Martin Sonneborn Foto (Ausschnitt): Ptolusque Lizenz: Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Die Angeklagten der sogenannten „Ulm 5“ werden von ihren Unterstützern als friedliche Aktivisten und Idealisten dargestellt. Doch die Erzählungen rund um den Prozess erinnern auffällig an die Selbstinszenierung der RAF in den 1970er-Jahren. Auch Martin Sonneborn greift diese Parallelen auf und entlarvt sich damit selbst.
Jetzt, wo die Rechten mal keinen Obst und Gemüse-Türken erwischt, kein Flüchtlingsheim angezündet, keinen Juden, Schwarzen, Araber auf der Straße zusammengeschlagen haben…
… jetzt, wo sie einen offiziellen deutschen Regierungspräsidenten getötet haben:
Hört jetzt der Scheiß mit diesem „aber die Linken“ endlich auf?
Hört jetzt der Scheiß mit dem „verwirrter Einzeltäter“ auf?
Hört jetzt die ganze Apologetik für die Gewalt von rechts („nur besorgte Bürger“) endlich mal auf?
Hören jetzt die skandalösen Urteile gegen versuchte Mörder auf (Bewährungsstrafen für Brandstiftung an Flüchtlingswohnheimen, so gut wie kein Fahndungsdruck)
Hören jetzt die Vertuschungsversuche in den NSU-Untersuchungsausschüssen auf?
Hören jetzt die Kriminalisierungen von antifaschistischen Demonstrationen auf?
Wenig gewagte Prognose: Nichts davon wird aufhören.