So kann das gehen. Da freut man sich seit Tagen auf das Eröffnungsspiel der Fußball-Bundesliga-Saison 2020/21, und dann endet dies in einer totalen Enttäuschung. Nicht nur die Tatsache, dass der FC Schalke 04 beim desaströsen 0:8 an der Isar, beim Spiel gegen den immer übermächtiger werdenden FC Bayern München, so überhaupt nicht ablieferte, auch der Kommentar von Claudia Neumann im ZDF, konnte einem schnell die Zornesröte ins Gesicht treiben.
BVB gegen Bayern in Dortmund beim DFB-Supercup im Sommer 2019. Foto: Robin Patzwaldt
So ist das manchmal mit den guten Vorsätzen. Da hatte sich die Fußball-Bundesliga noch vor wenigen Tagen doch ganz fest vorgenommen in Zukunft etwas demütiger und bescheidener auftreten zu wollen. Doch schon nach kurzer Zeit scheint dieser gute Vorsatz wieder vergessen.
Im Vorfeld der Wiederaufnahme des Spielbetriebs nach der Corona-Pause gelobten diverse Beteiligte noch ‚Besserung‘, betonten unisono, dass der Profi-Fußball in Zukunft wieder deutlich ‚kleinere Brötchen‘ backen müsse und auch wolle.
Heute, wo das Spitzenspiel Borussia Dortmund gegen den FC Bayern München auf dem Programm steht, da mag sich aber offenbar bereits niemand mehr so richtig an diese hehren Ziele erinnern. Fast hat man keine zwei Wochen nach dem Re-Start schon das Gefühl, dass alles wieder beim Alten ist. Nur, dass eben die Fans in den Stadien fehlen.
Pep Guardiola. Quelle Wikipedia, Foto: Football.ua, Lizenz: CC BY-SA 3.0
Bei Borussia Dortmund sind viele Fans in diesen Tagen unglücklich mit ihren Trainer Lucien Favre. Daran hat auch der jüngste 4:0-Sieg am vergangenen Freitag gegen Eintracht Frankfurt nichts geändert. Viele Schwarzgelbe würden den Schweizer lieber heute als morgen durch einen Übungsleiter mit mehr Strahlkraft und mehr Entwicklungsleistung in Bezug auf den vorhandenen Kader ersetzt sehen.
Jetzt deutet sich eine überraschende Entwicklung an, die dem BVB sehr zu pass kommen könnte.
Gemälde eines der Olympia-Terroristen, Xavier Tricot, CC BY-SA 3.0
Die Ausrichtung der Olympischen Spiele im Jahr 1972 in München hatten den Charakter eines Meilensteins für die junge Bundesrepublik, der nach den nationalsozialistischen Verbrechen eine ungebrochene und positive Identifikation mit der Nation herzustellen sollte. Dass dies nicht gelang, ist nicht zuletzt auf den antisemitischen Terrorakt palästinensischer Terroristen zurückzuführen, bei dem elf Israelis starben.iEin Gastbeitrag von Jérôme Buske.
Als wäre die unerwartet hohe 0:5-Klatsche des FC Schalke 04 beim FC Bayern München im Top-Spiel des 19. Spieltags der Fußball-Bundesliga nicht schon ärgerlich genug gewesen, für den Anhang der Königsblauen, mussten sich viele Fußballfreunde am Abend auch noch über ein Interview von Clemens Tönnies beim Abo-Sender ‚Sky‘ ärgern.
Der Wurstfabrikant aus dem Westfälischen scheint auch Monate nach dem vom ihm ausgelösten Rassismus-Skandal vom vergangenen August nicht wirklich verstanden zu haben, was er damals falsch gemacht hat. Und bei Sky bot man ihm erstaunlich unkritisch die Bühne dazu dies vor hunderttausenden Zuschauern frisch unter Beweis zu stellen.
Mario Götze ist ein begnadeter Kicker. Daran besteht kein Zweifel. Und dennoch zeichnet sich in diesen Tagen immer mehr ab, dass die Zeit des inzwischen 27-Jährigen beim BVB, und vielleicht sogar seine gesamte Karriere, kein glückliches Ende nehmen wird.
Laut einem Bericht der Bild-Zeitung steht inzwischen fest, dass der ehemalige Nationalspieler seinen im Sommer auslaufenden Vertrag bei Borussia Dortmund nicht verlängern wird, und den Klub somit in ein paar Wochen ablösefrei verlassen kann. Das Ende eines großen Missverständnisses und einer Zeit viel zu vieler Enttäuschungen zeichnet sich damit immer deutlicher ab…. und zugleich ein Millionenverlust für den BVB, der viele (zu viele?) Jahre auf eine Leistungsexplosion seines Spielers gehofft hatte.
Dass die Fußball-Bundesliga ein extrem schnelllebiges Geschäft ist, das ist wahrlich keine neue Erkenntnis. Und doch kann man sich aktuell des Eindrucks nicht erwehren, dass sich das Tempo der Stimmungsschwankungen bei Fans und Medien stetig noch weiter beschleunigen.
Jüngstes Beispiel: Trainer Hansi Flick, der bei den Bayern nach zwei Siegen zum Auftakt in seine Interimstätigkeit nach der Entlassung von Niko Kovac vorschnell als womöglich perfekte Trainerlösung beim Rekordmeister gefeiert wurde, und nun, zwei unglücklichen Niederlagen später, ebenso rasch wieder komplett infrage gestellt wird.
Lucien Favre (Mitte) in Dortmund. Foto: Robin Patzwaldt
Dass Trainer Lucien Favre und der BVB nicht wirklich gut zusammenpassen, das ist nun keine wirklich neue Erkenntnis. Spätestens seit der Saisonvorbereitung, als die Vereinsverantwortlichen ganz offensiv das Ziel Meisterschaft ausriefen, was Favre nicht wirklich gut zu passen schien (was man auch daran erkennen konnte, dass er in einer Umfrage unter den Trainern den FC Bayern als seinen persönlichen Meisterschaftsfavoriten nannte), war es für jedermann zu sehen. Zumindest dann, wenn man es denn zu sehen bereit war.
Seit dem peinlichen 3:3, nach 0:3-Pausenrückstand, am gestrigen Freitag gegen Aufsteiger und Ligazwerg SC Paderborn, dürfte es jetzt auch der Letzte begriffen haben. Weder Fans noch Mannschaft zeigen derzeit ein Bild, das eine weitere, fruchtbare Zusammenarbeit überhaupt noch möglich erscheinen lässt.
Die Dortmunder präsentierten sich auch zwei Wochen nach der peinlichen 0:4-Klatsche bei den Bayern in unverändert desaströser Verfassung.
Das war ja wieder einmal eine wahre Lehrstunde für den BVB gestern in München. Mit 0:4 unterlagen die Dortmunder am Samstagabend gegen die Bayern, kassierten damit die nächste hohe Pleite beim Rekordmeister von der Isar.
Trotz der im Vorfeld öffentlich beschworenen, für dieses Spiel als dringend notwendig erkannten richtigen Einstellung, war diese in der Praxis einmal mehr nicht vorhanden. Der BVB blieb gegen die Bayern in fast allen Belangen ein hoffnungslos unterlegener Sparringspartner für die zuvor ebenfalls häufig enttäuschenden Münchener, fungierte so als idealer Aufbaugegner für die Süddeutschen.
Wie kann das sein? Was braucht die Truppe denn noch, damit sie erkennt, dass es einen Spitzenplatz in der Fußball-Bundesliga nicht mit halber Kraft gibt?
Das Oktoberfest in München. Quelle Wikipedia, Lizenz: gemeinfrei
Seid ihr auch so erleichtert wie ich, wenn diese nervige Erscheinung in Kürze erst einmal wieder vorbei ist? Nach rund zwei Wochen, in denen man hätte meinen können, dass Deutschland inzwischen ein einziges großes Oktoberfest ist, geht der Spuk zum Glück heute vorerst endlich wieder zu Ende. Zumindest in München.
Logisch, das Oktoberfest in der bayerischen Landeshauptstadt ist schon seit jeher eine große Sache. In jedem September fand es daher auch kurz Erwähnung in den bundesweiten Medien, wenn der dortige Oberbürgermeister das erste Fass Bier anzapfte.
In diesem Zusammenhang wurden der gesamten Nation dann stets auch ein paar Bilder von feiernden Leuten im Süden der Republik gezeigt, und gut war es. Inzwischen hat das Ganze allerdings längst eine Dimension erreicht, die für die große Mehrheit der Nicht-Bayern wohl nur noch als nervig zu bezeichnen ist.