten sein Spiel bisher gewinnen konnte, geht das ‚Schneckenrennen‘ um die internationalen Plätze hinter den Bayern und dem BVB auch in den nächsten Wochen noch weiter.
Doch ganz so einfach ist das aktuell ‚auf Schalke‘ in mehrerlei Hinsicht eben nicht. Plötzlich ist die Trainerdebatte rund um Gelsenkirchen voll entbrannt. Schneller als wohl von vielen erwartet sind die von ‚Sky Sport News HD‘-Reporter Dirk große Schlarmann bereits zum Rückrundenstart ursprünglich entfachten Diskussionen scheinbar wieder aktueller denn je.
Große Schlarmann hatte damals bereits von massiver interner Kritik am Trainer berichtet, dafür damals zunächst selber viel Kritik einstecken müssen, gerade auch aus vereinsinternen Kreisen.
Eine sich anschließende kurze sportliche Erfolgsserie beruhigte die Diskussion über die Rolle von Andre Breitenreiter auf Schalke dann erst einmal wieder. Doch spätestens seit ein paar Wochen ist sie inzwischen mehr denn je wieder aktuell.
Kann dieser vom Absteiger aus Paderborn nach Gelsenkirchen gewechselte Übungsleiter tatsächlich perspektivisch ein Team trainieren, welches den Anspruch hat zu den ersten Vieren im Deutschen Fußball zu gehören? Nun, offensichtlich kann er es leiten, aber echte Fortschritte sind gegenüber seinem Vorgänger Roberto Di Matteo eben auch noch immer nicht zu erkennen.
Da ist es dann auch nicht wirklich überraschend, dass die Trainerfrage in Gelsenkirchen zumindest einmal wieder diskutiert wird.
Ralf Fährmann. Quelle: Wikipedia; Foto: DerHans04; Lizenz: CC BY-SA 3.0
Wenige Tage nach der 2:3-Pleite gegen England betrieb die Deutsche Auswahl am Dienstag in München tatsächlich so eine Art von Wiedergutmachung. Eine deutlich konzentriertere Vorstellung als am Wochenende bescherte der Löw-Truppe nun im letzten Test vor der Nominierung des erweiterten EM-Aufgebots ein ungefährdetes 4:1 (2:0) gegen Angstgegner Italien.
Der zuvor bereits aufkommenden leichten Unruhe im Umfeld tut der erste Sieg gegen Italien nach rund 21 Jahren natürlich grundsätzlich auch entsprechend gut.
Und natürlich neigt man vielerorts nun auch schon wieder dazu dieses Testspielergebnis über zu interpretieren. So schnell geht das inzwischen häufig. Kennt man ja.
Man möchte in diesem Zusammenhang eigentlich lediglich erneut darauf verweisen, dass auch dieses Match eben doch nur ein weiteres Vorbereitungsspiel, ein simpler Test war, in dem sowohl die Deutschen als auch die Italiener personelle und taktische Experimente wagten. Kein Grund also zu übertriebener Interpretation der Geschehnisse auf dem Platz.
Grundsätzlich viel spannender als die Ergebnisse der beiden Testspiele waren da aus meiner Sicht auch erneut die vermeintlichen Randgeschichten rund um Trainer und Team.
War am Samstag in Berlin noch die ziemlich unwürdige Stimmung auf den Rängen ein möglicher Diskussions- und Kritikpunkt, war diese gestern in München übrigens auch nicht wesentlich besser. Wie auch…
Eine weitere grundsätzlich diskutable Geschichte spielte sich allerdings nun ausgerechnet zwischen den beiden Matches im Umfeld der Löw-Truppe ab. Und diese legt, wenn im Moment auch noch vergleichsweise wenig beachtet, meiner Meinung nach schon eine gefährliche ‚Lunte‘ für die Zukunft des gesamten DFB-Trainerteams.
Personaldiskussionen werden im Umfeld einer Auswahlmannschaft natürlich grundsätzlich immer gerne geführt. Fast jeder Beobachter hat da sicherlich auch seine eigene, seine ganz persönliche Auswahl im Kopf. Nicht umsonst heißt es ja auch, dass es in Deutschland rund 80 Millionen Bundestrainer gibt. Doch darum geht es hier jetzt nicht wirklich. Denn Joachim Löw und sein Trainerteam verfahren in Sachen Personal schon durchaus auffällig widersprüchlich, was die der Kaderzusammenstellung zu Grunde gelegten Auswahlkriterien betrifft. Und das äußerten sie nun abermals auch wieder einmal öffentlich, wie das jüngste Beispiel, die fortgesetzte Nichtnominierung von Schalkes Keeper Ralf Fährmann, wirklich jedermann ganz deutlich zeigte.
Mit dem Spitzenspiel Bochum gegen Freiburg startet heute auch ‚Liga 2‘ in das Jahr 2016. Foto: Claudia Bender
Heute Abend ist es soweit: Auch das ‚Unterhaus‘ der Fußball-Bundesliga kehrt, zwei Wochen nach dem Oberhaus, endlich aus dem mehrwöchigen Winterschlaf zurück. Nur nimmt man das in der Öffentlichkeit eben dann doch vergleichsweise kaum jemand so richtig wahr. Sogar die Geschehnisse in der englischen Premier League scheinen inzwischen bei vielen Sportfans im Lande deutlich mehr beachtet zu werden als das Treiben in ‚Bundesliga 2‘.
Das ist so nicht nur extrem schade, sondern auch total ungerecht. Denn auch dort gibt es ja in den nächsten Wochen und Monaten wieder zahlreiche wunderbare, bunte Geschichten in den 18 Stadien quer durch die Republik mitzuerleben. Von der dort sportlich gebotenen Leistung der Profis einmal ganz abgesehen.
Das Hamburger Volksparkstadion. Am Freitagabend beginnt hier die Bundesligarückrunde. Foto: Robin Patzwaldt
Noch immer drei Tage bis dahin, doch so langsam kribbelt es schon wieder. Zumindest wohl bei den Millionen von Fußballfans im Lande. Denn am Freitagabend beginnt mit der Begegnung Hamburger SV gegen Bayern München die Rückrunde im Fußballoberhaus. Damit geht dann nun auch die mehrwöchige Winterpause endgültig zu Ende.
Wobei, so richtig ruhig war es in diesem Winter in Sachen Fußball gar nicht. Emotional diskutierte Themen gab es auch in den letzten Tagen mehr als genüge. Egal ob es die umstrittenen Trainingslager von Bayern, dem BVB, von Schalke oder Leverkusen (Dortmund und München beehrten Katar bzw. Dubai mit ihrer Anwesenheit, S04 und Bayer vergnügten sich jeweils in Florida, machten mit finanzieller Unterstützung der Liga Reklame für das Produkt in den USA), oder auch den zuletzt immer mehr in den Fokus geratenen ‚Wintertransfers‘, zu diskutieren gab es für Fußballfans so auch in der eigentlich fußballfreien Zeit eigentlich fast täglich etwas.
Doch ab Freitag kehren diese Randthemen dann endgültig auch wieder in den Hintergrund zurück, wird das Geschehen auf dem grünen Rasen wieder für die größten Schlagzeilen bei den Sportfans sorgen. Und das ist ja eigentlich auch ganz gut so.
Denn gerade auch sportlich gibt es bis Ende Mai ja auch noch so einige Fragen zu klären, auch wenn die Titelfrage, bei aktuell nun auch schon wieder acht Punkten Vorsprung der Bayern auf den BVB, wie in der Vorjahren ja auch bereits vorentschieden zu sein scheint. Doch zumindest der Kampf um die ‚internationalen Plätze‘ als auch der Abstiegskampf scheinen auch in diesem Jahr bekanntlich wieder überaus spannend zu werden. Werfen wir daher heute mal einen kurzen Blick auf die unterschiedlichen Ausgangslagen.
Kristina Inhof startet aktuell karrieremäßig so richtig durch. Die erst 27-jährige Österreicherin ist seit April dieses Jahres eines der Aushängeschilder des Sportnachrichtensender ‚Sky Sport News HD‘ (SSNHD). Ihre häufig schlicht ansteckende gute Laune im Studio sorgt bei vielen Zuschauern des Sportnachrichtensenders für nahezu einhellig positives Feedback.
Die 1988 in Wien geborene Moderatorin pendelt aktuell im Alltag noch häufig zwischen ihrer österreichischen Heimat und dem Abo-TV-Anbieter in Unterföhring bei München hin und her. Den Ruhrbaronen erläuterte Kristina Inhof trotz ihres aktuell vollen Terminkalenders in einem exklusiven Interview jetzt einiges zu den Hintergründen ihrer aktuellen Arbeit im Sky-Studio, ihren sportlichen Vorlieben und auch zu ihrer weiteren persönlichen Lebensplanung.
Ruhrbarone: Hallo Kristina! Schön, dass Du dir kurz die Zeit für uns nimmst! Gleich mal vorneweg gefragt: Siehst Du Dich eigentlich primär als Sportjournalistin oder eher als Moderatorin?
Inhof: Viele meiner Kollegen sehen sich als Sportjournalisten und natürlich muss man in diesem Job auch journalistisch denken/handeln. Aber ich sehe mich selbst als Moderatorin, da ich nicht nur aus dem Sportbereich komme. Ich habe in Österreich drei Jahre lang ein vorabendliches News-Magazin moderiert, außerdem im Frühjahr 2015 auch eine große Unterhaltungsshow in Österreich präsentiert. Von daher bin ich neben der Sportjournalistin auch eine Moderatorin oder Show-Gastgeberin.